Mittwoch, 2. September 2009

Diakonie befürchtet Personalmangel in der Pflege

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Heute veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit die aktuellen Arbeitsmarktdaten. Einmal mehr wird dann deutlich: Deutschland droht ein dramatischer Personalmangel im Pflegebereich. Seit Jahren wächst die Zahl der offenen Stellen.

Allein in der Altenpflege waren es im Juli 14.791 Arbeitsplätze, fast 50 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.
Experten schätzen, dass bis 2020 ein zusätzlicher Personalbedarf von mehr als 50.000 Pflegekräften im stationären und 27.000 im ambulanten Bereich gedeckt werden muss.
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Mit der Aktion WEIL WIR ES WERT SIND setzt sich die Diakonie daher für eine Anpassung der Sozialgesetzgebung ein. Kernstück der Forderungen ist eine gerechte Bezahlung der Mitarbeitenden. Grüneberg: „Nur mit einer verlässlichen Finanzierung werden wir gute Pflege dauerhaft leisten können. Nur so können wir auch eine gute Ausbildung und die notwendige Qualifizierung unserer Mitarbeitenden ermöglichen und den Pflegeberuf für Fachkräfte und den Nachwuchs attraktiv gestalten.“
Mit der Unterschriftenaktion setzt sich der evangelische Wohlfahrtsverband gemeinsam mit Pflegekräften, Pflegebedürftigen und Angehörigen für die ideelle und finanzielle Anerkennung der Pflege ein. Ziel der Kampagne: Noch vor der Bundestagswahl sollen die Unterschriften an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Parteivorsitzende aller Bundestagsparteien übergeben werden. Damit will die Diakonie erreichen, dass ihre Forderungen in die Koalitionsverhandlungen aufgenommen werden.
Mehr Informationen unter www.weil-wir-es-wert-sind.de.
In Sachsen-Anhalt gibt es unter dem Verbandsdach der Diakonie Mitteldeutschland 50 stationäre Pflegeeinrichtungen mit 3.341 Plätzen und 2.045 hauptamtlichen Mitarbeitern. Davon sind 31 Einrichtungen Ausbildungsstätte (62 %). 37 ambulante Pflegedienste (Sozialstationen) mit 638 hauptamtlichen Mitarbeitern unterstützen Menschen, die zu Hause gepflegt werden wollen.
Halle, 1. September 2009
Frieder Weigmann, Pressesprecher, Referatsleitung, Medien, Marketing und Kommunikation Diakonie Mitteldeutschland , Tel.: 0345 - 122 99 140, E-Mail: presse@diakonie-ekm.de

Jani's Anmerkung:
So richtig kann ich mir das nicht vorstellen.
Ja, wirklich. Denn stände ein möglicher Personalmangel im Raum, würden doch Leiter & Träger von Pflegeeinrichtungen Interesse haben, dem entgegenzuwirken.
Sei es durch Ausbildung und anschließende Einstellung der Ausgebildeten - durch Qualifizierung von Pflegehilfskräften sowie durch eine gekonnte Motivation der Angestellten.
Dazu müßte man natürlich selbst motiviert sein. Denn ein destruktiver Führungsstil war für eine Firma noch nie zielführend. Dieses kann man in vielen Einrichtungen beobachten.
Und natürlich darf man dabei den Faktor Zeit = Geld nicht außer acht lassen. In der Pflege spielt er eine sehr große Rolle. Und hier ist die Politik gefragt.
Vielleicht (Auf jeden Fall) sollten Wohlfahrtsvereine und Gewerkschaften hierbei Hand in Hand gehen - dann klappt's vielleicht auch mit der Politik!

Quelle 

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