Mittwoch, 13. April 2011

Antwort von einem evangelischen Pfarrer aus Braunschweig an „Pfarrer“ Stoodt!

.

Evangelischer Pfarrer aus Braunschweig verurteilt „Pfarrer“ Stoodt für sein Verhalten gegenüber den Exilchristen und bittet um Verbreitung und Veröffentlichung seines Schreibens an „Pfarrer“ Stoodt:

„Braunschweig, den 11. April 2011

Guten Tag, Herr Pfarrer Stoodt!
Oder ist Ihnen Genosse lieber? Amtsbrüder sind wir jedenfalls nicht.
Mit Entsetzen, Abscheu und Ekel habe ich Ihren unverantwortlichen Schmähartikel „Islamfeindliche ‚Großdemonstration’“ gegen verfolgte, diskriminierte, gequälte und ermordete orientalische Christen gelesen. Als evangelischer Pfarrer schäme ich mich vor meinen aramäischen, armenischen und koptischen Brüdern und Schwestern für Sie und dafür, daß sich einzelne Vertreter unseres Berufes so bar jeder christlichen Nächstenliebe verhalten und Solidarität nur mit den Tätern, nicht aber mit den Opfern bekunden.
Seit mehr als dreißig Jahren habe ich mit orientalischen Christen Kontakt. Das reichte in einem Fall bis zum Asyl in meiner Wohnung. Haben Sie das auch schon mal gemacht? Über ein Jahr lang? Sicher nicht. Sonst würden Sie nicht solchen hanebüchenen, migrantInnen-feindlichen Blödsinn absondern, den ich sonst nur von einer anderen politischen Richtung gewöhnt bin. Aber vielleicht gilt ja auch hier: „Les extremes se touchent.“
„Antiislamische Rassisten“, „Rechtspopulisten“ oder „reaktionäre religiöse Fanatiker“ habe ich unter orientalischen Christen nie erlebt. Dafür sehr viele von echter christlicher Frömmig-keit erfüllte Menschen, denen Sie und Ihresgleichen nicht das Wasser reichen können. Im Übrigen, werter Herr, sind vor allem Armenier eher links eingestellt, da sie sich noch an echte linke Humanisten wie Karl Liebknecht erinnern.
Wenn Sie schon nach „Rechtspopulisten“ suchen, dann tun Sie das gefälligst bei den türkischen Ideologen von der DITIB über die Fundamentalisten Erdoğans bis zu den faschistoiden Kemalisten. Was dort an Chauvinismus und Revisionismus geboten wird, haben meine Gemeinde, unsere orientalischen Geschwister und ich am eigenen Leib erlebt. Als wir am 1. Mai 2005 am Hohen Chor unserer Kirche ein Mahnmal für die Opfer des Völkermordes an den Armeniern im osmanischen Reich einweihten, sahen wir uns plötzlich 300 türkischen Nationalisten gegenüber, die uns beim Beten zusammenschrieen. – Aber eine „Hürriyet“ reicht ja schon. „Die Türkei den Türken“ steht auf jedem Titel. Was würden Sie wohl sagen, wenn das über einer deutschen Zeitung stände??? Ganz richtig. Ich auch!
Aber das ist ja noch eher harmlos gegenüber den Erfahrungen, die orientalische Christen, aber auch Juden, liberale Muslime, Sufis oder Alewiten, Drusen und Jeziden seit Jahrzehnten mit dem offiziellen orthodoxen Islam in all seinen Spielarten, über Wahhabiten und Salafiten bis hin zum Islamismus machen. Lesen Sie eigentlich Zeitung? Wieviel Kopten sind allein in den letzten Monaten ermordet worden! Wie ist die Situation in Pakistan? Wo werden Un-schuldige ermordet, wenn irgendwo in den USA ein törichter Prediger den Koran verbrennt?  Wie ist es in der Türkei, wo die Mutterorganisation der DITIB mit zu den Nutznießern der Enteignung des Klosters Mor Gabriel gehört? Ist das keine Gewalt, wenn im Irak oder anderswo christliche Frauen gezwungen werden, sich zu verschleiern? Fragen Sie doch einmal einen Christen oder Animisten aus dem Südsudan oder Nigeria, was der Ihnen wohl zur „Scharia“ zu sagen hat. Da würden Sie schon etwas von Sklaverei und Völkermord hören.
In fast allen islamischen Ländern werden Christen zumindest diskriminiert, und die gegen-wärtigen Revolutionen wie in Ägypten, wo die Muslimbrüder wieder aus der Versenkung aufgetaucht sind, haben die Sache wohl leider nicht besser gemacht.
Und Sie wagen es, sich über eine Kundgebung für Verfolgte zu mokieren und die Bilder von Gefolterten zu verspotten! Gerade durch Leute wie Sie, die sich durch Ihr Verschweigen, Vertuschen und Verharmlosen im Grunde nicht anders verhalten, als sich die reaktionäre kaiserliche Propaganda im Ersten Weltkrieg gegenüber der Armenierfrage verhielt, werden die orientalischen Christen in die Isolation getrieben – und das gilt genauso für die säkularen Muslime und Exmuslime, die sich oft einsam aber tapfer in ihren Heimatländern oder bei uns der Scharia widersetzen.
Sie, Herr Stoodt, und Ihre Pamphlete sind mit dafür verantwortlich, sind ein Teil dieses Schweigens, das ich seit langen Jahren in allen politischen und weltan-schaulichen Lagern, vor allem im linksliberalen, erlebe, sobald die Situation der Christen im Orient zur Sprache kommt, und das teilweise (hoffentlich nicht bei Ihnen!) bis zur Leugnung des Genozids an den Armeniern und Aramäern reicht – so, als rieben sich Talaat Pascha und die anderen jungtürkischen Völkermörder in der Hölle fröhlich die Hände, weil sich endlich ihr Herzenswunsch erfüllt hat: „La question armenienne n’existe plus!“
Eine besonders absurde Form dieser Verharmlosung besteht darin, wie in Frankfurt bei Ihrer Gegendemo geschehen, sich ein Plakat mit dem Satz „Religionsfreiheit ist unteilbar“ um den Hals zu hängen, um damit von der konkreten Not verfolgter Christen abzulenken. Ja, wer bezweifelt denn, daß Religionsfreiheit unteilbar ist? Und wer will hier bei uns Vertreter einer verfolgten Religionen daran hindern, für ihre Rechte zu demonstrieren? Außer Ihnen und Ihrem Grüppchen doch wohl niemand!
Wenn Sie sich doch wenigstens mit dem Verschweigen und Verharmlosen begnügen würden! Aber Sie und Ihre linken Sektierer gehen ja noch weiter – anscheinend suchen Sie bei kommenden Veranstaltungen dieser Art die direkte Konfrontation. O Gott, Herr Pfarrer! Welche Demagogie! Welcher Haß! Wo stehen Sie eigentlich? Was haben Sie vor? Wollen Sie christliche MigrantInnen wirklich zusammenschreien? Wollen Sie Kreuze verbrennen, Plaka-te herunterreißen? Orientalische Bischöfe mit Eiern bewerfen? Möchten Sie sich tatsächlich auf eine Stufe mit dem krakeelenden Mob in Pakistan und Afghanistan oder mit den brüllenden Nachfahren der Jungtürken begeben, die unsere Gemeinde vor fast sechs Jahren niedergeschrieen haben?
Und Sie wollen christlicher Pfarrer sein? Schämen Sie sich!
Aber das ist wohl überhaupt Ihr Problem. Sie haben vergessen, daß Sie evangelischer Pfar-rer sind und Ihre Solidarität allen Leidenden, besonders aber den Mitchristen gilt. Das Evangelium Jesu Christi scheint Ihnen eine unbekannte Größe geworden zu sein. Statt dessen arbeiten Sie mit Gruppen zusammen, deren Gedankengut zum großen Teil auf dem atheisti-schen Marxismus beruht, in dessen kommunistischer Prägung Verbrecher wie Lenin, Trotzki, Stalin oder Mao-Tse-Tung Millionen Christen und andere Menschen ermordet oder in Lagern und Gefängnissen gequält haben. Insofern ist das Wort vom islamischen Kommunismus Ihnen und Ihren Genossen gegenüber durchaus nicht so verfehlt.
Im Gegensatz zu Ihnen haben die Organisationen und Personen, die sich der verfolgten Christen angenommen haben, wahrhaft christlich gehandelt. Sie, mein Herr, sollten sich überhaupt an Frau Steinbach ein Beispiel nehmen, die sich immer wieder für Verfolgte und Diskriminierte einsetzt und im Gegensatz zu Ihnen und Ihrem eines Pfarrers unwürdigen Revoluzzergehabe noch weiß, was christliche Nächstenliebe ist. Ihnen kann ich nur dringend empfehlen, zu sich selbst ehrlich zu sein und sich zu entscheiden, ob Sie gemäß Ihrem Ordinationsgelübde als evangelischer Pfarrer neu beginnen oder aber als politischer Agitator weitermachen wollen. Sollte ersteres der Fall sein, würde ich mich für Sie freuen. Im letzteren Falle sollten Sie die Konsequenzen ziehen und Kirchensteuermittel nicht länger zu Ihrer gut dotierten Alimentierung mißbrauchen.
Mit Lukas 15, 7 wünsche ich Ihnen die Gnade einer von Gott gesegneten Umkehr und Bekehrung!

Pfarrer Frank-Georg Gozdek

 

zur Kenntnis an:

Junge aramäische Union/ Kopten ohne Grenzen
Freie Wähler Frankfurt, von deren Existenz ich erst durch Sie erfahren habe“ 

.

Dienstag, 12. April 2011

Zitate von Politikern ...

.

Carlo Schmid (SPD), Mitverfasser des Grundgesetzes

„Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft…


Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”
.

Angst vor Ausbreitung des christlichen Glaubens


Open Doors: Trotz unverminderter Verfolgung von Christen islamischer Herkunft im Iran kommen dort weiterhin Muslime zum Glauben an Jesus Christus. Das Hilfswerk Open Doors schätzt, dass über drei Viertel der 450.000 Christen in der islamischen Republik, ehemalige Muslime sind. Erklärtes Ziel des Regimes ist es, das Wachstum und die Ausbreitung von christlichen Hausgemeinden um jeden Preis zu unterbinden. Dabei kommt es immer wieder zu Verhaftungen von Pastoren, Bespitzelungen, Hausdurchsuchungen sowie Folter und Misshandlungen. Seit Jahren gehört der Iran zu den Staaten, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Aktuell belegt er Platz 2 des Weltverfolgungsindex.

Verliebt in Jesus: Unter anderem in Schulungsprogrammen von Open Doors für Christen muslimischer Herkunft berichten Konvertiten, wie sie zum christlichen Glauben gefunden haben. „Vor einigen Jahren hat mir jemand eine DVD des Jesus-Filmes und ein Neues Testament geschenkt“, erzählte eine Ärztin aus dem Iran. „Nachdem ich den Film gesehen und das Buch gelesen hatte, verliebte ich mich geradezu in den Charakter von Jesus. Für mich war der Islam nicht länger die wahre Religion. Tief in meinem Herzen wollte ich eine Nachfolgerin Jesu werden. Doch ich war nicht sicher, ob ein Muslim überhaupt Christ werden kann. Einmal flog ich nach England, um meine Familie zu besuchen. Im Flugzeug lernte ich eine Iranerin kennen, die in Europa lebt. Wir kamen ins Gespräch. Ich erfuhr, dass sie früher auch Muslima war, doch nun Christin ist. Ihr Name ist Fayda. Sie sprach mit mir über das Evangelium und beantwortete viele meiner Fragen. Noch im Flugzeug beteten wir miteinander und ich wurde Christin. Ich war so froh von Fayda zu hören, dass es viele Christen muslimischer Herkunft im Iran gibt. In London, wo ich meine schwangere Tochter besuchte, blieben wir in Kontakt. Auch meine Tochter kam zum christlichen Glauben. Kurz vor meiner Heimreise in den Iran wurde ich in Faydas Wohnung in ihrer Badewanne getauft. Zurück im Iran begann ich damit, meinen Kollegen, darunter Ärzte und Krankenschwestern, von meinem neuen Glauben zu erzählen. Einige von ihnen wurden auch Christen. Wir begannen mit Treffen in meinem Haus und heute versammeln sich zwölf Ärzte und Krankenschwestern regelmäßig bei mir zu Gottesdiensten und Gebetsstunde.“

Bibeln verbrannt: Der Islam ist im Iran Staatsreligion. Mit Muslimen über den christlichen Glauben zu sprechen, ist unter Strafe verboten. Nach islamischem Recht kann ein Muslim, der den Islam verlässt, um eine andere Religion anzunehmen, zum Tode verurteilt werden. In öffentlichen Reden haben sowohl der Präsident als auch der religiöse Führer des Landes ausdrücklich vor den Hausgemeinden gewarnt. Viele Christen muslimischen Hintergrunds treffen sich daher heimlich in Hausgemeinden oder bleiben aus Angst auch allein. Sie vermissen die Gemeinschaft anderer Christen sehr. Oft mangelt es den verstreuten Hausgruppen an theologischer Begleitung, an Bibeln und weiterführenden Studienmaterialien. Wie die Nachrichtenagentur IDEA jetzt berichtete, haben die iranischen Revolutionsgarden allein am 8. Februar dieses Jahres etwa 300 Bibeln in persischer Sprache öffentlich verbrannt. Bereits im vorigen Jahr hätten iranische Behörden mehrere Hundert Bibeln verbrannt. Die im Februar vernichteten Bibeln seien Ende Oktober 2010 von den Revolutionsgarden an einem Kontrollpunkt im westiranischen Grenzgebiet in einem Regionalbus entdeckt und beschlagnahmt worden. Zusammen mit anderen „Schmuggelwaren“ seien die Bücher in der iranischen Provinz West-Aserbaidschan öffentlich vernichtet worden. Zu den im Iran verbotenen Büchern zählten evangelistische Schriften und Bibeln in Farsi, aber auch säkulare Werke, die Schriften mancher reformorientierter Theologen und Veröffentlichungen von Kritikern der Herrschaft des islamischen Klerus.

.

Freitag, 8. April 2011

Die Bibel

.
Für die Meinungslosen ... sich jeden anbiedernden ... von allen gehätschelt werden wollen ...  

15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest! 
16 Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
.

Offener Brief an den EKD-Vorsitzenden Nikolaus Schneider


Jani's Kommentar:

Ich bin schockiert! Diese Aussage aus dem Mund eines Ratsvorsitzenden der (meiner) evangelischen Kirche Deutschlands, die alle christlichen Opfer des Islams verhöhnt.

Der Islam ist also am Frieden interessiert? Das ist er in der Tat! Nur, dass der Islam den Frieden anders definiert - als alle demokratischen Kräfte der Welt. Genauso, wie der Islam überhaupt einen ganz anderen Geist innehat, wie der Rest der Welt. Es ist eben  kein göttlicher  Geist. Jesus drückt das ziemlich klar aus 
1. Johannes 2,18 Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind nun schon viele Antichristen gekommen; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist. 
.
1. Johannes 2,22 Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. 
.
1. Johannes 4,3 und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt.
 .
2. Johannes 7 Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist. Das ist der Verführer und der Antichrist.

Was sagt nun der Koran über Jesus? 

Ausdrücklich heißt es, daß Jesus nur ein Gesandter Gottes sei. Dem Koranleser, der diese Aussage im Gedächtnis hat, fällt aber beim Studium der Texte, die von Jesus handeln, einiges Besonderes auf: Es werden von Jesus Dinge gesagt, die bei keinem Propheten - nicht einmal bei Mohammed - eine Parallele haben.

aus .... 'Jesus im Koran' von Ulrich Parzany





Frieden im Islam heißt ... das Haus des Islam ist errichtet. Dem Haus des Islams werden jene Gebiete und Länder der Erde zugerechnet, die ausschließlich einer islamisch-theokratischen Gesetzgebung, also der Scharia, unterworfen sind. In diesen Ländern regiert nur das islamische Gesetz, das den Islam als einzig wahre Religion anerkennt und jedem Muslim vollen gesellschaftlichen Schutz bietet. Alle Angehörigen anderer Religionsgruppen, wie Christen und Juden, erhalten nur den Status der »Schutzbefohlenen«, die eine minderwertige gesellschaftliche Stellung einnehmen und sie tributpflichtig macht.   

Den vollen Wortlaut der Rede des Nikolaus Schneider kann man auf der Seite der EKD nachlesen - hier .


Den offenen Brief des Peter Shaws - hier .
.

Cheftypen

.

So gehen Sie mit Ihrem Boss richtig um

Von news.de-Mitarbeiterin Juliane Ziegengeist


In der RTL-Show Undercover Boss sind sie incognito unterwegs: deutsche Chefs. Doch wie ticken eigentlich Abteilungsleiter und Manager? News.de stellt die wichtigsten Cheftypen vor und verrät, wie Sie am besten mit ihnen umgehen.


«Chefs ähneln manchmal dem Wetter: heute so, morgen anders, übermorgen wieder so. Aber bekanntlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung.» Tanja Bögner weiß, wovon sie redet. Die «Sekretärin des Jahres 2006» hat über 20 Jahre internationale Assistenzerfahrung und kennt die Eigenheiten der Vorgesetzten.

Um herauszufinden, welcher Typ der eigene Chef ist, rät Bögner, ihn genau zu beobachten: Ist er eher entspannt oder steht er unter Dauerstrom? Was erwartet er von Ihnen? Kontrolliert er Sie oder lässt er Ihnen freie Hand? Worauf legt er besonderen Wert - Pünktlichkeit, Kreativität, Diskretion? Wer diese Fragen für sich beantwortet, wird mit seinem Vorgesetzten umso leichter und reibungsloser zusammenarbeiten können. In eine Schublade sollte dieser aber nicht gesteckt werden, warnt Bögner. Selbst klassische Charaktere kämen im Büro meist als Mischtypen vor.

Der Chaot
«Geht nicht, gibt's nicht», ist das Motto des Chaoten unter den Chefs. In seinem Übereifer sorgt er häufig für Hektik und Unruhe. Sein Schreibtisch versinkt unter Papierstapeln und «Nein» ist für ihn ein Fremdwort. Er tanzt gerne auf mehreren Hochzeiten und fordert das auch von seinen Mitarbeitern. Hier heißt es: Bloß nicht die Nerven verlieren und versuchen, den Überblick zu behalten. Oft erledigen sich Angelegenheiten, die gerade noch oberste Priorität hatten, in der nächsten Minute von selbst, weil der Chef seine Meinung geändert hat. Der Vorteil: Es wird nie langweilig.

Der Trotzige
Dieser Cheftyp vergleicht sich gerne mit anderen. Sein Bemühen, mit Konkurrenten mitzuhalten, drückt sich besonders in materiellen Statussymbolen aus. Welchen Dienstwagen fährt Herr Meier aus der PR-Abteilung? Wie groß ist sein Büro, wie teuer sein Anzug? Bekommt er seinen Willen einmal nicht, spielt der Trotzige schnell die beleidigte Leberwurst. Seine Mitarbeiter sind deshalb gefordert, ihm besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken. Ernst genommen zu werden, ist für sein geringes Selbstvertrauen meist das größte Geschenk.

Der Morgenmuffel
Ihn gibt es auch unter den Chefs: Er kommt früh nur langsam in Tritt, kann dann aber bis spät in die Nacht am Schreibtisch sitzen. Mitarbeiter sollten sich von der schlechten Laune am frühen Morgen nicht abschrecken lassen. Schließlich macht der Chef das nicht mit Absicht, sondern trägt nur seiner natürlichen Leistungskurve Rechnung. Deshalb: Lassen Sie Ihren Chef morgens erst einmal in Ruhe, ab Mittag hat er seinen Normalzustand wieder erreicht. Falls vorher wichtige Termine anstehen, versuchen Sie nicht, ihn künstlich aufzuheitern. Auch hier gilt es, sich zurückzuhalten. Ein starker Kaffee tut ein Übriges.

Der Stratege
Genauigkeit, Planung, Kontrolle - der Stratege liebt es, die Fäden zu ziehen. Trotz seines autoritären Führungsstils kann er gut mit Menschen umgehen. Weil er weiß, was er kann, neigt er jedoch dazu, viel über sich selbst zu sprechen. Er ist entscheidungsfreudig und anspruchsvoll, seinen Respekt muss man sich erst verdienen. Mitarbeiter sollten die Herausforderung annehmen, denn von diesem Chef lässt sich eine Menge lernen.
.
Der Löwe
Er ist der Schrecken eines jeden Angestellten. In wenigen Sekunden von Null auf 180, ist der Löwe nicht nur im Tierreich gefürchtet. Er duldet keine Fehler und macht seinem Frust öffentlich Luft, wenn etwas nicht funktioniert. Für Mitarbeiter gilt, sich davon nicht einschüchtern zu lassen. Der Chef meint es nicht persönlich. Wichtig: Auf keinen Fall zurückbrüllen, denn: Wer schreit, hat Unrecht. Haben sich die ersten Wogen geglättet, können Sie das Gespräch suchen und ihm ruhig und sachlich erklären, dass Sie die Art und Weise seiner Kritik unangemessen finden. Die meisten Chefs erweisen sich dann als zahm und zugänglich.

Der Softie
Der eher untypische Chef: Er will keine Verantwortung übernehmen, delegiert nicht gerne und meidet offene Konfrontationen. Über Probleme mit bestimmten Mitarbeitern spricht er meist nur hinter vorgehaltener Hand, um keinen Ärger zu provozieren und sich bei allen Kollegen beliebt zu halten. Die Kehrseite: Motivieren kann der Softie seine Mitarbeiter kaum, zu wenig greift er durch, zu wenig lebt er vor, wie gearbeitet werden soll. Auch wenn er freundlich bleibt und für jeden ein offenes Ohr hat, sollten Sie ihn in die Verantwortung nehmen, die er so scheut - zu seinem eigenen Wohl und dem Wohl des Teams. Denn das droht auseinanderzufallen, wenn die Führungskraft fehlt.

Der Ignorante
Der Name ist Programm: Chefs dieses Typs kennen ihre Mitarbeiter kaum, geschweige denn wissen sie, was diese den Tag über leisten. Im Sinne eines antiautoritären Führungsstils lassen sie ihre Angestellten einfach machen. Die Kommunikation bleibt auf ein Minimum beschränkt, sodass Probleme der Mitarbeiter meist unbemerkt bleiben, bis die unerwartete Kündigung ins Büro flattert. Angestellte müssen sich um ein offenes Ohr stets bemühen und den Kontakt zum Chef aktiv suchen, um eine gesunde Arbeitsbeziehung zu ihm aufzubauen.
.
Der Undankbare
Ein Lob dringt nur selten über seine Lippen, denn für den Undankbaren ist alles eine Selbstverständlichkeit. Weil die Leistung der Mitarbeiter nach außen selten anerkannt wird, fühlen diese sich eher demotiviert statt in ihrer Arbeit bestärkt. Wer Anerkennung vermisst, muss sie aktiv einfordern. Den Chef zu fragen, ob er mit bereitgestellten Unterlagen oder der Organisation seiner Termine zufrieden ist, ist ein erster Schritt, um ihm ein Urteil abzuringen. Sieht ihr Vorgesetzter, wie Sie sich über sein Feedback freuen, wird er Ihre Arbeit künftig häufiger honorieren.

Der Entertainer
Dieser Chef erregt viel Aufsehen. Er macht gerne auf sich aufmerksam, redet über sich, seine Firma und damit auch die Belegschaft. Der motivierte Visionär kann seine Mitarbeiter mitreißen, verlangt ihnen aber auch viel ab. Denn: Mut und Risikobereitschaft fordert er nicht nur von sich selbst. Ähnlich wie der Chaot ist auch der Entertainer wankelmütig und reißt Aufgaben gerne an sich, was die Nerven der Kollegen schnell strapazieren kann. Da heißt es: durchhalten. Wer ohnehin voller Tatendrang ist, ist bei diesem Chef goldrichtig.
.
Der Erbsenzähler
Zahlen sind seine Welt. Er trumpft mit viel Fachwissen auf, schätzt Regeln und Normen. Emotionen bleiben bei ihm außen vor, die Arbeit steht im Vordergrund. Der Erbsenzähler ist ein Ordnungsfanatiker: Auf seinem Schreibtisch hat alles seinen Platz. Mitarbeiter können bei ihm mit aktuellen Gutachten und Hochrechnungen punkten. Denn in der Buchhaltung, zwischen Soll und Haben, fühlt dieser Chef sich am wohlsten. Die eigene Arbeit in Zahlen auszudrücken, ist der Königsweg für seine Angestellten.

Der Bremser
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das gilt auch für den Bremser unter den Chefs. Er scheut die Innovation, fürchtet das Risiko und ist froh, wenn alles in eingefahrenen Bahnen verläuft. Das Problem: Sein Arbeitsstil ist häufig umständlich, Entscheidungen werden vertagt, um Risiken abzuwägen, und am Ende dann doch abgeblasen. Unangenehme Überraschungen gibt es bei ihm nicht. Wer bei diesem Chef dennoch Neuerungen durchsetzen will, muss lange kämpfen und viele Kompromisse eingehen.

Der Nörgler
Konstruktive Kritik nimmt jeder Mitarbeiter gerne an. Doch wenn der Chef an allem und jedem etwas auszusetzen hat, und das auch ohne Grund, streiken selbst die motiviertesten Kollegen. Gute Arbeit wird ignoriert oder zerredet. Fühlen sich Angestellte unfair behandelt oder gar schikaniert, sollten sie das klärende Gespräch suchen und mit ihrem Chef offen über ihre Gefühle reden. Oft ist dieser sich seiner verletzenden Art gar nicht bewusst. Eine entspanntere Arbeitsatmosphäre wird auch in seinem Sinne sein.


Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der Vorstandsassistentin und Fachbuchautorin Tanja Bögner. 2006 setzte sie sich erfolgreich in einem deutschlandweiten Wettbewerb gegen 1200 Konkurrentinnen durch und wurde von der Fachjury zu «Deutschlands bester Sekretärin» gewählt. In ihrem Berufsratgeber Traumberuf Sekretärin: Was Sie heute wissen müssen, um erfolgreich zu sein (Eichborn Verlag, 176 Seiten, 14,95 Euro) schreibt sie über Tricks und Fallen des Sekretärinnendaseins und stellt unter anderem verschiedene Chef- und Kollegentypen vor.


 .

Donnerstag, 7. April 2011

Tagebuch eines Christen: Hilfe, ich bin entartet!

.

Udo Ulfkotte

Es ist heute politisch korrekt, Bibeln zu verbrennen. Oder eine israelische Flagge. Und zwar möglichst viele. Aber wehe dem, der auch nur einen Koran verbrennt. Wahrscheinlich muss ich zum Psychiater. Denn ich empfinde mich als irgendwie entartet. 

Unter uns: Ich empfinde es nicht mehr als »normal«, dass Muslime unlängst Hunderte christliche Bibeln öffentlich verbrannt haben und niemand dagegen protestierte. Und zwar vier Wochen vor der Verbrennung eines einzigen Korans in Florida, was dann viel Verständnis für die Morde der angeblich so friedliebenden Anhänger des Islam-Erfinders Mohammed an unschuldigen UN-Mitarbeitern auslöste.

Muslime haben im Februar ganz offiziell – mal wieder – öffentlich mehrere Hundert christliche Bibeln verbrannt. Beispielsweise in der Islamischen Republik Iran. Das geschieht ja jeden Tag. Muslime sind stolz darauf, wenn sie Bibeln verbrennen. Und was passierte? Wie üblich - nichts! Kein amerikanischer Präsident, kein europäischer Politiker, kein muslimischer oder christlicher Führer regte sich darüber auf. Wir empfinden das inzwischen als völlig »normal«.

Es ist auch völlig »normal«, dass an deutschen Grundschulen wegen des Lehrermangels Unterricht ausfällt und wir – wie jetzt in Lüneburg – den wegen der fehlenden Lehrer ausfallenden Unterricht einfach durch Islam-Unterricht ersetzen. Zugleich hängen wir natürlich die Kreuze in den Schulklassen ab. Wer das nicht als »normal« empfindet, der entspricht – wie ich – heute nicht mehr der Norm. Stattdessen verbieten wir an immer mehr europäischen Schulen – also im ehedem christlichen Abendland – die christliche Bibel, denn diese könnte ja die zugewanderten muslimischen Mitschüler beleidigen.

Wenn junge Muslime im deutschsprachigen Raum in das Taufbecken einer Kirche urinieren und den Altar mit Fäkalien beschmieren (etwa in der Schweiz) - das ist jetzt angeblich irgendwie cool. Und ein wahrscheinlich ziemlich rückständiger und eher spießiger Brüsseler Pfarrer ließ seine Kirche von der belgischen Polizei räumen, nachdem viele Afghanen sie wie selbstverständlich als Toilette missbrauchten. Selbstverständlich wurden die islamischen Kirchenschänder nicht zu einer Haftstrafe verurteilt wie jener vereinzelt handelnde Deutsche, der einige Koranverse auf Toilettenpapier druckte. In islamischen Staaten zünden Muslime wie selbstverständlich christliche Kirchen an, wenn sie sich von Christen beleidigt wähnen. Dafür müssen wir heute natürlich vollstes Verständnis haben.

Als Christ darf ich in Deutschland keinesfalls telefonisch eine Muslima in Pakistan heiraten, die ich zuvor noch nie gesehen habe. Für einen Pakistani in Deutschland allerdings ist so etwas inzwischen völlig legal und muss in Deutschland akzeptiert werden. Auch die Aufweichung unserer Rechtsordnung muss ich als Christ also einfach verständnisvoll schlucken. Die islamische Scharia steht jetzt über deutschem Recht.

Ich muss es als Christ in Europa heute hinnehmen, wenn immer mehr islamische Taxifahrer Blinde mit einem Blindenhund in Europa nicht transportieren wollen, weil ein Blindenhund möglicherweise die Islam-Ideologie beleidigt. Ich muss es hinnehmen, dass an unseren Schulen gelehrt wird, der Gott der Christen und der Allah der Muslime seien doch eigentlich das Gleiche. Doch aufgepasst: Im islamischen Malaysia haben Christen vor diesem Hintergrund in ihren Bibeln das Wort »Gott« durch das Wort »Allah« ersetzt. Die islamische Regierung hat dann mehr als 35.000 christliche Bibeln beschlagnahmen lassen und will sie nun verbrennen oder einstampfen lassen, weil Christen eben nicht das Wort »Allah« für Gott verwenden dürfen. Wenn ich das alles nicht als völlig »normal« empfinde, dann lebe ich außerhalb der genormten Welt, in der alles, was die Anhänger des Islam-Erfinders Mohammed machen, mit viel Verständnis begleitet werden muss und Christen angeblich immer öfter spießige und rückständige Menschen zweiter Klasse sind.

Wenn in diesen Tagen fünf türkische Offiziere verhaftet werden, die in der Türkei einen deutschen Bibelübersetzer und weitere Christen aus reinem Christen-Hass ermordet haben, dann ist das in deutschsprachigen Medien nicht einmal einen Hinweis wert. Christen-Hetze ist in der Türkei an der Tagesordnung. Christen zu ermorden ist halt irgendwie cool und liegt im Trend der Zeit.

Wenn Muslime im bevölkerungsreichsten afrikanischen Land – Nigeria – für die kommenden Wochen sogar ganz offiziell einen Völkermord an der christlichen Bevölkerungsgruppe ankündigen – das interessiert in Europa heute niemanden. Ich muss das alles als Christ einfach so hinnehmen, sonst bin ich politisch nicht korrekt. Ich muss es ja auch hinnehmen, dass unsere staatlichen Propagandamedien niemals erwähnen, dass beim Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste nicht zwei Politiker oder Parteien gegeneinander kämpfen, sondern zwei Religionen: Muslime gegen Christen. Der von europäischen Regierungen hofierte und unterstützte Herr Alassane Ouattara ist nämlich Muslim und seine muslimischen Kämpfer machen ausschließlich Jagd auf Christen. Das verschweigen uns unsere Medien natürlich, allerdings kann man sich die Bilder der islamischen Christenmörder ja im Internet anschauen.

Außerhalb Europas berichten die großen Medien über die barbarischen Christen-Massaker in der Elfenbeinküste und ihre Jagd auf christliche Priester. Suchen Sie mal nach auch nur einem Hinweis darauf in deutschsprachigen Medien. Wäre es umgekehrt - und Christen würden dort Muslime hetzen und mit Macheten abschlachten -, ja das wäre ein Skandal, aber so? Ich muss es auch hinnehmen, dass unsere staatliche Propaganda dreist behauptet, bei den Präsidentschaftswahlen vom Herbst in der Elfenbeinküste habe der Moslem Ouattara die Macht gewonnen. Die Wahrheit lautet: Auf westlichen Druck wurde Ouattara weltweit als Wahlsieger anerkannt, obwohl starke Zweifel am Wahlergebnis bestehen: Der angebliche Wahlsieg beruht auf durchsichtigen 90-Prozent-Ergebnissen in mehreren Wahlkreisen, die von Ouattara nahestehenden Milizen kontrolliert werden. Wahlbeobachter waren dort nicht zugelassen; eine Neuauszählung der Stimmen, die etwas größere Klarheit hätte bringen können, hat der UN-Generalsekretär auf Druck des Westens ausdrücklich abgelehnt. Noch Fragen? Das christliche Europa schickt jedetzt Soldaten, um den zwielichtigen Moslem Ouattara mistamt seiner islamischen Mörderbanden mit Waffengewalt gegen die Christen des Landes zu unterstützen. 

Und als Muslime vor wenigen Tagen der norwegischen Pilotin Siri Skare (53) und dem 33 Jahre alten schwedischen Menschenrechtler Joakim Dungel auf einem afghanischen UN-Stützpunkt die  Kehle durchschnitten und viele weitere Menschen getötet haben, da musste ich angeblich auch Verständnis dafür haben. Schließlich hatte zuvor ja irgendwo in Florida ein amerikanischer Christ einen Koran verbrannt. Nochmals: Ein einziger Koran wird verbrannt und ich muss tief betroffen Verständnis für die folgenden weltweiten Gewaltorgien der Anhänger des Islam-Erfinders Mohammed gegen Unbeteiligte haben. Schließlich hat ihr Vorbild Mohammed ja selbst im Jahre 627 nach unserer Zeitrechnung (nach allen bekannten islamischen Überlieferungen) mehr als 500 Juden, die seiner Ideologie nicht folgen wollten, Gräben ausheben und ihnen dann den Kopf abschneiden lassen. Es war das Massaker von Yatrib, heute heißt die Stadt Medina; die Zeitung WELT nannte das Vorgehen des angeblich so feinen Herrn Mohammed unlängst einen »Genozid« und DIE ZEIT nennt es ein »Massaker«. Als Christ soll ich Verständnis dafür haben, das Muslime einen solchen Massenmörder, also Massaker-Mohammed, als großes Vorbild haben und sich auch heute immer wieder benehmen, wie es der Massenmörder Mohammed ihnen vorgelebt hat.

Zurück nach Afghanistan, wo vor wenigen Tagen viele Nicht-Muslime vom islamischen Mob ermordet wurden. Afghanistan ist jenes Land, in dem deutsche Soldaten sich nicht offen zum christlichen Glauben bekennen dürfen und deutsche Sanitätsfahrzeuge auch kein Rotes Kreuz mehr haben dürfen – nur um die Muslime dort möglichst nicht zu beleidigen. Und wenn die deutsche Marine bei ihrem Somalia-Einsatz muslimische somalische Piraten verhaftet, dann muss sie solchen Verbrechern jetzt als erstes einen Gebetsteppich und einen Koran zur Verfügung stellen, darüber berichteten unlängst dänische Zeitungen. Solche Rücksichtnahmen kennt unsere Bundeswehr nur gegenüber den Anhängern des Islam-Erfinders Mohammed.

Beim Islam sind wir eben alle ständig tief betroffen - bei Christen gilt das in vergleichbaren Situationen natürlich nicht: Der amerikanische Präsident Obama hat die Koran-Verbrennung durch einen christlichen Pastor natürlich sofort verurteilt. Doch ebenso selbstverständlich hat niemand bislang die vielen vorhergehenden Verbrennungen christlicher Bibeln verurteilt. Fehlanzeige! Auch die ARD, die mit unseren Zwangsgebühren finanziert wird, verbrennt schon mal öffentlich eine christliche Bibel. Ich muss als Christ GEZ-Zwangsgebühren zahlen und es hinnehmen, dass auch der uns Christen Heilige Nikolaus im staatlichen Fernsehen als angeblicher perverser Kinderschänder dargestellt wird. Ich muss das alles im ehedem christlichen Abendland als »normal« empfinden. Und wenn ich mit einer europäischen Fluggesellschaft wie British Midland fliege, dann ist es völlig »normal«, dass ich auf bestimmten Strecken keine Bibel mit mir mitführen oder gar im Flugzeug lesen darf. Ich werde wegen meiner Religion vorsätzlich diskriminiert. Ganz anders werden Muslime - also Menschen erster Klasse - behandelt: Ein Koran ist natürlich überall erlaubt.

Es geht allerdings nicht nur mir so. In Großbritannien fühlen sich immer mehr Christen wegen ihres Glaubens im eigenen Land diskriminiert. Angriffe gegen Christen werden überall zur »Normalität« in Europa. Und wenn es um Arbeitsplätze geht, die ein europäischer Staat an junge Menschen vergibt, dann werden diese heute immer öfter bevorzugt an Migranten aus dem islamischen Kulturkreis vergeben. Die Kinder meiner christlichen Freunde werden vorsätzlich von unseren Politikern diskriminiert und wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer ethnisch-religiösen Gruppe (Christen) ausgegrenzt. Und wer sich dagegen wehrt, von unseren Migranten aus dem islamischen Kulturkreis als Schweinefleischfresser beleidigt zu werden, der wird heute selbstverständlich sofort gefeuert. Auch die im Berliner Kanzleramt berichtete Versklavung deutscher Schüler in islamischen Wohngebieten ist in der Öffentlichkeit natürlich ein Tabu-Thema.

Vielleicht werden Sie jetzt sagen, das seien ja alles nur Einzelfälle. Vielleicht stimmt das sogar. Aber genau das ist es: Da verbrennt ein Christ einen Koran. Das ist ein Einzelfall. Und wir alle sollen Verständnis dafür haben, dass der islamische Mob in Massen losschlägt und Unschuldige ermordet. Hätten unsere liebreizenden Muslime denn auch Verständnis dafür, wenn wir Christen nach dem nächsten Fäkalien-Angriff auf einen christlichen Altar oder den Pinkel-Attacken von Moslems in einer europäischen Kirche weltweit Moscheen angreifen und unbeteiligte Muslime töten würden? Wohl kaum, oder?  Aber als Christ soll ich es tolerant hinnehmen, dass Muslime in Europa ihre islamischen Kriegserklärungen schmettern und meinen Glauben damit vorsätzlich erniedrigen

Es ist jene Kriegserklärung, die der islamische Mob ebenfalls grölt, wenn er Menschen die Kehle durchschneidet oder Kirchen in Brand setzt. Da muss man angeblich tolerant sein, schließlich stehen Muslime gemäß Sure 3, Vers 110 über mir als Christen und dürfen darüber entscheiden, was gut und was schlecht ist. Und manchmal heißt es dann eben islamisch korrekt: Kopf ab im Namen Allahs! Schließlich hat Mohammed es seinen Gesinnungsgenossen ja so vorgelebt.

Ich bin ehrlich: Ich finde das alles nicht mehr »normal«. Ich bin als Christ im ehedem christlichen Abendland heute ein Mensch zweiter Klasse und finde die politische Korrektheit, die den geschilderten Wahnsinn sogar auch gegenüber zugewanderten islamischen Nazis als völlig normal erklären will, schlicht zum Kotzen.

 ...


Mittwoch, 6. April 2011

Anders, als die anderen ... und schon muß man weinen

Das Mädchen, das anders war

„Sie denkt anders als wir“, sagten ihre Brüder. „Sie fühlt anders“, ihre Schwestern und ihre Eltern meinten: „Ja, irgendwie ist sie anders als die anderen .“ und sie machten sich hin und wieder Sorgen.
 
Nicht etwa, weil sie fauler oder frecher war als die anderen Kinder, und schon gar nicht, weil sie gar verbotene Dinge tat, nein, darin war sie nicht anders. Nur sagte sie manchmal „nein“, wenn alle anderen „ja“ riefen, oder sie spielte mit denen, die sonst keinen zum Spielen haben, was viele für sehr unangemessen hielten. Auch sagte sie manchmal „ich hab´ dich lieb“ zu Leuten, die sie gern hatte, und das gerade fanden einige gar nicht gut, weil „ich hab´ dich lieb“ schon lange keiner mehr zu ihnen gesagt hatte. So konnten sie es nicht lassen, sich über das Mädchen lustig zu machen und sich bedeutungsvolle Blicke in ihrer Gegenwart zuzuwerfen, denn die Liebe zur Wahrheit habe ja bekanntlich ihre Grenzen, meinten sie.
 
Es zogen die Jahre ins Land, und ihre Brüder und Schwestern heirateten. Auch sie selbst fand einen lieben Mann und lebte mit ihren Kindern nicht weit von ihnen entfernt , aber doch weit genug, daß sie den Spott der anderen ertragen konnte.
 
Da kamen eines Tages andere Herren ins Land, die befahlen den Leuten, ihre Blumen und alle blühenden Bäume zu zerstören, weil deren Schönheit jedermann von der Arbeit abhalte und deswegen in Zukunft verboten sei. Andere ordneten an, alle Vögel zu fangen, denn wer auf den Gesang lauscht, wird auf die Dauer ein Träumer und zur Arbeit kaum zu gebrauchen sein.
 
Und weil das Mädchen, das anders war, „nein“ sagte zu den Männern und ihren Vorschriften, baute man um ihr Haus und ihren Garten eine ziemlich hohe Mauer mit nur einem ganz winzigen Eingang, denn schließlich seien sie ja keine Unmenschen, wie sie unaufhörlich beteuerten, und wollten für alle nur das Beste. Da müsse man sich eben schützen vor solchen, die anders seien. Sie verboten den Leuten dann noch,Vorräte anzulegen und die Frucht ihrer Arbeit zu genießen, denn dies sei ein Laster und würde sie nur faul und träge machen und vom rechten Wege abbringen.
 
Zuerst waren alle begeistert, denn endlich wußte offenbar jemand, was zu tun sei, und der Arbeitseifer war groß. Aber dann nach einer gar nicht so langen Zeit klopfte es an die kleine Tür in der Mauer und ein Kind betrat den Garten des Mädchens, das anders war, atmete tief die klare Luft, genoß den Gesang der Vögel und trank die Farbenpracht der Blüten. „Wie schön du es hast“, sagte es. „wir haben ja alles zerstört.“ Und als es sich traurig zum Gehen anschickte, gab ihm das Mädchen eine von den bunten Blumen mit auf den Weg.
 
Da kamen in den nächsten Tagen noch mehr, die alle einmal wieder das Singen der Vögel und die Blumenpracht erleben wollten. Jedem schenkte das Mädchen eine Blume. „Nun hast du ja gar keine mehr“, sagte der alte Mann , dem sie die letzte geschenkt hatte. „Sie wachsen doch wieder nach!“, lachte das Mädchen. 
 
Er ging mit schwerfälligen Schritten zur kleinen Tür, drehte sich noch einmal um und fragte: “Warum tust du das?“
 
Weil ich euch liebhabe!“, sagte das Mädchen, das anders war.
Für Claudia

 Quelle
.

Irische Segenssprüche

Quelle
.

Dienstag, 5. April 2011

Montag, 4. April 2011

„Zum richtigen Verständnis von Freiheit und Toleranz“

.
von Rocco Buttiglione [Zusammenfassung]

Das Phänomen der menschlichen Freiheit kann, ähnlich wie die Freiheit der Tiere, angesehen werden als die Fähigkeit zum naturgemäßen Handeln. Aber im Gegensatz zu allen anderen Geschöpfen unterliegt der Mensch den Gesetzmäßigkeiten des Gewissens, und er kann einzig dann frei sein, wenn er der inneren Stimme seines moralischen Gewissens folgt, welches von Sokrates zum ersten Mal in der Geschichte als Wertewelt beschrieben worden ist.

Gemäß den Ausführungen Rocco Buttigliones, wird die Wertewelt von der Suche nach Wahrheit angetrieben. Frei zu sein, bedeutet für den Menschen, fähig zu sein, vernunftgemäß zu handeln. Menschliche Freiheit wird in Opposition zu zwei verschiedenen Arten von Zwängen definiert: dem äußeren Zwang und dem inneren Zwang menschlicher Triebe. Wir wurden als freie Menschen geboren, werden aber auch frei durch unsere Suche nach Wahrheit und im Zügeln unserer Leidenschaften.

Wenn wir die Komplexität menschlicher Freiheit in Augenschein nehmen, können wir von zwei Typen menschlicher Freiheit sprechen: einer unvollkommeneren Freiheit (die „Freiheit des Fleisches“ und die Freiheit, all das zu tun, was man will) und einer vollkommeneren Freiheit (die „christliche Freiheit“, das Gute zu tun). Und dann gibt es da noch das Paradox menschlicher Freiheit: „Auf der einen Seite setzt Freiheit die Abwesenheit äußeren Zwangs voraus. Auf der anderen Seite verlangt sie nach der Fähigkeit, seine eigenen Handlungen der objektiven Wahrheit gemäß ausführen zu können. (…) Ohne objektive Wahrheit, jedoch, kann der Mensch nicht frei sein.“

Angesichts der heutigen Entwertung aller Werte scheint die Freiheit gänzlich auf die unvollkommenere Freiheit reduziert zu sein. Rocco Buttiglione erklärt: „Wenn wir die Erkenntnis der wahren Bedeutung von Freiheit einbüßen, dann büßen wir damit im gleichen Zug auch das ´anthropologische Merkmal´ ein, das Element, das den Unterschied zwischen dem Menschen und allen anderen Lebewesen ausmacht, die vollkommenere Freiheit, deren Fundament in der Suche nach Wahrheit und im Eintreten für Wahrheit basiert.“

Letztendlich ist die Idee der Freiheit direkt an die Idee der Toleranz geknüpft. Das Wesen der Freiheit ist „die Freiheit, die Wahrheit zu sagen“, und das Wesen der Toleranz besteht darin, dass „wir die Freiheit des Anderen tolerieren, die Wahrheit zu sagen, oder zumindest das, was seinem oder ihrem Gewissen nach als wahr erachtet wird.“ Wenn es aber keine objektive Wahrheit mehr gibt, nimmt Gewalt die Stelle der Wahrheit ein und jene, die mächtiger sind, werden dann auch einen höheren Anteil an Wahrheit für sich beanspruchen.“


Lesen Sie hier den vollständigen Text von Rocco Buttiglione auf Englisch.

„Zum richtigen Verständnis von Freiheit und Toleranz“ ist ein Beitrag innerhalb der Publikation „Exiting a Dead End Road. A GPS for Christians in Public Discourse“ (2011, Kairos Publications, herausgegeben von Gudrun and Martin Kugler). Sie können das vollständige Buch als eBook oder im Hardcover-Format erwerben. – zur Beschreibung und den Verkaufsbedingungen klicken Sie bitte hier.


.

Das gallische Dorf

.
Von news.de-Redakteur Björn Menzel, Stresow
.Artikel vom 03.04.2011

..

In einem einzigen Dorf in Sachsen-Anhalt hat die NPD die Wahl gewonnen. Jeder vierte Wähler machte in Stresow sein Kreuz bei den Rechten. News.de suchte nach den Gründen und fand den Nahtod der Demokratie in der ländlichen Region.

Es ist nicht so, dass es vorher keine gut gemeinten Ratschläge gab. Niemand würde sich im Ort finden lassen, der gegen die NPD Stellung bezieht, war so einer. Es würden sich auch keine Rechten im Ort finden, ein anderer. Es sei ein ganz ruhiges und normales Dorf. Doch ganz so normal ist Stresow dann doch nicht. Bei der Landtagswahl im März hat jeder Vierte die NPD gewählt. Die Rechten bekamen gute 25 Prozent. Rekord in Sachsen-Anhalt. Dafür muss es Gründe geben, auch wenn sie auf den ersten Blick unsichtbar sind.

Vielleicht kann der alte Mann in der Garage eine Antwort geben, der da seit Jahren jeden Tag sitzt und Laubsägearbeiten fertigt. Vielleicht die Ortsbürgermeisterin, auf die alle bei jeder Frage verweisen. Vielleicht auch der SPD-Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis, der seine Fensterscheiben gegen Randale versichern lässt. Oder der Frührentner, dem der Krebs das halbe Gesicht zerfressen hat. Vielleicht weiß auch der ehemalige Polizeichef etwas, der Fußballspiele im Ort beobachten ließ. Der Ortsbürgermeister aus der Nachbargemeinde, der sich politisch in DDR-Zeiten zurückversetzt fühlt.

Das Wahlergebnis in Stresow erinnert an das gallische Dorf in den Asterix-Filmen. Nur, dass niemand mehr angreift. Die demokratischen Parteien haben entweder aufgegeben oder sind desillusioniert. Die Einwohner selbst nehmen das rechte Wahlergebnis seit Jahren als gegeben hin. Das Dörfchen ist umzingelt von Orten, in denen die NPD nicht derart Fuß fassen konnte. Die Rechten haben im Wahlkreis keinen Direktkandidaten. Sie machten sich nicht einmal die Mühe, in Stresow zu plakatieren. Nicht nötig. Sie haben sich eingeschlichen. Was ist schief gelaufen im 130-Einwohner-Dorf nahe Magdeburg?

Östlich der kleinen Landstraße, die in den Ort führt, flattern die Netze der Fußballtore im Wind. Sie stehen auf einem Platz, der seit Jahren gemäht wird, auf dem aber niemand mehr spielt. Die Sonne geht auf. Von der Schweinemastanlage, eine kleine Fabrik, die von Weitem wie ein Ufo aussieht, weht der Geruch von Gülle. Es kläffen drei Köter. Eine Herde brauner Schafe sucht die ersten Gräser im Frühling. Geradezu steht ein mit Planken vernageltes Gutshaus. Die Straße ist menschenleer. Das Gutshaus und der Fußballplatz gelangten zu einer traurigen Berühmtheit. Auch wenn nicht gleich sichtbar wird, warum.

Das Fußballturnier
Vor drei Jahren wollten sich auf dem Platz Mitglieder aus der rechten Szene zu einem Fußballturnier treffen. Der Ortschaftsrat von Stresow hatte nichts dagegen, Polizei und Innenministerium schon. «Doch es gibt kein Gesetz, was das Fußballspielen verbietet», sagt Ortschefin Petra Jarosch. Sie verhandelte einen Deal: keine Parolen, keinen Alkohol und keine verfassungsfeindlichen Symbole. Das Turnier fand statt und im Ort warteten die Polizeitruppen. Auf dem Spielfeld stand auch der Stresower Denis W. Er wird von Innenexperten als Kopf einer bereits verbotenen Hooligan-Gruppe angesehen - und als Neonazi.

Der ehemalige Polizeichef Armin Friedrichs äußert sich mehr als zurückhaltend dazu. Beim Turnier blieb alles friedlich, aber noch heute regen sich die Stresower darüber auf. Über die ihrer Meinung nach zu hohe Polizeipräsenz. Seitdem spielte niemand mehr auf dem Platz - aber der Hass auf die Behörden und Politiker «da oben» ist geblieben. Auch die rechte Gesinnung von Denis W. ist geblieben. Er spielt immer noch Fußball, ist aktuell der beste Torschütze der Kreisliga. Trotz eines Vorfalls darf er zurzeit auf dem Platz stehen. Er soll während eines Spiels einen Gegner als «Judenschwein» beschimpft haben. Eine danach verhängte Sperre wurde nach einem Spiel aufgehoben. Im Juni gibt es in dieser Sache eine Gerichtsverhandlung gegen W.

Der Neonazi wird im Ort sehr selten gesehen. Jedoch sollen seine und zwei weitere Familien die Meinung im Ort stark prägen. Und die ist rechts. Im Baumstamm am Dorfplatz ist frisch ein Hakenkreuz eingeritzt und an die Bushaltestelle wurden «HH» und «1488» geschmiert. Beides sind Symbole aus der rechten Szene. HH und 88 stehen für «Heil Hitler», das H ist der achte Buchstabe im Alphabet. 14 steht für die «14 words», die übersetzt heißen: Wir müssen die Zukunft der weißen Rasse sichern. Das Unsichtbare wird sichtbar.

Der Häuserstreit
Arnfried Jeschke sitzt in der Garage an seiner Laubsäge. Eingerahmte Bilder seiner vier Enkel hängen darüber, es dudelt Musik aus dem Lokalradio. «Es wurde noch viel zu wenig NPD gewählt», sagt der 71-Jährige. Auch wenn er selber nicht bei der Wahl war, die Politiker sollten den «Schuss ruhig hören». Seine kranke Frau liegt zu Hause im Bett, der Streit um die Pflegestufe zermürbt die Familie. Von seiner Rente können sie nicht leben. Auch nicht von den zusätzlichen 250 Euro monatlicher Stasiopferrente. Jeschke wirkt kränklich, seine Laubsägearbeiten verkauft er trotzdem auf Märkten, macht ein wenig Geld nebenbei.

Jeschke hat vier Kinder, die alle Stresow für einen Job verlassen haben. Er ist mit seiner Frau geblieben und wohnt in einem Haus, das sie nach langem Streit kaufen konnten. Der Streit um die Häuser ist das zweite große Thema im Ort. Stresow war einst ein Gut, mit Gutshaus und Arbeiterhäusern. Vor der Wende war alles Volkseigentum, die Menschen bewohnten die Häuser und richteten sie mit eigenem Geld und Aufwand her. Nach 1990 verwaltete sie die Treuhand und es entbrannte ein gut 15 Jahre dauernder Zwist über den Verkauf der Häuser.

Das hat einige Menschen vertrieben. Andere blieben und kämpften verbittert um einen guten Preis. Geld für Häuser, die sie mit ihrem eigenen Geld bereits saniert hatten. Bei der Landtagswahl vor 13 Jahren gaben sie aus Protest der rechten DVU ihre Stimmen. Heute steht das Gutshaus verlassen da. Ein Zaun drum herum, Büsche wuchern wild. Die Stallungen daneben verfallen. Häuser haben keine Besitzer mehr. In großen Teilen von Stresow könnten Filme gedreht werden, die in der Nachkriegszeit spielen. Die Kulisse ist da - und sie ist nicht unsichtbar.

Die Gebietsreform
Das weiß auch Matthias Graner. Er ist Landtagsabgeordneter der SPD und sitzt in einem hellen Büro mit Schaufenstern in Burg, der nahen Kreisstadt. Zur Wahl klebte er in seine Fenster Plakate gegen Neonazis und fragte extra nochmal bei seinem Versicherungsvertreter nach. Es ging alles gut. Doch das Ergebnis aus Stresow gefällt ihm auch nicht. Mit seinen Flyern ist er kurz vor der Wahl durch das Dörfchen gegangen, hat versucht, mit einigen Einwohnern am Gartenzaun ins Gespräch zu kommen. Kein Interesse. Zum Bürgergespräch in den Nachbarort Rietzel kamen gerade einmal vier Leute.

Graner ist überzeugter Demokrat. In seinem Büro hängt ein Foto von seinem Vorbild: Helmut Schmidt. Aber es sieht so aus, als ob in Stresow die Demokratie längst versagt hat. Kein Mitglied des Gemeinderats ist in einer Partei. Wenn eine Wahl bevorsteht, so kritisieren es die Einwohner, kennen sie die Politiker nur von den Plakaten. Wo sich alle zurückziehen, ist der beste Nährboden von extremistischen Gruppierungen. Ein Fußballspiel der NPD reißt die Leute mehr vom Hocker als ein Wahlstand der CDU. Der SPD-Abgeordnete will und kann dagegen nicht in Konkurrenz treten. Doch für Stresow kam es noch schlimmer.

Die Landesregierung beschloss eine Gebietsreform. Zahlreiche Dörfer wurden zusammengelegt. Stresow gehört jetzt zur Stadt Möckern, die ist flächenmäßig die drittgrößte Stadt in Deutschland geworden. Es gibt außer dem Schulbus nicht einmal eine Busverbindung von Stresow zum Verwaltungssitz. Laut Ortschefin Petra Jarosch waren alle dagegen. Es war eine Enteignung der letzten Möglichkeit der Mitbestimmung und traf sehr viele Orte in Sachsen-Anhalt. «Wir können im Gemeinderat jetzt noch entscheiden, ob eine Parkbank grün oder blau gestrichen wird», sagt sie. Auch Jarosch hat resigniert, will nicht wieder als Ortsbürgermeisterin antreten. Eine sichtbare Folge.

Die Nichtdemokratie
Ihr Kollege rutscht nervös auf seinem Stuhl im Bauamt umher. Horst Pötter ist Ortsbürgermeister der Nachbargemeinde Rietzel. Dort haben lediglich zwei Leute die NPD gewählt. «Ich kann ihnen keine Antwort geben, warum das so ist», sagt er. Die Dörfer seien Schlaforte. Mit Politik habe niemand etwas am Hut. Er selbst auch nicht, auch wenn er Mitglied der CDU ist. «Weil es sonst niemand anders macht.» Pötter weiß auch nicht, wer nach ihm den Posten übernimmt. Die Menschen haben mit sich zu tun - und von der Politik die Nase voll. Die Gebietsreform hat ihnen nur Nachteile gebracht: eine doppelt so teure Hundesteuer zum Beispiel. Das ist es, was von der Politik sichtbar bei den Menschen ankommt.

Wenn Horst Pötter am Kindertag jedem Kind eine Brause ausgeben möchte, muss er sich jetzt Sponsoren suchen. Die 675 Euro, die jährlich aus Möckern für das gesellschaftliche Leben zugeteilt werden, teilen sich die Feuerwehr, der Jugendklub und der Gesangsverein. «Es macht keinen Spaß mehr», sagt Pötter. Es sei wieder wie zu DDR-Zeiten. Damals habe man auch nichts mehr zu melden gehabt. So sieht das auch ein Stresower, der in seinem Garten steht. Es ist sein kleines Reich. Hinten hat der 55-Jährige seinen Hund begraben, vorne tollt der neue umher. Der Krebs hat dem Mann das halbe Gesicht zerfressen. Er gehe nicht zur Wahl, aber dass rechts gewählt wird, wisse doch jeder hier. Egal. Resignation.

In Stresow kommt einiges zusammen. Es wohnen drei Familien im Dorf, die zur rechten Szene gezählt werden. Es gibt Frustration über Politiker, die nie zuhörten oder da waren. Es gab zermürbende Zeiten im Streit um Eigentum und Geld ohne Rückhalt vom Staat. Es ist die Gebietsreform, die den Stresowern die letzte Mitbestimmung nahm, aber viele Unannehmlichkeiten brachte. Es ist die Tristesse im Umfeld einer Schweinemastanlage und zahlreicher verfallener Gebäude. Es sind die demokratischen Parteien, die sich nur in Zeiten der Wahl für das Dörfchen interessieren und ansonsten wegbleiben. Dazu kommen persönliche Probleme, Alter, Krankheit. Und einige wollen einfach nur ihre Ruhe haben.

Stresow ist ein besonderer Fall - ein Einzelfall. Aber er steht für die immer größer werdenden Auflösungserscheinungen der Demokratie in Deutschland. Und es besteht die Gefahr, dass er kein Einzelfall bleibt. Auch das wird immer sichtbarer.

.

Jordanien: Büchersammlung der ersten Christen entdeckt?

Jordanien verlangt von Israel die Rückgabe von etwa siebzig Büchern, die neues Licht auf die Frühgeschichte des Christentums werfen könnten. Das berichtet die BBC an diesem Dienstag. Die ringgebundenen Bücher, von denen jedes zwischen fünf und 15 Seiten aus Blei oder Kupfer hat, wurden offenbar vor einigen Jahren von Beduinen in Nordjordanien gefunden. Eine Überschwemmung hatte zwei Nischen freigelegt; eine von beiden war nach BBC-Angaben mit der Darstellung eines siebenarmigen Leuchters markiert. In ihrem Innern habe ein Beduine die Bücher entdeckt, ein weiterer brachte sie später nach jordanischer Darstellung illegal nach Israel.

Jordanien erklärt, es werde „auf allen Ebenen Anstrengungen unternehmen“, um eine Rückführung der Bücher zu erreichen. Der Ammaner Antikenverantwortliche Ziad al-Saad meint, die Bücher seien womöglich von Jüngern Jesu in den ersten Jahrzehnten nach seiner Kreuzigung angefertigt worden. Ihre Bedeutung könne die der Funde von Qumran durchaus noch übertreffen. Die Kodizes sind etwa so groß wie Kreditkarten; sie enthalten Texte in althebräischer Schrift, zum größten Teil verschlüsselt.

Der britische Experte für religiöse Archäologie David Elkington ist einer der wenigen, die die Funde gesehen haben: Er spricht gegenüber der BBC von der womöglich „wichtigsten Entdeckung in der Geschichte der Christenheit“. Vor allem eine Reihe von bildlichen Darstellungen auf den Buchdeckeln und in ihrem Innern spreche für ihren christlichen Hintergrund. Er habe den Eindruck, dass einer der Texte vom Kommen des Messias spreche, und halte eine der abgebildeten Figuren für eine Darstellung Jesu. Dass einer der Buchdeckel den siebenarmigen Leuchter zeige, spreche ebenfalls für einen christlichen Ursprung der Bücher, denn für Juden sei damals die Abbildung eines solchen Tempelgerätes strikt verboten gewesen.

Der emeritierte Alttestamentler Philip Davies verweist außerdem auf Darstellungen von Jerusalem in den Büchern: „Das sind ganz offensichtlich christliche Bilder.“ Im Vordergrund sei ein Kreuz in der Form eines T zu sehen, „und dahinter ist ein kleines Gebäude mit einer Öffnung abgebildet, das müßte das Grab Jesu sein. Weiter dahinter sind die Stadtmauern.“ Auf dieser Darstellung spreche alles für „eine christliche Kreuzigung außerhalb der Stadtmauern“. Die Neutestamentlerin Margaret Barker erinnert gegenüber der BBC außerdem daran, dass es nach Aussage antiker Texte frühe christliche Gruppen waren, die vor den Unruhen in Jerusalem nach Osten geflohen seien. „Sie überschritten den Jordan bei Jericho und flohen dann ostwärts weiter in die Gegend, wo diese Bücher gefunden wurden.“

Auch die Tatsache, dass die Bücher Kodizes und nicht Buchrollen seien, deute auf ihren christlichen und nicht jüdischen Ursprung. Schon die frühen Christen hätten „eher in der Form von Büchern als in der Schriftrollenform geschrieben, und auch die Verschlüsselung der Texte deutet auf die geheime Tradition der frühen Christenheit“. Eine „Buchrolle mit sieben Siegeln“ spielt unter anderem im letzten Buch des Neuen Testaments, der Offenbarung, eine Schlüsselrolle. Einer der einzigen bisher übersetzten Sätze aus einem der Bücher soll übrigens mit einem Satz aus der Offenbarung des Johannes deckungsgleich sein. Das spräche allerdings nicht für eine allzu frühe Datierung der Funde, also eher für das zweite als für das erste Jahrhundert nach Christi Geburt. Übrigens ist es keineswegs sicher, dass alle siebzig Bücher aus demselben Zeitraum stammen. Metallurgie-Experten bestätigen allerdings den antiken Ursprung des Materials. 
.

Monatslosung April 2011

.

Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt!
Matthäus 26,41

Die Fußwaschung. Fresko von Giotto di Bondone in der Cappella degli Scrovegni, Padua



Jesus in Gethsemane

 

36 Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hier, solange ich dorthin gehe und bete. 
.
37 Und er nahm mit sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen.
 
38 Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wacht mit mir!
 
39 Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!
 
40 Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen? 

41 Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.
 
42 Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, dass dieser Kelch an mir vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! 

43 Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf. 

44 Und er ließ sie und ging abermals hin und betete zum dritten Mal und redete dieselben Worte.
 
45 Dann kam er zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird. 

46 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät. 
.