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Freitag, 4. Dezember 2015

Erfahrungsbericht - Terror gegen christliche Flüchtlinge

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Drangsalierung von christlichen Flüchtlingen in Vorarlberg


Erfahrungsbericht aus erster Hand:


Christliche Flüchtlinge bzw. Flüchtlinge, die für das Christentum Interesse zeigen, werden auch in Vorarlberg häufig mit Drangsalierungen verschiedener Art konfrontiert.
Omid aus dem Iran ist seit ca. 3 ½ Jahren in Österreich, hat hier Technik studiert und ist hier zum Christentum übergetreten. Seine Familie hat aufgrund seiner Konversion seine Finanzen, die er im Iran hat, vorenthalten und ihm mitgeteilt, dass er für sie gestorben sei. Sein Visum in Österreich wurde nicht erneuert; nach Persien zurückzukehren würde seinen Tod bedeuten. So ist er ein Asylant geworden und er sagt, dass er sich schämt, Moslem gewesen zu sein.
Navid ist ebenfalls 29 Jahre alt. Er kommt aus einer Familie, die vor 18 Jahren als ganze Familie zum Christentum übergetreten ist. Er und sein Bruder, der jetzt als Flüchtling in Oberösterreich lebt, mussten Persien verlassen, weil sie, nachdem ihre christliche Gemeinde von der Regierung geschlossen worden war, ihren Glauben im Untergrund weiter praktiziert hatten. Navid ist seit zwei Monaten in Österreich. Sein Vater ist plötzlich an einem Gehirnschlag gestorben, seine Mutter und Schwester leben noch im Iran.

Einige Fakten aus den Erzählungen von Omid und Navid, die die Situation von christlichen Flüchtlingen in Vorarlberg verdeutlichen:
Im Flüchtlingslager:
Verstecken der Bibel:
Beim Bibellesen im Flüchtlingslager schlagen sie die Bibel in einer Zeitung ein, um sich selbst zu schützen.
Das Christsein verbergen:
Von der Firma, die diese Flüchtlingslager hat, ist ihm gesagt worden, dass er seinen Mund halten soll, damit niemand erfährt, dass er Christ ist. Er sagt, wenn ihn jemand fragt, ob er Christ ist, kann er nicht sagen, er sei es nicht.
Morddrohungen wegen Konversion:
Sofort nach einem offenen Gespräch mit einigen Männern aus Afghanistan, wurde den beiden von einer Gruppe von Männern aufgrund ihres Übertrittes vom Islam zum Christentum mit dem Tod gedroht.
Afghanen:
sind nicht nur den christlichen Konvertiten feindlich gesinnt, sondern auch grundsätzlich gegen Perser.
Omid wünscht sich, unter Christen zu leben und fragt, ob das nicht möglich wäre. Er sei traurig darüber, dass er hier in einem christlichen Land nicht in Ruhe Christ sein kann. Navid sagt, er sei vor dem geflohen, was er hier wieder vorfindet.
Sie erklärten, dass ihm Kontakt zu Christen sehr wichtig sei, und dass er aus Sicherheitsgründen schon einige Male bei Christen außerhalb des Lagers übernachtet habe.
Wir möchten die Dringlichkeit betonen, dass Flüchtlinge, die sich zum Christentum bekennen, unterstützt und beschützt werden.




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