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Dienstag, 5. Januar 2016

Man höre und staune .... 4 Tage danach

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Köln: 

Frauen berichten EMMA vom Terror


Opfer melden sich bei EMMA. Und Frauen fragen: Wie konnte das geschehen, dass in der Silvesternacht mitten in Köln direkt am Hauptbahnhof Männer in großen Rudeln über Frauen herfallen. Schon jetzt haben zahlreiche Opfer Anzeige wegen sexueller Gewalt erstattet. Und es werden immer mehr. Wo war eigentlich die Polizei? Und wie haben die anderen Passanten reagiert? Weggeguckt?

Es sollen zeitweise tausend Männer gewesen sein. Eine der überfallenen Frauen berichtet von „Fingern in allen Körperöffnungen“. Einer anderen haben sie „Strumpfhose und Slip vom Leib gerissen“. Eine weitere erzählt, dass rund 30 Männer sie umstellt, als „Schlampe“ beschimpft und ihr an den Hintern, an die Brüste und zwischen die Beine gefasst haben.


Noch eine weitere wurde eingekesselt, verhöhnt und mit Silvesterböllern beworfen. In EMMA möchte sie Susanne genannt werden, sie ist 50 Jahre alt und berichtet: „Ich wollte mit meiner Freundin eigentlich nur kurz durch den Bahnhof gehen, um im Brauhaus auf der anderen Seite ein Bier zu trinken. Aber schon als wir auf dem Bahnhofs-Vorplatz ankamen, habe ich plötzlich nur noch Männer gesehen. Es waren Hunderte! Und sie haben uns behandelt wie Freiwild!“


Es ist von Panik und Schreien die Rede, von Angst und Hilflosigkeit. Und von einer Vergewaltigung. Von einer bisher.


Das waren Szenen, wie wir sie aus dem Fernsehen vom Tahrir-Platz kannten, als die Situation in Ägypten eskalierte und unzählige Frauen – Ägypterinnen wie westliche Journalistinnen - Opfer sexueller Gewalt wurden. Aber diesmal fanden diese massenhaften Übergriffe nicht in Ägypten statt und auch in keinem anderen Bürgerkriegsland, sondern mitten in Deutschland. Und an einem der angeblich am besten gesicherten Orte in ganz Deutschland: dem Kölner Hauptbahnhof.

Ausgerechnet in der Silvesternacht - in der wegen der europaweit beschworenen „Terrorgefahr“ ja ohnehin erhöhte Sicherheitsvorkehrungen herrschten. Aber der Terror dieser Nacht hatte nichts mit Kofferbomben und nichts mit Maschinengewehren zu tun. Diese Männer hatten ihre Hände zur Waffe gemacht. Und so waren Polizei und Sicherheitspersonal anscheinend erst mal blind für das, was sich da vor der erhabenen Kulisse des Kölner Doms abspielte.

„Völlig überrascht“ seien die Kölner Beamten von dem Ausmaß der Gewalt gewesen. Auf der Pressekonferenz in Köln am Montag, bei der auch EMMA anwesend war, sprach Polizeipräsident Wolfgang Albers von „Straftaten in einer völlig neuen Dimension“.

Was bis jetzt bekannt ist: In der Zeit zwischen 22 und 5 Uhr kam es in der Silvesternacht zu Körperverletzungen, Diebstählen und sexuellen Übergriffen im Umfeld des Kölner Hauptbahnhofs. Bis zu 1.000 Männer hatten sich zeitweise versammelt, die laut ZeugInnenberichten aus dem „nordafrikanischen und arabischen Raum kommen“. Mehr kann und will die Polizei scheinbar bisher über die Täter nicht sagen. Nur, dass es viele waren. Und niemand verhaftet wurde.

Und: Dass es bei mindestens jeder vierten Anzeige um Sexualgewalt gegen Frauen ging. Wie viele Frauen unter den bisher 90 Betroffenen (Stand: 5.1.) sind, die wegen einem der Delikte Anzeige erstattet haben, kann die Polizei noch nicht sagen (obwohl das doch eigentlich nicht schwer sein dürfte). Das Fachpersonal für die Betreuung von Opfern sexueller Gewalt wurde schon aufgestockt, heißt es.

Es bleiben viele Fragen offen nach dieser Terrornacht in Köln. Zum Beispiel die: Wie kann es überhaupt sein, dass aggressive und betrunkene Männerrotten in dieser Zahl an einem Hochsicherheitsort wie dem Hauptbahnhof massenhaft Frauen belästigen, ja missbrauchen – ohne dass sofort eingeschritten wird? Die Polizei begründet das mit der Unübersichtlichkeit der Lage, der ohnehin ausgelassenen und alkoholisierten Stimmung, dem Lärm der Böller. „Da hört man einen Hilfeschrei nicht", heißt es. Allerdings: An dem Abend waren 143 Beamte vor Ort - und die haben alle nichts gehört bzw. gesehen? Oder haben sie das nicht so ernst genommen?

Die Gesamtlage eskalierte so, dass der Bahnhofsvorplatz am späteren Abend wegen Randale zeitweise geräumt wurde. Aber wegen sexueller Belästigung wurde nicht ein Mann arrestiert.

143 Beamte vor Ort - und die haben alle nichts gehört bzw. gesehen?

„Die Täter versuchten durch gezieltes Anfassen der Frauen von der eigentlichen Tat abzulenken – dem Diebstahl von Wertgegenständen“, heißt es in der Pressemitteilung der Kölner Polizei. Was will sie uns damit sagen? Dass sexuelle Belästigung keine "Tat" sei? Und übrigens: Wer ein Handy klauen will, der tut das schnell und heimlich. Männer, die Frauen umzingeln und ihnen zwischen die Beine greifen, wollen genau das tun. Sie stehlen den Frauen nicht nur das Handy, sie stehlen ihnen auch die Würde. 

So wie Männer es seit Jahrhunderten tun, überall auf der Welt, allerdings in der Regel in Häusern, hinter verschlossenen Fensterläden, im Verborgenen. Die „neue Qualität“ der Übergriffe am Hauptbahnhof liegt in der Enthemmtheit, diese Gewalt in der Öffentlichkeit auszuüben – unter den Blicken von tausenden von Zuschauern, inklusive denen der Polizeibeamten. Das hat es in Deutschland so noch nie gegeben. 

Und ist da noch eine Frage, die vor dem Hintergrund der ohnehin aufgeladenen Flüchtlingsdebatte schon jetzt für Zündstoff sorgt: Woher kamen diese Männer? Wie kann es sein, dass sich eine solche kompaniestarke Anzahl von Männern zusammenrottet und an einem öffentlichen Platz wie dem Bahnhof über Stunden randaliert?

EMMA berichtet weiter.

PS Auch auf der Hamburger Reeperbahn und in Stuttgart ist es in der Silvesternacht zu ähnlichen Übergriffen auf Frauen gekommen.

Dieses Video zeigt das Ausmaß der Ausschreitungen an Silvester vor dem Kölner Hauptbahnhof.  (Janis Anmerkung ... Ich verstehe ohnehin nicht, wie es gestattet sein kann, vor einem historischen Gebäude, wie es der Dom ist, überhaupt Feuerwerk zu zünden. Sind die Kölner denn blöd? Auf anderen Videos sieht man, wie der Dom direkt attackiert wird. Ist doch klar - es ist ein hervorstechendes Zeichen des Christentum. Und das sind Moslems!)

Aktualisiert am 5. Januar 2015





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