Samstag, 14. Dezember 2013

Künstliches Fieber gegen Krebs

...

(Zentrum der Gesundheit) - Künstlich hervorgerufenes Fieber kann offenbar als erfolgreiche Behandlungsmethode gegen Krebs eingesetzt werden. Wie funktioniert das? Dazu muss man zunächst die Bedeutung des Fiebers bei der Heilung verstehen. Fieber ist nämlich kein Symptom, das wir mittels Medikamente loswerden müssen – Fieber ist ein Mechanismus der Natur, um den Körper zu heilen und Krankheitserreger zu beseitigen.


Kann Fieber Krebs heilen?

Fieber ist ein natürlicher und äusserst effektiver Abwehrmechanismus unseres Körpers, der durch bestimmte Reize ausgelöst wird. Fieber aktiviert körpereigene Heilprozesse des Immunsystems, die in der Lage sind, eine Vielzahl von Erregern abzuwehren.
Der französische Mikrobiologe Dr. André Lwoff konnte bereits vor Jahrzehnten wissenschaftlich nachweisen, dass Fieber sogar angeblich unheilbare Krankheiten heilen kann. Nachdem dieses heilende Potenzial von Fieber erkannt wurde, experimentierte man auch mit künstlich erzeugtem Fieber in der Krebstherapie, denn Krebszellen sind im Vergleich zu gesunden Zellen sehr temperaturempfindlich.
Einer der führenden europäischen Krebsspezialisten, Dr. Josef Issels, schrieb zu diesem Thema:
Künstlich induziertes Fieber besitzt grosses Potenzial in der Behandlung vieler Krankheiten. Darunter auch Krebs.
Verschiedene wissenschaftliche Studien konnten die Wirksamkeit von künstlichem Fieber oder äusserlich zugeführter Wärme (Hyperthermie) bei der Behandlung unterschiedlicher Leiden – auch von Krebs – bestätigen.

Zusammenhang zwischen Malaria, Fieber und Krebs

Ein führender Praktiker auf dem Gebiet der Fiebertherapie gegen Krebs, Dr. Werner Zabel, erzählte eine interessante Geschichte, um zu veranschaulichen, welche präventiven und heilenden Eigenschaften Fieber in Bezug auf Krebs offenbar haben kann:
Ein Sumpfgebiet vor Rom war einst eine Brutstätte für Malaria übertragende Mücken. Die Regierung entschied schliesslich, die Sümpfe trocken zu legen. Die Fälle von Malaria konnten so erheblich gesenkt werden, aber die Krebserkrankungsrate, die vorher signifikant unter dem Durchschnittswert lag, stieg fast unverzüglich auf die in Italien normale Krebsrate. So konnte man vermuten, dass Fieber aufgrund einer Malariaerkrankung in diesem Teil der Bevölkerung dabei geholfen hatte, Krebs zu verhindern.

Hyperthermie gegen Krankheiten

Westeuropäische und skandinavische Nationen haben im Laufe ihrer Geschichte auf verschiedene Art und Weise Hitze auf ihren Körper einwirken lassen, um diverse gesundheitliche Vorteile zu erzielen. Dampfbäder, heisse Quellen und Saunas werden in Europa schon sehr lange genutzt.
Die wohl älteste Methode, um die Körpertemperatur zu erhöhen ist das so genannte Schlenz-Bad, welches in Europa seit über einem Jahrhundert gegen eine Vielzahl von Krankheiten angewendet wird. Während des Schlenz-Bads wird man in einem Wasserbad eingeweicht und nur Mund und Nase werden zum Atmen über der Wasseroberfläche gehalten. Die Wassertemperatur wird nach und nach von der normalen Körpertemperatur auf ca. 39 Grad Celsius erhöht. Nach einer halben Stunde hat sich die Körpertemperatur dann an die Temperatur des Wassers angeglichen. Bei diesem Verfahren sollte man jedoch unter Aufsicht stehen, da die Wärme sich auch sehr auf den Kreislauf auswirkt.

Unterschied zwischen künstlichem Fieber und Hyperthermie

Doch künstliches Fieber und äussere Wärmebehandlung sind zwei unterschiedliche Therapieformen. Künstliches Fieber auszulösen ist keine einfach durchzuführende Therapie, die man zu Hause machen kann. Es bedarf dabei einer Behandlung durch einen qualifizierten Therapeuten. Bei künstlich induziertem Fieber wird die Erhöhung der Körpertemperatur im Gegensatz zur Hyperthermie durch bestimmte Stoffe von Innen ausgelöst. Bei der Fiebertherapie werden dem Patienten beispielsweise geringe Dosen eines Bakterientoxins verabreicht, um Fieber auszulösen.

Hyperthermie gegen Krebs

Ende der 70er Jahre wurde in den USA von einer einzigartigen Methode berichtet, Hyperthermie lokal einzusetzen, indem Krebstumore mit Hilfe von Ultraschall erhitzt wurden. Diese Idee wurde auch in Deutschland und China aufgegriffen, wo sie neben anderen hyperthermischen Verfahren recht populär wurde. Leider wurden diese Anwendungen der lokalisierten Ultraschall-Hyperthermie nur darauf beschränkt, Tumore "aufzuweichen" und so toxische Eingriffe (z.B. eine Chemotherapie) zu erleichtern. Es ist fraglich, ob dies der richtige Weg ist. Besser wäre doch eine Kombination der Hyperthermie mit anderen unschädlichen Methoden.

Künstlich induziertes Fieber gegen Krebs

Künstlich induziertes Fieber kann neben der Hyperthermie ebenfalls eine wichtige Rolle in der Krebstherapie spielen. Es gibt bestimmte Krebszellen, die sich vor unserem Immunsystem und vor Krebs-bekämpfenden Stoffen (auch vor Chemotherapie und Strahlenbehandlung) verstecken können. Genau an diese Stelle setzt die Fiebertherapie an. Fieber führt dazu, dass sich die Oberfläche der versteckten Krebszellen so verändert, dass sie wieder von unserem körpereigenen Abwehrsystem erkannt und vernichtet werden können. Die Fiebertherapie kann scheinbar sogar dazu beitragen, dass sich Krebszellen wieder in gesunde Zellen verwandeln.

Ganzheitliche Krebstherapie

Eine ganzheitliche Krebstherapie sollte jedoch nicht nur aus einer Fiebertherapie oder Hyperthermie-Behandlung bestehen. Anstatt Hyperthermie und künstliches Fieber als Ergänzung für herkömmliche, schädliche Behandlungsverfahren zu verwenden, sollten diese Techniken besser als Ergänzung zu anderen nichtgiftigen Alternativtherapien eingesetzt werden.
Die Ernährung spielt natürlich auch eine zentrale Rolle. Daher sollte jede ganzheitliche Krebstherapie durch eine spezielle Ernährung unterstützt werden. Da Krebszellen sich durch die Fermentierung von Glukose ernähren, sollte bei dieser Ernährungsweise jede Form von Zucker komplett gemieden werden. Auf Alkohol, industriell verarbeitete Nahrungsmittel, Fleisch oder Milch sollte verzichtet werden. Der Fokus sollte hingegen auf biologisch angebautem Gemüse und Obst liegen. (Mehr zum Thema Ernährung bei Krebs finden Sie hier:

Empfehlung: Die Oel-Eiweiss-Kost von Budwig

Das Budwig Center in Spanien bietet zum Beispiel neben der Budwig-Diät und anderen Verfahren eine Infrarot-Sauna als ihre Form der Hyperthermie an. Auch Dr. Peter Wolf vom Hyperthermie-Zentrum in Hannover (Spezialist auf dem Gebiet der komplementären Onkologie) ist vom Potenzial des künstlichen Fiebers und der Hyperthermie als Teil der ganzheitlichen Krebstherapie überzeugt.
Sie sehen, es gibt zahlreiche alternative Methoden, gegen Krebs vorzugehen, die im Vergleich zur nebenwirkungsreichen Chemotherapie leider recht wenig bekannt sind. Dies zeigt einmal mehr, dass es wichtig ist, sich ausführlich über alle Möglichkeiten zu informieren, bevor man eine Entscheidung trifft, die man später vielleicht bereut.




...

Mit künstlichem Fieber gegen Krebs

.....
„Gebt mir die Macht Fieber zu erzeugen und ich
 heile jede Krankheit.“

Dieses Zitat wird dem griechischer Arzt Paramedis (45-84 v.Chr.) zugeschrieben. Denn schon immer war Fieber für den Menschen etwas Besonderes: Einerseits eine tödliche Bedrohung, andererseits eine Möglichkeit zu neuer Gesundheit. Fieber ist nämlich keine Krankheit, sondern eine natürliche und vitale Abwehrreaktion gegen Krankheitserreger. Diese werden im Fieberzustand eliminiert, Stoffwechselvorgänge beschleunigt und die Entgiftung des Körpers läuft auf Hochtouren.
Bei Krebserkrankungen allerdings fehlt dem Körper die Fähigkeit zu fiebern. „Lange Zeit wurde die Rolle des Immunsystems bei der Krebsbekämpfung ignoriert“, sagt Dr. med. Peter Wolf aus Hannover. „Viele sprachen der körpereigenen Abwehr jedwede Bedeutung in dieser Hinsicht ab – diese Meinung änderte sich jedoch in den letzten Jahren mit der Entdeckung vieler Botenstoffe, die das Immunsystem entscheidend zum Positiven oder Negativen beeinflussen können; gerade durch die aktive und passive Fiebertherapie können viele Botenstoffe aktiviert werden, die wiederum das Immunsystem positiv beeinflussen“, so Dr. Wolf. Seit über 20 Jahren leitete der Spezialist seine Praxis in Hannover mit dem Schwerpunkt Komplementäre Onkologie.
Die „alte“ Fiebertherapie gerät nun wieder in den Blickpunkt neuer Forschungen: so befasst sich zur Zeit unter anderem eine Forschungsgruppe der Universität Freiburg im Auftrag des Bundesforschungsministeriums mit dieser seit langer Zeit nicht beachteten Therapieform. „Aktive Fiebertherapie bedeutet, dass die Körperkerntemperatur durch körpereigene Mechanismen angehoben wird“, sagt Dr. Wolf. Dies geschehe durch die Gabe fiebererzeugender Substanzen (abgetötete Bakterien), die diese Veränderungen im Organismus herbeiführen. Diese aktive Fiebertherapie ist deshalb nicht gleichzusetzen mit einer passiven Überwärmung des Körpers von außen, beispielsweise durch Ganzkörperhyperthermie oder Loko-Regionale Tiefenhyperthermie. „Ziel und Sinn einer solchen Fiebertherapie sind Aktivierung des Immunsystems und vegetative Umstimmung des Organismus“, erläutert Dr. Wolf, „gerade bei chronischen Krankheiten beobachten wir überaus häufig eine gestörte Wärmeregulation, die interessanterweise in Beziehung steht zu einer gestörten Immunregulation“. Erstes Ziel der Fiebertherapie sei es deshalb, die blockierte vegetative Regulation im Sinne einer Reizkörpertherapie wieder in Gang zu setzen, damit der kranke Organismus die Möglichkeit bekomme, sich selbst zu regulieren und damit Heilungsprozesse einzuleiten. „Dass solche spontanen Heilungsprozesse selbst bei ausgedehnten Krebskrankheiten möglich sind, unser Organismus also durchaus über die Potenz der Selbstheilung großer Tumore verfügt, wissen wir seit vielen Jahren“, sagt Dr. Wolf.
Ohne Zweifel ist Fieber eine der onkologisch ältesten Heilreaktionen des Organismus. Die erhöhte Körpertemperatur (bis 39,5°) dient der Aktivierung des Immunsystems, der Widerherstellung einer normalen Reaktionslage, der Änderung des Körpermilieus und der Verhinderung vieler Escape-Mechanismen (siehe »Info-Extra«) der Krebszellen. „Gerade diese Escape-Phänomene sind es, die die Krebszellen befähigen, unser Immunsystem zu inaktivieren, auszuschalten und zu blockieren“, weiß Dr. Wolf. „Daher ist die Fiebertherapie Regulations- und Immuntherapie zugleich und regt in hervorragender Weise die Selbstheilungskräfte des Körpers an.“ Das gesamte biologische System unseres Körpers wird auf natürliche Weise angeregt, so dass nicht nur das Immunsystem, sondern auch die übergeordneten Regelkreise des Systems positiv einbezogen werden.
»Info-Extra« Der Escape-Mechanismus der Krebszellen In der Erforschung der Krebszellen tritt immer häufiger ein weiteres Phänomen in den Vordergrund: die Escape-Mechanismen der Krebszellen. „Von Escape-Phänomenen spricht man, wenn es Zellen gelingt, sich zu verstecken, unsichtbar zu machen oder Botenstoffe auszusenden, die das Immunsystem des Menschen unterdrücken“, veranschaulicht Dr. Peter Wolf aus Hannover. „Gegen diese Escape-Phänomene kann die herkömmliche Medizin mit Strahlen- und Chemotherapie nicht sehr viel ausrichten, da es diese körpereigenen entarteten Zellen geschafft haben, im Laufe der Behandlung auch gegen Strahlen- und Chemotherapie Abwehrmechanismen zu entwickeln.“ Diese Fähigkeiten können nur zustande kommen, wenn es den Krebszellen gelingt, die Fähigkeit des Immunsystems auszuschalten. Das heißt, der Tumor wird als solcher nicht vom Immunsystem erkannt und wächst ohne Hemmungen munter vor sich hin. „Daher werden in unserer Praxis ein sehr differenzierter Immunstatus und ein Immunmonitoring gemacht, um gerade die Escape-Phänomene rechtzeitig zu erkennen“, sagt Dr. Wolf. „Eine sehr wirkungsvolle Therapie gegen die Escape-Phänomene ist die aktive Fiebertherapie, eingebettet in die lokoregionale Tiefenhyperthermie und Ganzkörper-Hyperthermie.“ Gerade die aktive Fiebertherapie verändert durch die hervorgerufenen Fieberstöße die Oberfläche der Krebszellen, aktiviert viele Botenstoffe, die wiederum das Immunsystem anregen, die Krebszellen zu erkennen und zu vernichten. Es gibt auch eine Reihe sehr potenter Medikamente, die die Information an und auf der Krebszelle über Botenstoffe so verändern, dass sie demaskiert, erkannt und beseitigt werden. Ein weiteres Phänomen dieser Therapie ist es, dass Krebszellen dazu bewegt werden können, wieder gesunde Zellen zu werden und sich dem Bauplan des Körpers zu unterwerfen. Die Fiebertherapie ist in Deutschland keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Aber auf Antrag können im Rahmen einer individuellen Fallentscheidung die Kosten übernommen werden.

Das Bundesverfassungsgericht hat im Dezember 2005 festgestellt, dass einem gesetzlich versicherten Patienten, der an einer regelmäßig tödlichen Erkrankung leidet, bestimmte Therapien nicht verweigert werden dürfen und dass die Kosten für solche Therapien durch die gesetzlichen Kassen übernommen werden sollten, wenn mit einer Besserung der Situation zu rechnen ist.

Natürlich heilen
....

Wie man Christ wird

.....
Janis Anmerkung:

Immer wieder mache ich diese Erfahrung >>> es liegt nicht in unseren Händen. Gott hat keine Enkelkinder. Er hat nur Kinder. Er sammelt seine Kinder. Wir können es nicht machen. Die Kirche Jesu Christi finden wir immer weniger in der Institution Kirche.  Die Kirche meiner Kindheit und Jugend gibt es nicht mehr.  Das sich aufgehoben fühlen in der Kirche, ist uns verloren gegangen. Heute geht es in ihr vorwiegend um Eitelkeiten, Macht, um sichere Bezüge. 

Diese Erkenntnis liegt mir schwer im Magen. Lange habe ich es nicht wahrhaben wollen. Da geht man in die Klinik und bekommt einen Tag vorher eine bösartige E-Mail vom Chef, bei der es der Dame ganz offensichtlich nur um Machtspiele geht, völlig vorbei an realistischer Machbarkeit und Logik. Keine guten Wünsche für den Aufenthalt im Krankenhaus. Nein, natürlich nicht. Es geht nur um Machterhalt und Profilierungssucht. Aber dabei nennen wir uns alle Christen. 

Ich denke, dass der Herr das wohl anders sieht. An ihren Taten und ihrem Handeln werden Christen erkannt.  Wenn wir es nun aber nicht erkennen, dann liegt der Umkehrschluss auf der Hand .....? Nun, vielleicht denken die Damen und Herren aber auch, dass Gott nur ein Konstrukt des Menschen ist und sie nichts zu befürchten haben. Wie anders sollte man sich sonst nichtchristliches Handeln erklären. 


.....

Mit Vitamin D durch das Winterseelentief





Eigentlich ist Vitamin-D gar kein echtes Vitamin – weil Ihr Körper es selbst herstellen kann, wenn Ihre Haut genug Sonnenlicht abbekommt. Die mangelnde UV-Strahlung im Winter hat aber verschiedene Wirkungen auf Ihre Stimmung. Über Ihre Netzhaut nimmt Ihr Gehirn die Helligkeit wahr und senkt Ihren Melatoninspiegel. Dieser Botenstoff reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus. Fehlt Ihnen Licht, macht sich Ihr Körper auch in dunklen Winterstunden tagsüber schlafbereit und wird müde. Es kann zu einer Winter- oder Lichtmangeldepression mit Antriebslosigkeit, sozialem Rückzug, Reizbarkeit und Ängstlichkeit kommen. Auch ein verstärkter Appetit auf Süßes (Kohlenhydrat-Heißhunger) gehört zu den typischen Symptomen. Nehmen Sie die depressive Störung ernst, und werden Sie aktiv, denn der Winter fängt gerade erst an. Mit Vitamin D können Sie Ihren Gemütszustand deutlich verbessern.


......

Advent - 14. Dezember



Sonnabend, 14. Dezember

»Es ist alles ein Übergang.«



Vor vielen Jahren: Mein 15-jähriger Sohn kam nach Hause, ich hatte ihn zum Friseur geschickt, er tauchte wieder auf mit einer unglaublichen langen Lockenpracht! Er hatte sich eine Dauerwelle machen lassen, dazu trug er Jeans, die so große Löcher hatten, dass er sie nur noch mit großen Sicherheitsnadeln zusammenhalten konnte. Ich war schockiert und wütend, zahlen sollte ich diese Monsterfrisur auch noch. Meine Mutter, damals schon an die 90 Jahre alt, saß gelassen auf dem Sofa und sagte ganz ruhig: »Lass ihn! Es ist alles ein Übergang.« Damals sah ich das ganz pragmatisch, ich bezog es auf den Augenblick, auf meine Probleme mit meinem pubertierenden Sohn. Meine Mutter aber sah es in einem viel weiteren Sinn. Sie war eine gute evangelische Christin. Ihr Tag begann regelmäßig mit dem Lesen in ihrem Losungsbuch. Und ich denke, sie sah unser Leben mit allen seinen Höhen und Tiefen als einen Übergang von der Geburt zum Tod. Sie nahm sich nicht so wichtig. Wie oft habe ich von ihr gehört: »Es ist alles ein Übergang!« Heute – ich liege zum dritten Mal in einem Jahr im Krankenhaus, bin selber alt geworden und mein Sohn hat durchaus seinen Weg gemacht – denke ich oft an meine Mutter und daran, wie tröstlich es für mich ist, dass ich genauso gelassen wie sie sagen kann: »Es ist alles ein Übergang.«

K. E., Ainring

Freitag, 13. Dezember 2013

Gold, Weihrauch und Myrrhe

Gold, Weihrauch und Myrrhe

Brigitte Hamann

Gold, Weihrauch und Myrrhe

Gebunden, 142 Seiten, durchgehend farbig illustriert
Verlag: Kopp Verlag
Artikelnummer: 934200
Preis: 14,95 €
Versandkostenfrei in Europa, inkl. MwSt.





Die wundervollen Heilkräfte der drei Geschenke für das Jesuskind


Es ist eine der wunderbarsten Erzählungen der Menschheitsgeschichte: die Legende von den Heiligen Drei Königen, die durch einen hellen Stern am Firmament aus dem Morgenland nach Bethlehem geführt wurden. Doch Caspar, Melchior und Balthasar waren gar keine Könige. In der Bibel wird von »magoi« berichtet - was so viel bedeutet wie Weise, Magier oder Sterndeuter.

Weise war jedenfalls auch die Auswahl der drei Geschenke, die sie dem Jesuskind brachten: das königliche Gold und die beiden kostbaren Harze Weihrauch und Myrrhe. Dies waren die größten Heilschätze des Altertums. In ihren Geschenken verbirgt sich uraltes Heilwissen, das im Orient wie im Okzident, in Arabien, China und Indien wie auch im antiken Griechenland Anwendung fand. 


Und daran hat sich bis heute nichts geändert, schreibt Brigitte Hamann. Im Gegenteil: Gerade bei Gold, Weihrauch und Myrrhe zeigen neueste medizinische Studien, dass hier eine heilkräftige Medizin wiederentdeckt wird. Die Autorin erzählt eine ganz neue, faszinierende Facette der Weihnachtsgeschichte.



  • Gold, die vielleicht wichtigste Medizin früherer Zeiten: Gold erhöht die geistige Leistung und fördert die motorischen Fähigkeiten, schärft die Sinne, hebt die Stimmung, steigert die Leistungsfähigkeit und Kreativität, stärkt das Immunsystem, ist ein Radikalfänger und entgiftet und reinigt Körper, Geist und Seele. Nicht umsonst gab Moses den Hebräern Goldwasser zu trinken. Heute wird Gold in der Medizin, vor allem in Form von kolloidalem Gold, wiederentdeckt. 


  • Weihrauch ist uraltes Räucherwerk, Opfergabe und Heilmittel. Seine desinfizierenden, antiseptischen Eigenschaften halfen nicht nur die Körper ägyptischer Mumien zu konservieren. Sein kostbares Harz bekämpft Viren, Bakterien und Parasiten, stärkt die Immunabwehr, heilt innere und äußere Entzündungen wie zum Beispiel Rheuma und hilft bei Asthma und Neurodermitis. Weihrauch gilt heute als Hoffnungsträger gegen Krebs und Multiple Sklerose.


  • Myrrhe ist uraltes Rauchopfer, Parfüm und ein wichtiges Heilmittel. Sie stärkt die Immunabwehr, zeigt sich erfolgreich bei Pilzbefall sowie gegen Bakterien und Viren. Sie lindert Schmerzen, hilft bei Thrombosen und reguliert den Blutzuckerspiegel und die Blutfettwerte. Sie hilft bei Halsentzündungen, Entzündungen im Magen-Darm-Trakt und reguliert die Funktion von Magen und Darm.



Ein ebenso besinnliches wie informatives Buch für die Festtage und zugleich ein wunderschönes und außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk für all jene, deren Wohlergehen Ihnen am Herzen liegt.



..

Advent -13. Dezember


Bild für Freitag, 13. Dezember


Freitag, 13. Dezember

»Sie werden seine Leiche noch vor meinem Zelt vorübertragen.«





In einer Krise, vor allem wenn mich jemand sehr schlimm geärgert hat, kommt mir zu meinem Bedauern unwillkürlich dieser Satz in den Sinn, den mein verstorbener Vater in solchen Fällen zitierte. Es handelt sich offensichtlich um ein arabisches Sprichwort, das seine beduinische Herkunft verrät. Wenn mir dieser Satz einmal durch den Kopf geschossen ist, schäme ich mich furchtbar für meine verbale Gewaltfantasie und finde in aller Regel, dass der oder die Betreffende doch nicht so schlimm ist. Und natürlich weiterleben soll. Dann stelle ich mir in aller Regel vor, ihn oder sie zum Tee in ein Beduinenzelt einzuladen und dadurch so zu verblüffen, dass sich eine nachhaltige Besserung unseres Verhältnisses ergibt. Außerdem nehme ich mir immer einmal vor, einen Beduinen zu fragen, ob es dieses Sprichwort wirklich gibt – oder ob es sich um einen Einfall meines Vaters handelt. Auch das ist nicht ausgeschlossen: Triebabfuhr durch Erfindung von angeblich uralten Sprichwörtern.


Prof. Christoph Markschies, Berlin


....

Stopp - Keine Geschenke für Monsanto, BASF und Co.

......

5-Minuten-Info:
Handels- und Investitionsabkommen TTIP

Worum geht es bei TTIP?

Das Transatlantic-Trade-and-Investment-Partnership-Abkommen, TTIP, ist kein klassisches Freihandelsabkommen. Es geht nicht um die Abschaffung von Zöllen und Handelsschranken, weil es die zwischen Europa und den USA kaum noch gibt. Ziel ist vielmehr der Abbau von so genannten „nicht-tarifären Handelshemmnissen“. Als Handelshemmnis können die Vertragspartner alles definieren: Verbraucherschutz, Kennzeichnungspflicht, Datenschutz, Arbeitnehmerrechte.
Sofern das Recht dem Handel hinderlich ist (oder auch nur dem Interesse wichtiger Großkonzerne einer Seite widerspricht) soll es „harmonisiert“ werden. Das heißt praktisch meist, dass Standards gesenkt werden. Und zwar durch einen Vertrag zwischen Staaten oder Staatenbünden wie der EU. Die Vertragsverhandlungen finden ohne Transparenz, ohne Debatte und Beteiligung der demokratisch gewählten Parlamente statt. Die Parlamente können am Schluss nur noch Ja oder Nein zu dem ganzen Vertrag sagen.

Was bedeutet der Vertrag für uns?

Das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU birgt viele Gefahren:
  • US-Produkte müssten nicht mehr europäische Verbraucherschutz- und Tierschutzstandards einhalten, um in der EU verkauft zu werden. Damit EU-Unternehmen dann nicht benachteiligt sind, müssten die Standards hierzulande gesenkt werden.
  • Der durch das Abkommen ausgelöste Preiskampf bei Lebensmitteln würde auf beiden Seiten des Atlantiks naturschonend wirtschaftende Bauernhöfe massenweise zur Aufgabe zwingen.
  • Die durch die EU-Chemikalienverordnung REACH vorgeschriebene Gefahrenprüfung vor der Markteinführung von Substanzen wird umgehbar: Ein Konzern müsste nur ein Produkt in den USA anbieten – und schon könnte er es auch in Europa verkaufen.
  • TTIP wird die Einfuhr gentechnisch veränderter Lebensmittel, von Hormonfleisch und Chlorhühnern erleichtern – und die Kennzeichnungspflicht aufweichen.
  • Wenn öffentliche Dienstleistungen als Märkte interpretiert werden, wie es die Pläne bisher vorsehen, wird eine Welle an Privatisierungen folgen.
  • Im Bereich des so genannten „geistigen Eigentums“ drohen Verschärfungen: weniger Rechte für Internetnutzer und ein lascher Datenschutz.
  • Investoren sollen die Möglichkeit bekommen, Staaten vor Schiedsgerichten zu verklagen, wenn sie ihre Gewinnaussichten durch demokratische Beschlüsse verletzt sehen. Auf eine solche Investitionsschutzklausel in einem anderen Abkommen beruft sich heute schon Vattenfall – und verklagt derzeit Deutschland auf 3,7 Milliarden Euro Schadensersatz für den Atomausstieg.

Wer verhandelt?

Die Verhandlungen finden statt zwischen der EU-Kommission, vertreten durch den Handelskommissar, und dem US-Handelsministerium. In der EU haben weder die Mitgliedsstaaten noch die anderen EU-Kommissare, noch gar die Abgeordneten von Europaparlament und nationalen Parlamenten Einblick in die Verhandlungsdokumente.
Auf der anderen Seite haben einige hundert Industrielobbyisten exklusiven Zugang und die Möglichkeit, ihre Interessen direkt in den Vertrag zu diktieren. Ziel der Verhandlungs-Elite ist es, die Verhandlungen geheim abzuschließen und den demokratisch gewählten Vertretungen der Bürger/innen dann nur noch die Wahl zwischen Zustimmung und Ablehnung zu lassen.

Warum wissen wir so wenig über die Inhalte?

Die EU-Kommission hält die Verhandlungsdokumente geheim. Sie war noch nicht einmal bereit, das Verhandlungsmandat – also das, worüber sie verhandelt – offen zu legen. Dieses Mandat ist jedoch von der US-Regierung veröffentlicht und auf diesem Weg bekannt geworden.

Wie viele Arbeitsplätze und wie viel Wachstum bringt der Vertrag?

Die Europäische Kommission rechnet gestützt auf eine Studie des Centre for Economic Policy Research (CEPR 2013) für das Jahr 2027 mit einem Wachstum des realen Einkommens der EU von bis zu 0,48 Prozent. Die Kommission schließt Anpassungseffekte zwar nicht aus, gesamtwirtschaftlich sollen jedoch Beschäftigungsgewinne und Lohnzuwächse überwiegen. Schon diese positiv gefärbte Schätzung geht also von einem äußerst geringen wirtschaftlichen Nutzen in sehr ferner Zukunft aus.
Nicht berücksichtigt sind dabei mögliche negative Effekte. Neben Arbeitsplatzverlusten in ländlichen Gebieten droht eine Ausweitung niedrig entlohnter Beschäftigung, zunehmende Einkommensungleichheit, verschärfte Sparpolitik der öffentlichen Haushalte und eine geringere Tarifbindung. Privatisierungen, Ausgliederungen und Deregulierung vor allem im Dienstleistungsbereich können einfach genutzt werden, um Niedriglohn-Jobs zu schaffen. Weil sie anständig bezahlte Jobs mehr und mehr verdrängen, wirkt sich das auf das allgemeine Lohnniveau und damit auf die „Normalarbeitsverhältnisse“ aus.

Hat die EU-Kommission nicht transparente Verhandlungen unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft versprochen?

Dieses Versprechen ist leider eine leere Hülse. Die EU-Kommission veranstaltet einige so genannte Stakeholder Briefings, bei denen sie Vertreter/innen der Zivilgesellschaft mit Allgemeinplätzen, ausweichenden Antworten und bewusstem Verschweigen hinhält. Dem gegenüber stehen hunderte Gespräche mit Industrielobbyisten, bei denen diese unmittelbar Einfluss auf die Verhandlungstexte nehmen können.
DDie EU-Kommission will ein Komitee einrichten (siehe hier. S. 3), das die Verhandlungen begleiten soll. In ihm sitzen neben sieben Industrievertretern zwei handverlesene Vertreter von Umweltschutzverbänden, zwei von Gewerkschaften, einer von Transparenz-Organisationen sitzen. Aber auch diesem Komitee werden keine Vertragstexte zugänglich gemacht. Genauso wenig wie dem Europaparlament.

Wie ist der Zeitplan?

Die Verhandlungen wurden im Juni offiziell aufgenommen. Ziel der Verhandlungspartner ist ein schneller Abschluss, bis 2015. Der genaue Zeitplan hängt vom Fortschritt der Verhandlungen ab. Klar ist bisher nur, dass es nach der Verhandlungsrunde im Dezember 2013 eine weitere Verhandlung in Brüssel im März 2014 geben soll.
In den USA gibt es zunehmend Widerstand gegen den geplanten „Fast Track“ Prozess, der der Obama-Administration eine Verhandlung ohne Beteiligung des Kongresses erlauben würde. Der Ausgang des Konflikts ist derzeit offen.

Was passiert nach den Verhandlungen?

Das Europaparlament und die Europäischen Regierungen müssen dem Vertrag wohl auf jeden Fall zustimmen. Außerdem muss der Vertrag in jedem einzelnen Mitgliedsstaat „ratifiziert“ werden. Meistens bedeutet dass, dass das Parlament abstimmt. Möglich sind aber auch Volksentscheide in einzelnen Mitgliedsländern. Wird der Vertrag von nur einem EU-Staat nicht ratifiziert, ist er gescheitert.
In Deutschland hängt es vom Inhalt des endgültigen Vertrages ab, ob nur der Bundestag oder Bundestag und Bundesrat entscheiden.

Wie funktionieren die Konzernklagen?

In vielen Handelsverträgen gibt es mittlerweile so genannte Investitionsschutzklauseln. Sie erlauben ausländischen Konzernen, vor einem „Schiedsgericht“ zu klagen, wenn es seine Gewinnerwartung durch politische Entscheidungen eines Staates verletzt sieht. Das „Schiedsgericht“ ist kein Gericht in herkömmlichen Sinne. Es besteht ausschließlich aus Anwälten, die in einem Prozess die Rolle des Kläger-Anwalts, im nächsten Verfahren die Rolle des Anwalts der Beklagten, und ein anderes Mal die Rolle des Richters übernehmen. Eine exklusive Minderheit von hoch spezialisierten Rechtsexperten entscheidet also über Entschädigungen in Milliardenhöhe – die Steuerzahler/innen dann bezahlen müssen. Die Verhandlungen sind nicht öffentlich, eine Revision gibt es nicht.
Seit einigen Jahren steigt die Zahl der Klagen vor solchen Schiedsgerichten ständig an, die Summen der zugebilligten Entschädigungen wachsen ständig. Am klagefreudigsten sind US-Investoren mit bisher 123 Klagen. Danach folgen die Niederlande mit 50, Großbritannien mit 30 und Deutschland mit 27 Klagen.

....

Samstag, 7. Dezember 2013

Advent

....

Sonnabend, 07. Dezember

»Wer vermag, über seinen eigenen Schatten zu springen, steht mit einem Male im Lichte!«



Dies ist mein starker Satz, der in meinem Gedichtband »Was ich in meinem Herzen trage« veröffentlicht ist. Am Ostersonntag 2007 ist unser ältester Sohn, Bruder, Enkel tödlich verunglückt und unsere Welt schien all ihr Licht verloren zu haben. 
Meine Erfahrung ist, dass es meist an uns selber liegt, wenn wir in Not und Kummer zu versinken drohen, weil Grundsätze uns den Weg versperren, daran hindern, Hilfe zuzulassen, Brücken zu schlagen, auf andere Menschen zuzugehen. 
Sich überwinden, nicht stehenbleiben, im Geiste und im Herzen lebendig bleiben ist ein Schlüssel zum Öffnen von Türen, hinter denen vieles wieder im Lichte erscheint. Mir ist das zunehmend schwerer gefallen, aber wenn ich mich beispielsweise bei meinen Liederabenden doch öffne, über meinen Schatten springe und dann in die Gesichter der Menschen schaue, wird die Welt für mich wieder etwas heller. 
Rolf Germann, Wiebelskirchen



....

Freitag, 6. Dezember 2013

Warum finanzieren Goldman Sachs und andere Großunternehmen die Homo-Lobby? Worum es wirklich geht

......
Mein Kommentar:
Dass Gott dem Hochmut des Menschen eine Grenze gesetzt hat, können wir bereits im Alten Testament in "Der Turmbau zu Babel" nachlesen. Festzustellen bleibt, dass der heutige Mensch dümmer und hochmütiger als jemals zuvor ist. Nichts hat er begriffen - gar nichts! Ganz im Sinne von Diabolus.

New York) Warum finanzieren Goldman Sachs und andere Großunternehmen die Homo-Lobby? Dient die Homo-Frage als Instrument zur Erreichung verdeckter Ziele, die nicht öffentlich genannt werden? Welches sind diese okkulten Ziele, wer fördert sie und warum?
Auf den Szientismus, jene positivistische Wissenschaftshörigkeit, für die 1627 von Francis Bacon mit der Veröffentlichung von New Atlantis der Boden bereitet wurde, verweist CS. Vor wenigen Tagen veröffentlichte CS einen Beitrag mit dem Titel Der Biologiekrieg. Er legt das Augenmerk auf den französischen Wirtschaftswissenschaftler und Bankier Jacques Attali1 und dessen Interesse für biologische Fragen und die Forderungen radikaler Homosexueller. Um den Zusammenhang zu verstehen, was die Biologie und der Kampf der Homo-Lobby miteinander zu tun haben, ein kurzes Zitat aus einem Beitrag vonMondialisation, der unter dem Titel: Der Deckel der Pandora und die Gender-Theorie: die soziologische Veränderung der Menschheit erschienen ist.

Jacques Attali und der Traum von der Unsterblichkeit

Für Jacques Attali wird sich die Sexualität immer mehr von der Fortpflanzung ablösen: „Ganz allgemein, die Verherrlichung der individuellen Freiheit wird unausweichlich zu einer höchst bedenklichen Entwicklung führen; es ist die Forderung nach Unsterblichkeit, die dazu verleitet, alle sozialen oder wissenschaftlichen Veränderungen zu akzeptieren, um gegen den Tod zu kämpfen oder ihn zumindest zu verzögern.
Die technischen Fortschritte verursachen diese Werte und richten sich darauf aus, sie zu befriedigen: das hat mit der Pille begonnen, dann die ärztlich unterstützte Förderung der Fruchtbarkeit, dann die Schwangerschaft für die anderen. Die wahre Gefahr wird kommen, wenn man dem Klonen und der künstlichen Matrix nicht genügend Aufmerksamkeit schenkt, die es erlauben, Kinder außerhalb jeder mütterlichen Matrix zu zeugen und zu gebären. Und es wird sehr schwer sein, dies zu verhindern, weil das alles immer im Dienst der Gleichheit, der Freiheit oder der Unsterblichkeit sein wird.“2


Okkultes Ziel ist die Überwindung der menschlichen Natur

Das ist das okkulte, unausgesprochene Ziel dieser Politik. Daß dem so ist, sagte bereits der international bekannte, von der Linken hofierte Onkologe und Politiker Umberto Veronesi3 Veronesi verkündete im Juni 2011: „Die homosexuelle ist die reinere Liebe im Vergleich zur heterosexuellen, die der Fortpflanzung dient“. Veronesi verkündete nicht die derzeit lautstark geforderte „Gleichstellung“, sondern die Überlegenheit der Homosexualität über die Heterosexualität.
Die Aussage löste heftige Reaktionen aus. Kaum jemand zeigte jedoch auf, wo die Aussagen Veronesis wurzeln, nämlich in der Eugenik. Die „reinere“ Liebe Veronesis ist in Wirklichkeit utilitaristisch ausgerichtet. Es geht im Rahmen der von ihm vertretenen Wissenschaftshörigkeit um die Entwicklung von neuen Reproduktionsmethoden für den Menschen. (http://www.enzopennetta.it/2011/06/veronesi-cosa-si-nasconde-dietro-lamore-piu-puro/)

Führende Trader von Hedge-Fonds kaufen Politiker für „Homo-Ehe“

Ein weiterer Mosaikstein wurde inzwischen mit der eindeutigen Positionierung großer Bank- und Unternehmensgruppen offengelegt, die vom amerikanischen Höchstgericht eine Entscheidung forderten, wie sie vergangene Woche getroffen wurde: gegen den Defense of Marriage Act, der die Ehe als Verbindung von Mann und Frau definierte. Entsprechendes Lob folgte von derselben Seite für die knappe Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, der mit fünf gegen vier Stimmen das Bundesgesetz von 1996 kippte. Cobraf.com titelte: „Goldman, JP Morgan und die Milliardäre finanzieren die Homo-Ehe“. Die Meldung wurde von keinem meinungsführenden Medium, ob Tageszeitung oder Fernsehanstalt in Europa gebracht.
Goldman Sachs und JP Morgan loben heute die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (Bloomberg.com titelte am 26. Juni: Dimon Joins Goldman Sachs Praising Court on Gay Marriageder USA, mit der das Gesetz kassiert wurde, das mit einer Volksabstimmung in Kalifornien eingeführt worden war und die Ehe als Verbindung von einem Mann und einer Frau definierte. Geben die Banken und Finanzdienstleister zu allen wichtigen politischen Fragen Stellungnahmen ab? Nein, mitnichten, im Gegenteil, normalerweise achten sie darauf, öffentlich keine Position zu beziehen.
Die wichtigsten Hedge-Fonds von New York haben direkt die Kampagnen für die Tilgung dieser Gesetze zur Ehe finanziert und haben mit Millionen die Politiker finanziert, damit sich diese Pro Gay erklären. In New York wurden Homo-Ehe und Homo-Adoption dank der Dollarmillionen von drei Tradern von Mega-Hedge-Fonds, Paul Singer, Dan Loeb und Cliff Asness, eingeführt, von denen die zur Mehrheit notwendigen Politikern, die noch zweifelten, regelrecht gekauft wurden.((Dan Loeb Clifford Asness Gay Marriage. These Are The 3 Hedge Fund Heroes That Helped Make Gay Marriage Legal In New York, bei BusinessInsider.vom))
Verschiedene Milliardäre von Jeff Bezos von Amazon bis Bill Gates von Microsoft haben Millionen Dollar an die Komitees für die Förderung der „Homo-Ehe“ gezahlt. 90 Prozent der Wählerschaft der Republikanischen Partei ist gegen die „Homo-Ehe“, die wichtigsten Financiers aber haben Millionen an die republikanischen Politiker gezahlt, damit sie sich für die „Homo-Ehe“ einsetzen. Und die Sache funktioniert.

Warum geben Unternehmen und Hochfinanz Millionen für Homo-Agenda aus?

Der Einsatz von Einfluß und Geld der Hochfinanz zugunsten der „Homo-Ehe“ ist ebenso beeindruckend wie gesichert. Was dabei am meisten beeindruckt und Fragen aufwirft ist die Tatsache, daß die direkt Interessierten an der „Homo-Ehe“ auf die Gesamtbevölkerung bezogen, eine verschwindend kleine Minderheit sind. Eine so marginale Minderheit, daß sich nicht einmal eingefleischte Freunde von Marginalem danach umdrehen würden, geschweige denn die Vertreter der Wall Street.
Das „Recht“ im Sinne der Ehe heiraten und Kinder adoptieren zu können, betrifft wahrscheinlich weniger als ein Zehntel aller Homosexuellen. Die seriösen Schätzungen beruhen auf den Zahlen aus den Ländern, in denen eingetragene Partnerschaften oder sogar schon die „Homo-Ehe“ möglich sind und ein offensichtlich geringes reales Interesse der Homosexuellen an diesen „Errungenschaften“ zeigen. Die große Mehrheit der Homosexuellen denkt nicht im Traum daran, wirklich zu heiraten oder zu adoptieren. Die Homosexuellen wiederum stellen etwa drei Prozent der Bevölkerung. Das Problem der „Homo-Rechte“ (Homo-Ehe, Homo-Adoption) betreffen somit höchstens 0,3 Prozent der US-Bevölkerung. Zudem, ob man im Homo-Milieu von New York im Rathaus geheiratet hat oder nicht, ändert rein gar nichts.

„Homo-Ehe“ kein „soziales Problem“, da es nur 0,3 Prozent der Bevölkerung betrifft und interessiert

Es geht also um ein Problem das 99,7 der Bevölkerung nicht betrifft und für die restlichen 0,3 Prozent letztlich in ihrer Lebenswelt wenig ändert. Es ist schwer vorstellbar, daß es je eine real weniger wichtige Frage gab, die in den USA solche Aufmerksamkeit erlangte. Von einer „sozialen Frage“ kann angesichts der aufgezeigten Zahlengrößen ohnehin nicht gesprochen werden.
Damit steht noch immer die Frage im Raum, warum der Aufwand, warum das Interesse, warum die Finanzierungen durch Großunternehmen und Hochfinanz?

Das Ziel heißt: Eugenik und das neue Stichwort „Transhumanismus“

Verknüpft man die jüngsten Meldungen mit dem Wissen um Bill Gates neomalthusianischen Kampf gegen das Bevölkerungswachstum4 (dessen Umkehrung laut demographischen Studien ohnehin bereits absehbar ist), mit Veronesis Aussage von der „reineren homosexuellen“ Liebe und Attalis Aussagen lichten sich die Nebel und weicht das vermeintlich Unerklärliche einer Sichtweise, die ein klares Projekt erkennen läßt. Das Ziel ist es, eine Gesellschaft zu schaffen, die auf der Eugenik gründet. Ein Projekt, das die Forderungen radikaler Homo-Gruppen fördert, die jedoch nur ein nützliches politisches Instrument sind für einen weit größeren Umbau der Gesellschaft durch die Schaffung einer künstlichen Heterogenese.

Milliardeneinsparungen durch Zwangstest für Ungeborene und Euthanasierung von kostenintensiven Pflegefällen

Die öfffentliche Auseinandersetzung um Homo-Forderungen bedeutet den offenen Kampf gegen die Ehe, die Familie, die Elternschaft, natürliche Fortpflanzung. Sie soll, deshalb das Sponsoring, eine sichere durch die Natur vorgegebene Gedankenwelt und Sichtweise erschüttern und nach relativistischer Vorstellung nur mehr zu einem Modell neben anderen reduzieren. Die Sache ist aus Sicht der Hochfinanz bares Geld wert. Es geht (vorerst) vor allem um die Aussicht die Kosten für die Gesundheitsfürsorge massiv zu senken und die Kosten für die Altersvorsorge neu zu strukturieren. Dürfen kranke, eventuell erbbelastete Kinder erst gar nicht mehr geboren werden, weil sie durch vorgeburtliche Zwangstest ausgesondert, sprich durch Abtreibung getötet werden. Dürfen psychisch erkrankte Menschen, die Pflegefälle sind oder arbeitsunfähig geworden sind, euthanasiert werden oder insgesamt ältere Pflegefälle „entsorgt“ werden, bedeutet dies Milliardeneinsparungen für das staatliche Gesundheitswesen, Krankenkassen, Lebensversicherungen, Hedge-Fonds. Bedeutet dies gigantische Prämien für die Manager der Finanzdienstleister. Und letztlich bedeutet es Macht durch neue Formen der Kontrolle. Wer natürlich über ausreichend Geld verfügt, wird vor bestimmten „unliebsamen Überraschungen“ verschont bleiben. Aber die große Mehrheit…
Inzwischen wurde ein weiterer Schritt zur Überwindung des grundlegenden, natürlichen und damit wirklich der Realität entsprechenden Verständnisses von Elternschaft und Familie in England vollzogen, wo mit der Begründung, eine mögliche Erbkrankheit zu vermeiden, eine künstliche Befruchtung mit dem Genmaterial von drei Personen erfolgte. Die Schlagzeile lautete: UK may OK creating babies with DNA from 3 people . Womit der Vorstellung von Vater und Mutter nur mehr „Aufnimmerwiedersehen“ nachzurufen wäre. Das aber ist das Ziel der Gender-Ideologie.

Die Homo-Frage als perfekte Waffe für die stillschweigende eugenische Revolution

Wenn sich die Homo-Frage also als perfekte Waffe erweist, hinter viel Pulverdampf im Stillen eine eugenische Revolution durchzusetzen, erweist sie sich auch als höchst geeignet, die Gegner zu treffen und möglichst auszuschalten. Aber das ist ein Thema für sich.
Damit erklärt sich jedenfalls, warum die Homo-Frage, die es ja schon immer gab, innerhalb weniger Jahre zum vermeintlich wichtigsten Thema für die weitere Entwicklung der Menschheit hochstilisiert werden konnte. Die Homosexuellen selbst wären dazu ja nie imstande gewesen. Das eigentliche Ziel ist die Verwirklichung der Eugenik, die nach dem Zweiten Weltkrieg wegen der nationalsozialistischen Exzesse für einige Zeit zurückgestellt werden mußte. Die USA und Skandinavien ließen ihre eugenischen Programme, einschließlich der Massensterilisation der Bewohner von karibischen Großplantagen durch US-Firmen unter einem Mantel des Schweigens verschwinden. Die Pause dauerte nicht lange. Sie kehrt schrittweise seit der Einführung von Pille und Abtreibung unter neuen Gewändern, neuerdings auch dem bunten Kleid von Homo-Karnevaliaden zurück.
Text: Giuseppe Nardi

Katholisches

.....

Verachtet Kirche die Reichen

Ja.....


Mein Kommentar:
Nein, nur die ungezügelte Gier, die damit verbunden ist und ganze Völker ins Unglück stürzt. Die Gier entsteht, wo Gott ausgegrenzt wird. Betrifft jede Gesellschaftsschicht, wie wir aus der Geschichte gelernt haben sollten.  Die FAZ schürt durch den abgedruckten Artikel in jedem Fall ein neues altes Feindbild. Dafür wurde Jesus ans Kreuz gebracht. 




Rainer Hank hat kürzlich in der FAZ die These aufgestellt, es gebe in der Tradition des biblischen Christentums einen latenten Antikapitalismus (siehe dazu auch hier). Der Volkswirt und Unternehmensberater Dr. Helmut de Graigher ist anderer Auffassung und begründet seine Sichtweise hier in einem Gastbeitrag:

Die Tyrannei des Marktes?

Warum die Kirche die Reichen nicht verachtet

Der kritische Artikel von Rainer Hank spießt die intellektuellen und praktischen Schwächen der von Franziskus I vertretenen Befreiungstheologie gekonnt auf. Er enthält aber selbst eine Reihe sachlicher Fehlurteile.
1. Das Neue Testament ist keineswegs einseitig „kommunistisch“ geprägt. Es unterscheidet ausreichend scharf zwischen den Ratschlägen für „die Heiligen“ im Leben „unter Brüdern“ und „Menschen“ gegenüber der Wahrnehmung ihrer beruflichen Verantwortung in „Haushalterschaft“. Hier ist bereits die moderne Unterscheidung von Privatleben und Berufsleben angelegt. Im ersten Fall ist der „Urkommunismus“ gerechtfertigt, im zweiten nicht. Der „Reiche“ soll „haben als ob er nicht hätte“, das heißt erstens helfen und spenden, aber zweitens auch verantwortlich selbstlos mit den anvertrauten Gütern umgehen und ökonomisch „Frucht“ bringen – mindestens den Zins, den der Kredit einbringt. Damit ist auch die Unterscheidung von Privateigentum und anvertrautem fremdem Eigentum gegeben.
2. Die zitierten Polemiken Nietzsches treffen deshalb – als „Vampyr des Imperium Romanum“ – nur ein karikiertes Christentum. Die gut erforschten ökonomischen und sozialen Schwächen des Imperiums sind viel eher an den klassischen Fragen der Kriegswirtschaft und Latifundienbildung, auf Sklavenwirtschaft, Währungsungleichgewichte und Edelmetallflüsse zurückzuführen, als auf die Christen.
3. Im Mittelalter waren keineswegs „nur Klerus und Mönche“ reich. Die Mönche brachten erstmals eine disziplinierte Arbeitskultur von „socii“ – die Grundlage der modernen „Gesellschaft“ – nach Mitteleuropa. Die Zünfte und Städte taten es ihnen nach und wurden bald „sagenhaft“ reich. „Organisierte harte Arbeit“ ist das den Lateinamerikanern fremde Zauberwort, mit dem sowohl das Seelenheil befördert, als auch einem „gefallenen Kosmos“ der Reichtum abgerungen wurde.
4. Die katholische Soziallehre ist von Anfang an keineswegs „gegen Privateigentum“ gewesen. Sie basierte auf dem „Naturrecht“, das – ähnlich wie die lutherische Zwei-Reiche-Lehre – Privateigentum notwendig vorsah. Nur die seelischen und die sozialen Missbrauchsformen des Eigentums wurden angeprangert. Erst das II. Vatikanische Konzil versuchte vergeblich, ähnlich wie die spätere „Befreiungstheologie“, diese Selbstverständlichkeiten aufzulösen.
5. Der Autor unterscheidet ebenso wenig wie die „Befreiungstheologie“ zwischen „Marktwirtschaft“, „freiem Markt“ und „Kapitalismus“. Markt als rechtlich geregelte, unter gleichen Chancen die Ressourcen verteilende Kultureinrichtung ist, außerhalb enger Sippenwirtschaften, das einzige überhaupt funktionierende und relativ gerechte Werkzeug ökonomischer Rationalität. Markt ohne Regeln ist Raub oder Diktatur durch den Stärkeren und Geschickteren. Etwas Anderes haben auch die Freiburger Ordoliberalen nie behauptet. Kapitalismus als die private Emission und Bewirtschaftung von Liquidität, deren teuere Währungsgarantien vom Steuerzahler getragen werden, ist Ausbeutung der Allgemeinheit durch wenige Privilegierte. Bei Unterentwicklung stellt diese einseitige private Kapitalakkumulation einen großartigen Wachstumsbeschleuniger dar. In entwickelten Ökonomien, die nur noch niedrige Realzinsen erwirtschaften können, verstrickt sie Staaten und Unternehmen in unbarmherzig zunehmende Verschuldungskrisen, die regelmäßig in Deflation und Währungsreform enden.
Dr. rer. soc. Helmut de Craigher


....

Advent

Bild für Freitag, 06. Dezember

Freitag, 06. Dezember

»Gott gibt die Nüsse, aber er bricht sie nicht auf.«



Falls es manchmal knifflig wird, ich fast schon am Kapitulieren bin, gibt mir dieser Satz von Goethe den nötigen Ansporn und Ehrgeiz zurück, um nicht aufzugeben.

Andrea S., Nördlingen



....

Adventskalender - EKD

......

Dienstag, 03. Dezember

»Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht.«



Diesen Satz von Rosa Luxemburg, der mich mein aktivesLeben lang immer wieder aufs Neue berührt, predige ich fast schon missionarisch. Ob jung oder alt – diese Einstellung zum Leben, sich immer wieder auf Neues einzulassen, Experimente zu starten oder einfach den Geist wach und neugierig zu halten, sind (über)lebensnotwendig für ein gesundes, zufriedenes Leben. In meiner Vergangenheit saß ich, ohne diese Erkenntnis, gefangen im eigenen Käfig – hilfesuchend und unglücklich. Es war sicher kein leichter, aber ein sich stetig verinnerlichender Prozess, der mich auch heute mit knapp 60 Jahren weiter antreibt und motiviert!

Claudia Königsmann, Straßlach



Mittwoch, 04. Dezember

»Du stellst meine Füße auf weiten Raum!«



Er war plötzlich da, dieser Satz aus Psalm 31. Und wieder da. Und nochmal. Wurde zum starken Satz. Zum stärkenden. Zum bleibenden. Er wurde zum Trauspruch unserer Eheschließung. So (genau so) lebten wir miteinander und wollten wir miteinander leben. Auf oder in einem weiten Raum. Mit großer Offenheit. Mit großem Vertrauen. Mit weitem Raum für jeden von uns. Mit Möglichkeiten des Gehens, sich Entwickelns. Unterwegs sein. Die Ehe ist gescheitert – gar nicht lange nach diesem, unserem Satz. Geblieben ist der Satz. Und die Zuversicht, dass dieser Raum bleibt. Groß, offen. Ich kann vorwärts gehen. Mit Blick in die Weite. Gott an der Seite. 

Nadine Biere, Hannover




Donnerstag, 05. Dezember

»Wenn ich erst einmal oben auf dem Berg bin, werde ich auch auf ebenen Feldern gehen können.«



Das ist für mich ein rettender Satz, ein Privatsatz. Ich sage ihn mir nicht laut vor, wenn ich das Leben als beschwerlich empfinde. Aber ich vergegenwärtige ihn mir inhaltlich und atmosphärisch. Auf den ersten Blick mag der Satz ein wenig rätselhaft sein, doch letztlich zielt er recht banal in die Richtung gelassener Volksweisheit, die auf vielfältige Weise wissen lässt, dass blutige Erfahrungen langfristig nützlicher sind als ständiges In-Watte-gewickelt-Sein. Das Gehen auf ebenen Feldern ist das Allerschwierigste; davon bin ich tatsächlich überzeugt. Man unterschätzt es.

Arno Geiger, Wien


.....

Sonntag, 1. Dezember 2013

Jobcenter gegen sittenwidrige Niedriglöhne

....
Jobcenter in Brandenburg gehen gegen Niedriglöhne vor

28.11.2013

Niedriglöhne von 2,50 Euro pro Stunde oder sogar weniger sind in Brandenburg keine Seltenheit. Betroffene Arbeitnehmer stocken ihr geringes Gehalt mit Hartz IV auf, um einigermaßen über die Runden zu kommen. Aber genau dagegen gehen Brandenburgs Jobcenter seit einiger Zeit verstärkt vor. Sie fordern Arbeitgebern auf, angemessene Löhne zu zahlen. In Eberswalde (Barnim) wurde jüngst erneut ein Fall wegen sittenwidriger Niedriglöhne vor Gericht verhandelt, wie die „Märkische Allgemeine“ berichtet.

Immer mehr Gerichtsverfahren wegen sittenwidriger Niedriglöhne 
Das Jobcenter zog vor Gericht, weil ein Pizzaservice in Templin in der Uckermark seinen Beschäftigten Stundenlöhne unter zwei Euro gezahlt hatte. Die Angestellten waren darauf angewiesen aufstockende Leistungen beim Jobcenter zu beantragen. Die Behörde wollte per Vergleich erreichen, dass die Gehälter an den ortsüblichen Verdienst angeglichen werden und Sozialleistungen an das Jobcenter zurückgezahlt werden. Wie die Zeitung berichtet, ist ein Einigungsversuch am vergangenen Dienstag jedoch gescheitert. Nun muss das Gericht bei einem neuen Termin eine Entscheidung treffen.

Löhne werden als sittenwidrig bezeichnet, wenn sie mehr als ein Drittel unter der ortsüblichen Höhe in der Branche liegen. In früheren Fällen wurde vor Gericht immer zugunsten des Jobcenters entschieden, so dass die Arbeitgeber Rückzahlungen an die Behörde leisten mussten. Mittlerweile prüfen die Jobcenter flächendeckend, ob ein Aufstocker einen sittenwidrigen Niedriglohn erhält. „99 Prozent der Unternehmen, bei denen sittenwidrige Löhne bemängelt werden, ändern die Verträge“, sagte Olaf Möller, Sprecher der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit (BA), gegenüber der Zeitung. In Brandenburg beziehen derzeit rund 60.000 Arbeitnehmer aufstockende Hartz IV-Leistungen. Jeder fünfte Beschäftigte hat einen geringeren Stundenlohn als 8,50 Euro. Im ostdeutschen Niedriglohnsektor liegt der Durchschnittsverdienst bei 6,52 Euro.

Baaske: Harte Arbeit muss mit anständigen Löhnen bezahlt werden
Wie die Zeitung weiter berichtet, liegen derzeit noch keine Zahlen zur Prozesswelle gegen sittenwidrige Niedriglöhne vor. Es sei aber eine Arbeitsgruppe bei der Regionaldirektion der BA gebildet worden, die bis Ende des Jahres entsprechende Ergebnisse vorlegen würde, sagte Möller. 

„Menschen, die jeden Tag hart arbeiten, verdienen anständige Löhne“, machte Brandenburgs Arbeitsminister Günter Baaske (SPD) gegenüber dem Blatt klar. Unternehmen, die viel zu niedrige Löhne zahlen, dürften nicht mit ergänzenden Sozialleistungen subventioniert werden. Durch sittenwidrige Niedriglöhne werde nicht nur den Beschäftigten sondern auch auch der Konkurrenz mit fairer Bezahlung geschadet, so der Arbeitsminister. (ag)


...

Wichtig .... Petition zur Abschaffung von Sanktionen gegen Hartz IV-Bezieher

.....

Petition 46483

Arbeitslosengeld II - Abschaffung der Sanktionen und Leistungseinschränkungen (SGB II und SGB XII) vom 23.10.2013


Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die Paragrafen im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (Grundsicherung für Arbeitsuchende, § 31 bis § 32 SGB II) und im Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (Sozialhilfe, §39a SGB XII) ersatzlos zu streichen, die die Möglichkeit von Sanktionen bzw. Leistungseinschränkungen beinhalten.

Begründung

Die Sanktionen (§ 31 und § 32 Zweites Buch Sozialgesetzbuch) und die Leistungseinschränkungen (§ 39 a Zwölftes Sozialgesetzbuch) verletzen das Recht auf die Absicherung des zwingend gesetzlich festgelegten soziokulturellen Existenzminimums. Wem ganz oder teilweise die Grundsicherungsleistung gestrichen wird, dessen Existenz und gesellschaftliche Teilhabe ist bedroht.



Petitionen Deutscher Bundestag
....