Freitag, 22. November 2013

Wenn nur der eigene Vorteil zählt: Psychopathen in der Politik

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Von Thora Pedersen

Der deutsche Raumfahrtpionier Hermann Oberth (1894-1989) kam zu der Erkenntnis: "Im Leben stehen einem anständigen Charakter so und so viele Wege offen, um vorwärts zu kommen. Einem Schuft stehen bei gleicher Intelligenz und Tatkraft diese Wege auch alle offen. Daneben aber auch noch andere, die ein anständiger Kerl nicht geht. Er hat daher mehr Chancen, vorwärts zu kommen, und infolge dieser negativen charakterlichen Auslese findet eine Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken statt."


Ein übertriebenes Urteil? Wer sich kritisch umschaut, wird feststellen, daß gerade in den höheren Etagen unserer Gesellschaft Verhaltensweisen eingerissen sind, die man nicht als vorbildlich bezeichnen kann. Korruption, Betrug, Selbstbereicherung nehmen zu; Anstand, Idealismus, Gemeinschaftsbezogenheit nehmen ab. Nicht von ungefähr stehen seit geraumer Zeit Politiker am untersten Ende der Ansehensskala. Vermutlich werden sich bald die Spitzenmanager der Großwirtschaft hinzugesellen, weil in ihren Kreisen die Raffgier alle Rekorde schlägt. Ausgerechnet unsere "Eliten" entpuppen sich beim näheren Hinsehen als Ansammlung fragwürdiger Charaktere. Warum das so ist, hat der kanadische Wissenschaftler Robert Hare genauer untersucht. Er ist der weltweit führende Experte für Psychopathie, hat dazu einen Standardtest entwickelt und blickt auf eine 25jährige Forschertätigkeit zurück.


Täuschung der Umwelt


Um den Begriff Psychopathie herrscht viel Verwirrung. Wörtlich bedeutet Psychopathie Geisteskrankheit (von Psyche = Seele und Pathos = Leiden). Die Medien verwenden den Begriff Psychopathie oft in der Bedeutung von Wahnsinn oder Verrücktheit. Doch in der Psychiatrie wird die Psychopathie nicht mit den herkömmlichen Geisteskrankheiten gleichgesetzt. Anders als zum Beispiel ein Schizophrener ist der Psychopath nicht desorientiert, ihm fehlt nicht der Realitätsbezug. Er leidet nicht an Halluzinationen oder Angstzuständen. Im Gegensatz zu psychotisch gestörten Personen weiß der Psychopath, was er tut und warum er es tut. Er handelt rational - aber gewissenlos.


Der französische Irrenarzt Philippe Pinel (1745-1826), ein Pionier seiner Zunft, hat die Psychopathie als "Wahnsinn ohne Delirium" bezeichnet. Individuen mit derartiger Persönlichkeitsstörung sind sich der Konsequenzen ihrer Handlungen vollauf bewußt, sie kennen den Unterschied zwischen Gut und Böse, aber sie nehmen auf ihre Mitmenschen keine Rücksicht. Am erschreckendsten ist es, daß sie ihren arglosen Opfern oft als völlig normal oder gar als besonders geistreich und wortgewandt erscheinen.


Hare beschreibt in seinen Untersuchungen ausführlich das antisoziale Persönlichkeitsbild und den Lebensstil des Psychopathen: heuchlerisch und oberflächlich, egozentrisch und grandios, ohne Reue und Schuldbewußtsein, hinterlistig und manipulativ. Sein Sozialverhalten ist impulsiv, unbeherrscht, auf ständiger Suche nach Erregung (dem "Kick"), verantwortungslos, verbunden mit Desinteresse an Schmerzen und Leiden der Mitmenschen. Solch Verhalten zeigt sich schon in jungen Jahren.


Keine Scham


Zwar kann man anhand einer solchen Kurzcharakteristik weder sich selbst noch andere diagnostizieren, denn Psychopathie bietet ein komplexes Krankheitsbild, eine Kombination unterschiedlicher Symptome. Und viele Menschen sind zum Beispiel egoistisch oder heuchlerisch, ohne deshalb Psychopathen zu sein. Hares detailliert beschriebene Fallbeispiele geben jedoch einen guten Überblick. Auffällig ist, daß sich der Psychopath nicht schämt, wenn er bei einer Lüge ertappt wird, daß er einfach das Thema wechselt und im nächsten Augenblick eine neue Lüge auftischt, während er dem Gegenüber mit aufrichtigem Blick ins Auge sieht. Er präsentiert mit beredter Überzeugungskraft die abenteuerlichsten Geschichten, um sein Opfer immer wieder zu umgarnen.


Zu den Opfern gehören zuweilen auch Gefangnispsychiater, die nicht ausreichend mit jener Persönlichkeitsstörung vertraut sind und sich auf Selbstauskünfte des Häftlings verlassen. Denn Psychopathen erfassen schnell den Zweck der Befragung. Hare beschreibt einen Häftling, der alle gängigen Tests auswendig konnte und seine Mitgefangenen - natürlich gegen Bezahlung - beriet, um ihnen eine günstige Sozialprognose und schnelle Entlassung zu verschaffen. Jeder neue Test, der zur Anwendung kommt, bietet dem Psychopathen die Chance, sein antisoziales Verhaltensmuster zu perfektionieren. Er ist Meister im Reue-Heucheln und kann selbst bei skeptischen Zuhörern den Anschein der Aufrichtigkeit erwecken.


Doch obwohl viele Psychopathen Verbrecher sind - ihnen werden 50 Prozent der Schwerkriminalität zugerechnet -, gibt es die große Gruppe derer, die ihr Verhalten so anpassen können, daß sie mit der Justiz nicht in Konflikt kommen - oder, falls doch, sich herauszureden verstehen. Hare widmet ihnen das Kapitel "Psychopathen im Geschäftsleben" und beschreibt psychopathische Anlageberater, Geschäftsleute und Winkeladvokaten, die Bildung und Beziehungen einsetzen, um Menschen und Institutionen ohne den Einsatz von Gewalt um ihr Geld zu bringen - mit verheerenden Folgen für die Gesellschaft.


In diese Gruppe gehört auch der gerissene Politiker (den Hare leider nicht als gesonderte Spezies aufführt). Wahlkämpfe sind von Lügen und Betrugsmanövern gekennzeichnet. Dabei mangelt es den Tätern nahezu völlig an Unrechtsbewußtsein. Erst kürzlich war von einem führenden deutschen Politiker zu hören, er halte es für "unfair", die Arbeit der Regierung an dem zu messen, was die beteiligten Parteien den Bürgern vor der Wahl versprochen haben. Nicht minder zynische (oder selber psychopathische) Journalisten betrachten den ständigen Wortbruch als normal: "Politiker lügen - das gehört zum Grundwissen des Demokratiebürgers" ("Süddeutsche Zeitung"). Dieser Demokratiebürger dürfe sich deshalb auch nicht aufregen, wenn er an der Nase herumgeführt werde.


Auf Kosten anderer


Hare bezeichnet erfolgreiche Psychopathen, die dem Gefängnis entgehen, als subkriminell: "Denn letztlich ist ihr Erfolg irreal und geht stets auf Kosten anderer." Auf Kosten anderer - und der Gesellschaft als Ganzes. Ist das die Erklärung dafür, daß die Bundesrepublik vom Land des Wirtschaftswunders zum Sanierungsfall wurde? Daß immer neue Staatsschulden angehäuft werden (im vergangenen Jahr weitere 20 Milliarden Euro), während man dem Bürger einen erfolgreichen "Sparkurs" suggeriert? Daß die Zuwanderung nicht gestoppt wird, obwohl schon die Integration der bereits hier lebenden Ausländer weitgehend gescheitert ist? Mit normalem Menschenverstand läßt sich vieles nicht mehr erklären. Statt Schaden für das Gemeinwesen zu vermeiden, konzentriert sich der durchschnittliche Politiker auf die Förderung der eigenen Karriere. Motto: Nach mir die Sintflut!


Psychopathen haben ein immens aufgeblähtes Bild ihres eigenen Wertes und ihrer Wichtigkeit, halten sich für das Maß aller Dinge. Gesellschaftliche Regeln, die ihnen hinderlich sind, werden als unwichtig oder falsch abgetan. oder vertrauensheischend, tatsächlich verlogen und selbstsüchtig falsch abgetan. Man stellt sich selber heraus - neuerdings auch mit sexuellen Vorlieben, die gestern noch strafbar oder zumindest peinlich waren. Das Verhalten des Normalbürgers wird oft schon beeinflußt durch das bloß eingebildete Risiko, auf Ablehnung und Kritik zu stoßen. Der Psychopath aber zweifelt nicht an seiner Unfehlbarkeit. Er neigt von Haus aus zu Normüberschreitungen. Die Einstellungen anderer interessieren ihn nur insofern, als er sie für eigene Zwecke nutzen kann.


Psychopathen treten oft selbstsicher und beredsam auf. Schon ihre Körpersprache ist meist wirkungsvoll. Intensiver Blickkontakt zählt dazu. Ihre Show kann so effektvoll sein, daß es ihnen gelingt, das gesprochene Wort unwichtig erscheinen zu lassen. "Ich habe nicht alles mitgekriegt, aber er hat es so schön gesagt", erinnert sich eine von einem Psychopathen geprellte Frau. "Er hat ein so wunderbares Lächeln." Solche Effekte werden auch in der politischen Arena immer wichtiger. Wer photogen ist und sich insbesondere im Fernsehen gut zu inszenieren weiß, hat deutlich bessere Chancen. Inhalte treten hinter Äußerlichkeiten zurück, eine Entwicklung der modernen Mediengesellschaft, die den Psychopathen in seinen Möglichkeiten enorm begünstigt. Gewiß: Nicht jeder Charismatiker entwickelt seine Anziehungskraft aus einer antisozialen Persönlichkeitsstörung. Es fällt aber auf, daß so mancher "Volkstribun" letztlich an seiner Egomanie scheitert, an seiner Unfähigkeit, andere als die eigenen Interessen gelten zu lassen. Der Streit selbst mit engsten Weggefährten ist dabei vorprogrammiert.


Mit ihrer regen Einbildungskraft kommen Psychopathen, die bei einer Lüge ertappt werden, nicht aus der Fassung. Sie reagieren selten ratlos oder verlegen - sie ändern einfach ihre Geschichte oder versuchen, die Umstände neu zu erfinden, so daß sie zu der Lüge passen. Widersprüchliche Aussagen, die den Zuhörer verwirren, stören sie nicht. Oft sind sie sogar stolz auf ihre Fähigkeit zu lügen. Bei Fehlschlägen schämt sich der Psychopath nicht. Er bleibt Moralapostel auch dann, wenn man ihn beim Fehlverhalten erwischt. Ist ein Zeichen der "Reue" hilfreich, wird es mühelos erbracht - verbunden mit der Forderung nach einer "zweiten Chance". Mehr noch: Nach und nach wird das Fehlverhalten umgedeutet in einen besonderen Erfahrungsschatz, der seinen Besitzer nicht demütig, sondern stolz macht. Der ertappte Sünder avanciert um so mehr zum Fachmann für moralische Fragen.


Beachtliche Minderheit


Psychopathen sind leider gar nicht so selten. Prof. Dr. Volker Faust vom Zentrum für Psychiatrie der Universität Ulm rechnet zehn Prozent der Menschheit dazu: "Also allein im deutschsprachigen Raum sind das mehr als zehn Millionen Menschen." Wegen ihrer Durchsetzungskraft und Rücksichtslosigkeit sind sie unter Verbandsführern, Spitzenmanagern und Politikern deutlich überrepräsentiert. Ursächlich für die Psychopathie sind laut Faust vor allem erbliche Anlagen, aber auch organische Beeinträchtigungen und falsche Erziehung. Ob Psychopathie zu heilen ist, läßt Experten streiten. Zur Zeit jedenfalls gilt sie unter allen Persönlichkeitsstörungen als die am schwierigsten zu behandelnde. Gegen psychopathische Politiker hilft einstweilen nur ein Mittel: sie nicht zu wählen. Aber dazu muß man sie erst einmal erkennen. 

 Quelle


Hüte dich vor Psychopathen, mein Sohn

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Thomas Jefferson

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Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit


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Aus gegebenen Anlass

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Jani's  Anmerkung - es sind alles Erfahrungswerte! 

Als ich begann, dass Ganze zu durchschauen, war der Bann des Manipulierens gebrochen. Aber es gibt sie eben nicht nur als Ehepartner. 

Hinzuzufügen ist:
Fühlt sich ein solcher Mensch durchschaut bzw. weiß er sich durchschaut von jemanden, wird er alles mögliche tun, um seinem Gegenüber zu schaden. Er setzt Gerüchte in die Welt, um den Leumund seines "Feindes" zu zerstören. 
Denn seine Angst, selbst demaskiert zu werden, ist enorm. Also geht er daran, seinen Feind als jemanden darzustellen, dem man nichts glauben kann - darf, weil der ja krank ... unehrlich ... übermäßig empfindlich ..... Einbildung .....  etc. ist. 
Und so verteilt er hier eine Spitze - dort eine Spitze - erzählt hier ein wenig und dort.
Natürlich immer unter dem Mäntelchen des Gutmeines - mit seinem "Feind" bzw. mit dem jeweiligen Gesprächspartner. Natürlich um den zu warnen.....
Also Vorsicht, wenn Sie so Jemanden klar machen, dass Sie ihn längst durchschaut haben. Beachten Sie dabei, dass es ungemütlich werden könnte, ja auch, dass dieser versuchen wird, ihren Ruf zu zerstören. Das merken Sie daran, dass eigentlich wohlmeinende Menschen Sie auf einmal merkwürdig anschauen oder in irgendetwas hineinziehen wollen.
Machen Sie sich nichts daraus. Auch Psychopathen kann man das Handwerk legen. Das Beste ist immer die Wahrheit und keine Angst zu haben. Nicht alle Menschen sind dumm und merken nicht, dass der Psycho ein Psycho ist und ein böses Spiel spielt. 
Der Herr ist mit seinen Kindern! Danke!




Der Psychopath jedoch ist stets auf der Jagd nach dem Aufdecken von Schwächen anderer und bedient sich der Suggestion, um Macht über seine Mitmenschen auszuüben. Er greift an der empfindlichsten Stelle an und verstärkt damit das Unterlegenheitsgefühl des Opfers. Der Angriff kommt in Form von scharfer Kritik, Lächerlichmachen oder scheinbar unbedeutenden Andeutungen, die nur der Betroffene selbst versteht. Bei ständiger Wiederholung akzeptiert das Opfer die suggerierte Idee als eigene Überzeugung. Die konstante Angriffshaltung des Psychopathen wirkt auf seine Mitmenschen ermüdend. Ihre angespannte Verteidigungsbereitschaft verbraucht die Lebensenergie und versetzt das Nervensystem in Hochspannung. Die zunehmende Ermattung schwächt das Urteilsvermögen und lähmt die Handlungskraft.

Der Psychopath richtet seine Angriffe speziell gegen das schwächste Glied der Gemeinschaft. Wer dem Opfer zu Hilfe kommt, lässt sich selbst in den Konflikt hineinziehen. Mit der Taktik des "herrsche und teile" schafft der Psychopath zwei gegeneinander kämpfende Lager. Die Betroffenen verlieren den Respekt vor sich selbst und voreinander. Offenheit ist nicht mehr möglich. Ein Klima des Heimlichhaltens breitet sich aus. Aus Angst vor dem Aufdecken von Schwächen darf über heikle Themen nicht mehr gesprochen werden. Die Tabuzone weitet sich immer mehr aus. Die allgegenwärtige Vorsicht resultiert in immer längerem Schweigen. Der Kommunikationsstrom zwischen den Menschen versiegt. Das gegenseitige Vertrauen verschwindet ebenso wie der offene Austausch von Gedanken und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit. Man glättet über Uneinigkeit mit beschwichtigenden Erklärungen. In einem solchen Arbeitsklima kann keine Innovation gedeihen. 




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Dienstag, 19. November 2013

Theodor Heuss

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"Wer immer die Wahrheit sagt, 
kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten."

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Lernen

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"Alles Lernen ist nicht einen Heller wert, 
wenn Mut und Freude dabei verlorengehen."



Johann Heinrich Pestalozzi (1746 - 1827)
Schweizer Pädagoge und Sozialreformer



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Auch wir können das - Gemeindebauen

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Baustelle Leben 

Nachfolger gesucht


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Linkspartei will Schulen und Kitas den Sankt Martin verbieten

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DÜSSELDORF. Ärger um Sankt Martin: Kitas und Schulen sollen nach einer Forderung des nordrhein-westfälischen Landesverbands der Linkspartei darauf verzichten, in diesen Tagen den Heiligen zu feiern. Der katholische Charakter des Festes könnte muslimische Kinder diskriminieren. Dies berichtet die „Rheinische Post“.


Die Linkspartei will dem Bericht zufolge die Tradition abwandeln. In vielen Kitas und Schulen von NRW gebe es einen hohen Anteil von muslimischen Kindern, erklärte Rüdiger Sagel, Vorsitzender der Linken in NRW, gegenüber der „Rheinischen Post“. „Ihnen sollte man die christliche Tradition nicht aufdrängen”, so habe der Politiker gefordert. Die Einsicht, dass es richtig sei, “den Mantel zu teilen und den Armen zu helfen, ist eine überkonfessionelle Botschaft”, so wird Sagel zitiert. „Ich finde es gut, wenn sich alle Kinder angesprochen fühlen und kein Kulturkreis diskriminiert wird”, habe der Parteivorsitzende ergänzt. Wenn man statt Sankt Martin ein “Sonne-Mond-und-Sterne-Fest” feiern würde, fühlten sich mehr Kinder angesprochen und mitgenommen. “Dazu braucht man keinen Sankt Martin, der dem Lichterzug auf dem Pferd voranreitet”, sagte der Chef der Linkspartei gegenüber der Zeitung.
Tatsächlich hat sich auch um einen Sankt-Martins-Zug im hessischen Bad Homburg ein heftiger Streit entzündet. Wie die „Welt“ berichtete, soll in einer städtischen Kita Sankt Martin künftig als “Sonne-Mond-und-Sterne-Fest” zelebriert werden. Eltern gaben dem Bericht zufolge an an, ihnen gegenüber sei die Namensänderung damit begründet worden, dass Kinder anderer Kulturkreise nicht diskriminiert werden dürften. Einem Sprecher der Stadt zufolge sei der Name lediglich auf einer internen Liste verwendet worden – eine offizielle Umbenennung gebe es nicht. Trotzdem sind die Reaktionen heftig.
“Absurd” nennt zum Beispiel Armin Laschet, Landesvorsitzender der NRW-CDU und ehemaliger Integrationsminister des Landes, die Debatte: „Niemand erwartet von Muslimen den Ramadan oder von Juden das Jom-Kippur-Fest umzubenennen. Deshalb ist es eine absurde Vorstellung von Christen zu erwarten, dass sie nicht mehr Weihnachten, Ostern, Sankt Martin oder Nikolaus feiern”, sagte er gegenüber der „Welt“.
Ein Sprecher des Erzbistums Köln erklärte der “Rheinischen Post”, der Name “Sonne-Mond-und-Sterne-Fest” sei nur vermeintlich verbindend – tatsächlich aber komplett inhaltsleer. Der interreligiöse Dialog sei wichtig, der eigene Glaube dürfe aber nicht verleugnet werden. Die Figur des Heiligen könne auch muslimischen Kindern den Gedanken des Teilens näherbringen.
Und die Muslime selbst? Haben offenbar überhaupt kein Problem mit Sankt Martin. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman A. Mazyek, wurde in der „Welt“ wie folgt zitiert: Dass Sankt Martin ein katholischer Heiliger sei, stelle für Muslime keinen Hinderungsgrund dar, an den Umzügen teilzunehmen. “Das Leben des heiligen Martin ist doch geradezu vorbildlich, auch für Muslime.” Laschet sieht das als Bestätigung: „Es ist gut, dass sich gegen den Vorstoß der Linken auch muslimische Verbände für das Martinsfest ausgesprochen haben.” News4teachers



Neues für Lehrer
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DIE ARMENIERTHEMATIK IN DER TÜRKISCHEN INNEN- UND AUßENPOLITIK

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(BQ 278, Bonn, 15.11.2013) In einem Beitrag „Die Armenierthematik in der türkischen Innen- und Außenpolitik“ hat der Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit der Türkei empfohlen, die Armenierfrage weniger radikal anzugehen, da es dann einfacher sei, auch die moderne die Türkei teilweise entlastende Faktoren zu erforschen und darzustellen.

Der Beitrag erscheint in dem von Bernhard Rill herausgegebene Band 86 „Türkische Innenpolitik“ der Reihe Argumente und Materialien zum Zeitgeschehen Band 86 der Hanns Seidel Stiftung.

Schirrmacher schreibt:
„Ein weniger lautes Verhalten der Türkei hätte wohl verhindert, dass der Genozid an den Armeniern heute in der Wissenschaft als erster Genozid der Moderne diskutiert wird … und in der Genozidforschung eine solch zentrale Rolle spielt. Man muss deutlich sagen: Wäre die Darstellung der Armeniervertreibung nicht so von Seiten der Türkei blockiert, wäre es viel einfacher, sachlich alle Aspekte darzustellen, auch jene Aspekte, die die Türkei teilweise entlasten. Auch die Frage, ob es einen geplanten koordinierten Völkermord oder nur ein in Kauf genommenes Massensterben von Zivilisten des Gegners im Kriegschaos gab, ließe sich besser ohne das innen- und außenpolitische ‚Theater‘ diskutieren.“

Als Beispiel führt er an, dass man sehr wohl statistisch unterscheiden könne, wieviele der Armenier durch die widrigen Umstände von Krieg und Revolution umgekommen seien und wieviele dem Genozid zuzuordnen seien.
Schirrmacher ist auch verwundert, dass die türkische Regierung so massiv Ereignisse schönredet, die seine politischen Gegner zu verantworten hätten. Er schreibt:
„Das Verhalten der Türkei ist um so erstaunlicher, als sich zum einen die Gründungserzählung der Republik von 1923 dezidiert vom Osmanischen Reich absetzt und zum anderen sich die islamistisch ausgerichtete Regierung Erdogan dezidiert von der kemalistisch-säkularistischen Ausrichtung der Jungtürken sowie von der Vorgeschichte und den ersten Jahrzehnten der Republik Türkei absetzt.“


Downloads und Links:

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Donnerstag, 14. November 2013

Geh unter der Gnade

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https://youtu.be/QYK3rE3E6Eo

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Montag, 11. November 2013

„Stell dir eine Welt ohne Schweden vor…“

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Schweden zwischen Identitätsverlust und Islamisierung


(Stockholm) Schweden erlebt einen rapiden Identitätsverlust, der mit einer ebenso schnellen Islamisierung einhergeht. Eine bedrückende Reise durch ehemaliges Wikingerland dargestellt anhand einiger Symptome.
In Schweden werden 73 Prozent aller Kinder in der lutherischen Kirche getauft, 63 Prozent aller Erwachsenen heiraten in der lutherischen Kirche und 90 Prozent werden nach ihrem Tod kirchlich bestattet. Aber nur zwei Prozent besuchen regelmäßig einen Gottesdienst, einer der niedrigsten Prozentsätze der Welt. Darin sieht auch die Svenska kyrkan, die evangelisch-lutherische Landeskirche, bis 2000 Staatskirche, ein Problem. Was aber dagegen tun?
Wurde zur Behebung dieses Problems ein neuer Erzbischof von Uppsala und damit als primus inter paresVorsitzender der Svenska kyrkan gewählt, der liberal und weiblich ist? Oder ist gerade dieser Liberalismus Grund und Ursache für das Zerbröseln der schwedischen Landeskirche?

Glaubt Antje Jackelen, die neue Vorsitzende (Erzbischöfin) der schwedischen Lutheraner, an Gott?


Ab Juni 2014 steht die Deutsche Antje Jackelen, Jahrgang 1955 aus Herdecke in Nordrhein-Westfalen, an der Spitze der lutherischen Kirche in Schweden. Am vergangenen 15. Oktober wurde sie mit 55,9 Prozent zur neuen Erzbischöfin von Uppsala gewählt. Ein Amt, das sie neun Jahre ausüben wird. Ihr Liberalismus besteht vor allem darin, die gesamte Heilige Schrift als Methapher zu verstehen. Nichts ist real, alles ist interpretierbar. Es existiert keine Hölle (weshalb es wahrscheinlich auch keinen Himmel gibt), die Gottesmutter war natürlich nicht Jungfrau, als sie Jesus gebar, weil das physisch unmöglich ist und zudem nicht der modernen Sexualmoral entspricht, die bereits das Wort Jungfrau für ein Spottwort hält. Ist aber erst einmal ein Großteil des Glaubensbekenntnisses eliminiert, was bleibt dann eigentlich noch vom Christentum? Existiert zumindest Gott? Die Anfrage klingt absurd, ist aber gegenüber dem offiziellen Protestantismus nicht unangebracht.

In einer öffentlichen Anhörung vor der Wahl wurde Antje Jackelen gefragt, ob Jesus oder Mohammed eine wahrheitsgemäßere Sicht von Gott vertrete. Die neue Erzbischöfin blieb eine Antwort schuldig. Sowohl sie als auch zwei weitere Kandidaten (insgesamt standen fünf Kandidaten zur Wahl) drückten sich um eine Beantwortung herum. Dabei ist die Antwort eindeutig: Ein Christ unterscheidet sich von einem Moslem gerade deshalb, weil für ihn Jesus Christus nicht ein „Prophet“, sondern der Sohn Gottes ist. Eine solche Antwort hätte man sich von Kandidaten für das Erzbischofsamt von Uppsala erwarten dürfen. Oder zumindest den Hinweis, daß eine „wahrheitsgemäße Sicht von Gott“ auf Jesus bezogen für einen Christ eine inakzeptable Reduzierung ist, weil Jesus selbst Gott ist.

Für Jackelen sind Christentum und Islam gleichwertig

Jackelen hingegen ist der Meinung, daß man „die gesamte Theologie nicht auf ein Ja oder Nein reduzieren kann, vor allem nicht, wenn man voneinander sehr verschiedene Religionen miteinander vergleicht.“ Man würde damit einen großen Blick aus Wissen und Erfahrung mißachten.
Das ist der springende Punkt: Für Jackelen sind Christentum und Islam gleichwertig. Keine der beiden Religionen besitzt die Wahrheit, zumindest sieht es die neue Vorsitzende der lutherischen Kirche Schwedens so. Jackelen könnte damit, statt künftig Erzbischöfin zu sein, ebenso gut ein Imam des Islam sein (wenn man sie nur ließe), oder ebenso gut eine atheistische Philosophin. Warum nicht!?
Ein Blick auf Antje Jackelens Biographie erhellt einiges. Die mit einem Pastor der Svenska kyrkan verheiratete deutsche Theologin, wurde 1980 von Lars Carlzon zur Pastorin ordiniert. Carlzon war führender Vertreter derFreundschaftsgesellschaft Schweden-DDR, deren letzter Vorsitzender er sogar von 1988-1990 war. Carlzon und in seinem Kreis auch Antje Jackelen liebäugelten mit jenem kommunistischen Regime in Mitteldeutschland, das den Atheismus zur Staatsdoktrin erklärt hatte und die Christen verfolgte. Wie stark dieses lutherisch-atheistische Nahverhältnis zwischen Stockholm und Ost-Berlin war, zeigt, daß Carlzon von 1978-1984 Bischof von Stockholm war.

John Lennons pazifistischer „Traum“… und die Islamisierung Schwedens

In Antje Jackelens Denken scheint sich John Jennons Pazifistentraum zu verwirklichen:
Stell Dir vor, es gibt kein Paradies / Es ist ganz einfach, wenn du’s nur versuchst / Keine Hölle unter uns / Über uns nur Himmel / Stell dir vor daß alle Menschen / nur für das Heute leben / Stell dir vor es gibt keine Staaten / Das fällt einem gar nicht schwer / Nichts wofür man töten oder sterben würde / und auch keine Religion / Stell dir alle Menschen vor / die in Frieden leben.
Schauen wir uns Lennons Wünsche am Beispiel Schwedens an. Eine Erzbischöfin und Kirchenvorsitzende, die nicht an die Hölle glaubt, gibt es schon. Die Menschen in Schweden leben zum größten Teil tatsächlich „nur für das Heute“. Der Wohlfahrtsstaat regelt so gut wie alles, natürlich gegen exorbitant hohe Steuern. Der Staat sorgt für jede Notwendigkeit von der Wiege bis zum Grab. Er bezahlt das Haus mit, sichert Arbeit, hilft Familien und Singles, er hilft beim Töten ungewünschter Kinder vor der Geburt und hilft beim Sterben am Lebensende, wenn man nicht alleine den Mut dazu haben sollte. „Stell dir vor, es gibt keine Staaten“ ist ein Ziel, das in Schweden jeden Tag mehr Realität wird. Schweden bemüht sich sogar noch mehr darum als alle anderen Staaten. Durch Einwanderung aus aller Welt soll das schwedische Volk durch eine undefinierbare multikulturelle Bevölkerung ersetzt werden, als Teil einer Gesamtstrategie, die aus der Vielfalt von Völkern und Kulturen einen weltumspannenden Eintopf machen soll. Die jüngste Maßnahme zugunsten der Einwanderung ist die automatische Gewährung von politischem Asyl und dauerhafter Ansiedlung für jeden Syrer, egal ob Christen, Alewiten, Sunniten oder Islamisten, egal ob Verfolgte oder Terroristen, egal ob Opfer oder Täter. Alle haben das Recht, dauerhaft nach Schweden zu kommen. Stockholm ein zweites Damaskus und Uppsala ein zweites Aleppo? Schweden ist ein Land mit 9,5 Millionen Einwohnern, Syrien hat 21 Millionen Einwohner. Die Weltgeschichte kennt keinen vergleichbaren, absurderen Beschluß.
Und damit kommen wir zur Religion, „keine Religion“, wie es im Lied heißt. Auch diesbezüglich nähert sich Schweden schnell der Zielvorgabe: nur zwei Prozent der Schweden gelten als praktizierende Christen. Und für den künftigen Erzbischof, richtigerweise die künftige Erzbischöfin sind alle Religionen „gleich“. Oder um es genau zu sagen: sie hält es für „reduktiv“, Religionen überhaupt zu vergleichen. Wird sich Lennons Traum also in Schweden bald verwirklichen?

Wird Lennons Traum in Schweden bald Realität? Mitnichten!

Mitnichten. Das Problem bei der Sache ist: Die Schweden können träumen wovon sie wollen, aber früher oder später holt sie die Realität ein. Die Zahl der Moslems in Schweden wächst rapide, angesichts einer regierungsoffiziellen Einladung, sich möglichst zahlreich im Land der einstigen Wikinger anzusiedeln. Und da politische Korrektheit im Nordland Pflicht ist, gilt die Einladung besonders den Moslems. Denn irgendwelche Gutmenschen wollen irgendein Ressentiment in irgendeinem Teil des schwedischen Volkes gegen den Islam ausfindig gemacht haben. Und deshalb läuft die Belehrungs- und Umerziehungsmaschinerie besonders eifrig. Eine konkrete Antwort auf diese Ressentiments ist es, besonders viele Moslems ins Land zu holen. Damit werde man „Vorurteile“ am besten „abbauen“, heißt es. Die Zahl der Moslems wird zwar noch häufig mit 250.000 angegeben, tatsächlich liegt sie bereits bei einer halben Million und damit bei mehr als fünf Prozent der Gesamtbevölkerung. Beachtlich für ein so abgelegenes Land, das in seiner Geschichte nie Berührungspunkte mit dem Islam hatte und in das die moslemische Zuwanderung erst vor 20 Jahren einsetzte. Besorgniserregend meint ein Teil der Schweden. Wer es laut sagt, der hat die sozialdemokratische Erzbischöfin Antje Jackelen zum Gegner. Und nicht nur sie.

Moslems glauben an Himmel und Hölle

Die islamischen Einwanderer konzentrieren sich vor allem im städtischen Bereich Südschwedens. In Städten wie Malmö machen Moslems bereits ein Drittel der Einwohnerschaft aus. Und sie glauben fest an die Existenz von Himmel und Hölle. Sind sie auch der Meinung, daß es nichts mehr gibt, „wofür man töten oder sterben würde“? Auch in Schweden gibt es einen islamistischen Teil dieser Minderheit, die davon überzeugt ist, daß es notwendig ist, um nicht zur Hölle zu fahren und sich das Paradies zu verdienen, zu einer göttlich verlangten Gewalt greifen zu müssen, um die „Ungläubigen“, auch die schwedischen zu bekämpfen. Die Vorstädte Stockholms haben bereits gebrannt. Das war im Sommer 2013, als die „islamische Revolte“ Wikingerland erreichte (siehe eigenen BerichtBoston, London, Stockholm: Der Krieg, der schon begonnen hat).
Man bemühte sich von offizieller Seite, durch Regierung, Fernsehen einschließlich der lutherischen Kirche alles möglichst zu vertuschen und wo nicht möglich, zumindest herunterzuspielen. Nicht Religion (um nicht sagen zu müssen: der Islam) stehe dahinter, sondern das Leiden unter „Ausgrenzung“, „Ausländerfeindlichkeit“, „Ablehnung“, „Arbeitslosigkeit“. Bestenfalls werden „Anpassungsschwierigkeiten“ zugestanden. Die Aufständischen, die friedliche schwedische Straßen in Schauplätze einer Stadtguerilla verwandelten mit brennenden Autos und geplünderten Geschäften, sahen das ganz anders. Sie riefen auf den Straßen „Allah Akhbar“ und brannten auch eine lutherische Kirche in Storholmsjö, Karlskrona nieder. Schließlich brennen christliche Kirchen ja besonders gut, wie man aus den verschiedensten Teilen der islamischen Welt weiß. Schon seit Jahren wird in Schweden über zunehmenden Antisemitismus geklagt (siehe eigenen Bericht Skandinavien: Der muslimische Judenhaß nimmt immer brutalere Züge an). Der direkte Zusammenhang mit der moslemischen Einwanderung wird jedoch verschwiegen. Die politische Korrektheit sitzt in der eigenen Falle und antwortet mit einer Vertuschung in der Vertuschung. Eine von mehreren Lebenslügen des Multikulturalismus.

Im vergangenen Sommer, nach der islamischen Revolte in Stockholm

Ausgerechnet im vergangenen Sommer, direkt nach den islamischen Straßenkämpfen in Stockholm startete die schwedische Tageszeitung Aftonbladet eine Kampagne. Eine verschleierte Moslemin soll, die Sache wurde nie belegt, im Parkhaus eines Stochkolmer Außenbezirks angegriffen worden sein. Die Islamversteher schäumten. DasAftonbladet, Sprachrohr der schwedischen Sozialdemokraten, die von 1923 bis 2006 ununterbrochen das Land regierten, startete eine Solidaritätkampagne für die islamische Frauenverschleierung. Zahlreiche politisch korrekte schwedische Frauen ließen sich mit dem Hidschab fotografieren und veröffentlichten die Bilder auf Facebook, Twitter und Instagram. Unter ihnen befand sich auch die Feministin Gudrun Schyman, Vorsitzende derFeministischen Initiative. In Schweden verteidigen auch Feministinnen den islamischen Schleier und sehen das als Geste der multikulturellen Verständigung.
Ganz anders sehen das allerdings die Islamisten in Schweden. Sie halten umgekehrt gar nichts von einer Bekleidungsfreiheit für Frauen. Wo sie es können, wie in Malmö, entweder weil sie zahlenmäßig bereits so stark sind oder weil sie auf eine besonders nachgiebige Gegenseite stoßen, fordern sie getrennte Strände und Schwimmbäder für Frauen und Männer. Für alle Frauen und Männer, nicht nur Moslems. Die Gewalt moslemischer Männer gegen „untreue“ und „ungehorsame“ Ehefrauen füllen Schränke von Aktenordnern der schwedischen Polizei. Jede ethnische Benennung der Täter ist jedoch verpönt. Auch so kann man sich der Realität verweigern. Eine eigene Kategorie der Gewalt bildet zudem jene moslemischer Männer gegen Schwedinnen, wo vermeintliche moralische (islamische) Höherwertigkeit Gewalt gegen moralische (nicht-islamische) Minderwertigkeit rechtfertigt mit schrecklichen Folgen: Das einst so friedlich-mustergültige Schweden weist heute eine Vergewaltigungsrate von 53,2 je 100.000 Einwohner auf und ist damit hinter Südafrika das Land mit der höchsten Vergewaltigungsrate der Welt. Der weitaus größte Teil der Vergewaltiger (offiziöse Schätzungen sprechen von mehr als 77 Prozent) sind Moslems.
Darum nochmals Lennons „Traum“: Stell dir eine Welt ohne Schweden vor…
Text: NBQ/Giuseppe Nardi
Bild: Nuova Bussola Quotidiana


Katholisches.de

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Mittwoch, 6. November 2013

Ohne Sonntag

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Seit Jahren bemühen sich immer wieder selbsternannte Boten des freien Unternehmertums den gesetzlich geschützten Sonntag, als freien Tag, totzureden. 

Sie wollen uns glaubhaft machen, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung diesen Tag zum Einkauf – und vielleicht sogar irgendwann für Behördengänge – braucht. Nur wird dabei vergessen, dass wenn alle Dienstleister auch Sonntags Ihre Dienste anbieten würden, auch ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung dieses tun müsste. Für die Betreffenden und deren Familien sicher ein Verlust an Lebensqualität. Geht es doch beim Streit um den Sonntag darum, einen Tag in der Woche als Ruhepol zu erhalten. 

Ein Tag zum frei sein. Frei von den Verpflichtungen der Woche, frei für die Familie und Freunde. Ein freier Tag unter der Woche erreicht diese Qualität bei den meisten nicht. Und worin soll der Vorteil liegen, wenn alle am Sonntag arbeiten dürfen? Der vermeintliche Vorteil wird sich innerhalb kurzer Zeit ausgleichen und alle werden einen Tag der Ruhe und Besinnung verlieren.

Tino Mehner



Ohne Sonntag ...

Montag, 4. November 2013

Europäische Union will »intolerante Bürger« überwachen

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Paul Joseph Watson

Das Europäische Parlament erörtert gegenwärtig einen beunruhigenden Vorschlag, der Regierungen verpflichtete, Bürgerinnen und Bürger, die als »intolerant« angesehen werden, zu überwachen. Dies könnte etwa zu einem Verbot sämtlicher Kritik gegenüber dem Islam oder dem Feminismus führen.

Der Entwurf zu einem »Europäischen Rahmenstatut zur nationalen Förderung der Toleranz« (im englischen Original: »European Framework National Statute for the Promotion of Tolerance«), den die Nichtregierungsorganisation (NGO) European Council on Tolerance and Reconciliation

(ECTRerarbeitet hatte, wurde im vergangenen Monat dem Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres(LIBE) des Europaparlaments überreicht und soll jetzt vermutlich zur Verabschiedung vorbereitet werden.

Einem Bericht des Gatestone Institutezufolge stellt dieses Statut eine »beispiellose Bedrohung des Grundrechts auf Rede- und Meinungsfreiheit« dar und könnte letztlich dazu führen, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung in Europa massiv eingeschränkt werde, weil etwa »kritische Stimmen gegenüber dem Islam und dem islamischen Recht, der Scharia, verboten werden könnten. Auf dieses Ziel haben moslemische Aktivistengruppen seit mehr als zwei Jahrzehnten hingearbeitet«.

Das Statut soll hauptsächlich erreichen, dass »antifeministische« und »islamfeindliche« Äußerungen verboten werden, wie es in dem Dokument heißt. Dies würde bedeuten, dass jede Kritik an feministischen politischen Überzeugungen oder dem Islam als »Volksverhetzung« betrachtet würde.

In Abschnitt 4 des Dokuments heißt es: »Es gibt keinen Grund, tolerant gegenüber intoleranten Menschen zu sein. Dies ist dann besonders wichtig, wenn das Recht auf freie Meinungsäußerung, Rede- und Meinungsfreiheit berührt ist.« Die Ausrottung der Intoleranz hat mit anderen Worten Vorrang vor dem Recht auf freie Meinungsäußerung von Millionen europäischer Bürger.

»Religiöse Gruppen und Schulen, Anhänger einer bestimmten Religion oder auch nur Eltern, die ihren Kindern bestimmte moralische Werte vermitteln wollen, würden alle unter Generalverdacht der Intoleranz gestellt«, warnt die Organisation European Dignity Watch, die die Einhaltung der Bürgerrechte kritisch verfolgt.

In dem Entwurf wird festgelegt: »Angehörige gefährdeter oder benachteiligter Gruppen genießen zusätzlich zu dem allgemeinen Schutz, zu dem die Regierung jeder Person innerhalb des Staates gegenüber verpflichtet ist, noch besonderen Schutz.«

Dahinter steht im Grunde die Forderung, das Recht auf freie Meinungsäußerung der Bürger Europas müsse eingeschränkt werden, damit die »zusätzlichen« Rechte von Minderheiten nicht durch »intolerante« Bemerkungen beeinträchtigt werden. Dies schließe auch ein, solche Gruppen »durch den Kakao zu ziehen« – diese Definition würde Satire praktisch unmöglich machen und verbieten.

Das Rahmenstatut fordert den Aufbau einer »besonderen Verwaltungseinheit« in jedem der 28 EU-Mitgliedsstaaten, die die Durchsetzung und Einhaltung des Statuts überwachen soll. Sie soll dem Justizministerium des jeweiligen Landes angegliedert werden und auch Strafen verhängen dürfen. 

Zusätzlich soll in jedem Land eine »Nationale Kommission zur Überwachung der Toleranz« zur »Förderung der Toleranz« geschaffen werden.

»Es droht die Gefahr, dass die Prinzipien der Vertragsfreiheit und der Freiheit, sein Leben nach den eigenen moralischen Vorstellungen gestalten zu können, von einem neuen Verständnis von ›Gleichheit‹ verdrängt werden. Diese würde die Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht aller Europäer untergraben und das Privatleben der Bürger rechtlicher Unsicherheit und der Kontrolle von Bürokraten unterwerfen«, kommentiert European Dignity Watch. »Es geht hier letztlich um die Kontrolle des Sozialverhaltens der Bürger durch die Regierung. Diese Tendenzen erinnern immer stärker an lange vergangene totalitäre Ideen und stellen einen beispiellosen Angriff auf die Bürgerrechte dar.«

Der Entwurf fordert auch die »Umerziehung« von Personen, die als intolerant eingestuft werden. »Jugendliche, die Straftaten begangen haben und verurteilt wurden,… sind verpflichtet, sich einem Rehabilitierungsprogramm zu unterziehen, durch das ihnen eine Kultur der Toleranz anerzogen werden soll«, heißt es in dem Entwurf.

Schulen sollen von der Grundschule an von den Regierungen verpflichtet werden, »die Schülerinnen und Schüler im Unterricht zu ermutigen, Verschiedenheit und Vielfalt zu akzeptieren und ein Klima der Toleranz gegenüber den Qualitäten und Kulturen anderer zu fördern«.

In dem Vorschlag wird auch gefordert, die Bürger durch die »Gehirnwäsche« der Massenmedien zu mehr Toleranz zu erziehen. Dazu soll die Regierung sicherstellen, dass die Fernsehsender »einen festgesetzten Anteil ihres Programms dazu einsetzen, ein Klima der Toleranz zu fördern«.

Dieser Entwurf stellt nicht nur eine alarmierende Bedrohung des Rechts auf freie Meinungsäußerung dar, sondern wirkt angesichts der Beschwerden führender europäischer Mächte über die Überwachung von Bürgerinnen und Bürgern sowie führenden Politikern durch die NSA auf köstliche Weise ironisch.

Angesichts der europäischen Geschichte in diesem Zusammenhang ist es durchaus wahrscheinlich, dass die EU dieses Statut verabschieden wird. Bereits 2001 erklärte die EU, sie habe das Recht, gegen ihre Kritiker vorzugehen, nachdem der Europäische Gerichtshof geurteilt hatte, die EU sei berechtigt, »politische Kritik der europäischen Institutionen und ihrer führenden Vertreter zu unterbinden«.



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Ägypten - Junge Christen beschützen Marienkirche







Titelbild


Muslimbrüder wollten an Allerheiligen die Kirche stürmen


Kairo: In Kairo kam es erneut zu einem Angriff von Muslimbrüdern gegen eine Kirche. Ein Demonstrationszug moslemischer Studenten, die der Muslimbruderschaft nahestehen, führte am Allerheiligentag direkt von einer nahegelegenen Moschee zur Marienkirche von Zaytoun. Dort versuchten die Islamisten in die Kirche einzudringen, konnten jedoch von jungen Christen abgewehrt werden. Die Kirche liegt im Ostteil von Kairo und ist in ganz Ägypten bekannt, da sich dort vor 45 Jahren eine Marienerscheinung zugetragen habe. Die Moslems wollten die Kirche stürmen. Junge Christen stellten sich ihnen in den Weg und verhinderten das Eindringen. Schlichtungsversuche konnten die Lage nach einiger Zeit entspannen. Bei einem vergleichbaren Sturm von Muslimbrüdern am 20. Oktober gegen die Marienkirche von al-Waaraq wurden fünf Christen getötet. Der Demonstrationszug der Islamisten wurde auf Video festgehalten und im Internet veröffentlicht. Sie zogen von der Moschee zur Kirche und riefen Parolen gegen den koptisch-orthodoxen Patriarchen Tawadros II. Von der Kirche rissen sie ein christliches Transparent und beschmierten die Außenmauern mit antichristlichen Parolen gegen den Patriarchen, die Kopten und das Militär.


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Sonntag, 3. November 2013

Dienstag, 29. Oktober 2013

Hirse

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 Hirse wird als Basen bildenes Getreide gehandelt und ist ebenso ein Schönheitselixier

Hirse   schmeckt etwas gewöhnungsbedürftig, da unsere moderne Lebensweise die Hirse zum großen Teil ausschließt, unser Gaumen diesen Geschmack also nicht kennt. Dabei zählte sie bis ins vorige Jahrhundert zu unseren Grundnahrungsmitteln. 


Mittlerweile ist sie zu einem festen Bestandteil in meiner Küche geworden. Zum Frühstück gibt es nun des öfteren süßen Hirsebrei. Rezepte finden sich jede Menge im Internet. Mein Frühstückshirsebrei bekommt den richtigen Geschmack mit etwas Zucker - Butter - Rosinen - Leinsamen und eventuell noch Früchten. Was die Küche so gerade hergibt. Herzhaften hatte ich mal zum Abendessen gekocht - mit glutenfreier Gemüsebrühe (gibt es recht günstig bei Rossmann) und Gewürzen. Allerdings machte mein Sohn seeeehr lange Zähne und schmierte sich dann Schnitten. Was mit dem etwas anderen Geschmack zusammenhängt. 


Gestern nun habe ich seit längeren mal wieder Paprikaschoten zubereitet, aus dem Rest des Gehackten wurden Klopse. Das Gehacktes bekam mit Hirseflocken (bei EDEKA) den richtigen Zusammenhalt. Und - man merkt nicht einmal die Hirse daran. Auch nicht mein Sohn!



Der Weg zur Wiederinkulturnahme der Rispenhirse

Mit der Entstehung des Bewußtseins für eine vollwertige und ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln aus ökologischem Landbau, fand auch das fast vergessene Hirsekorn wieder auf den Tisch zurück. Die stetige Entwicklung der Nachfrage für ökologisch erzeugte Produkte schuf die Basis für die Bildung eines Marktes für Hirsekorn, von dem mittlerweile auch vielfältigste Verarbeitungsprodukte angeboten werden. Bis zum Jahr 2004 beruhte das Angebot ausschließlich auf Importen aus Ländern wie den USA, Kanada, China, Ungarn, Österreich oder auch Russland. 

Diese Situation war und ist insofern unbefriedigend, da Rispenhirse bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland (der Anbau konzentrierte sich ab dem 17./18. Jh. in den südlichen Gebieten der Mark Brandenburg) ein einheimisches Getreide war, das in früheren Zeiten sogar als beste Frucht gegen den Hunger, somit als Grundnahrungsmittel, hoch geschätzt wurde.





(Zentrum der Gesundheit) - In Europa hält die Hirse, eine Getreideart aus der Familie der Süssgräser, wieder Einzug. Nicht zuletzt liegt dies daran, dass Ernährungswissenschaftler herausgefunden haben, dass die Hirse hervorragende positive Eigenschaften beinhaltet und so einen wichtigen Beitrag für die Gesunderhaltung des Körpers leisten kann. Damit steht die Hirse an der Spitze der Getreidesorten, bezüglich der gesundheitsfördernden Charakteristiken. Im nachfolgenden Artikel ist von der Goldhirse die Rede.



Hirse - ein glutenfreies Getreide


Aufgrund der Tatsache, dass die Hirse zu den glutenfreien Getreidearten gehört, wird sie gerade von Personen, die Probleme mit Gluten haben, gegenüber anderen Getreidesorten bevorzugt. Dies betrifft insbesondere Personen, die an Magen Darm Problemen oder Zöliakie leiden und eine glutenfreie Ernährung einhalten müssen


Hirse und ihr Nährwert

  • Die Vitamine B1 bis B9 sind in Hirseflocken ebenso enthalten wie Vitamin E. Magnesium ist mit 170 Milligramm auf 100 Gramm Hirseflocken sehr hoch dosiert. Auch Kalzium, Eisen, Zink und Kupfer haben einen festen Platz in den Hirseflocken.3

Die Nährwerte vom Mehl aus Hirse

  • Hirsemehl hat 345 kcal auf 100 Gramm Mehl. Weizenmehl vom Typ 405 hat nur minimal weniger Kalorien. Mit 337 kcal auf 100 Gramm Mehl ist kaum ein Unterschied zwischen Hirse- und Weizenmehl.1
  • Mehl aus Hirse liefert Ihnen 250 Mikrogramm Vitamin B1, aus Weizenmehl bekommen Sie nur 60 Mikrogramm.2
  • Der Nährwert des alten Getreides beim Vitamin B2 beträgt 190 Mikrogramm auf 100 Gramm Mehl. Von der gleichen Menge Weizenmehl erhalten Sie gerade einmal 30 Mikrogramm. Auch bei den Vitaminen B3, B5 und B6 schlägt das Hirsemehl das moderne Mehl aus Weizen um mindestens fünfzig Prozent.3
  • Auch die Nährwerte der Mengenelemente wie Magnesium, Kalzium und Kalium sind im Mehl aus Hirse fast doppelt so hoch wie in allen anderen Mehlen, die zurzeit gebräuchlich sind.4
Wenn Sie Getreideprodukte mit einer hohen Nährwertdichte essen wollen, dann ist Hirse für Sie die erste Wahl.

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