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Mittwoch, 20. Juli 2016

Mut und nicht dummes Geschwätz

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Der Tod macht 

auch bewegungsunfähig


von Peter Bereit


Das Blut der Opfer war noch nicht getrocknet, die Schwerverletzten schwebten noch in Lebensgefahr und der Schock der physisch Unverletzten war noch nicht verflogen, da meldete sich eine der bekanntesten Berufsbesorgten zu Wort, die dieses Land zu bieten hat. Frau Renate Künast äußerte auf Twitter ihr Bedauern darüber, dass der allem Anschein nach noch jugendliche Täter, der gestern in einem Reisezug bei Würzburg Reisende mit Axt und Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt hatte, von Spezialkräften der Polizei auf der Flucht erschossen wurde. Ihre Frage: Hätte der Täter nicht bewegungsunfähig gemacht werden können?

Nun ja. Der Tod macht auch bewegungsunfähig, doch Renate meinte es sicherlich nicht so zynisch. Sie stellte wohl eher darauf ab, dass die Polizeibeamten dem potenziellen Mörder ein Gespräch hätten anbieten müssen, um die Frage zu klären, weshalb er seine bayerischen Pflegeeltern derart enttäuscht und sich innerhalb kürzester Zeit, so nimmt man an, radikalisiert habe, um am Ende Menschen aus seinem Gastgeberland zu massakrieren. Da die Sache nicht so lief, wie von Renate Künast angedacht, mag daran liegen, dass den vor Ort befindlichen Einsatzbeamten einfach die Zeit für ein solches Gespräch fehlte oder die Einsicht Raum gewann, irgendwann sei es einfach unumgänglich, die ausgestreckte Hand zur Faust zu ballen, um Nachahmer, wie sie derzeit aus dem Boden sprießen, abzuschrecken.

Ich persönlich rechne diesem Anliegen jedoch wenig Chancen zu, denn wer ins Paradies will, der lässt sich weder durch Worte von Polizisten und Politikern, noch durch Projektile aus Dienstwaffen aufhalten. Aus islamistischer Sicht betrachtet, verschaffte das bayerische SEK dem Täter sogar einen Vorteil, indem es diesen Weg beschleunigte. Diese Sichtweise mag man zynisch nennen, aber ich habe sie ja nicht erfunden und eingeführt. Oft habe ich mich gefragt, weshalb Allah für diese Art von Individuen, ich kann und möchte sie nicht mehr Menschen nennen, diesen Umweg über das irdische Dasein wählte. Sollte er es wirklich nur darauf angelegt haben, durch sie Schrecken und Elend auf der Welt zu verbreiten? An die Existenz eines solchen Gottes mag man nicht glauben wollen. Er wäre gänzlich verzichtbar, so wie Satan, an dessen Existenz ich langsam zu glauben beginne.

Durch Persönlichkeiten wie Frau Künast wurde in diesem Lande eine Atmosphäre geschaffen, die alle ehemals bedeutsamen und schützenswerten Ideale infrage stellt und in den Schmutz zieht. Polizisten, in allen Gesellschaftsordnungen zwischen Baum und Borke stehend, sind verunsichert und tun lieber nichts, als sich den Vorwürfen und Anschuldigungen derer auszusetzen, die aus sicherer Entfernung alles besser wissen wollen und doch selbst verantwortlich sind für die Misere, in die wir zunehmend eintauchen.

Mit einem Glas Supertoskaner in der Hand und umgeben von spintisierenden Traumweltenbewohner lässt es sich köstlich über die Leichtigkeit der Dinge philosophieren, die man nicht selbst aushalten muss. Zu allem Irrsinn wird man in unzählige Talkshows eingeladen, deren Fazit oft nur darin besteht, zu jedem noch so dummen Satz ein schlaues Gesicht gemacht zu haben. Irgendwann werden wir sie nochmals anzapfen und darüber lächeln, wie diese Vertreter versuchten, uns die heile Welt zu erklären. Was alles leider schiefgegangen ist und was wir niemals schaffen konnten, weil da zu viele Zweifler waren.  

Es langweilt mich selbst, immer wieder betonen zu müssen, dass nicht alle Muslime potenzielle Mörder sind. Sie sind, das habe ich an anderer Stelle auch schon einmal gesagt, friedlich nicht wegen des Islam, sondern trotz des Islam und seiner Lehrfibel, dem Koran.

Wer sich nach 1945 schnell des in nahezu allen Haushalten vorhandenen Buches MEIN KAMPF entledigt hatte, wurde nicht automatisch zum besseren Menschen und Demokraten und nicht jeder, der es zunächst auf dem Dachboden versteckte oder es bis heute besitzt, war und ist ein unverbesserlicher Nazi. Doch dieses Buch trägt einen Keim in sich, der bis heute nicht gänzlich ausgelöscht ist. Weshalb sage ich das?

Bücher an sich können die Welt nicht verändern. Sie vergegenständlichen sich durch Taten. Durch gute wie böse Taten, wobei auch Gut und Böse keine allgemeingültigen Kategorien darstellen, sondern Ergebnis menschlicher Bewertung sind. Das, was wir weltweit an Taten erleben, die angeblich auf einem Buch fußen, das Gottes unverfälschtes Wort darstellt, bedarf keiner differenzierten Bewertung. Nur Kranke können diese Barbarei als göttlichen Ausdruck betrachten. Dieses Buch, dass milliardenfach gedruckt, gelesen, Kindern eingetrichtert und sogar auswendig gelernt wird, gehört auf den Prüfstand oder den Müllhaufen der Geschichte.

Die Muslime sollten es endlich selber tun und wir könnten ihnen dabei helfen. Wir haben ziemlich erfolgreich das Buch MEIN KAMPF überwunden, auch wenn uns unser Justizminister und einige andere weiszumachen versuchen, dass die wirkliche Gefahr von Rechts ausgeht. Wenn wir es jemals schaffen sollten, unsere Werte, für die Europa Jahrhunderte gestritten und gelitten hat, der neuen Barbarei entgegenzusetzen, werden tödliche Schüsse auf muslimische Terroristen vielleicht der Vergangenheit angehören. Das zu tun erfordert Mut und nicht dummes Geschwätz.

Wir könnten es schaffen, wenn wir sofort damit anfangen. Ein erster Schritt wäre, sich zuerst mit den Opfern von Verbrechen und danach mit dem Täter zu beschäftigen, Frau Künast.




Achse des Guten
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