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Montag, 1. August 2016

Frieden - Gedanken eines Pastors

....

Versuch eines Predigt–slams




ich lese 
die zeitung.
ich höre 
die nachrichten.
und es
schwirrt mir
der kopf.
bald traut man sich
als pastor
ja kaum noch
in die kirche.

stop!

können wir nicht
einfach ‘mal

innehalten, 
einfach nur
innehalten – 
angesichts 
einer sich 
immer schneller 
drehenden welt, 
angesichts 
einer sich 
scheinbar wiederholenden 
weltgeschichte – 

können wir nicht 
einfach ‘mal 
innehalten…? 

ist denn nichts 
mehr heilig? 
kein leben? 

meine generation 
ist eine friedensgeneration. 
wir sind nicht darauf 
vorbereitet. 

die lehren der alten 
wollten wir nur hören, 
insofern 
sie in 
unsere 
weltsicht 
hinein passten. 

wir glaubten, 
nie wieder 
hieße 
nie wieder. 
wir haben nicht 
mit den menschen 
gerechnet. 

nur
die bibel 
ist schonungslos 
in der beschreibung 
der conditio humana. 
sie sagt uns, 
wir wir menschen 
denn 
sind. 

aber wir haben 
an das gute 
im menschen 
geglaubt, 
haben geglaubt, 
dass man mit dialog 
alles erreichen kann. 

wir hatten verständnis 
mit den tätern, 
und vergaßen 
die opfer. 

wir dachten, 
man müsse nur reden. 
wir konnten uns 
nicht vorstellen, 
dass es menschen gibt, 
die nicht 
unsere 
zivilisatorischen einstellungen 
teilten.
oder die unsere art zu leben 
nicht wollten. 

wir meinten es
gut. 
und haben der bibel 
nicht geglaubt.

wir wollten 
die welt 
besser machen. 
voller optimismus. 
mit solarstrom, 
wenig co2
mehr radfahren, 
und ohne kernkraft. 
und mit 
gerechter sprache. 
die welt
verbessern. 

nun sind sie 
wieder da, 
die apokalyptischen reiter,
die wir meinten 
gebannt zu haben. 

nur
die alten wissen 
noch etwas
davon, wie 
die welt 
nun einmal ist. 
auch im gesangbuch 
finden sich 
lieder darüber. 
wie die welt 
nun einmal ist.
und wir singen sie
jeden sonntag.

die welt.
nicht nur 
ein schöner ort. 

der mensch…
…dem menschen 
ein wolf! 

anlässe dafür 
findet er immer, 
der wolf. 
ideologien, 
weltanschauungen, 
religionen. 
ich, 
mir, 
mein, 
mich… 
in sich selbst verkrümmt, 
das herz
des wolfs. 

und unsere 
alten gewissheiten 
erschüttert. 
frag’ nur das fernsehen…

die frage ist: 
halten wir fest 
an unserer sicht 
der welt 
und der wölfe, 
oder schaffen wir es, 
sie durch die augen 
der bibel 
neu zu sehen? 

als jesus sich nun 
der stadt näherte 
und sie vor sich 
liegen sah, 
weinte er über sie 
und sagte: 
»wenn doch auch du 
am heutigen tag 
erkannt hättest, 
was dir frieden 
bringen würde! 
nun aber ist es 
dir verborgen, 
du siehst es nicht.
es kommt für dich 
eine zeit, 
da werden deine feinde 
rings um dich 
einen wall 
aufwerfen, 
dich belagern 
und dich 
von allen seiten 
bedrängen. 
sie werden 
dich zerstören 
und deine kinder, 
die in dir 
wohnen, 
zerschmettern 
und werden 
in der ganzen stadt 
keinen stein 
auf dem anderen
lassen, 
weil du die zeit
in der g–tt dir 
begegnete, 
nicht erkannt hast.« – 
und jesus ging in den tempel 
und fing an, 
alle hinauszuweisen, 
die dort 
handel trieben. 
er sagte zu ihnen: 
»es heißt 
in der schrift: 
›mein haus 
soll ein haus 
des gebetes 
sein.‹ 
ihr aber 
habt eine räuberhöhle 
daraus gemacht!« 
und
tag für tag 
lehrte jesus 
im tempel. 
die führenden priester 
und die schriftgelehrten 
jedoch 
sowie die anderen 
führenden menschen 
des volkes 
suchten 
nach einer möglichkeit, 
ihn zu 
beseitigen. 
aber 
sie wussten nicht, 
wie sie 
es anfangen sollten; 
denn das ganze volk hing an ihm 
und ließ sich 
keines seiner worte 
entgehen. 
schreibt lukas. 

jesus weint. 
mit uns. 
er weint. 
mit uns. 
wenn doch auch du 
am heutigen tag 
erkannt hättest, 
was dir frieden bringen würde! 
nun aber ist es 
dir verborgen, 
du siehst es nicht. 

wir hatten also
noch nicht erkannt, 
was frieden bringt. 
es war uns 
noch immer 
verborgen.

rabbi paulus
schrieb einmal:
ich elender mensch! 
wer wird mich 
erlösen?

die welt ist in aufruhr
und wir fragen 
tagtäglich,
was denn nun 
frieden 
bringt.
und manchmal 
ist auch 
unser eigenes leben 
in aufruhr,
ein einziges fragen, 
eine unsicherheit, 
ein nagen 
der ungewissheit 
in uns – 
und wir fragen,
was frieden bringt.

oder sollten wir 
besser fragen:
„wer“?
wer bringt frieden?

der antworten 
sind viele. 
es kommt darauf an, 
wen man fragt.

und wen 
fragst du? 
und wo 
suchst du 
nach antworten?
um frieden?

und auch 
die kirche scheint 
nicht immer
zufriedenstellende antworten
zu haben, 
auf das, 
was uns wirklich 
bedrängt.

das sind ja
nicht nur
die nachrichten,
die uns
verunsichern.
das ist ja 
nicht nur 
der terror…

wenn wir doch nur erkennten
was uns frieden brächte…

jesus nun sagt: 
es ist dir verborgen, 
du siehst es nicht.

vielleicht suchen wir nur
an falscher 
stelle, 
bei den falschen 
leuten?
denn
je mehr wir wissen, 
je weniger erscheint
uns klar.

wie wäre es,
einmal anderswo 
zu suchen,
anderswo
zu fragen?
wen anders?
g–tt, 
zum beispiel.
jesus,
zum beispiel.
die bibel,
zum beispiel.

dort sind 
die antworten
anders
als im fernsehen,
der talkshow,
der zeitung,
des nachbarn…
sie sind
anders.

einmal sagt jesus:
den frieden 
lasse ich euch, 
meinen frieden 
gebe ich euch. 
nicht gebe ich euch, 
wie die welt gibt. 
euer herz 
erschrecke nicht 
und 
fürchte sich nicht.

moment!
so einfach soll das sein?
vielleicht!
zumindest für die angst.
vielleicht nicht
zur lösung 
der probleme.
aber vielleicht
zur erneuerung 
unseres denkens,
zum ändern 
der sicht,
zum hoffnung schöpfen.
der angst zum trotz.

wir können nicht 
die welt 
verändern.
die welt ist,
wie sie ist.

wir können aber
versuchen,
von jesus
bei uns 
aufräumen
zu lassen: 
den tempel
unseres herzens, 
worinnen
die angst
wohnt.
ein aufräumen
der räuberhöhle
der meinungen
und ansichten,
und ängste,
die uns 
den blick
versperren –
auf’s wesentliche!

dass unser glaube 
wieder größer 
sein kann
als uns’re ängste.

dass unsere hoffnung 
zurück gebunden wird –
nicht in uns selbst,
oder was die medien 
uns sagen,
sondern bei dem,
der verlässlich ist,
und mit uns
verläßlich
durch’s leben gehen will; 
durch alle unbillen,
gegen alle widerstände,
durch alle widerwärtigkeiten
des lebens.

nicht, dass er
uns abnimmt, 
was wir selbst
tun können
oder müssen,
aber 
er geht 
mit 
uns,
wenn wir 
es wollen, 
und
ihn lassen.
er will uns 
die kraft
geben,
zu gehen,
zu trotzen
zu leben.

er will uns erhoffen.

dafür aber
braucht es 
orte
und
zeiten.
wo wir
ihm begegnen
und ihn 
uns begegnen 
lassen.
ihn zulassen.
die geborgenheit
erfahren
und spüren
die nur er
geben kann
und geben will.
wenn wir ihn lassen.

das ganze volk 
hing an ihm 
und ließ sich keines 
seiner worte 
entgehen.

so auch wir?
wenn
und
darum und so
müssen wir uns
nicht fürchten.
vor nichts
und niemand.

denn am ende
ist es gut.
und wenn es 
nicht gut ist,
dann ist es
auch nicht
das ende.

kurz: 
sing, bet’ und geh’ 
auf g–ttes wegen, 
verricht' das deine 
nur getreu 
und trau des himmels 
reichem segen, 
so wird er 
bei dir 
werden neu; 
denn welcher 
seine zuversicht 
auf g–tt setzt, 
den verlässt er nicht.

und das ist 
die hoffnung,
die trägt.

befiehl dem herren deine wege –
er wird’s wohl machen
und dich an’s ziel bringen.

dann wird es 
am ende
auch 
gut
sein.

und angst
hat keinen stachel mehr.



so ist das.


Sundries Blog
...

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