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Montag, 25. Juli 2016

Eine Erkrankung „aus dem depressiven Formenkreis“

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Entwarnung! Es war nur ein Einzeltäter!


Noch sind nicht alle Opfer der islamistischen Beilattacke von Würzburg  aus dem Koma erwacht, da gibt es schon wieder Tote. Diesmal sind mehrere Jugendliche darunter. Ein Deutsch-Iraner erschoss im Münchener Olympia-Einkaufszentrum 9 Menschen und verletzte weitere 21. Ähnlich schrecklich wie diese Bluttat ist die Berichterstattung darüber. Unerträglich war die Sondersendung der Tagesschau gestern Abend, die nur aus einer Endlosschleife von Betroffenheitsfloskeln bestand. Wenn man keine Informationen hat, dann soll man das sagen und warten, bis man wirklich etwas mitteilen kann, statt von Nullaussage zu Nullaussage umzuschalten.

Während in vielen Medien endlos darüber spekuliert wird, welche Motive der Täter gehabt haben könnte, feiert der IS schon die Tat. Uns wurde schnell serviert, dass es sich um einen Einzeltäter handele, der bei seinen Eltern lebte. Ein „eher stiller Typ“, wieder völlig unauffällig. „Der Täter sei ein 18-jähriger Schüler, der wie Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch auf einer Pressekonferenz mitteilte, eine Erkrankung „aus dem depressiven Formenkreis“ gehabt habe“, so die „Zeit“. Er soll sich mit Amokläufen beschäftigt haben.

Vorher wurden eifrig Tatarenmeldungen abgesetzt, es könnte sich um einen Biodeutschen mit Springerstiefeln gehandelt haben. Die MOPO verbreitete gestern gegen 21 Uhr, da sprach die Polizei noch von einer „Terrorlage“, den Bericht eines „Augenzeugen“, der von RTL interviewt worden war. „Ein Arbeitskollege (sic!) berichtete ihm, so der Augenzeuge weiter, dass der Schütze ´Scheiß Ausländer` gerufen hätte. Der mutmaßliche Amokschütze soll Springerstiefel getragen haben.“ Der Augenzeuge war also keiner, er berichtete nur vom Hörensagen. Das ist kein Journalismus, sondern Desinformation.

Auch Spiegel-Online nährte heute Vormittag Spekulationen über eine ausländerfeindliche Tat. Zwar erwähnt das Portal die vom US-Sender CNN gesendete Aussage einer Frau, die während des Attentats im McDonald´s war, der Täter habe „Allahu Akbar“ gerufen, breiteren Raum wird aber einem Mann eingeräumt, der eine kleine Plauderei mit dem Mörder gehabt haben will, während der auf dem Parkdeck auf Menschen schoss. „Er habe sich eine Waffe kaufen müssen, sagt der mutmaßliche Täter. ´Ich bin Deutscher`. Er sei hier geboren, in einer ´Hartz-IV-Gegend` aufgewachsen und „in stationärer Behandlung“ gewesen. Außerdem ist der Ruf ´Scheiß Türken` zu hören - ob vom mutmaßlichen Täter oder einem anderen Anwohner, ist unklar.

Ein anderer mutmaßlicher Zeuge berichtete CNN, er habe gehört, wie der Täter geschrien habe, er sei Deutscher und werde Ausländer umbringen. Glaubt einer bei Spiegel-ONLINE wirklich, dass der Todesschütze seinen Lebenslauf erzählt hat, während er auf Menschen zielte? Für wie blöd werden wir eigentlich gehalten, dass wir das schlucken sollen? Da der Schütze Iraner war, hat er tatsächlich Ausländer umgebracht, sofern er Deutsche ermordete. Das war es aber sicher nicht, was Spiegel-ONLINE uns nahelegen wollte.

Nach dem Fund der Leiche des Mörders, wurde sofort  öffentlich bekräftigt, dass es sich um einen Einzeltäter handele.  Das wirft mehr Fragen auf, als es Antworten gibt. Wie kann ein 18-jähriger, nur mit einer Pistole Bewaffneter, neun Menschen töten und mindestens 21 verletzen? Ohne Waffenexpertin zu sein, weiß ich doch so viel, dass Pistolen für den Massenmord eher ungeeignet sind. Um mich zu vergewissern, habe ich einen Freund gefragt, der eine militärische Ausbildung absolviert hat.


Er schrieb mir:
„Bei der NVA hatte die Kalaschnikow ein Magazin mit 30 Schuss. Stellte man diese Maschinenpistole auf Dauerfeuer, knatterte es laut und das Magazin war ganz schnell leer (und keiner tot, denn die Treffgenauigkeit geht bei Dauerfeuer gegen Null).

Im Prinzip ist die Pistole so ähnlich wie das Gewehr, sie hat nur einen kürzeren Lauf (noch weniger Treffsicherheit bzw. man muss viel üben und näher ran ans Ziel). Und die meisten Pistolen haben wohl inzwischen auch Magazine mit x Schuss Munition, erspart Zeitverluste beim Nachladen. 

Nur wenn die Erschossenen unmittelbar vor dem Lauf saßen („klassische“ Beispiele sind die Schulmassaker, wo das Klassenzimmer abgeschlossen wird), kann die Pistole erfolgreich eingesetzt werden, wie wahrscheinlich im McDonald´s.

Außerhalb eines geschlossenen Raumes muss der Täter viele Patronen (Magazine?) gehabt haben und musste tatsächlich gut schießen können,um „frei laufende“ Ziele zu treffen, was ziemlich schwer ist.“ 

Es ergeben sich weitere Fragen:
Wo hatte der Mörder die illegale Pistole her und die 300 Patronen? 
Wo hat er schießen gelernt und geübt?
Wo war die Security des Einkaufszentrums?

Wie konnte es passieren, dass ein Einzeltäter mit einer Pistole praktisch ganz München lahmlegt, den Öffentlichen Nahverkehr zum Erliegen bringt, den Hauptbahnhof entleert und Menschen in entfernten Stadtteilen panisch aus dem Fenster springen oder sich unter Tische verstecken lässt? Das Szenario von München zeigt, dass aus Deutschland eine hochgradig neurotisierte Gesellschaft geworden ist, die nicht in der Lage ist, mit Ruhe angemessen auf eine Gefahrensituation zu reagieren. 

Die hysterischen Reaktionen zeigen, wie sehr sich die Öffentlichkeit inzwischen von islamistischen Terroranschlägen bedroht sieht. Die erwartbare Reaktion der Politik wird aber sein: Weiter so auf dem erfolgreichen Kurs  der bunten Republik Deutschland.


Dieser Text erschien zuerst auf „Freedom is not free“


Vera Lengsfeld


Achse des Guten
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