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Mittwoch, 24. Februar 2016

Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing

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>>> oder ... Konformität ist alles 

Ein Hasenfuß im Chor der Gleichgesinnten


Dass der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich das ist, was seine Landsleute einen „Waschlappen“ nennen, ein Leisetreter, der nicht anecken will, vor allem nicht bei seiner Herrin in Berlin, steht außer Frage. Bis auf den Tag ist er der brave Beamte geblieben, der er schon zu DDR-Zeiten als Mitarbeiter der Kreisverwaltung Kamenz in der Lausitz war. Dem wird kaum jemand widersprechen. Geschweige denn, dass das im politischen Alltag als besonders ehrenrührig empfunden würde.

Etwas anderes ist es, dem Mann jetzt vorzuhalten, dass er sich nicht lautstark genug an der Hetzjagd gegen die Kritiker der Merkelschen Willkommenspolitik beteiligt. Daraus zu schlussfolgern, der Sachse sei „meinungsschwach, ein Mann ohne Ecken und Kanten“, widerspricht schlichtweg den Gesetzen der Logik. Oder sind wir schon wieder soweit, dass nur als meinungsstark gilt, wer im kanzleramtlich vorgegebenen und medial befeuerten Mainstream mitschwimmt, indem er rhetorisch auf das „Pack“ und den „Mob“ einschlägt?

Noch einmal: Stanislaw Tillich ist ein Hasenfuß, der sich keinen Ärger einhandeln will, indem er eine eigene Meinung vertritt. Aber wäre das anders, wenn er wie Gabriel, Oppermann, Göring-Eckart oder Kauder gelegentlich unter die Gürtellinie schlüge, morgens öffentlich nachplapperte, was Claus Kleber abends zuvor im heute-journal deklamierte? Sind es die normierten Ecken und Kanten dieser Wortführer, auf die es ankommt?

Vermutlich. Jedenfalls gibt es heute kaum ein Zeitung, kaum einen Sender, der nicht mit der Contradictio in adjecto überraschte, dass Stanislaw Tillich meinungsschwach sei, weil er lange nicht mit starker Stimme in den Chor der Gleichgeschalteten einstimmte. 


Achse des Guten
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