Montag, 30. August 2010

Es ist was es ist


Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht. ........................................ Es ist, was es ist!
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Erich Fried

Wird Sarrazin in die USA abgeschoben?


Vorsicht Satire!


Rainer Bonhorst (Gastautor) 28.08.2010 00:26 +Feedback


Thilo Sarrazin soll in die USA abgeschoben werden. Nach seinem Rauswurf aus der SPD wegen freier Meinungsäußerung soll das Bundesinnenministerium beschlossen haben, Sarrazin notfalls in die USA abzuschieben. Aus dem Kabinett hört man, man sei zu der Überzeugung gelangt, Sarrazin habe sein Verbleiben in der deutschen Konsensgesellschaft verwirkt. Für einen wie ihn sei es am besten, sich in einem Land niederzulassen, in dem Meinungsfreiheit herrsche. Man zöge es vor, wenn er freiwillig einen Auswanderungsantrag in die USA stellen würde. Sollte er dies verweigern, so sei eine Ausweisung als ultima ratio unumgänglich.

Sarrazin wollte sich zu dieser Angelegenheit nicht äußern. Er arbeite gerade an einer neuen Provokation, ließ er mitteilen. Ein dpa-Reporter will aber gehört haben, dass Sarrazin bereit sei, in die USA umzusiedeln, wenn er von einer größeren Delegation türkischer Hartz-IV-Empfänger begleitet werde.

Dies gilt als ein durchsichtiger Trick des Berliner Provokateurs. Er wisse genau, dass arbeitslosen Türken die Ausreise in die USA nicht zuzumuten sei, da es dort keinerlei Hartz-IV-Angebote gebe. Ein Zuwanderer-Sprecher empört: „In Amerika müssen Einwanderer auf menschenunwürdige Weise selbst für sich sorgen. Auch gebe es keinerlei Hartz-IV für Kinder und importierte Bräute. Dies bedeute in der Praxis, dass Zuwanderer in den USA ebenso hart arbeiten müssen wie die einheimische Bevölkerung. Die amerikanischen Verhältnisse übersteigen an Menschenverachtung noch die empörenden Thesen eines Thilo Sarrazin.“

Unklar ist, ob Sarrazin überhaupt Einlass in die USA fände. Dort kursiert seit einiger Zeit eine unautorisierte englische Übersetzung seines Buches „Deutschland schafft sich ab“. Das Buch hat in den USA ähnlich wie in Deutschland einen Sturm der Empörung ausgelöst. Seine Thesen zur sozialen Absicherung von Zuwanderern und ihren Familien wurden von den meisten amerikanischen Kommentatoren als linksradikale Verrücktheiten zurückgewiesen. Sarrazins Behauptung, in Deutschland erhalte jeder, der kommt Hartz IV, und der Betrag steige mit jedem Kind und jedem zugezogenen Familienmitglied, stieß auf blanken Unglauben. In den nächtlichen Talk-Shows wurde der Begriff Hartz Four zum Gegenstand zahlreicher Germany Jokes. Sarrazin selber wurde als „the German Leftie“ und „the Softie from Germany“ belächelt. Allerdings setzen sich mehrere prominente Bürgerrechtler dafür ein, dass man Sarrazin trotz seiner links gerichteten Einstellung in der Einwanderungsfrage in den USA willkommen heißen sollte.

Da die Amerika-Frage ungeklärt ist, überlegt man offenbar im Außenministerium, ob man Sarrazin alternativ in England unterbringen könne, wo ja auch seit längerem Meinungsfreiheit herrsche. Im Königreich sei man allerdings skeptisch. Auch dort habe man die Übersetzung des Sarrazin-Buches gelesen. Seither gebe es eine Lawine von Anfragen, ob die großzügigen deutschen Hartz-IV-Sätze auch für Einwanderer aus England gelten. Mehrere hunderttausend Briten hätten erklärt, für dieses Geld sogar „the bloody German language“ zu lernen. Die Lage sei brisant. Immer mehr Engländer forderten nun Hartz IV im eigenen Land. Auf Demonstrationen werde skandiert: „Hartz Four here or off to Germany.“ Ein Zuzug Sarrazins ins Königreich würde noch mehr Staub aufwirbeln. Das könne man sich im Augenblick nicht leisten.

Die Lage bleibt verzwickt, da die Anzahl der für Sarrazin geeigneten Länder mit Meinungsfreiheit sehr begrenzt ist. Aus Kreisen der FDP ist immerhin zu erfahren, dass man für den absoluten Notfall einen bisher streng geheimen Alternativplan in der Schublade habe. Danach könne Thilo Sarrazin in Deutschland bleiben und Deutschland akzeptiere im Gegenzug die revolutionäre Idee der Meinungsfreiheit.

Noch aber ist dieser Notfall nicht eingetreten. Noch ist nicht abzusehen, in welche Richtung sich die Sarraziniade bewegen wird.

Mediale Exekution von Thilo Sarrazin?


Publiziert am 29. August 2010 von Immanuel (Öffentlicher Brief an die Beckmann-Redaktion)Formatierung für ausgewählten Text aufheben


Sehr geehrte Beckmann-Redaktion,

morgen, am Montag den 30. August 2010 um 22:45 Uhr findet die Sendung “Beckmann” statt, in der sich Thilo Sarrazin “nach der Empörungswelle der letzten Tage erstmals ausführlich in einer Talksendung der Diskussion mit seinen Kritikern” stellen wird.

Richard Wagner formuliert in seinem Beitrag “Sarrazin und das Kartell” sehr treffend:

Der Streit um den Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin und sein aktuelles Buch, das er morgen, am Montag, der Öffentlichkeit präsentieren will, geht bereits in die nächste Runde. Eine gewaltige Gegnerschaft baut sich auf, eine Gegnerschaft, man muss es so sagen, aus dem herrschenden Kartell der politischen Klasse und der ihr zugeordneten diversen Medien, kurzum, die Liste des jährlichen Presseballs.

Es werden in mir Erinnerungen an die Sendung mit Johannes B. Kerner und Eva Herman im Oktober 2007 wach, die von Welt-Online nachvollziehbarer Weise als öffentliche Hinrichtung bezeichnet wurde. Und wenn ich mir neben Thilo Sarrazin die Liste der Kritiker ansehe, so habe ich den Eindruck, dass sich morgen etwas Vergleichbares abspielen wird, völlig unabhängig davon, ob dies von Ihnen bewusst gewollt ist oder ob Sie es zu vermeiden versuchen:

  • Aygül Özkan (Sozial- und Integrationsministerin von Niedersachsen, CDU): Aygül Özkan ist die erste muslimische Landesministerin und gilt laut Ihrer Webseite “als Symbol für ein verändertes Deutschland“. Gleichzeitig vertritt sie die Interessen der türkischen Gemeinde in Deutschland, die mit ihrem Chef Kenan Kolat ganz klar “die Absetzung von Thilo Sarrazin als Bundesbank-Vorstand” fordern. Damit erschweren sofort auch internationale Verwicklungen mit der Türkei einen innerdeutschen Dialog, der so bitter notwendig ist.

  • Renate Künast (Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen): “Im Bundestag wollen die Grünen ein Verfahren vorschlagen, bei dem zunächst die Bundesbank und dann die Bundesregierung eine Abberufung vorschlägt und der Bundespräsident sie dann vornimmt.” Renate Künast wird aus parteipolitischen Erwägungen und aus dem aufrichtigen Versuch heraus, Schaden von Deutschland abzuwenden, alles tun, um Sarrazin von der Politik- und Medienbühne verschwinden zu lassen.

  • Ranga Yogeshwar (Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator): Für einen Wissenschaftler vom Rang Yogeshwars dürfte es nicht schwierig sein, das dünne wissenschaftliche Eis, auf dem Sarrazins Thesen aufgebaut sind, zum Brechen zu bringen. Persönlich betreffen ihn die Thesen Sarrazins auch, weil er 1993 in Prag von Rechtsradikalen tätlich angegriffen wurde, und diese Erfahrung sicherlich mit in die Waagschale gegen Sarrazin werfen wird.

  • Thomas Sonnenburg (Sozialpädagoge und Streetworker): Kaum einer kennt wohl die Ängste und Nöte der jungen Generation, die kein Zuhause hat, so gut wie Thomas Sonnenburg. Das macht ihn was seine Empathiefähigkeit angeht, zum absoluten Gegenpol von Sarrazin, der auf Öffentlichkeitswirksamkeit und Pauschalisierung setzt, nicht auf Empathie und individuelle Auseinandersetzung mit den Einzelschicksalen.

Ich finde die Auswahl von Sarrazins Kritikern hervorragend, allerdings stimmt das quantitative Verhältnis nicht: Einer gegen vier, da kann Beckmann, selbst wenn er wollte, einen Eklat nicht verhindern, bei dem Sarrazin am Ende nicht inhaltlich, sondern als Person als Verlierer dastehen würde.

Deswegen meine verrückte Bitte: Lassen sie mich als Sarrazins Kritiker und Verteidiger zugleich an dem Gespräch teilnehmen. Ich möchte nur meinen klitzekleinen Beitrag leisten, dass Meinungsfreiheit in diesem Land nicht eine Farce wird, und dass die Würde keines Menschen angetastet wird, weder die der Migranten, noch die Sarrazins. Zwei gegen Vier sind im Fall des Falles auf jeden Fall fairer als Einer gegen Vier.

Dieses Land braucht einen konstruktiven Dialog über das deutsche Erbe aus dem zweiten Weltkrieg so dringend, wie kaum etwas anderes. Seit 65 Jahren ist dies nicht möglich gewesen. Morgen besteht eine reelle Chance dazu. Lassen Sie diese Möglichkeit bitte nicht ungenutzt verstreichen. Deutschland mitsamt aller seiner wie-auch-immer-stämmigen Bürger, und die ganze Welt brauchen diesen Dialog.

Lassen Sie mich daher bitte meinen Teil dazu beitragen, dass Sarrazin nicht exekutiert wird.

Hochachtungsvoll,

Ihr Mitbürger Immanuel Scheerer

Haben Juden eigene Gene?

Die unselige Diskussion zur Frage, ob Juden nur „mosaischen Glaubens“ sind, oder eine eigene Rasse seien wie Schäferhunde, Pudel, Schnauzer und Bulldoggen, hätte eigentlich 1945 abgeschlossen sein sollen. Spätestens dann erfuhr die Welt, wohin die abstruse Erfindung der Aufklärung geführt hatte, den Menschen in Rassen einzuteilen…

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 29. August 2010


Die Arier sind nach 1945 spurlos verschwunden und so blieb nur noch eine einzige nennenswerte Rasse in der Welt übrig: Die Semiten. Und auch unter denen gibt es eigentlich nur eine einzige wirklich herausragende Sorte, nämlich die der Juden. Himmler hat dem Jerusalemer Mufti Hadsch Amin el Husseini ausdrücklich geschrieben, dass die Araber keine Untermenschen seien wie deren semitische Brüder, die Juden. Dennoch geistert bei manchen Kritiker die Vorstellung um, dass Palästinenser und jüdische Israelis doch eigentlich keinen Krieg miteinander führen könnten, weil sie doch „Semiten“ und gemeinsamer Abstammung seien – als ob protestantische und katholische Nordiren unterschiedliche Gene hätten und sich deshalb bekämpfen.

Die Rassen wurden anhand von Sprachfamilien bestimmt. Arabisch und Hebräisch sind sich so ähnlich wie Spanisch, Italienisch und Rumänisch, oder Türkisch und Finnisch! Doch die Sprachen verbreiteten sich ungeachtet der jeweiligen Völker. Die Ägypter zum Beispiel sprechen heute Arabisch, betrachten sich als Araber, haben aber unter den Pharaonen weder eine semitische Sprache gesprochen noch sich als Araber betrachtet. Also müssen sich die Ägypter nach der arabischen Eroberung allesamt einer Genwäsche unterzogen haben. Die Genforschung hat noch nicht verraten, wie das funktioniert.

Bei den Juden ist alles noch komplizierter. Sie betrachten sich als Volk mit einer gemeinschaftlichen Religion, Kultur und Geschichte. Da sie sich schon in biblischer Zeit vor 2600 Jahren über alle Welt verteilten, blieb nicht aus, dass sie sich mit der jeweiligen Lokalbevölkerung vermischten und gleichzeitig an ihrer Kultur festhielten. Da man zum Judentum konvertieren kann und dann als vollgültiger Jude gilt, handelt es sich bei den Juden keinesfalls um eine biologische „Rasse“, wie es die Nazis propagierten.

Wie in jeder menschlichen Stammesgesellschaft blieb nicht aus, dass gewisse Gruppen, zum Beispiel kurdische Juden, Erbkrankheiten entwickelten, die nur unter ihnen verbreitet sind. Das haben moderne Genforscher herausgefunden. Sie nutzen dieses neue Wissen, um diese Krankheiten zu bekämpfen.

Auch der weit verbreitete Glaube, dass Juden ein eigenes jüdisches Gen haben müssten, weil aus diesem Minivolk (weniger als 1 Promille der Weltbevölkerung) über hundert Nobelpreisträger hervorgegangen sind, hat nichts mit Genen zu tun. Im Gegensatz zu Christen und Moslems ist jeder jüdische Junge an seiner Bar Mitzwa (vergleichbar mit der Konfirmation) gezwungen, in der Synagoge aus der Bibel vorzulesen.*** Deshalb gab es unter Juden keinen Analphabetismus**, während im Mittelalter in Europa nur Mönche lesen und schreiben konnten. Lesen und Schreiben bildet und schärft den Geist. Das pflegten die Juden und es war Teil ihrer Kindererziehung. Die intelligentesten Gene nützen nichts, ohne entsprechende Ausbildung.

Dann wurde kürzlich entdeckt, dass die jüdische Priesterkaste, also die Cohen, Kahn und Katz, die am Sabbat immer als erste zur Tora-Lesung in der Synagoge gerufen werden, mutmaßlich einen gemeinsamen Stammvater haben, gleichgültig ob es sich um Juden aus Jemen, Marokko, Irak oder Polen handelt. Der Stammvater hat sogar einen Namen: Aharon, Sprecher des biblischen Moses. Da identifizierbare Genketten nur über den Vater vererbt werden, liegt diese Entdeckung fast auf der Hand. Während die Zugehörigkeit zum jüdischen Volk über die Mutter läuft, ist ein Jude nur über den Vater „Priester“, und das seit über 3000 Jahren.

Die Juden als Semiten und als Rasse zu bezeichnen, ist ein Produkt der europäischen Aufklärung. Es war der „wissenschaftliche“ Ersatz für den alten, religiös motivierten Judenhass. Da der Vorwurf des „Gottesmordes“ infolge der Aufklärung nicht mehr zog, musste die bis heute verbreitete Judeophobie (Abneigung gegen Juden) anders begründet und motiviert werden. Dazu diente die Rassentheorie. Unter Hitler führte sie zu den bekannten Exzessen.

Wer heute irgendwelchen Menschengruppen und speziell den Juden separate Gene nachsagt, stellt sich in eine Reihe mit den übelsten Rassisten und schlimmsten Antisemiten.

© Ulrich W. Sahm / haGalil.com


** Kann so nicht stimmen, denn Legatheniker gibt es mit Sicherheit auch hier. Aber Vorlesen durch viel Üben = Auswendiglernen können die meisten Legastheniker.

*** Stimmt so nicht ganz ... jedenfalls in der Vorwendezeit ... Konfirmandenunterricht ist wie Schule - lernen - lesen - auswendig rezitieren - danach Abschlußprüfung im Gottesdienst vor der Gemeinde - zumindest war es so ( Nachwendezeit = spielt Faulheit eine größere Rolle) ...


Andererseits ==> Genetik

Kinder Abrahams

Neueste Forschungen bestätigen die gemeinsame nahöstliche Herkunft aller Juden

Donnerstag, 26. August 2010

Hunderttausend Euro ....

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Einer kommt zum Pastor und fragt, wenn ich Ihnen hunderttausend Euro spende, komme ich dann in den Himmel? Der Pastor sagt, versprechen kann ich es Ihnen nicht. Aber Sie sollten es unbedingt versuchen!


Montag, 23. August 2010

Heute hat der Islam gesiegt

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Schauprozess gegen Uckermann: Islam-Aktivistin belog Gericht "von vorne bis hinten"

Sie sei “in den Unterleib getreten und geschlagen worden und noch auf dem Boden liegend von weiteren haßerfüllten Tritten getroffen worden”. So erzählt es die umstrittene und offensichtlich der türkischen DITIB nahe stehenden Islam-Aktivistin Asli Gül Ypsilon gerne über den Kommunalpolitiker Jörg Uckermann bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Besonders gerne vor Kameras und Mikrofonen. Was war passiert? Oder besser: Was war angeblich passiert?

Vor über zweieinhalb Jahren hatte Asli Gül Ypsilon mit einer Gruppe jugendlicher Islamisten und linksextermer Randalierer versucht, eine Versammlung der Bürgerbewegung Pro Köln zu sprengen. Mit Uckermann war sie dabei nie zusammengetroffen. Umso verwunderlicher, dass Asli Gül Ypsilon am Tag darauf Strafanzeige gegen ihn stellte. Vorwurf: “Schwere Körperverletzung”.

Asli Gül Ypsilon sei von Uckermann angeblich “schwer verletzt” worden. Was sie nicht daran hinderte, bereits wenige Stunden nach dem angeblichen Angriff, dem als “Rotfunk” berüchtigten TV-Sender WDR, natürlich im Beisein des Ehrenfelder Bezirksbürgermeisters und erklärten Uckermann-Gegners Wirges, ein ausführliches Interview zu den gegen Uckermann erhobenen Vorwürfen zu geben. Wirges sieht man in dem WDR-Bericht, schick zurecht gemacht in Anzug und Krawatte, wie er Asli Gül Ypsilon bei der Darstellung ihrer Unwarheiten, kameragerecht und mit strenger Miene zuhört. Uckermann wurde vom WDR, wie üblich, keine Möglichkeit der Stellungnahme geboten.

Politischer Hetzer: ...Wirges hört aufmerksam zu

Nun, nach zweieinhalb Jahen, haben sich die Anschuldigungen der Islam-Aktivistin Gül Ypsilon als offensichtliche Lügen herausgestellt. Nach einer schier grotesken Verhandlungsreihe, in deren Verlauf Richter und Staatsanwalt den Rechtsanwalt von Frau Gül Ypsilon, und auch sie selbst, mehrmals scharf zurechtweisen mussten, sind nahezu alle Anschuldigungen gegen Uckermann als dreiste Unwahrheiten entlarvt worden. In einer vorangegangenen Sitzung hatte der Richter zunächst den Staatsanwalt dazu gedrängt, das Verfahren einzustellen. Der Staatsanwalt hatte dies abgelehnt, mit der Begründung, er wolle noch zwei weitere Zeugen, die ohne Begründung nicht erschienen waren, hören. Auf der heutigen Sitzung widersprachen sich beide Zeugen. Im Fazit stellte das Gericht fest:

  • Ein Krankenhaus hatte bei Asli Gül Ypsilon keinerlei Verletzungsanzeichen feststellen können und eine Bescheinigung für die Polizei verweigert.
  • Danach hatte sich die Gül Ypsilanto an einen ihr nahe stehenden Arzt gewendet, der ihr eine Bescheinigung ausgestellt hatte. Darauf waren allerdings lediglich Diagose-Ziffern vermerkt. Der Richter hatte die Diagnose deshalb überprüft und festgestellt, dass es sich hierbei ausschließlich um” manifeste psychatrische Krankheitsbilder” handelt, die auf “keinen Fall durch Tritte und Schläge” hervorgerufen werden könnten.
  • Diese Diagnose zu den angeblichen Verletzungen von Asli Gül Ypsilon bezeichnete das Gericht als eine “Frechheit” und eine “Gefälligkeitsdiagnose”
  • Asli Gül Ypsilon riet das Gericht eindringlich, ihren Arzt vor “solchen” Diagnosen zu “warnen”.

Ein klarer Fall für einen Freispruch? Nicht in Köln, nicht einer von einem Pressemonopol und einer linken politischen Elite beherrschten Stadt. Hier kann offensichtlich nicht sein, was nicht sein darf. Nachdem die Medien, allen voran WDR und Kölner Stadtanzeiger, Uckermann bereits im Vorfeld und ohne Berücksichtigung seiner Stellungnahme in einer regelrechten medialen Hetzkampagne, die viele Bürgerinnen und Bürger an das Vorgehen gegen Dissdenten in einer Diktatur erinnern, vorverurteilt hatten, sprach der Richter, trotz der klar zu Tage tretenden Unschuld von Uckermann und mit Hinweis an Gül Ypsilon, er sei von der offensichtlichen Islam-Aktivistin “von vorne bis hinten belogen” worden, zu der geringsmöglichen Strafe in Höhe von 15 Tagessätzen, gegen die aufgrund des minimalen Strafmaßes keine Berufung und keine Revision faktisch mehr möglich sei.

Warum aber das Verfahren gegen Uckermann trotzdem nicht eingestellt wurde, liegt auf der Hand. Eine Zuschauerin:

“Natürlich waren heute alle Pressevertreter von WDR (Frank Überall), Stadtanzeiger, Express und Kölnische Rundschau anwesend. Die wussten, dass trotz der klaren Unschuld von Uckermann ein Urteil erfolgen wird. Eine solche politische Farce in einem deutschen Gerichtssaal habe ich noch nie erlebt”.

Uckermann wird dennoch versuchen, Berufung einzulegen: “Auch für einen Euro würde ich mich nicht für etwas bestrafen lassen, was ich nicht getan habe”. Das heutige Urteil, so Rechtsexperten, ist eine politisch motiviertes Farce. Auch eine Prüfung des Urteils durch den europäischen Gerichtshof ist sehr warscheinlich.

Beim Verlassen des Amtsgerichts wurde Uckermann und Zuschauer von der offensichtlichen Anhängerschaft von Gül-Ypsilon mit lauten “heute hat der Islam gesiegt”-Rufen begleitet.


Quelle

Dienstag, 17. August 2010

Etwas in eigener Sache ....

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Zu verkaufen


Sollte sich jemand dafür interessieren, bitte einfach eine Nachricht
in Form eines Kommentars hinterlassen. Ich melde mich dann.

Liebe Grüße Jani

Montag, 16. August 2010

Abenteuer Bibelgespräch - 1. Etappe

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1. Etappe: Den Text verstehen

Hat man bereits eine Gruppe, die mit einem in der Bibel lesen will, und einen Raum, in dem man sich trifft - so ist nun das Programm zu erarbeiten. Für eine Bibelgesprächsgruppe braucht man dazu einen Bibeltext. Sie müssen selbst klären, wie Sie die Auswahl treffen.

Man könnte dabei thematisch vorgehen und Texte zur „Nächstenliebe“, zu „Gottes Treue“ oder bspw. zur „Willensfreiheit“ betrachten. Einfacher ist es aber meist, chronologisch vorzugehen und sich z.B. einen Brief aus dem Neuen Testament genauer anzusehen.

Ist entschieden, welchen Abschnitt man behandeln will, folgt die Auseinandersetzung mit ihm. Dabei helfen Ihnen folgende Schritte:

  • Lesen Sie sich den Text durch. Worum geht es? Was ist Ihnen unklar? Was fällt Ihnen auf?
  • Gliedern Sie den Text einmal in Unterabschnitte. Das bietet sich besonders bei den Briefen an, um die Argumentation zu verstehen.

  • Lesen Sie sich einmal das ganze Kapitel durch. In welchem Zusammenhang ist der Textabschnitt geschrieben worden? Worum geht es dem Autor?
  • Wie steht dieser Text zu anderen Aussagen in der Bibel? (Tipp: Querverweise in Ihrer Bibel oder bei www.bibleserver.com)
  • Gibt es in dem Text Fachbegriffe, die erklärt werden sollten? (Tipp: Studienhilfen im Bibleserver)
  • Was sagen Kommentare über diesen Abschnitt? (Tipp: Bibleserver)


Versuchen Sie, diese Schritte anhand einer Trockenübung einmal durchzugehen:
  • Lesen Sie sich den Vers Römer 3,28 einmal durch. Worum geht es?
  • Worum geht es Paulus in dem gesamten Kapitel? Wogegen wendet er sich?
  • Wie passt dieser Vers zu Jakobus 2,17?
  • Was ist Glaube? Und was sind „Werke des Gesetzes“?
  • Sehen Sie sich einmal in einem Kommentar zu dieser Stelle nach. Wird ein Aspekt dabei erwähnt, der Ihnen neu ist?

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Timmy ....

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.... ich versteck mich einfach im Vogelhaus.
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Monatsspruch August 2010

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Jesus Christus spricht:

Ihr richtet nach dem Fleisch, ich richte niemand.

Johannes 8,15


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Mittwoch, 14. Juli 2010

Ich klage an: Den Deutschen Bundestag

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Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Deutschen Bundestages,


mit Erstaunen habe ich Ihren einstimmigen Beschluss vom 30. Juni 2010 zur Kenntnis genommen. Es kommt wahrlich selten vor, dass CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne und Linke einer Meinung sind. Der letzte bedeutende einstimmige Beschluss, an den ich mich erinneren kann, wurde im September 2009 gefasst und zwar mit der längst überfälligen Rehabilitierung sogenannter Kriegsverräter. 64 Jahre nach Kriegsende beschloss der Bundestag einstimmig, die entsprechenden Urteile der NS-Justiz aufzuheben.

Es ist bezeichnend, dass es 64 Jahre gebraucht hat, bis der Deutsche Bundestag in der Lage war, seine Reihen über alle ideologischen Differenzen hinaus zu schließen. Bei diesem Tempo dürfte es schon im Jahre 2074 soweit sein, dass der Deutsche Bundestag einen einstimmigen Beschluss zur Hamas oder dem Diktator Ahmadinedschad fasst.

Während es „lediglich“ der Wunsch Ahmadinedschads ist, die Existenz Israels zu beenden, hat sich die Hamas das ganz große Ziel gesetzt: die Vernichtung aller Juden. In der Charta der Hamas heißt es:

„Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Wer so etwas in seine Charta schreibt, darf mit Fug und Recht ein Nazi genannt werden. Ja, die Hamas sind die Nazis von heute, sie wollen es sogar sein. Sie stellen sich ganz bewusst in die Tradition der Muslimbruderschaft, die vor 75 Jahren die Nazis für sich entdeckt hat. Diese muslimischen Nazis hassen Juden und wünschen sich nichts mehr als ihre Vernichtung.

Sie haben Juden schon gehasst, bevor es die Blockade gegen den Gazastreifen gab.
Sie haben Juden schon gehasst, bevor der Gazastreifen von Israel besetzt wurde.
Sie haben Juden noch gehasst, nachdem der Gazastreifen geräumt wurde.
Sie haben Juden gehasst, bevor israelische Siedlungen gebaut wurden.
Sie haben Juden gehasst, nachdem israelische Siedlungen geräumt wurden.
Sie haben Juden gehasst, bevor Israel angefangen hat, sich zu verteidigen.
Sie haben Juden sogar schon gehasst, bevor es Israel überhaupt gab.


Für diese Nazis ist es egal, was Israel tut oder unterlässt, denn die pure Existenz von Juden ist schon ein Problem für sie. Nichts kann diesen Judenhass stoppen oder mildern, nichts ausser Wehrhaftigkeit.

Genau diese Wehrhaftigkeit greifen Sie nun an, meine verehrten Damen und Herren des Deutschen Bundestages. Obwohl Sie nicht in der Lage sind, einen einstimmigen Beschluss zu dem Vernichtungswunsch der Hamas oder Ahmadinedschad zu fassen, ist es Ihnen möglich einen Beschluss gegen Israels Verteidigung zu fassen. Wenn es die Juden in Israel wagen, sich nicht einfach abschlachten zu lassen, wenn sie mit Selbstverteidigung drohen, ja sie sogar anwenden, dann plötzlich ist der Bundestag von einer fraktionsübergreifenden Einigkeit beseelt.


Es lohnt daher ein genauerer Blick in Ihren Beschluss.

„Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, die Forderung nach einer internationalen Untersuchung des Einsatzes gegen die „Solidaritätsflotte“, wie sie der Generalsekretär der Vereinten Nationen erneut gefordert hat, zu unterstützen, die das Vorgehen beider Seiten, einschließlich möglicher Verbindungen von Organisatoren zur radikalislamistischen Hamas und anderen radikalen islamistischen Organisationen, in den Blick nehmen sollte.“

Das ist ja interessant. Ich frage mich nur, warum Sie sich für die Untersuchung dieser Angelegenheit stark machen? Wenn ich Ihren Beschluss richtig interpretiere, ist die Sache für Sie schon längst geklärt. In Ihrem Beschluss stellen Sie folgendes fest:

„Die Schiffe der „Solidaritätsflotte“ mit etwa 680 Aktivisten an Bord transportierten Hilfsgüter und Baumaterialien für die Menschen in Gaza. Sie hatten nach eigener Aussage Beteiligter aber vor allem das Ziel, die bestehende Seeblockade, die Israel über Gaza verhängt hat, zu durchbrechen.“

Was also soll untersucht werden, was sie nicht schon längst zu wissen glauben? Sie behaupten schon vor der Untersuchung, dass es sich um eine „Solidaritätsflotte“ gehandelt haben soll, die Hilfsgüter in den Gaza-Streifen schicken wollte. Es ist Ihnen dabei völlig egal, dass die Hamas die “Hilfsgüter”, die auf den Schiffen der “Freedom Flotilla” waren, gar nicht haben wollte, da es sich um abgelaufene Medikamente und anderen Schrott handelte, den die edlen Spender loswerden wollten, wohl um „die Sperrmüllgebühr nicht bezahlen zu müssen“, wie Henryk M. Broder vermutete.

Die Möglichkeit, dass es sich nicht um eine Hilfsflotte, sondern um ein Kriegsschiff gehandelt haben könnte, mit der erklärten Absicht, Israel derart zu schwächen, dass das verfassungsmäßig erklärte Ziel der Hamas, nämlich die totale Vernichtung Israels und aller Juden näher rückt, schließen Sie mit Ihrem Duktus der Feststellung schon im Vorfeld kategorisch aus.

Im Grunde kann ich Ihre Handlung sogar verstehen. Es wäre für den Deutschen Bundestag wirklich hochnotpeinlich, wenn heraus käme, dass es sich nicht um eine Hilfs-, sondern um eine terroristische Flotte gehandelt hat; schließlich waren einige Abgeordente der Partei Die Linke mit an Bord. Bei so einem Ergebnis hätten dann deutsche Abgeordnete eine kriegerische Aktion gegen Israel geführt.


Deutsche Abgeordnete erklären Israel den Krieg!

Das wäre wirklich eine katastrophale Nachricht. Sie muss unter allen Umständen verhindert werden. Als Rettungsanker zur Verhinderung dieser schlechten Nachricht, bleibt Ihnen nur noch der Ruf nach einer „unabhängigen“ Untersuchung. Was unabhängig allerdings in Ihrem Sinne bedeutet, das machen Sie im Beschluss deutlich klar:

„Das israelische Kabinett hat am 14. Juni 2010 eine Untersuchung des Einsatzes gegen die „Solidaritätsflotte“ unter internationaler Beteiligung beschlossen. Die Vorgänge sollten im Rahmen der Untersuchung umfassend aufgeklärt werden, wobei auch die Beteiligung von Vertretern des Nahost-Quartetts, dem die EU, die Vereinten Nationen, Russland und die USA angehören, sinnvoll wäre.“

Natürlich: Die Vereinten Nationen. Wer sonst? Die Vereinten Nationen sind wahrlich Ihr letzter Rettungsanker. Soviel gutes es auch über die Organisation der Vereinten Nationen zu berichten gibt, so sehr ist sie ungeeignet, in dieser Angelegenheit unabhängig zu untersuchen. Die Vereinten Nationen haben sich in der Vergangenheit leider mehrfach als absolut einseitig erwiesen, wenn es darum ging, Urteile über den einzigen jüdischen Staat der Welt fällen .

Obwohl in den letzten Jahrzehnten übelste Verbrechen in Ruanda, Kambodscha, Srebrenica stattgefunden haben und im Iran und Nordkorea Menschen in absoluter Unterdrückung leben, hat die UN mehr Resolutionen gegen Israel verabschiedet als gegen alle anderen Nationen zusammen! Der Anteil der Israelis zur Weltbevölkerung beträgt 0,1089%. Diese 0,1089% erhalten mehr Kritik und Resolutionen von den Vereinten Nationen als die restlichen 99,9% zusammen. Glauben die Vereinten Nationen eigentlich wirklich, dass Israel schlimmer ist als Iran, Nordkorea, Deutschland, die USA, Brasilien, Russland, China, Südafrika, Ägypten, Lybien und all die anderen Länder dieser Erde zusammen? Wer das glaubt, kann mit Fug und Recht als Antisemit bezeichnet werden. Die Vereinten Nationen jedenfalls scheinen dies zu glauben und handeln dementsprechend. Sie können sich daher um viel kümmern, aber nicht um eine unabhängige Untersuchung in Sachen Israel – die Kompetenz haben sie in dieser Sachfrage mehr als deutlich verloren.

Dennoch legen Sie, verehrte Damen und Herren des Deutschen Bundestages, all Ihre Hoffnungen in die Vereinten Nationen. Nur von ihr können Sie eine Untersuchung erwarten, die auch wirklich zu dem „unabhängigen“ Ergebnis kommt, das Ihrer vorgefestigten Feststellung entspricht. Nur in den Vereinten Nationen, einer Organisation, die selbst die patriarchalsten Gesellschaften noch zu Verteidigern der MenschenMännerrechte erklärt, können Sie eine Partnerin finden, die blind genug ist, damit ihr nicht schon die Tatsache verdächtig vorkommt, dass es auf der Flotte ein separates Frauendeck gegeben hat, um die männlichen Frauenfeinde, Schwulenkiller und Antisemiten auch ja nicht von der weiblichen Verführung an ihrem Hass zu hindern.

Den Höhepunkt erreicht Ihr Beschluss jedoch an folgender Stelle:

„Israels legitime Sicherheitsinteressen müssen gewahrt bleiben. Das setzt voraus, dass der Raketenbeschuss aus Gaza sofort aufhört und dass durch ein Grenzkontrollregime Waffenlieferungen nach Gaza unterbunden werden, wie es der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit Resolution 1860 (2009) gefordert hat. Das Existenzrecht Israels muss allgemein anerkannt werden, insbesondere durch die Hamas.“


Als ich diese Zeilen las, war ich drauf und dran, all meine Bedenken über Bord zu werfen und Ihnen Lob aussprechen, wäre auf diese Forderung nicht das gefährlichste aller deutschen Worte gefolgt:

„Israels legitime Sicherheitsinteressen müssen gewahrt bleiben. Das setzt voraus, dass der Raketenbeschuss aus Gaza sofort aufhört und dass durch ein Grenzkontrollregime Waffenlieferungen nach Gaza unterbunden werden, wie es der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit Resolution 1860 (2009) gefordert hat. Das Existenzrecht Israels muss allgemein anerkannt werden, insbesondere durch die Hamas.
Aber …“

Verehrte Damen und Herren des Deutschen Bundestages, wäre Ihnen wirklich eine Stein aus Barbarossas Krone gefallen, wenn sie Ihrer Forderung nach dem Recht auf Israel zu exisitieren und dem Stopp des Raketenbeschusses aus Gaza kein einschränkendes Aber hätten folgen lassen?

„Aber die Blockade Gazas ist kontraproduktiv und dient den politischen und Sicherheitsinteressen Israels letztlich nicht. Das erklärte Ziel der Freilassung des von Kräften der Hamas widerrechtlich festgehaltenen Angehörigen der israelischen Streitkräfte Gilad Shalit ist bislang nicht erreicht.“

Wie kommen Sie nur zu dieser Behauptung? Die Blockade ist nicht kontraproduktiv! Die Hamas fordert und forderte schon lange vor ihrer Wahl die Vernichtung aller Juden und stellt sich somit in die Tradition der Muslimbruderschaft, die diese Vernichtung schon vor der Staatsgründung Israels gefordert hat und zusammen mit Hitlers Nationalsozialisten sogar aktiv an der „Endlösung“ gearbeitet hat.

Die Hamas fordert die Vernichtung aller Juden! Es gibt nur eine Sache, die noch schlimmer ist: Die Realisierung dieser Forderung, die Vernichtung selbst. Der Staat Israel jedoch vereitelt genau diese Realisierung der Vernichtung mit der Blockade. Die Blockade ist somit nicht kontraproduktiv, sondern im Gegenteil mehr als produktiv. Es hat weniger Angriffe auf Israel gegeben als vor der Blockade!

Der Hass war bereits da, auch ohne Blockade. Er konnte auch nicht mehr gesteigert werden; er betraf und betrifft jeden Juden, ob Mann, ob Frau oder Kind. Nur die Umsetzung dieses Hasses ist noch schlimmer. Das aber weiß Israel zu verhindern.

Auch der Sperrzaun ist produktiv. Seit Jahrzehnten schon schicken die Judenhasser Selbstmordattentäter nach Israel um Angst, Mord und Schrecken zu verbreiten. Sogar Kinder werden auf den mörderischen Judenhass eingeschworen. Seit der Errichtung des Sperrzaunes jedoch wird es vielen Selbstmordattentätern unmöglich gemacht, ihren Tod nach Israel zu tragen. Die Anzahl der Selbstmordattentäter ist jedenfalls sehr zurück gegangen. Der Sperrzaun ist somit auch mehr als produktiv; oder um es mit der Worten von Dieter Nuhr zu sagen:

„Wenn mein Nachbar ständig in meinen Garten kommen würde, um etwas in die Luft zu sprengen, dann würde ich auch irgendwann einen Zaun bauen.“

Den Antisemiten ist es egal, was Israel tut oder unterlässt. Antisemitismus ist nicht das Resultat jüdischen Handelns, ganz gleich was auch immer Sie mit Ihrem einstimmigen Beschluss anzudeuten wagen! Antisemiten stören sich nicht an den Handlungen von Juden, sie stören sich an der Existenz von Juden generell.

Es reicht schon ein Blick auf den Alltag in Europa, weit weg von Israel, um zu sehen, dass Juden nichts weiter tun können, den Antisemitismus zu bekämpfen, als wehrhaft zu sein.

Es war den Antisemiten in Hannover egal, ob die tanzenden Juden, die sie mit Steinen beworfen haben, proisraelisch oder israelkritisch waren. Sie wurden attackiert, weil sie Juden waren! Es war den Antisemiten, die in Worms eine Synagoge angezündet hatten egal, ob die Juden, die in der Synagoge beten, proisraelisch oder israelkritisch sind. Sie wurden attackiert, weil sie Juden waren! Es war den Antisemiten, die in Rostock die Fenster eines jüdischen Gemeindehauses eingeworfen hatten egal, ob sich in dem Gemeindehaus proisraelische oder israelkritische Juden treffen. Sie wurden attackiert, weil sie Juden waren! Es ist den Antisemiten, die auf Facebook und auf deutschen Strassen die Vergasung von Juden fordern egal, ob die zu vergasenden Juden proisraelisch oder israelkritisch sind. Sie sollen vergast werden, weil sie Juden sind! (All dies sind Ereignisse aus dem Jahr 2010!)

Es war den Antisemiten in Frankreich, die einen Juden entführt, gefoltert und ermordet haben egal, ob der Jude proisraelisch oder israelkritisch war. Sie haben ihn ermordert, weil er Jude war!

Und es ist den Antisemiten der Hamas, die Gilad Shalit seit dem 25. Juni 2006 gefangen halten egal, ob er proisraelisch oder israelkritisch ist. Sie halten ihn gefangen, weil er ein Jude ist!

Wie können Sie nur diesen offensichtlichen Antisemitismus leugnen und verharmlosen und auch nur auf die Idee kommen, Israel könne anders denn mit Wehrhaftigkeit auf diesen Hass reagieren? Woher nehmen Sie die geradezu anmaßende Frechheit zu behaupten, Juden oder Israelis könnten an diesem Hass eine Mitschuld tragen?

In Ihrem Beschluss heißt es unter anderem:

„Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, deutlich zu machen, dass legitime Sicherheitsinteressen Israels voll gewahrt werden müssen, wozu insbesondere der Raketenbeschuss aus Gaza sofort beendet werden und der Waffenschmuggel nach Gaza unterbunden werden muss, wie es der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit Resolution 1860 (2009) und der Rat für Auswärtige Angelegenheiten der Europäischen Union in seinen Schlussfolgerungen vom 14. Juni 2010 gefordert haben.“

Sehr geehrte Damen und Herren des Deutschen Bundestages, genau diese Forderung hätte an sich genügt. Sie hätten Zeit, Tinte und Papier sparen können (wenn auch nur der Umwelt zuliebe), denn alle anderen Forderungen ergeben sich just aus der Einhaltung eben dieser ersten Forderung. Sollte die Existenz Israels jemals anerkannt und die Gewalt gegen Israel beendet werden, so wird auch die Blockade des Gazastreifens aufgehoben und der Sperrzaun abgerissen! Das wissen Sie!

Warum also haben Sie es nicht bei dieser einen alles andere bedingenden Forderung belassen?

Ist es vielleicht möglich, dass eine solche Forderung nicht die Einstimmigkeit des Deutschen Bundestages erhalten hätte? Ist es möglich, dass diese Einstimmigkeit nur deshalb zustande gekommen ist, weil sich der Beschluss einseitig gegen Israel richtet? Ist es möglich, dass erst durch das rhetorische Inverantwortungnehmen Israels an der Existenz von Antisemitismus durch die Unterstellung der Kontraproduktivität der Blockade gegen eine Regierung, die die Vernichtung aller Juden fordert und fördert, der Beschluss die Duftnote bekommt, die es braucht, um Sie zu einigen?

Ich wage zu behaupten: Es ist möglich! Genau deshalb rufe ich die zwei Worte, die Émile Zola vor 112 Jahren berühmt gemacht hat: J’accuse!

Ich klage an: Den deutschen Bundestag, wegen einer offenkundigen Einseitigkeit und der Kriminalisierung des Willens des Israelischen Volkes und von Juden in Sicherheit zu leben und vor allem zu überleben.

Ich klage an: Volker Kauder, Dr. Hans-Peter Friedrich, Dr. Frank-Walter Steinmeier, Birgit Homburger, Renate Künast und Jürgen Trittin, die für die Verfassung des Beschlussen hauptverantwortlich sind und dabei nicht merken, dass sie eine europäische Stimmung anheizen, in der es immer gefährlicher wird für Juden, ob in Frankreich, England, Schweden oder Deutschland.

Ich klage an: Die Bundestagsabgeordneten der Partei die Linke Inge Höger und Anette Groth, sowie den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Norman Paech wegen der aktiven Unterstützung einer terroristischen Aktion gegen den Staat Israel auf dem Schiff der „Free Gaza-Flotte“, auf der laut israelischen Angaben die israelischen Soldaten mit Schusswaffen, Äxten, Stahlrohren und Messern in der Absicht angegriffen worden sein sollen, um diese zu ermorden. Die Aktivisten, mit denen sich Hoger, Groth und Paech gemein gemacht haben, sollen in Liedern und Sprechchören „Tod den Juden“ und „Mohammeds Armee wird über die Juden kommen“ skandiert haben. Der Kapitän wird gar mit den Worten zitiert „Go back to Auschwitz“ und „Don’t forget 9/11″. Ich folge hier ganz den Ausführungen des Herausgebers des deutsch-israelischen Onlinemagazins haOlam.de, der Strafanzeige gegen die Abgeordneten der Linken gestellt hat.

Drei Deutsche Bundestagsabgeordnete haben ein Terrornetzwerk unterstützt, das die Vernichtung der Juden fördert und fordert. Im Anschluss daran hat der Deutsche Bundestag einstimmig einen einseitigen Beschluss zur Forderung der Maßregelung des Israelischen Staates durch die deutsche Bundesregierung gefasst, statt sich kritisch mit der eigenen Schuld an dem Verlust von den neun Menschenleben auseinanderzusetzten.

Ich klage an: Den Deutschen Bundestag, der Mitschuld und Verantwortung trägt an den tragischen Ereignissen vom 31. Mai 2010. Hätte die Flotte mit den drei Deutschen Bundestagsabgeordneten ihre propagandistische Reise gegen Israel nicht unternommen, so würden die neun Opfer heute noch leben!


Petition online




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Mittwoch, 7. Juli 2010

Freundschaft

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Drei Dinge lassen sich nur bei drei Gelegenheiten erkennen:

  • die Kühnheit in der Gefahr
  • die Vernunft im Zorn
  • und die Freundschaft in der Not.


aus Frankreich

Kinder ...

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Du fragtest die Kinder, als du sie segnetest, nicht nach ihrem Glauben.
Deine Liebe ist fraglos.
Errette uns von dem Irrtum, wir müßten erst glauben,
dann erst könntest du etwas tun.


Heinrich Giesen




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Fußball: Krake(el)-Orakel

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Von Silvia Meixner. - Wenn der Mensch nicht weiter weiß, befragt er gerne Orakel. Das hat den Vorteil, dass man das Denken den anderen überlassen kann und jegliche Verantwortung von vornherein abgibt. Diesmal an einen Tintenfisch.

„Paul“ ist der heimliche Star der WM. Er ist ein Oktopus, der in einem Aquarium in Oberhausen lebt. Per Futterauswahl zeigt er den Menschen, wie es bei der Fußball-Weltmeisterschaft weitergehen wird. Verspeist er zum Beispiel das mit der spanischen Flagge gekennzeichnete Muschelfleisch, so gewinnen die Spanier, delektiert er sich an mit deutscher Fahne dekorierter Unterwasserkost, gewinnen die Deutschen usf. Paul irrt sich fast nie.

Fußball kann so einfach sein! Der Oktopus ist ein alter Hase im Kickergeschäft, schon bei der EM 2008 sagte er alle Ergebnisse richtig vorher, nur beim Endspiel irrte er sich, aber das muss auch mal gestattet sein. Nun ist es leider so, dass das gute Tier für Mittwoch Abend die Niederlage der Deutschen prophezeiht. Ich bin für Optimismus: Wollen wir unser Glück vom Hunger eines Tintenfisches abhängig machen? Ich habe mein Ameisenorakel bemüht und das hat in einem Quickie-Orakel exklusiv für achgut.com herausgefunden, dass diese Vorhersage möglicherweise ein Fehler ist – wie damals bei der EM.

Ebenso habe ich die Ameisen befragt, wie das Duell Lahm gegen Ballack ausgehen wird – beide wollen Mannschaftskapitän sein, eine Fußballmannschaft braucht aber nur einen Chef, weshalb Ballack kürzlich beleidigt Südafrika verließ (Immer schlecht, das Schlachtfeld vor Ende der Schlacht zu verlassen, sagen die Ameisen und gucken treuherzig). Nichts ist mehr mit Fußballmärchen und Harmonie, jetzt schlägt das Testosteron durch und die Jungs wollen an die Macht, leider zu viele gleichzeitig. Das hat meine sensiblen Balkon-Ameisen verschreckt, sie haben sich Bedenkzeit erbeten. Dieweil ich in der Bild-Zeitung lesen muss, dass die Argentinier unserem Kraken-Orakel an die Gurgel wollen, eine Zeitung druckte gar ein Rezept für Paella con Paul. Sehr unsportlich. Ein argentinischer Star-Koch will das harmlose Tier „in kochendem Wasser versenken“.

Wenn ich Paul wäre, ich steckte den Sand in den Kopf. Das hat Lothar Matthäus (war mal ein berühmter Fußballspieler) mal gesagt. Es ist nie verkehrt. Da können Sie jedes Orakel fragen.

Noch mehr gute Geschichten zum Denken, Nachdenken und Lächeln finden Sie täglich neu auf: www.achgut.com



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Dienstag, 6. Juli 2010

Nach Tod von Richterin erscheint ihr Buch früher

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von dpa-info.com GmbH

Berlin (dpa/bb) - Das Buch der prominenten Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, die sich das Leben genommen hat, soll noch in diesem Monat erscheinen. Das sagte die Sprecherin des Verlages Herder, Christine Weis, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Ursprünglich sollte das Buch am 13. September herauskommen. Eine Gesellschaft mit weniger Gewalt sei das große Anliegen von Heisig gewesen, so die Sprecherin.

Heisigs Erfahrungsbericht unter dem Titel «Das Ende der Geduld. Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter» sehe der Verlag als ihr Vermächtnis. Heisig war am Samstag nach mehrtägiger Suche tot in einem Wald im Norden Berlins entdeckt worden.


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Von unnachgiebiger Freundlichkeit

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Sie hatte eine Vision: eine Gesellschaft, in der Menschen Rücksicht aufeinander nehmen. Dafür kämpfte sie und opferte sie sich auf. Morgens als Richterin, abends als Sozialarbeiterin. Und brachte Unruhe ins oft behäbige Justizsystem. Zum Tod von Kirsten Heisig.

Immer wieder kommt ihm diese Szene in den Kopf: Kirsten Heisig vor dem Fernseher im Londoner Pub während der Fußball-Europameisterschaft vor zwei Jahren. Wie dieses Energiebündel hochsprang, jubelte oder die Spieler auf dem Rasen bei jedem Fehlpass wild kritisierte. „So jemand bringt sich doch nicht um“, sagt Heinz Buschkowsky: „Schon gar nicht während der Fußball-Weltmeisterschaft.“

Der Neuköllner Bezirksbürgermeister kann einfach nicht glauben, dass es sich bei der am Sonnabend im Tegeler Forst gefundenen Frauenleiche tatsächlich um die Jugendrichterin Kirsten Heisig handelt. „So jemand bringt sich doch nicht um“, sagt er noch einmal, „jedenfalls nicht vor dem Argentinien-Spiel“. Es klingt trotzig, ratlos. Dann erzählt er.

Wie er Kirsten Heisig vor ein paar Jahren kennenlernte, als sie nach einer Diskussionsveranstaltung auf ihn zukam und sagte: „Lassen Sie sich bloß nicht beirren. Sie haben völlig recht. Ich kann Ihnen das alles aus meiner Praxis bestätigen.“ Da hatte Buschkowsky mal wieder über die sozialen Verwerfungen in seinem Kiez berichtet, über Jugendgewalt, über das Desinteresse von Einwanderer-Familien an Bildung, über Integrationsverweigerung. „Als Jugendrichterin kam Kirsten Heisig an Menschen ran, die unsere Sozialarbeiter nie erreichten“, sagt Buschkowsky. „Wer gelangt schon hinter die Wohnungstüren von arabischen Clan-Familien? Sie wusste, wie die ticken.“

Es war dieses Wissen, das Kirsten Heisig antrieb, sich zu engagieren. „Wenn wir die Jungs nicht rechtzeitig abholen, landen sie wie ihre Väter im Gefängnis“, sagte sie oft. Und wurde fuchsteufelswild, wenn ihr ein 15-Jähriger entgegnete: „Knast macht Männer, sagt Mama.“

Gerade weil sie diese Erfahrungen zur Realistin werden ließen, engagierte sie sich für das sogenannte Neuköllner Modell, für eine schnellere Verurteilung jugendlicher Täter – nicht, um sie abzustrafen, sondern, um ihnen zu helfen. Deshalb ging sie nach einem langen Verhandlungstag in Elternabende, um den Müttern und Vätern ins Gewissen zu reden. Deshalb brachte sie Unruhe in das manchmal recht behäbige und elitäre Justizsystem. „

Sie war morgens Richterin und abends Sozialarbeiterin“, sagt Buschkowsky: „Das haben ihr jene Kollegen, die nur Exekutor sein wollten, nie verziehen. Und gerade in der Startphase des Neuköllner Modells verhielten sich Justiz und Polizei ihr gegenüber distanziert. Manche versuchten sie auch richtig in die Pfanne zu hauen.“

Wenn Kirsten Heisig dem Neuköllner Bezirksbürgermeister dann erzählte, dass sie manche Kollegen schnitten und sie am Mittagstisch oft allein saß, nickte der: So sei das eben, wenn man ausgefahrene Gleise verlasse und andere in ihrem gewohnten Trott störe.

Dass sie sich wegen solcher Widerstände umgebracht haben könnte, schließt Buschkowsky aber kategorisch aus: „An so etwas ist sie nur gewachsen“, sagt er: „Sie war eine Fighterin, die das sportlich sah.“ Noch kürzlich habe ihm die Richterin ein paar Stellen aus ihrem Buch, das im September erscheinen soll, vorgelesen. „Das Ende der Geduld – konsequent gegen jugendliche Gewalttäter“ heißt es. Wahrscheinlich werde sie damit wieder ein paar Leuten auf die Füße treten, fügte sie hinzu. „Sie hat sich darüber diebisch gefreut“, sagt Buschkowsky.

Manche sagen heute, Kirsten Heisig habe eine „Mission“ gehabt. Ihre Bekanntheit als Richterin, ihre Interviews und Fernsehauftritte – das klingt alles sehr nach „starker Frau, große Aufgabe“. Das täuscht. Tatsächlich war Kirsten Heisig, jedenfalls die in der Öffentlichkeit bekannte Kirsten Heisig, vor allem eins: ein politischer Mensch, eine Frau, die die Gesellschaft nicht kalt ließ, in der sie lebte. Nichts dürfte sie weniger geplant haben als ihre Bekanntheit, ihre Prominenz.

Kirsten Heisig war politisch im Sinn von: So darf das nicht weitergehen. Wer sie kennenlernte, hätte nicht sagen können, ob sie die Grünen, die SPD oder die CDU gewählt hat. Sie schätzte die bürgerliche Ordnung – und sah, dass diese in manchen Teilen der Stadt so gut wie nicht mehr galt. Und dass es Leute gab, die daran litten, verprügelte friedliebende Jugendliche genauso wie beraubte Rentnerinnen. Dagegen ging sie an.

Dabei war sie so freundlich und gewinnend wie unnachgiebig. Die viel berufene richterliche Unabhängigkeit half ihr dabei nur vordergründig – auch Richter können sich Ärger in ihrer Behörde einhandeln, auch Ärger, der einen um den Schlaf bringt, und Kirsten Heisig war das Gegenteil jenes stur-querulantischen Menschentyps, der seine Bedeutung erst in stürmischem Gegenwind fühlt. Kirsten Heisig suchte das Gespräch, oft lächelnd, nie mit Blick auf die Uhr, wortgewandt und wertebewusst. Aber Worte und Werte waren ihr nicht Selbstzweck, ihr Politikverständnis hatte weniger mit Programmen zu tun als mit der Vorstellung von einer Gesellschaft, in der die Leute Rücksicht aufeinander nehmen, ihre Freiheiten achten und ihre Egoismen kontrollieren können.

Heute vor einer Woche hat sie noch ihre Verhandlungen geführt, ihren Arbeitstag zu Ende gebracht. Dann fuhr sie zu ihrem Onkel nach Waidmannslust. Er war wohl der Letzte, der sie lebend sah. Nachdem Kirsten Heisigs Auto am Mittwoch in der Heiligenseestraße gefunden worden war, suchten hunderte Polizisten nach ihr.

Sie fanden sie am Sonnabendnachmittag. „Die haben die Mordkommission geholt, um ja keinen Hinweis zu übersehen und ein Verbrechen auszuschließen“, sagt ein Beamter: „Vielleicht, weil sie in einem solch schwierigen Bereich arbeitete, viele Neider hatte und ganz sicher auch, damit es hinterher keine Verschwörungstheorien gibt.“

Ob dies auch Justizsenatorin Gisela von der Aue bewogen hat, bereits zweieinhalb Stunden nach dem Auffinden der Leiche vor die Presse zu treten? Das vorläufige Obduktionsergebnis wurde erst am Sonntag bekannt: Es war ein Suizid. Gisela von der Aue erklärte den frühen Termin damit, sie habe „den Spekulationen ein Ende setzen“ wollen.

Etwas unglücklich war der Termin allemal, weil zehn Minuten zuvor das WM-Viertelfinale mit dem bekannten Ergebnis endete. Als Frau von der Aue vor die Presse trat, jubelten draußen die Menschen, Fahnen wehten. „Aber wer weiß“, sagt Heinz Buschkowsky: „Vielleicht hätte der fußballbegeisterten Richterin ein solches Ende sogar gefallen.“

Neuköllns Bürgermeister trauert sehr um Kirsten Heisig: „Wahrscheinlich waren es doch die ganz privaten Probleme, die sie zerrieben haben“, sagt er: „Zwar hatte man immer den Eindruck, dass sie das Scheitern ihrer Ehe verkraftet hatte – aber wer weiß?“

Da Kirsten Heisig nach bisherigen Erkenntnissen keinen Abschiedsbrief hinterließ, wird man es wohl nie erfahren. Die 48-Jährige muss jedenfalls sehr verzweifelt gewesen sein, vielleicht auch, weil ihre Kraft und Energie, die ihr so viel beruflichen Erfolg bescherten, ihr bei diesen familiären Problemen nicht weiterhalfen.

So wie Neuköllns Bürgermeister, der hofft, dass „Heisigs reformatorische Ansätze mit ihrem Tod nicht ebenfalls sterben“, trauern viele um die engagierte Richterin. Auf der Internetseite des Tagesspiegels bekunden seit Sonnabend zahlreiche Menschen ihr Mitgefühl: „Ich bin schockiert über den Verlust dieser einzigartigen, mutigen Vorkämpferin für neue, sinnvolle Modelle im Jugendkriminalitätsbereich“, schreibt ein Mann: „Das sage ich auch als ehemaliger krimineller Jugendlicher und verurteilter Straftäter. Die schnelle Auseinandersetzung der Justiz mit meiner Persönlichkeit, mit schneller, gebotener, gerechtfertigter Strenge und auch Menschlichkeit, hat mich letztlich vor dem Absturz in unserer Gesellschaft bewahrt. Alleine hätte ich es so nicht schaffen können. Danke, Frau Richterin Heisig!“

Das Ende der Geduld:

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Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter

Taschenbuch von Kirsten Heisig

Preis: EUR 14,95

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Kurzbeschreibung

Sie werden immer brutaler und immer jünger. Gewalttätige Jugendliche finden sich keineswegs nur in Metropolen wie Berlin, Hamburg, Zürich oder Wien. Auch in Kleinstädten meiden viele von uns bestimmte Straßen, Plätze und Stadtviertel sowie nächtliche U- und S-Bahnfahrten. Eltern und Lehrer fürchten die Gewalt in ihren Schulen, Polizei und Sozialarbeiter kommen an ihre Grenzen. Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig ist schon lange nicht mehr bereit, dies hinzunehmen: »Wenn wir nicht rasch und konsequent handeln, wenn wir unsere Rechts- und Werteordnung nicht entschlossen durchsetzen, werden wir den Kampf gegen die Jugendgewalt verlieren.« Das ebenso provokante wie sachkundige Buch einer unbequemen und überaus mutigen Richterin.



Über die Autorin


Kirsten Heisig WAR Jugendrichterin in Berlin. Das von ihr wesentlich initiierte sog. »Neuköllner Modell« zeichnet sich vor allem aus durch Prävention, Abschreckung, Konsequenz und Schnelligkeit.



Kirsten Heisigs Vermächtnis lebt fort



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Monatsspruch Juli 2010


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So bekehre dich nun zu deinem Gott,

halte fest an Barmherzigkeit und Recht

und hoffe stets auf deinen Gott!
 
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Hosea 12,7

 





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