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Mittwoch, 24. August 2016

Alles nur fauler Zauber ....

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Wissenschaftlich nicht bewiesen also, schlecht für die Pharma-Industrie in jedem Fall ...
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Übersäuerung des Körpers - 
Was ist dran?


Die Themen „Übersäuerung“ und „Säure-Basen-Haushalt“ sind komplex, denn hier streiten sich schon seit etlichen Jahren zwei Parteien: die klassische Schulmedizin und Anhänger von alternativen Heilmethoden. Letztere Gruppe verteidigt die Theorie der „Übersäuerung“. Demnach lagern sich sogenannte Säuren im Bindegewebe ab, die vor allem durch ungesunde Industrielebensmittel, Fast-Food, erhöhtem Fleischkonsum, Stress, Nikotin und Alkohol entstehen. Diese Stoffwechselabfälle sollen für ein zu saueres Milieu sorgen. Dieses Ungleichgewicht des „Säure-Basen-Haushaltes“ sei der Theorie nach hauptverantwortlich für diverse Krankheiten wie Gicht, Arthrose, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Neurodermitis, Osteoporose, Muskelschmerzen, chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen, Allergien und auch Krebs.


Zusammenhang zwischen einer Übersäuerung und Krankheiten ist nicht wissenschaftlich bewiesen

Weder die Annahme, der Körper könne ein zu viel an Säuren nicht ausgleichen, noch die Theorie dass aus dieser Übersäuerung Krankheiten die Folge seinen, lassen sich derzeit wissenschaftlich beweisen. Eine Wirksamkeit der basischen Ernährung bezüglich der Vermeidung von Krankheiten konnte bisher nicht nachgewiesen werden, abgesehen von Nebeneffekten durch eine insgesamt gesündere Ernährung (z. B. Fleischverzicht, Vermeidung von Kohlenhydraten mit hohem glykämischen Index). Sowohl die bayerische Verbraucherzentrale, als auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, haben in ihren offiziellen Stellungnahmen die Übersäuerungstheorie kritisiert. In der Mitteilung der Verbraucherzentrale Bayern heißt es: „Die natürlichen Puffersysteme des Körpers, eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Gemüse und Obst, mäßig tierischen Lebensmitteln, viel Trinken sowie Bewegung schützen ausreichend vor Übersäuerung.“


Übersäuerung des Körpers: Alles nur fauler Zauber?

Auch wenn die Theorie einer „Übersäuerung des Körpers“ und die basische Ernährungsweise in heftiger Kritik stehen, findet man im Internet zahlreiche Foren mit positiven Erlebnisberichten, Bücher zu diesem Thema und Artikel in großen Zeitschriften. Entschlacken, Basenfasten und Heilfasten sind in den letzten Jahren zu Trendthemen herangewachsen. Auch und vor allem weil etwas dran zu sein scheint an der Annahme, eine Übersäuerung sei für zahlreiche Beschwerden verantwortlich. Sind wir wirklich alle durch Umweltgifte, Fast-Food und den modernen Lebensstil auf der Überholspur übersäuert oder wirken Basenkuren wie Placebos und regen unsere inneren Selbstheilungskräfte an? Befinden sich wirklich Schlacken in uns? Müssen wir diese loswerden?

Diese Fragen können nur sehr schwer beantwortet werden, ohne für eine Seite Partei zu ergreifen. Eines ist sicher: unsere Ernährung hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht zum gesünderen entwickelt. Auch der Lebensstil des Durchschnittdeutschen hat einen Wandel durchgemacht, der für viele Krankheiten und Beschwerden verantwortlich ist. Wer müde ist trinkt Kaffee, wer gestresst ist schafft sich Entspannung durch eine Zigarette und Kopfschmerzen werden mit Tabletten gestillt.

Auch unsere Ernährung hat durch Fertiggerichte und Fast-Food in den letzten Jahren enorm gelitten. Neben dem erhöhten Stress, der zur Zeit dem Begriff „Burnout“ einen wahren Hype beschert, enthalten unsere Lebensmittel erwiesenermaßen durch Überzüchtung immer weniger der wichtigen Stoffe die wir brauchen, um gesund zu bleiben. Alles Faktoren die auch in der Übersäuerungstheorie vorkommen und demnach sauer bzw. krank machen. Um das Warum und die Details wird allerdings heftig debattiert.



Gesundheitsinstitut Deutschland
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