Donnerstag, 15. März 2012

Die Erschaffung Evas

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18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.
19 Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen.
20 Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre.
21 Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch.
22 Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.
23 Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist.2
24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein "ein" Fleisch.
25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht. 

Sprüche

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Hast du Verstand und ein Herz, 
so zeige nur eines von beidem.
Beides verdammen sie dir, 
zeigest du beides zugleich.

Friedrich Hölderlin
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Worte zum Tag

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Wahrlich, keiner ist weise
der nicht das Dunkle kennt
das untrennbar und leise,
von allem ihn trennt!

Herrmann Hesse

Samstag, 10. März 2012

Im Ehrensold alles inklusive

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Auch ein interessanter Artikel zum Aufreger-Thema Wulff und Co.

BERLIN/MZ. Am 18. Juni 1959 - sieben Jahre vor Bildung der ersten Großen Koalition - kam im Deutschen Bundestag in Bonn für einen Augenblick eine All-Parteien-Koalition zusammen. Das Parlament stimmte dem "Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über die Ruhebezüge des Bundespräsidenten" zu, den alle Bundestagsfraktionen von CDU / CSU, SPD, FDP und DP (Deutsche Partei) im Frühjahr gemeinsam eingebracht hatten. 
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Größte Anhebung
Hinter dem nur vier Artikel umfassenden gesetzlichen Entwurf verbarg sich die vermutlich rapideste und umfangreichste Pensionsanhebung der bundesdeutschen Geschichte. Auf einen Schlag verdoppelten sich die Altersbezüge ("Ehrensold"). Bis dahin bekamen ausgeschiedene Bundespräsidenten die Hälfte ihrer Bezüge als Altersversorgung - nun wurde das Gehalt zu 100 Prozent als Ehrensold weiter bezahlt. Die einvernehmliche Großzügigkeit hatte nie öffentlich genannte Gründe. Nicht einmal in den Protokollen des Haushalts- und des Innenausschusses, die den Gesetzentwurf beraten hatten, sind sie verzeichnet.
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Der eine Grund hieß Konrad Adenauer (CDU). Der erste Nachkriegskanzler regierte seit 1949 und war mit seinen inzwischen 83 Jahren selbst für die eigene Partei zu alt für das Regierungsamt. Er sollte den Weg freimachen für Wirtschaftsminister Ludwig Erhard (CDU). Adenauer hatte dem Druck nachgegeben und sich im April 1959 bereiterklärt, als Nachfolger für Theodor Heuss als Bundespräsident zu kandidieren. Dessen Ausscheiden nach zwei Amtszeiten stand im September 1959 an. Um Adenauer das sehnlich erwartete Ausscheiden aus der Regierung zu erleichtern, sollte er mit der Aussicht auf üppige Altersversorgung nach dem Ende seiner Bundespräsidentschaft geködert werden.
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Der andere Grund hieß Theodor Heuss. Denkbar ist, dass Heuss, der unter den Westdeutschen höchstes Ansehen genoss, für seine außerordentliche Leistung mit den verdoppelten Altersbezügen honoriert werden sollte. Der zweite Grund ist zum Tragen gekommen, der erste nicht. Nachdem Adenauer erkannt hatte, dass das Amt der Bundespräsidenten so machtlos ist, wie er es sich für Heuss gewünscht hatte, schwand seine Bereitschaft zur Kandidatur, und er blieb im Kanzleramt.
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Aber weder der eine noch der andere Grund war der, auf den sich die All-Parteien-Koalition damals verständigt hat. Um den zu erfahren, genügt ein Blick in das Buch "Der Sold des Politikers", das im September 1959 erschien. Darin heißt es, die Fraktionen hätten die Verdoppelung der Altersbezüge für notwendig gehalten, weil der ehemalige Bundespräsident voraussichtlich von vielen Seiten stark in Anspruch genommen werde und dadurch "sehr erhebliche Repräsentationsaufwendungen" habe. 
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Alles abgegolten
Mit anderen Worten: Die Kosten des Büros, des Referenten etc. für den Alt-Bundespräsidenten, sollten mit Verdoppelung des Ehrensolds abgegolten sein. Ex-Bundesvertriebenenminister Heinrich Windelen (CDU), damals Mitglied des Haushaltsausschusses, interpretiert das heute so: Es sei "sehr wahrscheinlich", dass nach der Verdoppelung des Ehrensolds die Repräsentationsaufwendungen vom ehemaligen Bundespräsidenten selbst zu tragen seien.
Geworden ist daraus Folgendes: Zum verdoppelten Ehrensold auf Lebenszeit von inzwischen 199 000 Euro kommt die Übernahme der Kosten für Büro, Referent, Wagen, Chauffeur in Höhe von 280 000 bis 350 000 Euro jährlich, die in keinem Gesetz geregelt ist, sondern vom Haushaltsausschuss stillschweigend bewilligt wird. Das ist genau das Gegenteil dessen, was das Parlament 1959 beabsichtigte. 

mz-web.de
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Fremdenfeindlichkeit - Türkische Imbiss-Betreiber fürchten um Existenz

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MÜCHELN/MZ. Der Schrecken dauert vielleicht eine Stunde, so genau lässt sich das nicht mehr rekonstruieren. Eine vergleichsweise kurze Zeitspanne, die Yasar N. und seiner Freundin Zelal B. (Namen geändert) aber wie eine Ewigkeit vorkommt. Am Abend des 25. Februar wird das türkische Pärchen in seinem Imbiss in Mücheln (Saalekreis) überfallen. Die Täter sind mutmaßlich Rechtsextreme. Sie werfen N. zu Boden, schlagen und treten ihn. Einer von ihnen bedroht ihn mit den Worten, wenn er nicht bis zum 20. April, "Führers Geburtstag", seinen Laden schließe, "dann stehst du als nächster in der Zeitung" - eine unverhohlene Drohung mit einer Anspielung auf die Zwickauer Neonazi-Terrorzelle, deren Mitglieder zwischen 2000 und 2007 neun Migranten und eine deutsche Polizistin getötet haben sollen.
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Imbiss hat geschlossen
Zehn Tage nach dem Überfall sitzt Yasar N. im Müchelner "Grill Haus" an einem Tisch und zieht an seiner Zigarette. Der 25-Jährige wirkt nervös, seine Bewegungen sind fahrig. Neben ihm auf dem Fußboden lehnt das zersplitterte Oberlicht der Eingangstür. Es ging zu Bruch, als die Angreifer - eine Gruppe von sechs Leuten - ein zweites Mal versuchten ins Haus einzudringen, nachdem sie von ihrem Opfer schon abgelassen hatten und geflüchtet waren. N. hat die Tür abgeschlossen, die Jalousien heruntergelassen. "Niemand soll sehen, dass wir hier sind." Der Imbiss hat geschlossen. Das Wirtspaar steht vor den Trümmern seiner Existenz.
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Eine Woche nach dem Angriff hatte N. nochmal für drei Tage aufgesperrt. Es hat sich nicht gelohnt. "Am Montag", sagt er, "habe ich gerade mal sieben Döner verkauft, an Schulkinder." Dabei fing alles so gut an im November vorigen Jahres. "Dönerläden gibt es an jeder Ecke", sagt der 25-Jährige, "wir wollten etwas Besonderes." Deswegen nehmen sie auch Pizza, Pasta und Hamburger mit auf die Karte. Deswegen stehen im Gastraum neben dem Tresen ein paar rustikale Holztische und Stühle. Deswegen gibt es auch einen Lieferservice.
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Der Laden läuft. Von früh bis spät steht Yasar N. hinter der Theke und in der Küche. Immer mehr Leute bestellen, vor allem Ältere. "Aber seit dem Angriff", sagt er resigniert, "gab es keinen einzigen Anruf mehr." Der Umsatz ist weggebrochen. "Die haben alle Angst", vermutet er. Mücheln ist klein, 9 000 Einwohner. Der Überfall hat sich schnell herumgesprochen. Und damit die Frage: Kommen die Täter wieder? Andreas Marggraf ist entsetzt: Genau das dürfe nicht passieren, sagt Müchelns parteiloser Bürgermeister, dass Opfer eines Überfalls nun um ihre Existenz bangen müssten. Marggraf ist auch besorgt: "Wir wollen in Mücheln keine Gewalt."
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Der Staatsschutz ermittelt derweil gegen zwei Männer aus Mücheln, die an dem Überfall beteiligt gewesen sein sollen. Der Vorwurf gegen den 54-Jährigen und den 20-Jährigen: gefährliche Körperverletzung und Androhung von Straftaten. Der rechtsextremen Szene gehören die beiden nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei nicht an, sie sind auch noch nicht einschlägig aufgefallen.
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mz-web.de

Die Fakten:

*  Mücheln ist eine Kleinstadt von ca. 9000 Einwohner 
*  im November 2011 eröffnet - Geschäft läuft nach Aussage der MZ sehr gut
* der 54- sowie der 20jährige gehören nach polizeilichen Erkenntnissen nicht zur rechten Szene 


Jani's Kommentar:

Erfolg weckt Neider. Der Markt im Bereich Gastronomie ist sehr schwierig und hart umkämpft. Branchenkenner wissen, dass 'mitunter' auch mit nicht fairen Mitteln wie übler Nachrede - Schmutzkampagnen aller Art etc. gearbeitet wird, um Mitbewerber aus dem Weg zu räumen.
Ich denke nicht, dass es hier um Fremdenfeindlichkeit geht. Nein, im Leben glaube ich das nicht. Auch wenn hier der Anschein erweckt werden soll! Ich meine, die sind da jemanden empfindlich auf die Füße (sprich Geldbeutel) getreten.
Was sich allerdings nicht ausschließen lässt, ist, dass Rechte auf den fahrenden Zug aufspringen, "um mal Ordnung in die deutsche Gesellschaft zu bringen". Und Menschen, die permanent unter Existenzängsten leiden - in der ostdeutschen Gastronomie ist das so - laufen hier Gefahr, sich auf etwas einzulassen, was unter anderen Umständen völlig unmöglich sein würde.
Mir graut's vor Politikern, die den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Die  nur von Zwölf bis Mittag denken können. Die meine Heimat ständig in die rechte Ecke stellen, wo es gar keine gibt.

Die Gefahr kommt  doch nicht von Rechts - das ist nur die Folge aus dem Versagen von Politik, Macht, Geld und Lobby. Nichts gelernt aus den Jahren vor dem 2. Weltkrieg? Nichts gelernt!

Bloss nicht den Gedanken weiterdenken...... Nicht, dass ich das nicht längst hätte. Aber es bringt nichts. Es macht einen nur selbst kaputt.



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Mittwoch, 7. März 2012

Ja, finde ich auch!

Kurzbeschreibung

Viele Zeitgenossen sind auf dem Absprung: Kirchensteuer sparen und raus aus dem Laden. Was spricht dagegen? Höchste Zeit, daß jemand die guten Argumente für Mutter Kirche zusammenfaßt und in heiterer Form illustriert. 60 mal die muntere Mischung: Spaßiger Spruch, krasse Karikatur, bestechendes Bibelwort. Eine Argumentationshilfe mit der wirksamsten aller Zutaten: Humor! Und all das zu einem Preis unterhalb jeder Steuerklasse.

Autorenportrait

Werner Tiki Küstenmacher ist Grafik-Designer, Zeichner und Buchautor. 1989 machte er Furore mit dem Buch MS-DOS mühelos!, einem Cartoon-Computer-Kurs. Seit drei Jahren gibt er den Newsletter und persönlichen Beratungsdienst simplify your life heraus, auf den jeden Monat 20 000 Abonnenten gespannt warten weil er ihnen zeigt, wie sie ihr Leben vereinfachen können.
 
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Montag, 5. März 2012

Eine Trauung in zwei Religionen – geht das?

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Gottesdienst mit Bibelversen und Koransuren – Ein Zeichen gegen Islamfeindlichkeit

Vorgesehen sind solche interreligiösen Feiern bisher nicht, weder in christlichen noch in muslimischen Gemeinden. Das Frankfurter Ehepaar Gebert-Saltani hat lange gesucht – und am Ende eine stimmungsvolle christlich-muslimische Feier in einer “evangelischen Kirche” in Frankfurt erlebt.

 

 Kopten

 

Janis Kommentar: 

Wir sind so liberal und frei und offen und eigentlich haben wir ja überhaupt keine Ahnung, von dem, was wir reden  .... aber völlig egal, wir gehen mit der Zeit. Ja, und so mancher Pastor ist sich nicht zu blöd, sein Nichtwissen und seinen Nichtglauben medienwirksam zu verbreiten. 

Dabei brauche ich doch nur das Buch der Bücher aufzuschlagen und darin zu lesen - nun, es es nicht jedem gegeben, zu verstehen, was da geschrieben steht - soll auch unter dem Klerus welche geben, denen das so geht. 

Da schau ich doch gleich mal nach, was im 1. Johannes zu obigen Thema geschrieben steht 

 

Der Geist der Wahrheit und der Geist des Irrtums

1 Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt. 
2 Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; 
3 und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt. 
4 Kinder, ihr seid von Gott und habt jene überwunden; denn der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist. 
5 Sie sind von der Welt; darum reden sie, wie die Welt redet, und die Welt hört sie. 
6 Wir sind von Gott, und wer Gott erkennt, der hört uns; wer nicht von Gott ist, der hört uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.

 

Jesus ist nach dem Koran ein Prophet (arabisch: nabi) und ein Gesandter Gottes (rasul). 

Die 2. Sure legt den Moslems ein Bekenntnis in den Mund, das folgendermaßen lautet:
"Sagt: Wir glauben an Gott und (an das), was (als Offenbarung) zu uns und was zu Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt worden ist und was Mose und Jesus und die Propheten von ihrem Herrn erhalten haben, ohne daß wir bei einem von ihnen (den anderen gegenüber) einen Unterschied machen" (Sure 2, 136).
Quelle


Ich mein, dass ist eigentlich recht anschaulich - auch für einfache Gemüter, leicht zu verstehen. Und wenn nicht? Dann habe ich noch jede Menge anderer Bibelverse.

LG Jani

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Worms - 16-Jährige wird Opfer eines Sexualdeliktes -

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Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Mainz und des Polizeipräsidiums Mainz

Mittwoch, 15.02.12, 23:30 Uhr
In der Nacht zum Donnerstag wurde ein 16-jähriges Mädchen Opfer eines Sexualtäters.

Gegen 23:30 Uhr wurde der Polizei in Worms eine verletzte Frau im Parkhaus Friedrichstraße in Worms gemeldet.

Die eintreffenden Polizeibeamten fanden die 16-Jährige im Bereich des Treppenhauses unbekleidet vor. Sie wies starke Verletzungen im Genitalbereich auf und war nicht ansprechbar.

Die junge Frau wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und notoperiert. Nach aktueller Auskunft der behandelnden Ärzte besteht keine Lebensgefahr mehr, war bis Samstag aber noch nicht vernehmungsfähig.

Bei der 16-Jährigen handelt es sich um ein Mädchen aus Worms.

Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen richtet sich ein Tatverdacht gegen zwei 17-jährige und einen 19-jährigen Täter mit türkischem Migrationshintergrund, die sehr schnell ermittelt wurden. Gegen zwei von ihnen – die als Haupttäter angesehen werden – erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mainz Haftbefehl. Bei dem dritten Tatverdächtigen, der nach derzeitigem Kenntnisstand an der Tat aktiv nicht beteiligt war, handelt es sich um einen Jugendlichen, der wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Alle drei haben sich zur Sache eingelassen. Die weiteren Ermittlungen, zu denen auch kriminaltechnische Untersuchungen zählen, dauern an.



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Samstag, 25. Februar 2012

Gauck-Auftritt in Fürth: Viel Familie, wenig Präsident

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Prominente - Es wird wahrscheinlich Joachim Gaucks letzter öffentlicher Auftritt vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten am 18. März gewesen sein. So nah wie am Freitag in Fürth werden die Bürger ihrem neuen Staatsoberhaupt in spe so schnell wohl nicht mehr kommen.
von Daniel Staffen-Quandt 


Diesmal ist es kein Taxi. Der designierte Bundespräsident Joachim Gauck kommt am Freitagabend in einer schwarzen Limousine, mit Polizeischutz. Noch eine Woche zuvor war der 72-Jährige mit dem Taxi am Kanzleramt in Berlin vorgefahren, direkt nach der Landung am Flughafen Tegel. Der Medienrummel vor der "Comödie" in Fürth dürfte aber ähnlich groß wie in Berlin gewesen sein - schließlich ist es der erste öffentliche Auftritt des früheren DDR-Bürgerrechtlers seit der Kandidatenkür am 19. Februar. Und vermutlich der letzte von "Bürger Gauck" für lange Zeit.

Der Termin für die Lesung aus seinem Buch "Winter im Sommer - Frühling im Herbst" stand bereits seit Monaten fest. Ob ihn Joachim Gauck auch nach der Nominierung als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten noch wahrnehmen würde, war ungewiss. Theaterleiterin Eva Brütting sprach von einer aufregenden und anstrengenden Woche, sie nannte Gaucks Auftritt ein "historisches Moment" für das kleine Theater. Viele Kartenbesitzer hätten sich erkundigt, "ob er nun kommt, oder nicht". Sie sei froh, dass die Zitterpartie gut für die "Comödie" ausgegangen sei.



weiter geht es hier 

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Präsident Gauck: Prediger der verrohenden Mittelschicht

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Mit Christian Wulff hat sich die politische Klasse eines lästig geworden kleinbürgerlichen korrupten Aufsteigers entledigt, während die viel größeren Geschäftemacher der Parteien weiter ungestört ihren Interessen nachgehen können…
Es gibt auch in Deutschland unterschiedliche Ansichten

von Jutta Ditfurth
Um die Peinlichkeit zu übertünchen, wurde nun Joachim Gauck, der Prediger für die verrohende Mittelschicht gerufen. Dass CDU/SPD/FDP und Grüne ihn gemeinsam aufstellen verrät uns, dass uns noch mehr Sozialstaatszerstörung, noch mehr Kriege und noch weniger Demokratie drohen. Einen wie ihn holt man, um den Leuten die Ohren vollzuquatschen.
Gaucks neoliberales Verständnis von Freiheit als Freiheit des Bourgeois, schließt soziale Menschenrechte aus. Von sozialer Gleichheit als Bedingung wirklicher Freiheit versteht er nichts. Mit der Agenda 2010 und ihren brutalen Folgen ist er sehr einverstanden, für die Betroffenen und ihre Proteste hat er stets nur Verachtung. Kritik am Kapitalismus findet Gauck lächerlich. Die Entscheidung zur Begrenzung der Laufzeit von AKWs gefühlsduselig.
Dem Krieg in Afghanistan hat Gauck die Treue gehalten, denn auch dieser Christ ist ein Krieger. In der Vertriebenfrage ist der künftige Bundespräsident ein Kumpan von Erika Steinbach und hat Probleme mit der polnischen Westgrenze. Was er von Demokratie und Humanismus hält, verrät er, indem er für die Verfassungsschutzüberwachung der Linkspartei eintritt und den Ideologen des Rassismus der Mitte, Thilo Sarrazin, “mutig” findet. Hat jemand je eine scharfe und überzeugende Kritik an Nazis von ihm gehört?
Fremdenfeindlichkeit kann er verstehen, aber er schätzt es nicht, »wenn das Geschehen des deutschen Judenmordes in eine Einzigartigkeit überhöht wird«.
Gauck ist ein Anhänger der Totalitarismusideologie, der Gleichsetzung von Kommunismus und Faschismus. Mit seiner Aufstellung als Kandidat bekennen sich CDU/SPD/Grüne und FDP zu dieser unerträglichen reaktionären Weltsicht. Der Kandidat und die vier ihn aufstellenden Parteien passen zu einander.

P.S.: Das Amt des Bundespräsidenten ist überflüssig, ein feudales Relikt für obrigkeitsgläubige Deutsche.

Jutta Ditfurth, Autorin und Soziologin, vertritt ÖkoLinXAntirassistische, Liste im Frankfurter Römer

Quelle
Jani's Kommentar

Ich muss gestehen, ich hatte nicht wirklich Ahnung von Herrn Gauck. Nur das Übliche, was man so landauf / landab weiß. Nachdem ich mich ein wenig mit seiner Person auseinandersetzte, dabei etliche Kommentare las u.a. auch einen Kommentar in der MZ von Friedrich Schorlemmer, den ich sehr schätze, war ich schockiert. 

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten?!
Seine Art jede Form von Sozialkritik an Hartz 4 - am heutigen System des Kapitalismus - etc. abzubügeln, spricht nicht unbedingt für diesen Mann. Und schon gar nicht für einen evangelischen Pfarrrer. Gut, dass er keiner mehr ist. Und gut, dass ich den nicht als Pfarrer kannte, womöglich hätte es mich den Glauben gekostet (nein, nicht wirklich - denn Gott ist nicht Pfarrer - nichts gegen Pfarrer, es gibt auch Christen unter ihnen).

Auch finde ich es nicht in Ordnung, dass so jemand seit 12 Jahren getrennt und noch immer nicht geschieden ist - trotz einer bereits langjährigen neuen Beziehung. Und ja, ich bin in solchem Fall sehr konservativ. 
Und mir ist auch klar, dass es keinen besseren gibt.  Aber der Hinweis, dass wir uns einen Präsidenten eigentlich sparen können, ist auch nicht von der Hand zu weisen.




Freitag, 24. Februar 2012

Muslim-Taxi: Mission, nicht nur auf Rädern

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Das neue „Muslim-Taxi“ eines Hamburger Studenten hat medialen Staub aufgewirbelt. Dabei ist es „ein herzlicher Versuch, uns Muslimen unserem Empfinden gerecht zu werden“, lässt ein Gast im Gästebuch der Internetseite wissen, „und wenn da sündige missgelaunte Torheit uns entgegenbläst, tut das der Sache unrecht“.

Indessen soll MuslimTAXI nicht nur für Muslime sein, und es ist auch kein Taxiunternehmen. Was dann, und was ist so aufregend daran? Der aus dem Irak stammende deutsche Flugzeugtechnikstudent Selim Reid, 24, hat nach eigenen Angaben europaweit die erste islamische Mitfahrzentrale gegründet. Der Muslim war unzufrieden darüber, dass Muslime, vor allem Kopftuchträgerinnern, Benachteiligungen oder gar Pöbeleien zu erleiden hätten, wenn sie Mitfahrgelegenheiten nutzten. Überhaupt könnten Muslime herkömmliche Mitfahrzentralen kaum in Anspruch nehmen, weil „die nach dem Islam vorgegebene Geschlechtertrennung hier nicht umgesetzt wird“. Im taz-Interview erläuterte Reid, Muslime sollten diese Trennung anstreben. Da man sich während längerer Fahrten durchaus näher kommen könne, sei das Risiko von Seitensprüngen und kaputten Ehen bekanntlich hoch. So kam er auf die Idee, eine eigene Plattform anzubieten. Die ermöglicht die nötige Vorsortierung in Männlein und Weiblein und grenzt zugleich einfach und kostenlos das „Fremdgehrisiko“ ein. Sicherlich will er, wenn es sich machen lässt, in der Nische auch ein wenig Geld verdienen. Viel wichtiger aber ist ihm, dass Geschwister im Glauben einander unterstützen, damit alles mit rechten Dingen zugeht: „Wir Muslime passen untereinander auf uns auf“, gab Reid zu Protokoll. Das scheint der Nerv der ganzen Unternehmung zu sein: Die Möglichkeit zur Da’wa, zur Mission. Selim Reid bekennt offen, es sei das Beste an den Fahrten, dass man sich über den Islam unterhalte und „an dessen Stärken teilhabe“. Das gelte selbstverständlich auch für Nichtmuslime, die dazu herzlich eingeladen sind. Deshalb lässt Reid die Vorwürfe nicht gelten, die ihm Parallelgesellschaft, Apartheid und Schlimmeres vorhalten. Nichtmuslime sind willkommen, es könnte ja sein, dass sie sich „für unseren Glauben begeistern und diesen vielleicht sogar annehmen“. Wer wirklich den Dialog suche, könne ihn da gerade finden. Nicht von ungefähr lautet das Motto darum: „Mitfahrgelegenheiten für den Dialog zwischen Muslimen und Nichtmuslimen“.

Die Einladung zum Islam – übrigens ebenfalls Pflicht „eines jeden Muslims“ – ist offenkundig Reids eigentliches Anliegen. Da’wa ist, vor allem wenn man sich im Internet umsieht, zentrales und programmatisches Stichwort salafitischer Kreise. MuslimTAXI ist in einem größeren Zusammenhang salafitischer missionarischer Aktivitäten zu sehen. Das belegen weitere Internetseiten, die der Student betreibt, etwa die Seite mit dem sprechenden Titel www.da3wa.net (die 3 steht für den arabischen Buchstaben Ajin) oder www.du3a.de (Du’a meint das Bittgebet – die Verbindung zu Allah soll durch solche Gebete beständig und andauernd werden). Mit ein, zwei Klicks ist man von hier aus bei dem salafitischen Wanderprediger Pierre Vogel („Einladung zum Paradies“), bei „Die wahre Religion“, „Die Wahrheit im Herzen“, „DawaFFM“ oder anderen Angeboten aus diesem radikalen Milieu. Da’wa-Bemühungen sind vielfältig und ihr Netz im Netz ist weit gespannt. Auf http://dawa-news.net erfährt man, dass der Anwalt des Hetzpredigers und Sympathisanten des bewaffneten Dschihads Ibrahim Abou-Nagie zum Islam konvertiert sei und kann dies gleich auf Video nachverfolgen. Vermutlich das wichtigste Instrument sind Portale mit zahlreichen Videos (s. z. B. http://dawatv.net), mit www.selisha.de steht, wenn auch in den Anfängen, ein islamisches eBay zur Verfügung, diverse Shops (z. B. http://az-zahra.de) runden das reichhaltige Angebot ab, das Muslimen nicht zuletzt zu Da’wa-Zwecken zur Verfügung stehen soll. Ziel ist die Verbreitung eines möglichst wörtlichen Verständnisses der islamischen Regeln nach Koran und Sunna und ihre strenge Einhaltung. Damit werden wichtige und zentrale Werte unserer Gesellschaft nicht nur in Frage gestellt, sondern teilweise offen bekämpft. Zur Da’wa in diesem Sinne gehört selbstverständlich auch die möglichst alltagsrelevante Verankerung islamrechtlicher Normen im gesellschaftlichen Leben. Aus dieser Sicht ist MuslimTAXI ein verheißungsvolles Projekt.

Torheit muss dem nicht „entgegenblasen“, aber gerade deshalb sollte diese Form der islamischen „Missionierung“ nicht verharmlost, sondern zumindest als solche erkannt, benannt und kritisch hinterfragt werden.

Dr. Friedmann Eißler

Salafiten in Deutschland (Teaser): www.ekd.de/ezw/Publikationen_2568.php
taz-Interview: http://taz.de/Gruender-ueber-islamische-Mitfahrzentrale/!86202/

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Worte zum Tag

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Schwere Zeiten sind wie ein dunkles Tor.
Kommst du hindurch, gehst du gestärkt hervor.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)

österreichische Schriftstellerin



Jani's Anmerkung:
Das kann ich unterschreiben. Daraus ergibt sich dann ein anderes Problem. Alle denken, dass ich stark bin und erwarten mittlerweile auch nichts anderes von mir. Oft klingt es wie ein Vorwurf in meinen Ohren. Aber eigentlich bin ich nicht stark, sondern hatte nie eine andere Wahl - es gab immer nur entweder oder. Entweder aufgeben (Auto gegen die Wand) oder eben durch. Gefragt wurde ich nie.


Das ist auf Dauer ermüdend. Ich bin müde. Das aber können nur barmherzige Menschen nachfühlen. Eigenes Leid macht barmherzig. Oh nein, falsch - ganz viele werden nur verbittert. Aber die, die ich barmherzig erlebt habe, hatten alle Leid erlebt. Das erschreckende daran ist, man findet die Barmherzigen nicht unbedingt in unseren Kirchen. Irgendetwas läuft doch total schief.......... 





Donnerstag, 23. Februar 2012

Das neue Bild des Islam

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Auf dieser Website geht es um die Geschichte des Islam und da vor allem um die ersten drei Jahrhunderte. Es ist die Zeit, wo nach traditioneller Darstellung Mohammed den Islam gründete und seine Religion in kurzer Zeit über die Hälfte der damaligen Welt verbreitete.

Die moderne Geschichtsforschung sieht diese Zeit jedoch vollkommen anders. Es gibt keinerlei Quellen- islamische oder nichtislamische- aus dieser Zeit, die über einen Propheten Mohammed und eine Religion namens Islam berichten würden. Alle islamischen Quellen stammen ausnahmslos aus späteren Jahrhunderten. Die zeitgenössischen Quellen kennen den Propheten, seine Religion und seine Eroberungen nicht.

Neueste Forschungen verschiedener Disziplinen weisen die bekannten islamischen Darstellungen als Erbauungs- und Rechtfertigungsliteratur späterer Jahrhunderte ohne irgend eine historische Basis nach. Sie weisen ferner nach, dass die Ursprache des Koran  nicht das behauptete Koranarabisch war, und dass wesentliche Teile des Koran bereits vor Mohammed im Umlauf waren. Die später ins Arabische übertragenen Texte weisen teils groteske Fehlübersetzungen auf - wie etwa das angebliche Kopftuchgebot.

Diese Seite ist auch der historisch-kritischen Forschung gewidmet. Es kann nicht sein, dass wissenschaftliche Methoden nicht auch auf den Islam angewendet werden dürften, sondern religiöse Legenden als historische Wahrheit geglaubt werden müssen.

Wen die Thematik interessiert sei auf das Buch Good Bye Mohammed verwiesen.
 
 
 
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Freitag, 17. Februar 2012

Voltaire über den Propheten Mohammed und den Islam

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Voltaire, der große europäische Aufklärer, macht in seinem Brief an den Preußenkönig Friedrich II. vom Dezember 1740 klar, was er von Mohammeds Islam hält:



„Ich gebe zu, dass wir ihn hochachten müssten, wenn er, als legitimer Herrscher geboren oder mit Zustimmung der Seinen an die Macht gelangt, Gesetze des Friedens erlassen hätte. Doch dass ein Kamelhändler in seinem Nest Aufruhr entfacht, dass er mit ein paar Koreischititen" - Stammesmitglieder - „seine Brüder glauben machen will, dass er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte; dass er sich damit brüstet, in den Himmel entrückt worden zu sein und dort einen Teil jenes unverdaulichen Buches empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben läßt, dass er, um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, dass er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, dass er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben läßt: Das ist nun mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, es sei denn, er ist als Türke in die Welt gekommen, es sei denn, der Aberglaube hat in ihm jedes natürliche Licht erstickt."
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„Bis zu den ältesten Verbrechern" zurück, so Voltaires These, reiche das Verbrechen aus religiösem Fanatismus. Auch die französische, die zivilisierte Welt seiner Gegenwart sei von dieser Versuchung nicht gefeit: „In demselben Jahrhundert, in dem auf der einen Seite die Vernunft ihren Thron errichtet, sieht man auf der anderen Seite den absurdesten Fanatismus und Aberglauben seine Altäre bauen", schreibt Voltaire an Friedrich. 



Quelle
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Sonntag, 12. Februar 2012

Wo Christen am stärksten verfolgt werden




Open Doors schätzt, dass weltweit rund 100 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden. Christen sind damit die größte Gruppe aller aus religiösen Gründen Verfolgten.
Der jährlich von Open Doors veröffentlichte Weltverfolgungsindex ist eine Aufstellung von 50 Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt oder benachteiligt werden. Der Weltverfolgungsindex erscheint seit 1993 und beleuchtet regelmäßig die Situation verfolgter Christen nach Ländern geordnet. Die Rangliste - die erste und älteste ihrer Art – soll Kirchen, Gesellschaft, Medien und Politik die Situation der verfolgten Kirche bewusst machen, um verfolgten Christen effektiv auf verschiedenen Ebenen helfen zu können.

Jedes Jahr bewertet eine internationale Arbeitsgruppe von Open Doors die Situation für Christen in Ländern mit eingeschränkter Religionsfreiheit aufgrund:
  • veröffentlichter Berichte zu Übergriffen auf Christen im Berichtszeitraum
  • Informationen aus erster Hand durch Befragung von Open Doors Mitarbeitern vor Ort mittels eines Fragebogens 
  • Einschätzungen von Experten

Informationen aus erster Hand
Open Doors ist als überkonfessionelles christliches Hilfswerk seit Jahrzehnten durch eigene Mitarbeiter in den Ländern mit Christenverfolgung präsent, meist im Untergrund und arbeitet konfessionsübergreifend mit den Untergrundkirchen der jeweiligen Länder zusammen. Für den Weltverfolgungsindex befragt Open Doors jährlich zumeist Mitarbeiter, Pastoren und Kirchenleiter vor Ort zur aktuellen Situation sowie Experten. Die Platzierung eines Landes ergibt sich nicht nur aus bekannt gewordenen Übergriffen auf Christen im Berichtszeitraum, sondern spiegelt vielmehr den grundsätzlichen Grad der Religionsfreiheit für Christen im jeweiligen Land wider. Wenn Informationen aus einem Land nicht erhältlich oder unsicher sind, wirkt sich das in der Platzierung zugunsten des Landes aus - selbst wenn der tatsächliche Grad der Verfolgung möglicherweise höher liegt. Eine Verschiebung in der Rangfolge im Index sagt nicht unbedingt etwas darüber aus, ob die Situation für Christen besser geworden ist. So kann sich die Lage in anderen Ländern stärker verschlechtert haben, so dass ein Land "überholt" wird.

Bei der Erhebung werden verschiedene Aspekte der Religionsfreiheit beleuchtet, wie beispielsweise:

Rechtlicher und offizieller Status von Christen:
  • Ist Religionsfreiheit mit dem Recht auf öffentliche Versammlungen in der Landesverfassung und/oder Gesetzen verankert?
  • Haben alle Staatsbürger gleiche Rechte und Pflichten?
  • Haben die Bürger das Recht, ungestraft zum Christentum zu konvertieren oder müssen sie befürchten, aufgrund ihres Religionswechsels vor Gericht gestellt zu werden?
  • Gibt es eine verpflichtende Staatsreligion für jeden Bürger?
  • Dürfen Christen ihre Religion öffentlich ausüben?
  • Bestehen im Land Gesetze gegen Religionswechsel (Anti-Konversionsgesetze) oder Blasphemie zum Schutz einer bestimmten Religion?

Die tatsächliche Situation der im Land lebenden Christen:
  • Werden Christen ihres Glaubens wegen verhaftet oder getötet?
  • Werden Christen ihres Glaubens wegen zu Gefängnis- oder Arbeitslagerstrafen verurteilt bzw. in die Psychiatrie eingewiesen?

Reglementierungen durch den Staat: 
  • Dürfen christliche Literatur und Bibeln im Land gedruckt, verbreitet bzw. eingeführt werden? Gilt dies für jede im jeweiligen Land gesprochene Sprache?
  • Werden christliche Veröffentlichungen zensiert/verboten?
  • Dürfen Kirchen gebaut, renoviert oder Räume für gemeindliche Zwecke gemietet/gekauft werden?
  • Müssen sich christliche Gemeinschaften registrieren lassen? Ist dies in einem überschaubaren Zeitraum und unter zumutbaren Bedingungen möglich?

Faktoren, die die Religionsfreiheit in einem Land untergraben können:
  • Werden Versammlungsorte von Christen oder deren Häuser angegriffen?
  • Gehen Behörden den Beschwerden und Anzeigen von Christen wegen nicht-staatlicher Übergriffe nach? Ermitteln Sicherheitskräfte bzw. staatliche Stellen nach solchen Übergriffen?
  • Initiieren bzw. unterstützen Medien Hetzkampagnen gegen christliche Minderheiten? Wenn ja, wie geht der Staat damit um?  


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Samstag, 11. Februar 2012

Der Zwang zum Glück

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Von Michael Paulwitz

Lehrer Lämpe von Wilhelm Busch: Deutsche Weltverbesserer wissen ganz genau, wo es langgeht Foto: Wikipedia

Vergeßt das Schreckgespenst vom germanischen Herrenmenschen in Uniform und Knobelbechern, der halb Europa unterjochen will. Jetzt kommt der deutsche Oberlehrer. Er ist grün, links und gut und weiß genau, was politisch korrekt ist. Rassisten, Nazis, Klimasünder, Sexisten, Homo- und Islamophobe kriegen von ihm unbarmherzig eins mit der Moralkeule auf die Mütze. Heute, da kuscht schon Deutschland, und morgen die ganze Welt.
Da hat in den Niederlanden doch tatsächlich einer aufgemuckt – Geert Wilders, der Islamkritiker im Parlament, der auch noch die Regierung stützt. Das geht natürlich gar nicht – da muß ein deutscher Denunziationsverein wie die „Amadeu-Antonio-Stiftung“ dem Holländer mal gründlich zeigen, wie man Abweichler mit braunem Dreck bewirft. Hilft sonst nichts mehr, setzt es auch mal Blitzkrieg – wenn in Österreich Waffenstudenten am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und an der ersten Adresse in der Hauptstadt eine Ballnacht feiern wollen, dann marschiert eben ein Bataillon straßenkampferprobter Antifa-SA ein und probt mal wieder den Anschluß auf dem Heldenplatz, um den Kameraden Schnürschuh zu zeigen, wie Straßenterror richtig geht. 

Wer Nazi ist, bestimmen die Gesinnungswächter
Wer Nazi ist, bestimmen dabei die Gesinnungswächter. Soll keiner glauben, er käme davon, bloß weil er Jude und israelischer Staatsbürger ist. Zuletzt mußte diese Lektion der Jerusalemer Professor Martin van Creveld lernen. Der hatte  in der irrtümlichen Annahme, in Deutschland herrsche noch akademische Freiheit, an der Universität Trier eine Gastprofessur angenommen. AStA, Gewerkschaften, Grüne, Jusos und „Linkspartei“ erfüllten wachsam ihren Kampfauftrag und denunzierten ihn wegen „Frauenfeindlichkeit, Militarismus, Antiisraelismus“, worauf die Universitätsleitung umfiel und den israelischen Hochschullehrer vor die Tür setzte.
Wenn es darum geht, am deutschen Wesen die Welt genesen zu lassen und kollaborationsunwillige Ausländer mit Totschlagevokabeln zu bewerfen, lassen sich die Grünen so leicht von niemand übertreffen. Ihre Fraktionen, Geschäftsstellen und Abgeordnetenbüros in Europa, Bund und Ländern sind sozusagen Schaltzentralen des gutmenschlichen Imperialismus. 

Der drohende Zeigefinger der deutschen Grünen
Ganz egal, ob der Ungar in den Senkel gestellt werden muß, weil er es gewagt hat, eine nichtlinke Regierung zu wählen, die noch dazu die Interessen des eigenen Volkes vertreten will, oder ob dem Polen mal wieder die Leviten gelesen werden müssen, weil er doch tatsächlich glaubt, in die Kernenergienutzung einsteigen zu können, wo man doch eben stellvertretend für ganz Europa im eigenen Land den Ausstieg durchgeboxt hat – die Grünen sind immer vorn dabei. 

Wer in Osteuropa die bunte Begeisterung für Homo-, Trans- und sonstige Sexualität nicht teilt, bekommt prompt Besuch von grünen Spitzenpolitikern; Volker Beck reist dafür regelmäßig bis nach Moskau. Wem das Einschmelzen der Nationalstaaten im europäischen Einheitsbrei nicht paßt, der wird von Daniel Cohn-Bendit nach Gutsherrenart zusammengefaltet, und wenn er Vaclav Klaus heißt und Staatspräsident der Tschechischen Republik ist. Und am neugewählten ägyptischen Parlament bereitet den Bundestags-Grünen nicht etwa die riesige Fundamentalisten-Fraktion Kopfzerbrechen – ihr erhobener Zeigefinger gilt dem viel zu niedrigen Frauenanteil. 

Die Diktatur der Jakobiner hieß auch „Wohlfahrtsausschuß“
Ironie beiseite – die Aufzählung ließe sich noch lange fortsetzen. Nur: Woran liegt es, daß die Weltverbesserer und Interventionisten gerade aus dem linken Stall in alle Welt ausschwärmen, um andere Länder und Völker nach Herrenmenschenart zu bevormunden? Warum können diejenigen, die beständig „Vielfalt“ und „Toleranz“ im Munde führen, es am allerwenigsten ertragen, wenn jemand anderer Meinung ist und die eigene Tradition und Kultur höher schätzt als multikulturelles Einerlei? Warum sind Menschen, die „Aufklärung“ und „Vernunft“ gepachtet zu haben glauben, so erpicht darauf, die eigenen ideologischen Steckenpferde bis in die entlegensten Winkel der Welt zu reiten, wo niemand etwas mit ihnen anfangen kann? 



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Samstag, 4. Februar 2012

Wort zum Tag

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Dietrich Bonhoeffer

"Ein Gutseinwollen an sich, gewissermaßen als Selbstzweck, als Lebensberuf, verfällt der Ironie der Unwirklichkeit, aus dem echten Streben nach dem Guten wird hier die Streberei des Tugendboldes."

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Wenn es derselbe Geist ist

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, der Geist der Liebe und des Friedens, dann werden Feinde zu Freunden. 

Leider nicht ganz billig dieses Buch, aber bestimmt gut zu lesen. Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich solche Geschichten bei einem meiner Besuche hörte. 
Es gab natürlich einen Anlass, dass ich bei google nach verlässlichen Quellen suchte. Und siehe da, es gibt sogar ein Buch darüber. ;-)))

Einen Blick ins Buch gibt es bei amazon.de

Und hier eine kleine Buchrezension

Daraus foldender Text:
Sie sangen Weihnachtslieder, spielten zwischen den Schützengräben Fußball: An Heiligabend 1914 verbrüderten sich deutsche, britische und französische Soldaten für wenige Stunden. Kurz darauf schossen sie wieder aufeinander. Dennoch hat die Feuerpause bis heute Symbolkraft. Von Hans Michael Kloth


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Freitag, 3. Februar 2012

Ein Vereinigtes Europa der Narren?

.EssaEssayy 

Essay 

03.02.2012 ·  Politische Korrektheit verlangt, Europas Einheit als Wert an sich anzusehen. Doch dass die Folgen der Einheit immer positiv sein müssen, kann nur glauben, wer Europa-Politiker für Übermenschen hält. ............................................................................Von Erich Weede
 
Unter politischer Korrektheit kann man das Bedürfnis nach Übereinstimmung mit der Masse der Mitmenschen verstehen, auch um den Preis der Ausschaltung der eigenen Vernunft, wobei meist das Bekenntnis zu Werten und Zielen das Nachdenken über geeignete Mittel in den Hintergrund drängt. Wer Konsens für einen Wert an sich hält, für den ist eigenes Nachdenken - wie es die Kanzlerin im Zusammenhang mit der Sarrazin-Debatte so schön sagte - "nicht hilfreich".

In der Europa-Politik äußert sich die politische Korrektheit in lautstarken Bekenntnissen zu Europas Einheit als Wert an sich in der unreflektierten Behauptung, dass Europas Einheit den europäischen Frieden sichere. Unreflektiert ist diese Behauptung, wenn man sich weigert, Alternativen für die Erklärung des europäischen Friedens auch nur in Erwägung zu ziehen. Ich will hier nur eine Alternative andeuten: Die Nato oder die dort institutionalisierte amerikanische Hegemonie könnte für den Frieden Europas verantwortlich sein.
Unreflektiert ist die These von Frieden durch Einheit in Europa auch, wenn man sich nicht die Frage stellt, welche Art von Einheit für den Frieden am bedeutsamsten ist. Ist es etwa die Brüsseler Bürokratie mit dem Demokratiedefizit der Europäischen Union? Ist es der im Großen und Ganzen funktionierende Binnenmarkt der größeren Europäischen Union, oder ist es der wesentlich schlechter funktionierende und kleinere Währungsverbund der Euro-Staaten?

Unreflektiert ist die These von Frieden durch Einheit in Europa auch, wenn man so tut, als ob die Fragen nach den Folgen von Europas Einheit für Wohlstand, Wachstum und Demokratie entweder belanglos sind oder automatisch positiv. Beides kann kein vernünftiger Mensch für wahr halten. Für belanglos kann man die Folgen der europäischen Einheit nur halten, wenn man glaubt, dass auch ein erfolgloses und verarmendes Europa demokratisch, einig und friedlich bleibt. Wer das glaubt, sollte sich zu dieser These bekennen.

Dass die Folgen der europäischen Einheit immer positiv sein müssen, kann nur glauben, wer Europa-Politiker für Übermenschen hält, die sich grundsätzlich nicht irren können. Das halte ich für Hybris. Hochmut kommt vor dem Fall. Im November 2011 fing die "Financial Times" und ihr Star Martin Wolf an, das Undenkbare zu denken: das Ende des Euro. Nebenbei: Der Titel von Wolfs Aufsatz erinnert an ein fast 50 Jahre altes Buch von Herman Kahn über den Atomkrieg. Auch wenn Bundestag und Bundesregierung es noch nicht wahrhaben wollen: Der Euro war wohl die folgenschwerste Fehlentscheidung der deutschen Nachkriegsgeschichte.
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- Was ist Europa?

Europa ist der Kulturkreis oder die Zivilisation, die die freie Marktwirtschaft oder den Kapitalismus erfunden hat, die Naturwissenschaft und Technologie eher und mehr als andere Hochkulturen entwickelt hat, die als erste die Massenarmut überwunden hat. Weder zur erstmaligen Überwindung der Massenarmut noch zur Beherrschung der Welt bis zum Zweiten Weltkrieg war Europa prädestiniert. Das europäische Mittelalter hat ein amerikanischer Globalhistoriker technologisch, wissenschaftlich und wirtschaftlich als ein Zeitalter der chinesischen Suprematie bezeichnet. Noch am Anfang des 19.Jahrhunderts war China die größte Volkswirtschaft der Welt. Noch im 17.Jahrhundert standen die Türken vor Wien.
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- Warum war Europa so erfolgreich?

Weil Europa den Menschen zuerst einigermaßen sichere Eigentums- und Verfügungsrechte oder wirtschaftliche Freiheit gewährt hat. Die sind wichtig, weil Menschen Arbeitsanreize brauchen. Das wusste schon Adam Smith. Die Sozialisten in allen Parteien wissen es heute noch nicht. Die privaten Eigentumsrechte müssen auch für das Produktionskapital gelten, weil es sonst keine Knappheitspreise auf Inputmärkten und damit keine rationale Ressourcenallokation geben kann. Diese Einsicht geht auf den österreichischen Ökonomen Ludwig von Mises und das Jahr 1920 zurück. Wer diese Einsicht verstanden hat, wer Kapitalismus wie die Marxisten oder Mises durch Privateigentum an Produktionskapital definiert, der muss ein Anhänger des Kapitalismus sein. Dass es davon in Deutschland so wenige gibt, sagt etwas über die kaum vorhandenen Grundkenntnisse in Politischer Ökonomie in diesem Land.

Das Wort Kapitalismus muss man nicht mögen. Der Nobelpreisträger für Wirtschaft Friedrich August von Hayek mochte es nicht. Aber er zeigte 1945, dass dezentralisierte Entscheidungen und Privateigentum die Voraussetzungen für die Nutzung des fragmentierten und nichtzentralisierbaren Wissens sind. Privateigentum, Dezentralisierung der wirtschaftlichen Entscheidungen, Wettbewerb - und damit viele kleine und korrigierbare statt großer Fehler -, das waren die Gründe für den Aufstieg Europas. Fehler machen Menschen immer wieder. Weil Entscheidungen auch angesichts von Ungewissheit gefällt werden müssen, haben wir nur die Wahl zwischen vielen kleinen Fehlern privater Unternehmer, also relativ schnell korrigierbaren Fehlern, und großen, schwer korrigierbaren Fehlern der Politik.
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- Warum konnte gerade Europa die wirtschaftliche Freiheit oder den Kapitalismus erfinden?

Das liegt an der politischen Zersplitterung Europas. Der Vorläufer der Gewaltenteilung in Europa war die territoriale Zersplitterung. In Asien gab es Großreiche, in denen schon Provinzen mehr Bevölkerung hatten als etwa das früh geeinte Frankreich oder England. Europas Feldherren haben die Einigung des Kontinents nie geschafft. Die Uneinigkeit Europas war unser Glück. Sie war die Voraussetzung für die Begrenzung der Staatstätigkeit, für die Respektierung der Eigentums- und Verfügungsrechte von Kaufleuten und Produzenten. Die politische Fragmentierung Europas kann in drei Dimensionen erfasst werden: Es gab miteinander rivalisierende Staaten. Es gab eine Pluralität und Rivalität von weltlichen und religiösen Gewalten. Es gab früh autonome Städte, in denen auch Kaufleute und Handwerker politischen Einfluss hatten.

Während in Asiens Riesenreichen zentrale politische Entscheidungen eine ganze Zivilisation zurückwerfen konnten, wie China mit dem Verbot des Baus hochseetüchtiger Schiffe und des Überseehandels im 15.Jahrhundert, hatte in Europa niemand die Macht für vergleichbar großartige Fehlentscheidungen. Europa wurde bis zum ErstenWeltkrieg nicht durch die Vermeidung von Fehlern groß, sondern durch die Kleinheit und Korrigierbarkeit der meisten europäischen Fehler. Auch die Überlegenheit des Kapitalismus gegenüber dem Sowjetkommunismus beruht letztlich darauf, dass der Westen Planung vermieden hat, also das Risiko großflächiger und kaum korrigierbarer Fehler.

Leider steht Brüssel nicht nur für die freiheitliche Idee eines Binnenmarktes mit mehr Wettbewerb, sondern auch für das Streben nach Zentralisierung von immer mehr politischen Entscheidungen. Damit wird das Erbe Europas gefährdet: Eigentum und Freiheit, Vielfalt und Dezentralisierung.

Natürlich ist Europas Erbe ambivalent: Europa steht nicht nur für die industrielle Revolution und die erstmalige Überwindung der Massenarmut oder für die Entstehung der Demokratie zunächst in England oder der Schweiz, sondern auch für zwei Weltkriege, in denen vielleicht 60 Millionen Europäer gestorben sind. Es muss also darum gehen, gleichzeitig das freiheitlich-dezentrale Erbe Europas und den Frieden zu erhalten. Als Kriegsursachenforscher kann man die Auffassung vertreten, dass wir am meisten zum Frieden in Europa beitragen, wenn wir - wie im Binnenmarkt geschehen - Handelsschranken minimieren, eine freie Marktwirtschaft und einen schlanken Staat sowie darauf aufbauend Wohlstand und Demokratie erhalten. Wir brauchen ein wirtschaftlich erfolgreiches und wettbewerbsfähiges Europa, keine Griechenlandisierung des Kontinents.
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- Europa auf Abwegen

Dass Europa im 20.Jahrhundert auf Abwege geraten ist, das wissen viele. Die meisten denken dabei aber nur an die Weltkriege und damit verbundene Kriegsverbrechen. Europa ist aber außerdem noch auf einen sanften, gutmenschlichen Abweg geraten, vor dem Hayek in seinem Buch "Der Weg zur Knechtschaft" gewarnt hatte. Waren die Staatsquoten am Anfang des 20.Jahrhunderts in Europa noch in der Nähe von 10 Prozent, so sind sie am Ende des Jahrhunderts in der Nähe von 50 Prozent gewesen.

Ein großer Teil des dynamischen Wachstums kann nicht durch Krieg erklärt werden. Denn vor allem das Wachstum der Sozialtransfers ereignete sich vorwiegend nach 1960. Heute machen die Sozialausgaben in westeuropäischen Staaten oft um die 30 Prozent der Wirtschaftsleistung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, aus. Wir haben nicht nur nationale Sozialstaaten in Europa, sondern diese kommen fast überall nicht mit ihren Einnahmen aus. Seit Jahrzehnten haben wir fast überall Defizite als Dauerzustand und deshalb dynamisch wachsende Staatsschulden. Mit einem Schuldenstand von rund 80 Prozent des Bruttoinlandsproduktes gilt Deutschland noch als solide. Dabei ist der Verweis auf den expliziten Schuldenstand natürlich geschönt, weil dabei das Ergrauen unserer Gesellschaften, die ungedeckten Versprechungen an Alte und Kranke nicht berücksichtigt worden sind. Nach der höchsten Schätzung des deutschen Schuldenstandes einschließlich der ungedeckten Versprechungen war der deutsche Staat mit dem Vierfachen des Bruttoinlandsproduktes verschuldet gewesen - vor jeder Rettungsmaßnahme zugunsten Griechenlands und anderer, zu der sich Kanzlerin Angela Merkel in Anbetracht unserer im internationalen Vergleich "guten" Finanzlage hat bewegen lassen.
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- Die Auswirkungen des Sozialstaates

Es ist fraglich, dass irgendein real existierender Sozialstaat perverse Umverteilungen, wie von unten nach oben oder solche, von denen niemand etwas hat, vermeiden kann, aber selbst wenn er es könnte, müsste der Sozialstaat noch problematisch ein. Er kann nicht vermeiden, Bedürftigkeit oder wirtschaftlichen Misserfolg durch Transfers zu belohnen und Erfolg durch Steuern und Abgaben zu bestrafen. Kann man das jahrzehntelang machen, ohne dass die Leute das merken, ohne dass Erfolg seltener und Misserfolg häufiger wird? Vielleicht ist unser Volk, einschließlich der Zuwanderer, lernfähig. Der Sozialstaat muss aber nicht nur den Erwachsenen die Lust an der Arbeit verleiden. Er muss auch die nachwachsende Generation beschädigen.

Warum sollen Eltern, vor allem von unterdurchschnittlich begabten Kindern, diesen Arbeitsdisziplin vermitteln, wenn mangels Durchsetzung des Lohnabstandsprinzips die Sozialtransfers und manche Arbeitseinkommen einen sehr ähnlichen Lebensstandard bedeuten? Hohe Steuern und Abgaben müssen auch den Strukturwandel verlangsamen. Freie Marktwirtschaft oder Kapitalismus implizieren ja - wie Josef Schumpeter sagte - schöpferische Zerstörung. Damit das schöpferische Element sich entfalten kann, ist es wünschenswert, dass erfolgreichere Unternehmensgründer schnell expandieren können. Je höher die Steuer- und Regulierungslast ist, desto schwerer macht es ihnen die Politik.

Zuletzt noch mal das Offensichtliche: Je höher die Steuer- und Abgabenquote ist, desto mehr wird von der Politik entschieden. Der Zentralisierungsgrad ökonomisch relevanter Entscheidungen nimmt zu, das Risiko großflächiger und nicht ohne weiteres korrigierbarer Fehlentscheidungen auch.
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- Die Euro-Rettungsschirme als Fortentwicklung oder Europäisierung des Sozialstaates

Die Europäische Union ist schon lange eine kleine Transferunion. Manche Länder zahlen mehr ein, andere holen mehr heraus. Deutschland, die Niederlande oder Schweden zahlen viel ein und holen wenig raus, bei Griechenland, Irland oder Portugal ist es umgekehrt. Aber mit den Rettungsschirmen bekommt die Transferunion eine andere Größenordnung. Nach einer in dieser Zeitung Ende November 2011 veröffentlichten Schätzung aus dem Münchener Ifo-Institut lag der deutsche Einsatz damals bei 560 Milliarden Euro, also fast beim doppelten Bundeshaushalt.

Jetzt soll der European Financial Stability Fund (EFSF) effektiver werden. Das hört sich gut an. Etwas schwerer verständlich, aber wahrheitsnäher wird es, wenn man von Hebelung spricht. Vielleicht erinnert sich der eine oder der andere daran, dass sich auch global agierende Finanzmarktprofis in der Finanzmarktkrise an dem einen oder anderen Hebelprodukt die Finger verbrannt haben. Jetzt hebeln die Laien: die Kanzlerin, der Finanzminister und der Vizekanzler. Frei nach Warren Buffett könnte man sagen: Jetzt basteln wir fiskalische Massenvernichtungswaffen.

Je höher die Staatsschulden sind, desto attraktiver wird die Inflation für die Politik. Unsere Staatsschulden sind hoch. Noch steigen sie. Im Kleinen baut die deutsche Regierung Schuldenbremsen auf und verweigert die steuerliche Entlastung. Im Großen bürgt unser Staat für die Schulden anderer Länder mit Hunderten von Milliarden Euro. Durch Hebelung wird gleichzeitig das Verlustrisiko aus den Bürgschaften vergrößert und die Durchschaubarkeit für Otto Normalverbraucher bis hin zu Dr. Lieschen Müller verringert.

Was macht die Inflation für in Bedrängnis geratene Politiker so attraktiv? Man macht die Schulden mit gutem Geld und zahlt mit schlechtem Geld zurück. Bei progressiven Steuertarifen führt die Inflation zu lautlosen Steuererhöhungen - auch ohne Parlamentsbeschluss. Vermutlich halten die Kanzlerin und der Finanzminister das für hilfreich. Sogar die in einer ergrauenden Gesellschaft auf Dauer unbezahlbaren Renten- und Pensionsversprechungen lassen sich durch Inflation lautlos kürzen. Es ist wirklich hilfreich, dass auch das bei Inflation ohne Parlamentsbeschluss geht. Hilfreich ist auch, dass deutsche Vertreter in der Europäischen Zentralbank, die das eigenständige Denken nicht lassen können, so schön geräuschlos zurücktreten.

Noch sind wir nicht in der Inflation. 2 bis 3 Prozent jährliche Geldentwertung nennen wir ja nicht so. Aber wir sind auf dem Weg in die Europäische Schulden- und Transfergemeinschaft. Wie es sich für ein soziales Europa gehört: Wer Schulden macht, wird durch solidarische Hilfe der anderen, durch Garantien und günstige Kredite, sogar durch einen partiellen Schuldenerlass belohnt. Wer vergleichsweise solide wirtschaftet, wird durch Haftungsübernahme für die anderen bestraft. Mit diesem Verstärkungsmuster wollen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy in Europa solide Fiskalpolitik durchsetzen.

Ende des 19.Jahrhunderts entwickelte der britische Wirtschaftsphilosoph und Soziologe Herbert Spencer in einem Essay über "Money and Banking" eine andere Verhaltenstheorie: "The ultimate result of shielding men from the effects of folly, is to fill the world with fools." Kann man ein Vereinigtes Europa der Narren wollen? Soll ein solches Europa mit fiskalischen Massenvernichtungswaffen ausgerüstet werden? Politisch korrekt heißt das Ganze dann Friedenspolitik. Aber vielleicht sind die wahrscheinlichen Konsequenzen politischer Entscheidungen doch wichtiger als edle Absichten.

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Mazedonien: Kirche angezündet

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Wer bisher glaubte, Kirchenverbrennungen seien ein typisches Merkmal für die Christenverfolgungen in Nigeria oder Indien, der wird jetzt eines Besseren belehrt. Die Intoleranz und der Hass gegen das Evangelium kommen auch nach Europa und manifestieren sich.
Die Kirche des Heiligen Nikolaus in der Nähe der Stadt Struga wurde am  30. Januar 2012 angezündet und die Feuerwehr musste stundenlang Löscharbeiten durchführen, während sie gleichzeitig darauf achtete, die kostbaren Reliquien im Gotteshaus nicht mehr als nötig in Mitleidenschaft zu ziehen. Es wird von schweren Beschädigungen des Dachstuhles berichtet, die Ikonen sollen aber größtenteils unbeschädigt geblieben sein.

Mazedonien wird weitgehend von ethnischen Albanern bewohnt, die zu einem Drittel Muslime sind. Dieses Drittel wirft dem Rest der Bevölkerung immer wieder vor, sie auszugrenzen und zu diskriminieren. Dies ist eine weit verbreitete Haltung von Muslimen in Minderheitenpositionen, die sich immer gerne als Opfer sehen, um daraus politisch Kapital zu schlagen. Nun haben sie aber in Struga die „Opferrolle“ wohl hinter sich gelassen, denn ein traditioneller Karneval hat ihren Zorn wohl zum Kochen gebracht.

Was war im Vorfeld passiert ? Im Karneval des „Vevcani-Festivals“ vom 13. Januar hatten einige Teilnehmer sich als Burka-tragende Frauen verkleidet. Dies wurde nun von den Muslimen der Region als Angriff auf ihren Glauben verstanden, der die bereits erwähnte Reaktion nach sich zog. Bereits im Vorfeld hatte es Signale aus den muslimischen Kreisen gegeben, dass sich „Ärger zusammenbraut“. Besonnenere, islamische Geistliche sollen ihre Leute zur Ruhe aufgerufen haben, jedoch offensichtlich erfolglos. Denn bereits vor der Kirchenverbrennung hatten Muslime die Flagge Mazedoniens vom Rathaus gerissen und durch die grüne Flagge des „Propheten“ ersetzt. Ebenso war ein Überlandbus von Struga nach Vevcani mit Steinen beworfen worden. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Dies könnte sich beim nächsten Mal aber ändern…

Nun sind Spott und Hohn auf Religionen nicht etwas, dass ich persönlich befürworte, aber in freien Gesellschaften müssen auch Religionsgemeinschaften damit leben, dass sie, ihre Inhalte und Symbole von Spöttern und „Spassvögeln“ persifliert und karikiert werden. Das muss man nicht unterstützen, aber als unvermeidbar akzeptieren. Wir Christen wissen ein Lied von den unseligen „künstlerischen“ und „Spaß-“Angriffen auf das Kreuz, den Erlöser und die Kirchen zu singen. Unter Künstlern und Intellektuellen in unserem Lande gilt es ja geradezu als „chic“ alles Christliche zu verspotten und abzulehnen. Nur weiss ich eben von keinem Christen, der deshalb ein Theater, einen Fernsehsender oder gar ein Gotteshaus einer anderen Religion angezündet hätte oder auf Flaggen, Busse, Schriftsteller oder Journalisten mit Äxten losgegangen wäre, wie es im Fall Westergaard passiert ist.


BITTE BETEN SIE ZU UNSEREM HIMMLISCHEN VATER UM FRIEDEN IN MAZEDONIEN, UM FRIEDEN IN EUROPA. DER RELIGIÖS MOTIVIERTEN GEWALT MUSS BALD EINHALT GEBOTEN WERDEN, WEHRET DEN ANFÄNGEN !


Quelle
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Donnerstag, 2. Februar 2012