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Sonntag, 29. Mai 2016

Sahra Wagenknecht und die Antifa (Linksfaschisten)

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Janis Anmerkung: 

Ich halte Sahra Wagenknecht für eine der klügsten Personen der etablierten Parteien. Sie ist nicht nur hochintelligent - sie beweist, dass sie Herz und Verstand hat. Und auch keine Scheu davor, notwendigerweise auszuteilen.
Was mich nicht dazu verleiten würde, die Linken zu wählen. Denn sie ist leider nicht das Maß dieser Partei.
Aus heutiger Sicht in Bezug auf die SPD, bleibt mir nur sagen, dass es einer der größter Fehler der SPD war, Oskar Lafontaine gehen zu lassen. Denn zu einer so klugen Frau passt nur ein ebenso kluger Mann.
Wir bekamen dafür mit Schröder, Agenda 2010 und Hartz IV einen ganz ganz großen Verrat der SPD - an ihren Wählern!



Eklat beim Parteitag der Linken in Magdeburg: Ein Antifa-Aktivist wirft Sahra Wagenknecht eine Torte ins Gesicht. (Mit Auszug aus dem Sahra Wagenknecht-Porträt in der aktuellen COMPACT-Ausgabe 6/2016)



von Karel Meissner

Es passierte unmittelbar nach der Rede von Parteichef Bernd Riexinger gegen die AfD, als ein Antifa-Aktivist der Politikerin Sahra Wagenknecht eine Torte ins Gesicht drückte. Sie selbst hatte zuvor in ihrer Rede noch den Partei-Übervater Gregor Gysi scharf kritisiert. Dies ist der zweite offene Angriff der Antfia auf Politiker der Linkspartei. Zuletzt wurde Bodo Ramelow beleidigt und bei einer Veranstaltung angepöbelt, weil er auf Twitter die Methoden der Antifa mit denen der Nazis verglichen hatte (COMPACT berichtete). Jetzt steht die undogmatische Sahra Wagenknecht in der Schusslinie der rotlackierten SA. Sie dürfte nicht die Letzte bleiben.

In der aktuellen COMPACT 6/2016 beschreibt Martin Müller-Mertens die Politikerin Sahra Wagenknecht als „Querfrontlerin“. Soll heißen: Sie sprengt die alten Links/Rechts-Schemata. Dadurch gab es bereits in der Vergangenheit Konflikte mir der Partei. Wagenknecht setzt als klassische Linke das Wohl des Volkes als Ziel – und nicht den Vorteil globalistischer Eliten. Das führte zu Schnittpunkten mit AfD-Positionen (Näheres im Sahra Wagenknecht-Porträt, unten).

Weil Frau Wagenknecht erklärte, dass Deutschland nicht alle Flüchtlinge aufnehmen könne, ging jetzt ein Aktivist der „Antifaschistischen Initiative“ zur ersten Reihe des Saales vor und klatschte der dort sitzenden Politikerin eine (plumpe Symbolik…) braune Schoko-Torte ins Gesicht. Das Bekennerschreiben – „Torten für Menschenfeinde“ –  vergleicht Frau Wagenknecht mit Beatrix von Storch, auf die vor einigen Wochen ebenfalls ein Torten-Attentat verübt wurde. Darin heißt es, Frau Wagenknecht habe versucht, den „Volkszorn“ in politische Handlung zu übersetzen. Sie verörpere alles, was die Linkspartei für Antifa-Mitglieder „unerträglich“ mache. Ihre Rede zum „Gastrecht“, „Kapazitätengrenzen und Grenzen der Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung“ hätte den i-Punkt gesetzt. Hier das Bekennerschreiben (1):

Parteichef Bernd Riexinger erklärte nach dem Anschlag, dass er Gewalt, vor allem gegen Frauen, nicht akzeptiere. Katja Kipping stimmte dem zu. „Das ist asozial und hinterhältig. Wenn ein Kerl einer Frau eine Torte ins Gesicht wirft, ist das einfach nur asozial“. (2) Ob die Linkspartei jetzt langsam merkt, dass „ihre“ Antifa längst zum Establishment, zu Mutti Merkel gewechselt hat?


Es folgen Auszüge aus dem Sahra Wagenknecht-Porträt, das Sie vollständig in der aktuellen COMPACT 6/2016 lesen können – seit heute am Kiosk! Oder – hier bestellen
Die rechte Linke
_von Martin Müller-Mertens

Sahra Wagenknecht ist das Gegenbild zu den links-grünen Globalistencliquen: Für das Volk, gegen das Kapital. Deswegen wird sie vom linken Establishment als «AfD light» attackiert.

Der Angriff wirkte sorgsam vorbereitet: Im roten Kostüm stand Sahra Wagenknecht am 11. Januar 2016 vor der roten Pressewand auf der Fraktionsebene des Bundestages. Ihren Co-Chef Dietmar Bartsch ließ sie 13 Minuten lang ein routinemäßiges Statement zur aktuellen Lage referieren. Dann zündete die 46-Jährige mit einer «kurzen Ergänzung» die politische Bombe: Zum Jahreswechsel hatte der Grapscher-Terror von Köln und anderen Städten Deutschland erschüttert. Nun sprach die Linken-Ikone aus, was viele Deutsche längst fordern: «Wer Gastrecht missbraucht, der hat Gastrecht dann eben auch verwirkt. Das ist in dieser Frage auch die klare Position der Linken.»

 Tatsächlich kann kaum eine Position weiter vom links verkleideten Parteiestablishment entfernt sein als Kritik am Dogma der bunten Bereicherung. Wie erwartet, fielen die Diäten-Empfänger in den eigenen Reihen postwendend über die einstige Vorsitzende der Kommunistischen Plattform her. «Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal so eine heftige inhaltliche Debatte hatten», berichtet ein Teilnehmer der anschließenden Fraktionssitzung. Nur sechs der insgesamt 64 Parlamentarier sollen sich hinter Wagenknecht gestellt haben, darunter Dieter Dehm, Ex-Parteichef Klaus Ernst und Michael Schlecht. Wagenknechts Vorgänger an der Fraktionsspitze, Gregor Gysi, verlangte gar eine monolithische Einheit der Partei im Bereicherungstaumel. «Bei einer so zentralen Frage wie der Flüchtlingsfrage kann es keine zwei Meinungen in einer Partei geben», sagte er dem Bayerischen Rundfunk.

Dass sich die Linke mit ihrem Refugee-welcome-Blindflug auch in Widerspruch zur eigenen Wählerschaft begibt, stört die Mandatsträger dabei keineswegs. «Wenn uns das zwei oder drei Prozent kostet, dann ist das eben so», fabulierte der Berliner Linken-Vorsitzende Klaus Lederer, dessen Landesverband sich erst langsam vom desaströsen Regierungsbündnis mit der SPD bis 2011 erholt. «AfD light», ätzte die Parteivorsitzende Katja Kipping gegen die Fraktionsvorsitzende. Auch der szenenahe Teil der Lügenpresse schoss sich umgehend auf die Politikerin ein. Den Tonfall gab unter anderem das Magazin Potemkin vor, in dem der ehemalige Parteifunktionär Juan Brakebusch Wagenknecht zu den «Volkstribunen des linksrechtsvölkischen Mobs» rechnete. Für die Taz war Wagenknecht nun «im Zweifel deutsch».

 Jakob Augsteins Freitag sah die Linke «rechts blinken». Das Magazin Vice rückte sie in die Nähe von «Neonazi-Parteien». «Wie rechts ist die Linke?», fragte auch die Huffington Post. Ob Wagenknecht ein Beispiel dafür sei, «dass sich die politischen Extreme am Ende doch berühren», fragte die Frankfurter Allgemeine
(…)

Dass sie quer zu der auf rot-rot-grüne Bündnisfähigkeit getrimmten Parteilinie liegt, ist nicht neu. In der Außenpolitik vertritt sie einen klassischen Antiimperialismus. 

Ihre Haltung zum Syrienkrieg: Es sei «Sache des syrischen Volkes und nicht der Amerikaner, wer in Damaskus regiert». 

 Der Berliner Koalition schrieb sie ins Stammbuch, dass diese sich zum «Deppen der US-Oligarchen und ihrer Regierung in Washington» mache. Über die Ausspitzelung Deutschlands durch den US-Geheimdienst NSA twitterte Wagenknecht unter der Überschrift «Neues aus der US-Kolonie». Auch in der Eurokrise beteiligte sich Wagenknecht nicht an den Beschimpfungen der Kritiker. Im Gegenteil: «Wer die Gründer der AfD als Populisten abstempelt, macht es sich zu leicht. In vielen Punkten haben sie mit ihrer Kritik an der derzeit praktizierten Euro-Rettung recht.»





Compact
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