Freitag, 11. Januar 2013

Gelobtes Land? Eine fragwürdige Orientierungshilfe




Anfang Oktober stellte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ihre „Orientierungshilfe zum Thema Land und Staat Israel“ vor. Erarbeitet hat sie der „Gemeinsame Ausschuss ‚Kirche und Judentum‘“ der drei evangelischen Kirchenbünde. Er nahm sich dafür fünf Jahre Zeit. Man ahnt, im Ausschuss wurde viel debattiert.

Ziel ist, „die oft hoch emotional und polarisierend geführte Diskussion um Land und Staat Israel zu versachlichen“ und es dem Leser zu ermöglichen, „zu einem begründeten, eigenständigen Urteil zu kommen“. Letzteres wird eingeschränkt, da keine Nachweise über getroffene Aussagen an die Hand gegeben werden.

Zu Beginn „bejaht“ die Orientierungshilfe „das Existenzrecht des Staates Israel“. Es berührt eigentümlich, wenn dies in den Kirchen immer noch ausdrücklich betont werden muss. In der Folge bringt die Studie grundlegende Informationen zu den Landverheißungen der Bibel, benennt Aspekte jüdischen wie muslimischen Verständnisses des Landes Israel und der Stadt Jerusalem, skizziert die Kirchengeschichte des „Heiligen Landes“, zählt theologische Positionen auf und führt in evangelisches Staatsverständnis ein. 

Als erste Einführung in das Thema ist das alles hilfreich. Am Ende hat der Leser nachvollzogen, inwiefern Christen vom Land Israel als „heiligem“ oder „gelobtem Land“ sprechen können, ohne damit Territorien zu umreißen oder den Staat Israel religiös zu legitimieren, was dieser wie jeder Staat nicht nötig hat.

Eine wirkliche Weiterführung ihres Themas gelingt der Orientierungshilfe jedoch nicht. Dazu müsste sie mehr Farbe bekennen. So fordert sie Christen zwar auf, sich „am Überleben des von Gott erwählten jüdischen Volkes“ im Staat Israel mitzufreuen (was nach der Schoah in Deutschland leicht makaber klingt), um faktisch sogleich mit einem doppelten „kann“ einzuschränken: Die Staatsgründung „kann als ein Mittel erscheinen“, um „Juden ein Leben im Land Israel in Recht und Frieden zu ermöglichen“. Sie „kann“ als ein „Zeichen der Treue Gottes zu seinem Volk“ gedeutet werden. Also kann man sie christlich weiterhin auch anders verstehen? Mehr als 30 Jahre nach der rheinischen Synodalerklärung zum Thema bietet die Orientierungshilfe hier weder Klärung noch Fortschritt.

Rücksicht auf Muslime?

Der Grund dürfte in unausgesprochener Rücksichtnahme auf Muslime und palästinensische Christen liegen. Die Studie meint, dass es christlicherseits „für die Beschäftigung mit dem Judentum und der Situation im Nahen Osten … eine Rolle (spielt), dass in der Bundesrepublik heute auch Muslime leben, die aus der Region stammen“. Das wäre neu, wenn christliches Selbstverständnis von muslimischer Präsenz in Deutschland mitbestimmt würde. Im Blick auf christlich-palästinensische Theologie benennt die Studie zwar deren Differenz zu hier geprägter Israeltheologie, etwa wenn diese die Erwählung Israels aufhebt und die Landverheißungen der Bibel allen „Schwachen“ und damit jetzt primär den Palästinensern gelten lässt. Doch Schlussfolgerungen daraus überlässt sie dem Leser.

Fehler und Ungenauigkeiten

Die Orientierungshilfe enthält bei den Informationen über die Gegenwart im Staat Israel und in den palästinensischen Autonomiegebieten leider etliche Fehler oder Ungenauigkeiten. So wurden die Juden in der Niederschlagung des Bar-Kochba-Aufstandes nicht aus der römischen Provinz Syria Palästina vertrieben (S. 17), sondern aus der Provinz Judäa; Kaiser Hadrian nahm die Umbenennung im Jahre 136 vor. Eine Besonderheit Israels gegenüber anderen modernen Demokratien sieht die Orientierungshilfe darin, „dass dieser Staat sich nicht nur als ‚demokratisch‘, sondern auch als ‚jüdisch‘ definiert“ und „allen Jüdinnen und Juden das Recht auf Einwanderung“ garantiert (95). Nun, auch die Bundesrepublik versteht sich als „deutsch“ – das Grundgesetz gilt „für das gesamte Deutsche Volk“ – und hat daher etwa den Wolgadeutschen die Einwanderung ermöglicht. Bei weiteren Begründungen für die „Besonderheit Israels“ irren die Autoren: Der Sabbat ist nicht „der wöchentliche Feiertag“ in Israel; anders als in Deutschland mit dem Sonntag als gesetzlichem Feiertag steht es israelischen Bürgern frei, je nach Religionszugehörigkeit den Freitag, Samstag oder Sonntag als Feiertag zu halten. Auch „das Personenstandswesen wird nicht … durch das Rabbinat geregelt“, sondern den alten osmanischen Rechtsprinzipien folgend von der jeweiligen Führung der Religionen im Staat. Schließlich sind „palästinensische Israeli“ nicht „aus Sicherheitsgründen vom Wehr- und Sicherheitsdienst ausgeschlossen“, sondern davon befreit; sie können sich freiwillig melden. Solche Ungenauigkeiten und Fehler häufen sich vor allem in der Beschreibung der „Lebensverhältnisse der Christen im Heiligen Land“ (71f).

(Gelobtes Land? Land und Staat Israel in der Diskussion. Eine Orientierungshilfe, herausgegeben im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Union Evangelischer Kirchen in der EKD und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, 128 S. u. 16 S. vierfarbiger Bildteil, Gütersloh 2012, 6,99 €. Die Studie kann unter www.ekd.de/EKD-Texte/gelobtes_land.html online gelesen sowie als PDF-Datei geladen werden.)

Von: Ricklef Münnich






Evangelische Allianz übt schwere Kritik an 'Christ und Welt'

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"Christ und Welt" veröffentlicht ein Interview, in welchem der Salafismus als islamischer Evangelikalismus bezeichnet wird. Evangelische Allianz übt schwere Kritik und nennt das eine „Bankrotterklärung“ an seriösen Journalismus.


Bonn (kath.net) Der Salafismus „ist gewissermaßen die islamische Ausprägung eines Evangelikalismus“. Das behauptete der Islamwissenschaftler Rüdiger Lohlker, Universität Wien, in einem aktuellen Interview mit „Christ und Welt“, der Beilage der "Zeit" wie das christliche Medienmagazin PRO berichtet.

Zum Salafismus erklärte der Professor für Orientalistik in „Christ und Welt“, dass dieser „gewissermaßen die islamische Ausprägung eines Evangelikalismus" sei. Das finde man in allen Weltreligionen. Als Vergleichspunkt nahm Lohlker auch die Umkehrerfahrung, die für Islamisten wesentlich sei: „Die Art der Konversion, das hat sehr große Ähnlichkeit mit Erweckungsgottesdiensten christlicher Prägung.“ Ob evangelikale Christen nun aufschrien, dies sei für ihn als Wissenschaftler nicht relevant, sagte er. Die Frage von „Christ und Welt“, ob Salafisten die Reformatoren des Islam seien, beantwortet Lohlker mit Ja. Reformatoren und Salafisten seien durch den Wunsch vereint, Religion von "historischen Anhaftungen" zu befreien und "Widerstand gegen die Verfasstheit der Welt" zu leisten.

Michael Diener, der Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, sagte zu den Behauptungen gegenüber PRO: "Es ist durch nichts gerechtfertigt, die Bezeichnung Evangelikale auf den Islam zu beziehen. Evangelikale in Deutschland und weltweit bekennen sich zur Gewaltfreiheit und zur Toleranz gegenüber Andersdenkenden. Sie achten das Gewaltmonopol des Staates und setzen sich weithin für demokratische Grundprinzipien ein. Wie voreingenommen und interessengeleitet muss man eigentlich sein, um Christenmenschen derartig zu diffamieren und in Bezug zu einer religiösen Gruppe des Islam zu bringen, der zum Beispiel alle Terroristen des 11. September angehörten?"

Dieses Interview könne eine „Bankrotterklärung“ an einen seriösen und um Differenzierung bemühten Journalismus bezeichnet werden, erläuterte Diener dem „pro Medienmagazin“ auf Anfrage. Hier liege Unsachlichkeit und Stimmungsmache vor.

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Verantwortet wird dieses Interview von „Christ und Welt“, einer Beilage der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Christ und Welt“ wird gemäß Impressum von der „dreipunktdrei mediengesellschaft“ herausgegeben. Diese ist wiederum nach Selbstaussage eine "hundertprozentige Tochter der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA)" und einer der Kooperationspartner des „Katholischen Medienhaus Bonn“ (vgl.: Pressemeldung der Diözese Rottenburg-Stuttgart). Auch der Sitz der Redaktion von „Christ und Welt“ ist im Katholischen Medienhaus Bonn.


kath.net
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Dienstag, 8. Januar 2013

Islamistische Offensive bedroht Christen weltweit

Laut Weltverfolgungsindex 2013 wird es für Christen in vielen arabischen Länder und in Subsahara-Afrika immer gefährlicher. Auf Besitz einer Bibel steht in Nordkorea gar die Todesstrafe. 

Von Dietrich Alexander




Asirs Lebensweg war vorgezeichnet. Der Muslim aus Nordafrika sollte in einem pakistanischen Terroristencamp zum islamistischen Kämpfer ausgebildet werden, Sprengtechniken und Bombenbau erlernen, professionelles Töten Andersgläubiger. Kurz vor seiner Abreise jedoch kamen ihm Zweifel.

"Ich erkannte, dass es mehrere Versionen des Korans gab und manche Texte einander widersprachen", sagt Asir heute, vier Jahre später. Sein Imam konnte diese Widersprüche, die bereits ganze Generationen von islamischen Rechtsgelehrten beschäftigt haben, auch nicht zufriedenstellend erklären.

Asir war verunsichert, hinterfragte das Dogma seiner salafistischen Sozialisierung und seines fanatisch-religiösen Umfeldes. Schließlich zerriss er seinen Reisepass, um seine Ausreise unmöglich zu machen. In dieser Phase religiöser Desorientiertung traf Asir mit einem Christen zusammen, der ihm von Jesus erzählte.

Er suchte im Internet nach mehr Informationen über den fremden Glauben, rief die Nummer einer christlichen Hotline an und stieß auf einen christlichen Fernsehsender. "Ich begann, gemeinsam mit einem Pastor in der Bibel zu lesen. In gewisser Weise bin ich von einem Extrem ins andere gegangen", sagt Asir heute. Er konvertierte. In seinem Land ist das lebensgefährlich.

Auch Azni aus Tschetschenien ist Christin. Sie bezahlt dafür einen hohen Preis. Ihre Brüder wollen sie umbringen, um die Schande von ihrer Familie abzuwälzen. Ihr Mann bezeichnet die fast 40 Jahre alte Frau als Fluch für die Familie. "Ich wünsche mir so sehr, dass mein Mann Christ wird. Ich bin müde und habe Angst. Bitte, bete für mich, dass ich überlebe und durchhalte", sagte Azni zu einer Freundin.

Als ein Exemplar des Neuen Testaments in ihrem Zimmer gefunden wurde, versuchten die Mullahs (islamische Rechtslehrer) mit Koranversen die "bösen Geister" aus ihrem Körper zu vertreiben.

Salihas Heimat liegt im Norden Nigerias. Während der Süden des Landes überwiegend christlich geprägt ist, gilt hier das göttlich-islamische Recht, die Scharia. Die heute 20-jährige Saliha wuchs in einer christlichen Familie am Rande eines kleinen Dorfes auf. Ihre Kindheit war geprägt von Schule, Hausaufgaben, im Haushalt helfen, mit Freundinnen spielen. 
 
Jeden Sonntag ging die Familie zur Kirche. Das Leben war leicht, und Saliha war zufrieden. Doch eines Tages trat ihr Vater zum Islam über. Salihas Mutter verweigerte sich der Konversion. Am Ende warf ihr Mann sie mit der damals achtjährigen Saliha aus dem Haus. Das beendete aber nicht die Verfolgung der beiden. Der Vater fand Saliha und zwang sie unter den Schleier, sie musste eine Koranschule besuchen.

Eines Tages gelang ihr die Flucht. Heute lebt Saliha sicher in einer christlichen Institution, sie ist eine exzellente Schülerin. Sie muss jedoch weiter vorsichtig sein, denn ihr Vater sucht nach ihr. Und wie ein Damoklesschwert schwebt über ihr die Gefahr, mit einem Muslim zwangsverheiratet zu werden.

Drei Christen, drei Schicksale. Sie stehen symbolisch für die rund 100 Millionen Menschen, die nach Schätzungen des christlichen Hilfswerkes "Open Doors" weltweit wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt werden. In dem gerade vorgelegten Weltverfolgungsindex 2013 der Organisation belegt das kommunistische Nordkorea zum elften Mal in Folge den unrühmlichen ersten Platz in der Rangliste von 50 Ländern mit der stärksten Christenverfolgung.
 
Zwischen 50.000 und 70.000 Christen seien in Arbeitslagern eingesperrt, berichtet "Open Doors", bereits der Besitz einer Bibel werde in der stalinistischen Diktatur mit der Todesstrafe oder Arbeitslager für die gesamte Familie bestraft. Ihren Glauben können die etwa 200.000 bis 400.000 Christen nur heimlich leben. Trotz harter Verfolgung gelingt es dem Regime jedoch nicht, die wachsenden Hauskirchennetzwerke im Untergrund auszulöschen.

Auf den Plätzen folgen islamische Länder wie Saudi-Arabien, Afghanistan, der Irak, Somalia, die Malediven, Mali, der Iran, der Jemen und Eritrea. Daran hat offenbar auch der Aufstand der arabischen Völker gegen ihre diktatorischen Herrscher kaum etwas geändert. Man kann nach den bisherigen Erkenntnissen wohl behaupten, dass die eine Autokratie nur durch eine andere ersetzt worden ist, was für die Christen in diesen Ländern keinerlei Verbesserung ihrer Situation bedeutet.

Apostasie, Glaubensabfall also, wird in den meisten islamischen Ländern nicht als private Entscheidung, sondern als Verbrechen gegen die Gemeinschaft interpretiert, als religiöse Fahnenflucht gewissermaßen. "Die Revolutionen und demokratische Wahlen wie in Ägypten haben islamistischen Gruppierungen wie den Muslimbrüdern und Salafisten als Trittbrett gedient, um an die Macht zu gelangen" sagt Markus Rode, Leiter von "Open Doors" in Deutschland. "Leider sehen wir derzeit kein Ende der länderübergreifenden Ausbreitung eines extremistischen Islam mit einer massiven Verfolgung und Vertreibung der christlichen Minderheit." 
 
Im anhaltenden Bürgerkrieg Syriens werden Christen zumeist von ausländischen Islamisten ins Visier genommen, die sich der Syrischen Befreiungsarmee angeschlossen haben. Das Land rückt im Index 2013 dadurch von Rang 36 vor auf Rang elf. Libyen verschlechtert sich von Platz 26 auf 17, Tunesien von 35 auf 30. Ägypten mit seiner bedeutenden christlichen Minderheit (Kopten) rangiert hingegen auf Platz 25 und konnte zehn Plätze "gutmachen".

Der jährlich erhobene Index nimmt in diesem Jahr erstmals die Länder in Subsahara-Afrika – Mali, Tansania, Kenia, Uganda und Niger auf –, weil sich dort die Lage für die christlichen Minderheiten dramatisch verschlechtert hat. In Mali eroberten militante Islamisten den Norden. Sie stehen dem islamistischen Terrornetzwerk al-Qaida nahe und sind Teil von dessen nordafrikanischem Ableger.

Eine islamistische Unterwanderung der Gesellschaft und damit korrespondierende gewaltsame Übergriffe auf Christen registriert "Open Doors" auch aus Tansania, Kenia, Uganda, Niger und Nigeria. 
 
Zu den diesjährigen "Gewinnern" gehört China. Das Riesenreich ist im neuen Index von Platz 21 auf 37 zurückgefallen, weil Hauskirchen – sofern sie sich an bestimmte Beschränkungen halten – ihre Gottesdienste in der Regel ungestört feiern können. Die Regierung unternehme allerdings verstärkte Anstrengungen, die Hausgemeindebewegung zu kontrollieren. Mindestens 100 Christen befinden sich wegen ihres Glaubens oder ihrer religiösen Aktivitäten im Gefängnis. Der Iran belegt Rang acht (vormals Platz fünf).

Usbekistan steht im aktuellen Weltverfolgungsindex auf Platz 16 (vormals sieben). Dass im Index einige wenige Länder zurückgefallen sind und sich damit verbessert zu haben scheinen, ist der Organisation zufolge allerdings nur dem Umstand geschuldet, dass sich die Lage in anderen Ländern zum Teil deutlich verschlechtert hat.

Wirklich verbessert hat sich die Lage der Christen "Open Doors" zufolge in Tschetschenien, Kuba, der Türkei, Weißrussland und Bangladesch, die im Index 2013 der 50 Christen-feindlichsten Staaten gar nicht mehr aufgeführt werden – was keineswegs heißt, dass diese Länder keine Christen mehr verfolgen würden. Sie sind lediglich nicht mehr unter den 50 schlimmsten.

Quelle: WeltOnline

 

Erster Erfolg der Massenklage gegen die EZB

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Europäisches Gericht setzt der EZB Frist von zwei Monaten
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Unsere Massenklage gegen die Inflationspolitik der EZB ist einen ersten, großen Schritt vorangekommen: Das Europäische Gericht hat die Klage, der sich inzwischen mehr als 7.000 Menschen angeschlossen haben, nun endlich der EZB zugestellt. Die EZB muss nun innerhalb von zwei Monaten Stellung nehmen (s. ausführlich dazu hier).



Aber die Gefährdung unserer Ersparnisse und Einkommen droht nicht nur durch das unbeschränkte Gelddrucken der EZB. Auch unsere Politik verspielt mit dem Vollzug des ESM ganz unmittelbar immer weiter unseren Wohlstand. Der Widerstand hiergegen darf nicht nachlassen. Er muss wachsen:

Schicken Sie mit einem Klick hier Ihre Protestmail an 10 Abgeordnete des Bundestages. Wir sind die Mehrheit. Wir sind das Volk. Wir wollen die schrankenlose „Euro-„Rettungs“-Politik nicht.



Leiten Sie diese Mail an Freunde und Bekannte weiter, damit auch diese sich an dem organisierten Widerstand beteiligen können.



Für heute bin ich mit sehr freundlichen Grüßen aus Berlin Ihre

Beatrix von Storch



P.S. Die Kampagne gegen ESM und EZB müssen wir in 2013 ausbauen. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende hier, den Widerstand zu organisieren. Schon mit 3 Euro leisten Sie einen wichtigen Beitrag. Danke!


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Sonntag, 6. Januar 2013

Vertrauen



Das Wort ist verdächtig. Heutzutage, heißt es, kannst du keinem mehr trauen. "Aber", fragt der Dichter Lothar Zenetti, "wer will leben ohne das, was wir Vertrauen nennen? Mögen wir auch immer wieder enttäuscht werden, wir müssen uns ein Herz fassen, uns buchstäblich trauen, aus dem Vertrauen zu leben." 

Wie die Kinder. Die Tochter, gerade mal drei Jahre alt, klettert während eines Urlaubs auf eine hohe Balustrade. Plötzlich verlässt sie der Mut. Sie traut sich nicht hinunter, weint und schreit und jammert. Da stellt sich die Mutter unter die Brüstung, breitet die Arme aus und ruft: "Spring nur, ich fange dich auf." Das Kind atmet kräftig durch und springt. Die Mutter fängt es auf, hält es fest, presst es an sich. Die Kleine, nun ganz ruhig, befreit sich aus der Umarmung und sagt: "Du bist doch da gewesen, Mama."

Niemand hat ein so unerschütterliches Urvertrauen wie die Kinder. Erst mit den Jahren lernen sie durch Belehrung und Warnung, Vertrauen einzuschränken und sich Misstrauen vorzubehalten. Wer vertraut, liefert sich aus, gibt einen Teil seines Lebens der Macht eines anderen preis. Es ist eine große Selbstaufopferung. Deswegen ist enttäuschtes, ausgenutztes und missbrauchtes Vertrauen eine nur mühsam  zu verarbeitende, böse Erfahrung. Auf die wir heftig reagieren.

Vertrauen ist eine Grundbefindlichkeit unseres Lebens. Ohne es ist Verständigung zwischen Menschen nicht möglich. Auch Zeitgenossen, die uns völlig fremd sind, begegnen wir erst einmal mit natürlichem Vertrauen. Wir erweisen es, und wir begehren es. Die Wladimir Iljitsch Lenin zugeschriebene Weisheit ist umzukehren. Nicht: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Sondern: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser. Zu viel Misstrauen zerstört.

Man muss auch sich selbst vertrauen, seinen Fähigkeiten, seinen Möglichkeiten, seinen Einsichten. "Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben", findet sich bei Johann Wolfgang von Goethe. Und doch sind uns auch Momente nicht fremd, in denen wir jedes Selbstvertrauen verlieren.

Wir brauchen Menschen unseres Vertrauens, sei es der Hausarzt oder die Kundenbetreuerin bei der Bank. Und auch das heißt vertrauen: jemanden weggehen sehen in der sicheren Erwartung, dass er zurückkommt. "Vertrauen ist eine Oase im Herzen, die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird", meint der libanesische Schriftsteller Khalil Gibran. "Das Glück des Werdens liegt im Vertrauen", weiß der Volksmund. Und für die Poetin Marie von Ebner-Eschenbach ist das Vertrauen etwas so Schönes, "dass selbst der ärgste Betrüger sich eines gewissen Respektes nicht erwehren kann vor dem, der es ihm schenkt".

Vertrauen muss man wagen. "Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt", dichtete der Jenaer Theologieprofessor Klaus Peter Hertzsch 1989. "Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit." Eine Vision. Wenige Wochen später fiel die Mauer zwischen Ost und West.  

Hans-Albrecht Pflästerer


Quelle

Wegwerfgesellschaft

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Warum Elektronik häufig so schnell kaputtgeht

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Hersteller von Elektrogeräten achten darauf, dass ihre Produkte nicht ewig halten. Und wenn sie dann kaputt sind, soll der Kunde bloß nicht selbst Hand anlegen – wie ein aktueller Fall belegt. Von
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Moderne Laptops, Smartphones und Tablet-PCs sind für gewöhnlich erstaunlich robust entworfen. Gehäuse aus Metall oder Kompositmaterialien, Innenrahmen aus Titan, Oberflächen aus Keramik oder speziell gehärtetem Glas verheißen den Kunden eine lange Lebensdauer.
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Doch der Außeneindruck täuscht, die neuen Designs sind nicht so langlebig, wie sie aussehen – dafür sorgen die Hersteller teilweise selbst: Sie schließen Altgeräte von wichtigen Software-Updates aus (Nokia Lumia 900) und verkleben Verschleißteile wie den Akku nicht auswechselbar im Gehäuse (Apple), sie erschweren Reparaturen (Toshiba) oder machen sie wirtschaftlich unsinnig (Samsung).
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Kurz gesagt: Wer heute mehrere Hundert Euro für ein Elektronikgerät ausgibt, kann trotz der robusten Anmutung nicht damit rechnen, es wesentlich länger als drei Jahre zu verwenden.
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Hersteller gehen gegen eigenhändige Reparatur vor

Wer sich dem eigenhändig per Reparatur entgegenstellt, muss mit dem Widerstand der Hersteller rechen. Der australische IT-Spezialist Tim Hicks bekam Ende Juli einen Brief vom Laptop-Hersteller Toshiba: Er solle gefälligst innerhalb von sieben Tagen Reparaturanleitungen für Toshiba-Laptops von seiner Internetseite entfernen, andernfalls würde der Hersteller rechtliche Schritte einleiten und Hicks für die Verfahrenskosten in Haftung nehmen.
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Hicks sammelt seit einigen Monaten auf seiner Internetseite "Tim's laptops service manuals" die Reparaturanleitungen für Laptops und Tablets aller Art und stellt diese kosten- und werbefrei zur Verfügung. Über 10.000 Nutzer greifen pro Tag auf Hicks' Anleitungssammlung zu, laden insgesamt 50 Gigabyte Anleitungen herunter.
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Das passte Toshiba nicht: Die Anleitungen seien vertraulich und nur für eigene Werkstätten bestimmt, schrieben die Japaner. Toshiba will augenscheinlich verhindern, dass die Nutzer ihre Rechner selbst reparieren. Hicks blieb nichts anderes übrig, als die Anleitungen zu löschen.
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Das Ergebnis: Im Oktober lief die inzwischen über ein Jahr alte Version 4 von Android auf nur einem Viertel aller Geräte.
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Wer kein Update bekommt, der kann nicht nur die neuesten Applikationen für Android 4 nicht nutzen. Er sieht sich zudem längst bekannten Sicherheitslücken hilflos ausgesetzt. Das Ergebnis: Mehr als 80 Millionen mehr oder weniger funktionierende Mobiltelefone liegen noch in den Schubladen zu Hause, schätzt der Branchenverband Bitkom.
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Trotzdem kaufen die Deutschen alle zwei Jahre ein neues Gerät. "Eine gesellschaftliche Debatte darüber, ob diese Art von Massenkonsum angesichts schwindender Ressourcen zeitgemäß ist, findet leider nicht statt", kommentiert Expertin Seo. Das gilt nicht nur für Deutschland. 40 Millionen Tonnen Elektroschrott fallen aktuell laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) jedes Jahr weltweit an.


Lesen Sie auch den Kommentar "Die elektronische Wegwerfgesellschaft".



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Samstag, 5. Januar 2013

Der Kanzlerkandidat und das liebe Geld

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Als Peer Steinbrück vom Sparkassen-Job träumte

Vor 14 Jahren hatte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück die Nase voll von der Politik. Er wollte Sparkassen-Chef im Norden werden – und endlich ordentlich verdienen. Doch der Plan scheiterte. Von

Peer Steinbrück ist die Politik leid, genauer gesagt das Regieren unter einer Chefin, deren Attitüden er verachtet und über deren kleines Karo er sich mokiert. Fünf Jahre lang schon ist er als Minister tätig, nun sucht er den Ausstieg aus der Politik. Seinen Kabinettsposten möchte er dafür abgeben. Er liebäugelt mit dem Bankensektor. Peer Steinbrück will Präsident des schleswig-holsteinischen Sparkassen- und Giroverbandes werden.
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Gut 14 Jahre ist es her, dass Peer Steinbrück den Plan verfolgt, das politische Parkett zu verlassen, für alle Zeiten. Im Herbst 1998 ist Steinbrück Wirtschafts- und Verkehrsminister in Schleswig-Holstein. Er liefert sich in diesem Amt ständige Konflikte mit seiner Ministerpräsidentin und Parteifreundin Heide Simonis, stets zofft er sich auch mit dem grünen Koalitionspartner.
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Eine gemeinsame Wellenlänge indes verbindet den sozialdemokratischen Minister Steinbrück mit einem Enfant terrible aus der Opposition, FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki. Immer wieder sucht Steinbrück seinen Kumpel Kubicki in dessen Landtagsbüro auf, gemeinsam leeren die beiden Männer manche Flasche Wein, sie spotten und sie lästern, vor allem über die eigenen Parteifreunde. Öffentlich legt sich der Landesminister Steinbrück mit dem mächtigen SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine und mit Simonis an.
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In dieser Situation plant Steinbrück, damals 51 Jahre alt, die Flucht. Das Amt des Präsidenten des Sparkassenverbandes im hohen Norden ist neu zu besetzen. Als Volkswirt, Minister mit Finanzverstand und Sozialdemokrat sieht er sich prädestiniert. Und wie unabhängig würde ihn diese Aufgabe machen!

Steinbrück wäre Simonis los, er müsste sich nicht weiter mit mittelmäßigen Landtagsabgeordneten abgeben. Die Sitzungen des SPD-Landesvorstandes könnte er sich ebenso sparen. Außerdem locken Bezüge von 400.000 Mark im Jahr. Das ist doppelt so viel, wie die Ministerpräsidentin verdient, und sogar weit mehr als der Bundeskanzler bekommt.

Steinbrück und seine Familie könnten mit dieser Perspektive im geliebten Schleswig-Holstein bleiben. In Kronshagen bei Kiel bewohnen sie eine alte Kapitänsvilla, hier haben sie Wurzeln geschlagen. Es bekümmert Peer Steinbrück nicht, dass der Sparkassenpräsident nur ein gut dotierter Frühstücksdirektor ist.


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Zitat Peer Steinbrück

"Zehn Euro sind ja auch zwei Schachteln Zigaretten, zweieinhalb Bier oder zwei Pinot Grigio – also zwei Gläser Pinot Grigio, denn eine Flasche, die nur fünf Euro kostet, würde ich nicht kaufen." (2. Dezember 2012, Matinee im "Berliner Ensemble") 

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Auf dem Schlachtfeld der deutschen Animositäten

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Alle gegen alle – und besonders gegen Berlin. Die Thierse-Debatte zeigt nur einen kleinen Teil der landsmannschaftlichen Verfeindungen. Ein Rundgang über das Schlachtfeld der deutschen Animositäten.

Berliner versus Schwaben

Nichts Neues für den Berliner. Die hergezogenen Schwaben kriegen mal wieder Haue, und sie koffern zurück. Wolfgang Thierse ist nur eine neue Puppe in einem alten Kasperlstück.
Lust auf ein, zwei Ideen dazu? Hier die tiefenhistorische Erklärung: Seitdem die schwäbischen Hohenzollern den preußischen Laden vor knapp 600 Jahren übernahmen, sind beide Stämme nun mal schicksalhaft verbandelt. Und nachdem das schwäbische Preußenveredelungsprojekt vor knapp hundert Jahren auslief, muss man sich den Schwaben und den Berliner vorstellen wie zwei alte Knilche, die sich jeden Nachmittag um halb vier auf derselben Parkbank zum Zanken treffen.
Zu retro, Keule? Jut, hier die lebensnahe Erklärung: Berlin ist seit den 60er-Jahren die Deponie für
die renitente Westjugend. Schon die Hausbesetzer der Achtziger schwäbelten. Heute gehören ihnen die Häuser. Sie wollen's nett haben, wer will das nicht? Die, die neu in der Deponie sind. Die wollen noch e bissele Anarchie atmen, bevor auch sie kaufen und sanieren.
Und Opa Thierse erzählt dann ihren (seinen)   Kindern eine Geschichte aus wilder Zeit. Gut's Nächtle, Alter.
Wolfgang Büscher
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Hamburg versus Pinneberg

Pinneberg ist das kleine ungeliebte Anhängsel im Nordwesten von Hamburg. 43.000 Menschen leben in der schleswig-holsteinischen Kreisstadt. Stolz sind die Pinneberger auf Michael Stich (in Pinneberg geboren), Tim Mälzer (in Pinneberg zur Schule gegangen) und auf das kalendarische Highlight des Jahres, das Weinfest vor der Drostei. Und das war's dann auch schon.
Entsprechend verächtlich gucken die Hamburger nach Pinneberg. "Provinz-Idioten" nennen sie Autofahrer mit "PI"-Kennzeichen, "pennt immer" und "Perverse Irre". Die Provinzler werfen den Hansestädtern (HH) "Halbes Hirn" vor. Obwohl Speckgürtel und Hafenstadt eigentlich fest durch Arbeitsmigration miteinander verbunden sind.
Doch es geht auch noch schlimmer. In Pinneberg erzählt man sich folgenden Brüller: "Hamburg hat Pinneberg, aber Appen (Gemeinde im Kreis Pinneberg, Anm. d. Red.) hat Etz!" Etz wie Aids. Als wäre so ein kleiner Ort mit Baumschulen eine unheilbare Krankheit. Intimfeindschaften sind eben nicht immer niveauvoll.
Anne Klesse
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Ost versus West

Der eine witzelt: "Warum nennt der Ossi den Wessi 'Wessi'? Weil er das Wort 'Spezialist' nicht aussprechen kann!" Der andere kontert: "Was erhält man, wenn man einen Ossi mit einem Wessi kreuzt? Einen arroganten Arbeitslosen." Ein Dritter wirft ein: "In der DDR hat man 12 Jahre bis zum Abitur gebraucht, der Wessi braucht ein Jahr länger. Da ist ein Jahr Schauspielunterricht dabei."
Was wir hier erleben, ist nicht jener innerdeutsche Ost-West-Konflikt, den wir Deutschen uns seit gut 22 Jahren gern unterstellen. In Wahrheit gibt es diesen Konflikt nicht. Denn diese Witze entspringen – unabhängig von Geokoordinaten – dem urdeutschen Drang, Neid und Missgunst zu streuen, sich über Glück und/oder Leistung des anderen ganz und gar nicht freuen zu können.
Es ist dabei irrelevant, ob es sich um Neid auf materielle Besserstellung handelt oder um Missgunst angesichts der Tatsache, dass der andere es geschafft hat, seine Lebenssituation grundstürzend zu ändern.
Neid ist offenkundig Teil der deutschen DNA, vermeintliche Ost-West-Reibereien nur Substitutionshandlung dafür, dass wir uns selbst nicht leiden können. Sonst würden wir nämlich als fröhliches Volk wahrgenommen werden. Denn es geht uns sehr, sehr gut.
Oliver Michalsky

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Freitag, 4. Januar 2013

"Igitt, es ist ein Mädchen"

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BRÜSSEL/MZ. Die junge Mutter ist verzweifelt. "Nicht noch ein Mädchen", schluchzt sie. Seitdem ihr der Frauenarzt mitgeteilt hat, dass sie eine zweite Tochter erwartet, hat die 28-jährige Rosa völlig die Fassung verloren. "Beim letzten Mal hat mich mein Mann fast umgebracht", erzählt sie weinend. "Er wurde gewalttätig, als er erfuhr, dass ich ihm keinen Sohn geben konnte, ebenso meine Schwiegermutter." (aus welcher Kultur kommt wohl dieses Denken? Keine Frage. Der Mann sollte sich wohl selbst umbringen! Jani) Die zweite Schwangerschaft ist für sie zu einem Albtraum geworden. In ihrer albanischen Heimat sind Abtreibungen nach dem dritten Monat zwar verboten. Sie finden trotzdem statt. 
 
112 Männer je 100 Frauen 
 
"Wenn die Eltern erfahren, dass ein Mädchen zur Welt gebracht wird, greifen sie zur künstlichen Schwangerschaftsunterbrechung", stellte vor gut einem Jahr der Europarat in Straßburg in einer Stellungnahme fest. Die Rede ist nicht von China oder Indien, wo das Problem bekannt ist, sondern von Europa. In der Resolution vom November 2011 heißt es, die "pränatale Geschlechtsselektion hat besorgniserregende Ausmaße angenommen". 

Einige Experten warnten bereits davor, dass die demografischen Strukturen durcheinandergebracht werden könnten. Normalerweise kommen auf 105 Jungen 100 neugeborene Mädchen. In Albanien sind es bereits 112 Jungen. "Nein, die Zahlen sind noch nicht eklatant", heißt es beim Uno-Entwicklungshilfeprogramm (UNDP). Aber sie seien "erschütternd". Und keineswegs ein begrenztes Problem. "Mädchen gelten in vielen Ländern als schwere Last", sagt UNDP-Expertin Aferdita Onuzi. Neben Albanien gibt es Berichte über geschlechtsspezifische Tötungen ungeborener Mädchen auch aus Bosnien, Montenegro und Kroatien. Alles Beitrittskandidaten der EU. Doch auch innerhalb der Union selbst ist die Praxis offenbar weiter verbreitet als bisher angenommen. Unter dem Titel "Igitt, es ist ein Mädchen" berichteten dänische Medien vor Monaten von einem breiten Abtreibungstourismus zum Nachbarn Schweden, wo Schwangerschaftsunterbrechungen bis zur 18. Woche (Dänemark 12. Woche) erlaubt sind. In der Regel wird das Geschlecht während der 14. Woche bestimmt. 


mz-web.de
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Frauen in Indien


Indien ist ein Land voller Widersprüche und nirgends trifft dies mehr zu als bei der Frage nach den Frauenrechten. Zumindest auf dem Papier stehen Indiens Frauen besser da als ihre Geschlechtsgenossinnen in vielen anderen Ländern. Doch es gibt auch eine Kehrseite dieses positiven Bildes. 


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Indiens Statistik bei Gewalttaten gegen Frauen ist erschreckend. Obwohl Indien die UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women, CEDAW) unterzeichnet hat und trotz der Bemühungen, die Gesetzgebung entsprechend anzupassen, sind Verbrechen gegen Frauen weiterhin an der Tagesordnung. Alle drei Minuten wird in Indien eine Straftat an einer Frau begangen. Alle neun Minuten wird eine Frau von ihrem Ehemann oder Verwandten gequält, und die Zahl von Vergewaltigungen ist in den vergangenen Jahren massiv in die Höhe geschnellt.

Zudem ist seit Jahren ein anderer Besorgnis erregender Trend zu beobachten – das Geschlechterverhältnis verschiebt sich zu Ungunsten der Frauen. Das heißt, es gibt in Indien immer mehr Männer und immer weniger Frauen. In Unionsstaaten wie Haryana und Punjab im Nordwesten des Landes liegt das Verhältnis schon heute bei 927 Frauen zu 1000 Männern. Auch im Bildungswesen wird die Diskriminierung deutlich. Von einem im letzten Jahrzehnt landesweit um etwa zehn Prozent gestiegen Alphabetisierungsgrad haben Mädchen und Frauen kaum profitiert. Und wenn Frauen in der Gesellschaft insgesamt marginalisiert werden, dann umso mehr, wenn sie Gruppen wie den Adivasi, Indiens Ursprungsbevölkerung,oder den Dalits (Kastenlose) angehören, die ohnehin schon am Rande der Gesellschaft stehen und stark diskriminiert werden. 
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Modern und zukunftsorientiert, altertümlich und traditionell

Wie können all diese Realitäten nebeneinander existieren? Diese nicht leicht zu beantwortende Frage beschäftigt in Expertinnen und Experten Indien aber auch im Ausland. Ein Klischee lautet, dass Indien ein Gebilde ist, in dem gleichzeitig mehrere Länder in mehreren Jahrhunderten existieren – auf der einen Seite modern und zukunftsorientiert, auf der anderen altertümlich und traditionell. Wie bei allen Klischees steckt darin mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit.

Tradition – als etwas Statisches gesehen, das sich nur auf Religion oder Werte bezieht, obwohl es viel mehr ist als das – spielt im Leben indischer Frauen eine wichtige Rolle. In Indien ist es daher nicht ungewöhnlich, wenn Frauen selbstbewusst, artikuliert und unabhängig sind, eigene Jobs und Interessen haben, sich aber bei der Wahl des Ehepartners an Eltern und Verwandte wenden. Die Familie, eine Institution, die stark kritisiert wird, sich aber in den vergangenen Jahrzehnten auch verändert hat, ist für indische Frauen noch immer ein Ort der Unterdrückung und Unterstützung zugleich. 
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 Wirklichen Wandel wird es allerdings nur dann geben, wenn sich das Land dem schwierigen Prozess stellt, Denkweise und Sozialverhalten der Gesellschaft zu verändern. Indien will im 21. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielen. Doch der Eintritt in die moderne und globalisierte Welt muss von der Verpflichtung begleitet sein, für die weibliche Hälfte der Bevölkerung nicht nur auf dem Papier Gleichberechtigung zu schaffen, sondern ihr auch im Alltag die notwendige Substanz zu verleihen.

 Quelle
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Sexuelle Belästigung in Indien ist allgegenwärtig

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Auf der Straße, im Büro, selbst im privaten Umfeld: In Indien ist sexuelle Gewalt allgegenwärtig. Grund: die patriarchalische, frauenfeindliche Kultur. Jetzt wollen die Frauen nicht länger schweigen. Von

Ich habe 24 Jahre lang in Neu-Delhi gelebt, einer Stadt, in der sexuelle Belästigung so normal ist wie das tägliche Brot. Und immer wieder, jeden Tag und an allen möglichen und unmöglichen Orten dieser Stadt, wird dabei die Grenze zur Vergewaltigung überschritten.

Schon als Teenager lernte ich, mich selbst zu schützen. Ich stand niemals alleine irgendwo herum, wenn ich es vermeiden konnte, und stets ging ich schnellen Schrittes meiner Wege, die Arme über meiner Brust verschränkt. Ich achtete darauf, niemals Blickkontakt aufzunehmen oder gar jemanden anzulächeln. Durch Menschenmassen schob ich mich nur mit den Schultern voraus.

Nach Einbruch der Dunkelheit vermied ich es, das Haus zu verlassen, wenn kein Privatwagen zur Verfügung stand. In einem Alter, in dem andere junge Frauen an anderen Orten dieser Welt gern mit gewagten Stylings herumexperimentieren, trug ich Kleider, die mir zwei Nummer zu groß waren. Bis heute fällt es mir schwer, mich attraktiv zu kleiden, ohne das Gefühl zu bekommen, dass ich damit mein Leben gefährde.

Nirgendwo konnte ich entkommen

Auch als ich erwachsen wurde, änderten sich die Dinge nicht. Pfefferspray war damals nicht zu bekommen, und meine Freundinnen, die alle wie ich der Mittelschicht oder der oberen Mittelschicht angehörten, trugen Sicherheitsnadeln oder andere behelfsmäßige Waffen auf dem Weg zur Uni oder zum Arbeitsplatz.
Eine hatte sogar immer ein Messer bei sich und bestand darauf, dass ich es ihr gleichtäte. Ich aber lehnte das ab, denn an manchen Tagen war ich so wütend, dass ich ein Messer vielleicht auch benutzt hätte. Und wer weiß, am Ende hätte das vielleicht dazu geführt, dass ich es hinterher selbst zwischen den Rippen gehabt hätte.
Das ständige Begleitgeräusch von Pfiffen, Schnalzen, Zischen, sexuellen Anzüglichkeiten und offenen Drohungen sollte nicht abebben. Männergruppen zogen durch die Straße, und sie teilten sich ihrer Umgebung mit, indem sie Lieder aus Hindi-Filmen sangen, die reich an Doppeldeutigkeiten waren. Um ihr Anliegen zu unterstreichen, drückten sie ihre Hüften gegen vorbeigehende Fußgängerinnen.
Wenn es doch nur öffentliche Räume gewesen wären, in denen Frauen Belästigung ausgesetzt waren! Doch nirgendwo, weder in meinem Büro bei einem bekannten indischen Nachrichtenmagazin noch in der Arztpraxis und nicht einmal auf einer privaten Party bei Bekannten, konnte ich dieser Art der Einschüchterung entkommen.

Um sie zu sehen, müssen Frauen nur in einen Spiegel schauen

Am 16. Dezember waren, wie die ganze Welt nun weiß, eine 23-jährige Frau und ihr Freund auf dem Heimweg, nachdem sie den Film "Life of Pi" in einem......


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Übergriff auf Mädchen schockiert Indien

Donnerstag, 3. Januar 2013

Kardinal Meisner


Kardinal Meisner am 28. Dezember 12 im Kölner Dom

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Liebe Schwestern, liebe Brüder!


1. Der Tag der Unschuldigen Kinder weitet heute unseren Blick auf die ganze Welt, in der Kinder Gottes, Schwestern und Brüder Jesu Christi getötet, bedrängt und verfolgt werden. Ja, wir werden sagen müssen: Die Christenverfolgung ist die weltweit am meisten verbreitete Form der Verletzung und der Angriffe auf die Menschenrechte und – Gott sei es geklagt – die gesellschaftlich in Deutschland einfach am meisten hingenommene Art und Weise der Menschenrechtsverletzung. Die Politik in Deutschland lässt weitgehend die verfolgten Christen in aller Welt im Stich.

2. Unser Gott ist ein Gott des Lebens. Und der Mensch, als sein Ebenbild erschaffen, soll leben – hier zeitlich und dort ewig. Und darum ist das Töten von Menschen ein Widerspruch in sich selbst, namentlich das Töten von Kindern, von ungeborenen oder geborenen, aber auch der alt gewordenen Menschen, ist eigentlich ein skandalöser Aufstand gegen die Schöpfungsordnung. Die grundlegende Überzeugung aller Völker der Welt geht davon aus, dass der Mensch sich unterscheidet von der unvernünftigen Kreatur, ja, dass er gott-ebenbildlich erschaffen ist. Und in der christlichen Offenbarung wurde uns gesagt, dass Gott zu mehreren ist, nämlich trinitarisch, weil er die Liebe ist. Liebe kann es nie für sich allein geben. Darum hat er bei der Erschaffung des Menschen gesagt: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt“ (Gen 2,18). Und so hat er den Menschen zu zweit erschaffen, als Mann und Frau, und zwar ist dem Menschen dabei der Schöpferwille Gottes eingestiftet, sodass er sich vollendet, indem Mann und Frau sich in der Ehe zusammentun und dann zu dritt und zu mehreren werden. Das ist Schöpfungsordnung Gottes, von keinem Menschen erdacht oder erfunden, sondern vorgefunden und in sich selbst entdeckt. Und die Kenntnisnahme davon und die Praxis danach garantieren den Völkern der Welt, garantiert der Menschheit einen gesegneten Fortbestand. Wo aber dieses Schöpfungswissen verlorengeht oder verneint wird, dort wird das Ergebnis sichtbar in sterbenden Völkern, in Verlust von Ehe und Familie, in der Abwertung des Kindes, namentlich des ungeborenen, aber auch in der Abwertung des sterbenden Menschen.

Wenn wir heute das Fest der Unschuldigen Kinder feiern, dann müssen wir eigentlich den Begriff der Kinder erweitern auf die unschuldigen armen und alten Leute, über die einfach verfügt wird. Uns ist es aufgetragen, im Glauben an den lebendigen Gott für seine Menschen in der zu ihren Gunsten von Gott festgelegten Lebensform einzustehen, sei es gelegen oder ungelegen. Wir sollen und dürfen nicht zuerst auf politisch korrektes Verhalten und Reden achten, sondern auf gottgemäßes politisches Denken, Reden und Handeln. Das war wohl nie so selbstverständlich. Der Sinai, der Berg der Gebote Gottes, wurde nicht immer – zum Schaden der Menschen und der Völker – als Mittelpunkt in der menschlichen Gebirgslandschaft erachtet.

3. Alle Versuche in der Geschichte entsprechend bestimmter politischer Systeme, die Ehe und Familie zu relativieren und ihr ihren schöpfungsgemäßen Platz im gesellschaftlichen Leben streitig zu machen, gingen immer zu Lasten des Menschen aus. Die Schöpfungsordnung Gottes kann weder durch Parlamentsbeschlüsse außer Kraft gesetzt, noch eingesetzt werden. Sie gilt unabhängig von Parlamenten. Deswegen braucht jeder Mensch zu seinem Dasein oder zu seinem Sosein Vater und Mutter. Das sind Tatsachen, die nicht bewiesen zu werden brauchen. Die Schöpfungsordnung, die wir auch Naturrecht nennen, ist nicht das Ergebnis einer gesellschaftlichen Dressur, sondern in die Natur des Menschen hineingelegte Richtigkeit für seine Existenz. Darum ist die Familie von gar nicht hoch genug zu schätzender Bedeutung und Wichtigkeit für den Menschen als Individuum, aber auch für ein Volk. Die Überalterung unseres deutschen Volkes ist ja kein Naturereignis, sondern sie ist begründet in der verkehrten Auffassung von Ehe und Familie. Ich kenne noch aus meiner DDR-Zeit eine Familie mit sieben Kindern. Die Mutter ist 20 Jahre lang zu Hause geblieben, um für diese sieben Kinder zu sorgen, die alle wieder ihrerseits Familien haben und positive Figuren in unserer Gesellschaft sind. Diese Mutter bekommt für 20 Jahr Sorge um sieben Kinder 170 Euro Rente. Und als Frauen aus der CDU sich unlängst bemühten, diesen verdienten Müttern ihre Alterszulage zu erhöhen, sagte der Finanzminister kühl und knapp: „Wir haben dafür kein Geld“. Aber ich habe nicht gehört, dass der Finanzminister dagegen Einspruch erhoben hat, dass Bataillone der Bundeswehr in die Türkei abkommandiert sind, um dort die türkisch-syrische Grenze zu sichern. Wo leben wir denn? Ist die Verwirrung überhaupt noch zu übertreffen!

Bei seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag betonte der Papst, der Schutz der Natur, der Artenschutz ist eine hochwichtige Aufgabe einer Gesellschaft. Aber der Mensch hat auch eine Natur, die behütet und geschützt werden muss. Ihre Konstanten werden im so genannten Naturrecht deutlich. Wer Gott, dem Schöpfer, verpflichtet ist, ist auch der Schöpfung und den Geschöpfen, namentlich dem Geschöpf Mensch verpflichtet. Schon etliche Male habe ich das berühmte Wort von Romano Guardini zitiert, das ich von ihm selbst beim Berliner Katholikentag 1952 gehört habe. Er fand unter dem Thema: „Gott lebt“ statt. Er sprach es in der Ostberliner Marienkirche, gleichsam in Hörweite von Walter Ulbricht: „Nur wer Gott kennt, der kennt den Menschen“. Um den Menschen kennen, schätzen und lieben zu lernen, braucht man die Kenntnis Gottes. Wo eine Gesellschaft konstruiert wird, in der Gott gar nicht mehr vorkommt, kann das nur zu Lasten des Menschen gehen. Dort werden Verhältnisse geschaffen, in denen der Mensch auch nicht mehr vorkommt. Unsere Gesellschaft ist auf dem Weg dazu. Wir haben das bereits in den letzten achtzig Jahren zweimal erlebt. Ich war als Leidtragender dabei.

Der Mensch ist kein Gott, aber er ist göttlichen Ursprungs. Er behält seine Würde, wenn er seiner Herkunft eingedenk bleibt, und er bleibt seiner Verantwortung gewiss, die ihm als Mitgeschöpf und als Mitmensch auferlegt ist und mit der er gesegnet ist, wenn er dem Willen des Schöpfers verbunden bleibt. Darum erheben wir zum Fest der Unschuldigen Kinder unsere Stimme, nicht um anzuklagen und zu verletzten, sondern um die Schöpfungsordnung zu schützen, zu hegen und zu pflegen; damit dem Menschen Verhältnisse garantiert bleiben, in denen er sich voll entfalten kann. Wir wissen uns darin Gott verpflichtet. Wir werden eines Tages nach unserem irdischen Tod von Gott gefragt werden: „Wo ist dein Bruder Abel?“ (Gen 4,9), wie am Schöpfungsmorgen „und wo ist deine Schwester?“ Und seit Jesus Christus gibt es nicht mehr die Ausrede: „Bin ich der Hüter meines Bruders?“ (Gen 4,9). – Ja, wir sind die Hüterinnen und Hüter unserer Brüder und Schwestern, der ungeborenen und der alt gewordenen. Das ist unsere Aufgabe! Weil wir Gott kennen und Gott lieben, stehen wir dazu. Amen.



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Steinbrück macht es Merkel recht leicht

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Der apolitische Steinbrück strapaziert die SPD

Nach dem Geld-Interview des SPD-Kanzlerkandidaten herrscht unter Sozialdemokraten Fassungslosigkeit. Vielen erscheint der Preis, ihn zu verteidigen, zu hoch. Will der Mann überhaupt Kanzler werden? Von

Eine kluge Antwort hatte sich Peer Steinbrück ausgedacht, als er in einem Interview gefragt wurde, ob er sich unterbezahlt fühle. Steinbrück brach in Lachen aus und bekundete: "Das ist eine tödliche Frage." Messerscharf war diese Analyse Peer Steinbrücks als Bundesfinanzminister vor gut sechs Jahren. Dabei drückte er sich mitnichten um eine Antwort. Nach den einleitenden Worten von der "tödlichen Frage" sprach er davon, er erhalte einen Nettostundenlohn von 35 bis 40 Euro, und sagte: "Das halte ich nicht für überbezahlt angesichts der Aufgaben, für die ich Verantwortung trage."

Wer wollte Steinbrück da widersprechen? Sein damaliges Interview beschäftigte die Republik eher einige Stunden denn einige Tage, wenn überhaupt, und kein Wahlkämpfer der SPD sah Anlass für Depressionen – anders als nach den Worten, die ihr Kanzlerkandidat vor wenigen Tagen fand. So wie der Ton die Musik macht, so kann die Einleitung einer Antwort die Aussage eines Interview verändern. Gewiss, Journalisten neigen anschließend dazu, Zitate zu pointieren. Politiker wiederum relativieren noch so prägnante Zitate aus dem eigenen Munde mit dem Hinweis, dieser oder jener Satz sei "verkürzt" wiedergeben worden.


Die Mitstreiter zahlen einen hohen Preis

Der nächste Fettnapf, den Steinbrück in Aussicht nimmt, ist schließlich wohl nur eine Frage der Zeit. Das äußern auch Sozialdemokraten, wenn sie ehrlich und souverän sind, was vielen in diesen Tagen besonders schwer fällt. Das sei wohl der Zwiespalt, mit dem SPD leben müsse, heißt es über den Kandidaten mit der losen Zunge. Er werde mit der Causa Kanzler-Gehalt nicht das letzte Mal derart irritiert haben. "Scheiße" ist das Wort, das intern derzeit besonders oft fällt, und andere Vokabeln lauten: unerklärlicher Fehler und taktische Mängel. Das Fazit? Allgemeine Fassungslosigkeit.

"Ich will mich nicht bis zur Unkenntlichkeit verbiegen", sagt Steinbrück, und mancher in seinem Umfeld will ihn inszenieren als authentisch, kantig, direkt, ganz anders also als die Kanzlerin. Mister Klartext gegen Schwurbel-Merkel, lautet diese Gleichung. Sie ist hochriskant, wie sich nun abermals zeigt. "Er sagt, was er denkt", heißt es oft über Steinbrück. Es ist ein Urteil, das einen erschaudern lassen muss. Man verkündet innere Überzeugungen nicht zu jeder Zeit, schon gar nicht jedem gegenüber. Das ist im privaten Leben nicht möglich, und im politischen noch weniger.

Steinbrück, der in wenigen Tagen 66 Jahre alt wird, hat den Vorteil, auf "alles oder nichts" setzen zu können. Das entspricht seinem Charakter. Diese "Ich will so bleiben, wie ich bin"-Philosophie aber erinnert nicht nur an eine cholesterinfreie Margarine, sondern auch an die Attitüde, mit der schon Kurt Beck als SPD-Vorsitzender in Berlin gescheitert ist. "Links" ist sie noch am wenigsten. Steinbrück aber, der in inhaltlichen Fragen hoch flexibel ist, will persönlich konsequent bleiben. Seinen Mitstreitern nötigt das einen hohen Preis ab.



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Mittwoch, 2. Januar 2013

Wahlen 2013

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Gehört der Islam zu Deutschland?

Bei seiner damaligen Rede zum Tag der Deutschen Einheit 2010 sagte der damalige Bundespräsident Christian Wulff, dass der Islam zu Deutschland gehört.

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Am 19.April 2012 stellte der Fraktionschef der CDU, Volker Kauder, dagegen fest: „Der Islam ist nicht Teil unserer Tradition und Identität in Deutschland und gehört somit nicht zu Deutschland. Sehr wohl aber gehören Muslime zu Deutschland“.

Da beide Aussagen von hochrangigen CDU-Politikern stammen, müssen sich bekennende Christen in unserem Land immer wieder fragen, ob sie in der CDU/CSU tatsächlich eine politische Heimat haben können.

Ich möchte keinen Zweifel daran lassen, dass ich über die Aussage von Volker Kauder froh bin.
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Es ist zum einen ein zentrales Merkmal unseres freiheitlichen Rechtsstaats, dass eine Bekenntnis- und Glaubensfreiheit für alle Religionen gewährleistet wird, freilich auch für den Islam.
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In einem Land leben zu dürfen, in dem eine tatsächliche Glaubens- und Bekenntnisfreiheit konsequent besteht, ist ein großes Geschenk. Dies ist in islamischen Ländern nicht der Fall.
Zum anderen müssen wir gerade deshalb darauf achten, dass dieses Geschenk nicht missbraucht wird, um es in sein Gegenteil zu verkehren.  Wenn Glaubensfreiheit bedeutet, dass der Koran beziehungsweise die Scharia Einzug in unsere Justiz erhält, ist es höchste Zeit, dass nicht nur Christen sondern alle Menschen, die die Freiheit in unserem Land lieben, aufstehen und diesem Vorhaben eine klare Absage erteilen! Der Islam kann nicht zu Deutschland gehören, wenn wir an der freiheitlich-demokratischen Verfassung festhalten wollen.
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Es ist erschreckend, dass heute Christen immer wieder angegriffen werden, wenn sie in aller Deutlichkeit ihren christlichen Glauben bekennen. Ebenso werden immer wieder christliche Symbole verunglimpft, woran kein Mensch Anstoß nimmt. Würde man in gleicher Weise mit dem Islam oder seinen Symbolen umgehen, müsste man um Leib und Leben fürchten.
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Dass sich dieser Vergleich nicht irgendwo auf der Welt abspielt, sondern hier im zivilisierten Deutschland, sollte uns zum Nachdenken und Handeln bewegen!
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Ausdrücklich möchte ich darauf hinweisen, dass gerade wir von der AUF-Partei für Arbeit, Umwelt und Familie - Christen für Deutschland absolut für Glaubens- und Bekenntnisfreiheit in unserem Land einstehen. Zum einen gehören Christen weltweit zu der Gruppe, die am meisten verfolgt wird und dies vor allem in islamischen Ländern. Zu anderen wissen wir als Christen, dass gerade Christus uns die Freiheit lässt, an ihn zu glauben oder nicht.
Mathias Scheuschner
Christen für Deutschland
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Weil es so nicht weitergehen kann

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Gründungsaufruf Wahlalternative 2013

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Die Bundesrepublik Deutschland ist in der schwersten Krise ihrer Geschichte. Das Euro-Währungsgebiet hat sich als ungeeignet erwiesen. Südeuropäische Staaten verarmen unter dem Wettbewerbsdruck des Euro. Ganze Staaten stehen am Rande der Zahlungsunfähigkeit. Strukturelle Reformen erweisen sich als undurchführbar oder stürzen die einfache Bevölkerung ins Elend.

In dieser Situation kennen CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne nur eine Antwort: Weiter so! Der Euro darf nicht in Frage gestellt werden, alle Schulden müssen bezahlt werden und der Zahlmeister ist Deutschland. Deutschland garantiert die Schulden fremder Staaten, rettet fremde Banken und gibt der Europäischen Zentralbank unbeschränkte Kredite über das Target-System. Hunderte von Milliarden Euro sind von der Bundesregierung bereits verpfändet worden und ein Ende ist nicht abzusehen.

Dies ist maßlos und unverantwortlich. Was die Lage scheinbar kurzfristig beruhigt, werden wir, werden unsere Kinder und Kindeskinder mit Steuern, Stagnation und Inflation zu bezahlen haben.

Gleichzeitig erodiert die Demokratie. Der Wille des Volkes zu diesen Entscheidungen ist nie erfragt worden und wird vom Bundestag nicht repräsentiert. Die Bundesregierung entmündigt den Staatsbürger durch Desinformation, setzt Verfassungsorgane wie den Bundestag und das Bundesverfassungsgericht unziemlich unter Druck und verlagert bedeutende Entscheidungen in Gremien, die sich demokratischer Kontrolle entziehen. Die vom Grundgesetz gewollte Ordung wird schleichend entwertet und außer Kraft gesetzt.

Wir wollen dem Verhängnis nicht tatenlos seinen Lauf lassen. Deshalb rufen wir auf zur Bildung einer
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Bündnis Bürgerwille






Aktionsbündnis







Mehr Demokratie - für Volksentscheide
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Dienstag, 1. Januar 2013

Jahreslosung 2013

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gefunden bei godnews


Wir haben hier keine bleibende Stadt,
sondern die Zukünftige suchen wir.

Hebräer 13,14
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Ein frohes gesegnetes Jahr 2013