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Donnerstag, 15. September 2016

Unzensiert

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Moslems beschweren sich, 

weil sie in Koch-Lehre mit Schwein

und Alkohol in Berührung kommen


Mit Recht kann man auf die österreichische Küche stolz sein, und noch gibt es sie, die Restaurants, Gasthäuser und Beisln, die Schweinsbraten mit Sauerkraut, geröstete Schweinsleber oder Schweinsstelze auf der Karte haben. Und dass man sich dazu ein gepflegtes Bier oder einen der phantastischen Weine aus heimischen Rieden genehmigt, ist eine kulinarische Selbstverständlichkeit in unserem Land.

Traditionelle Gerichte sind wichtiger Teil der Ausbildung
Deswegen ist der Beruf des Kochs immer noch sehr gefragt, und ein Kochlehrling soll dazu natürlich in die Geheimnisse der österreichischen Küche eingeweiht werden, wozu eben sowohl das traditionelle Schweinefleisch als auch der Alkohol als Kochutensilie und Getränkebegleiter gehört.  

Mohammedanische Eltern verweigerten Unterschrift für Tochter
Weshalb man dann die österreichische Kochkunst in einer Schule lernen, aber dabei kein Schwein oder Alkohol verköstigen möchte (was ja ein guter Koch, der wissen will, wie seine Speisen schmecken, unbedingt tun muss), ist eine Frage, die derzeit in einer Gastronomieschule zum Tragen kommt. Dort verweigerten die Eltern eines muslimischen Mädchens die Unterschrift auf einem Informationsblatt, das besagt, dass ihre Tochter auch mit den genannten, im Islam verpönten Produkten in Berührung kommen muss, wenn sie Köchin werden will. Dass man ihr deswegen den Unterricht mit Recht verweigerte, ist nun Grund einer Debatte.

Schweinefleisch & Alkohol ist wesentlicher Lehrstoff
Aber noch steht in einer Information des Bildungsministeriums über den Lehrinhalt: „Da es sich hierbei jedoch um wesentliche Lehrstoffbereiche handelt, kann ein positiver Abschluss nur dann erreicht werden, wenn der Schüler/die Schülerin die Anforderungen dieser Lehrstoffbereiche im geforderten Ausmaß erfüllt.“
Im Klartext heißt das, ohne Schwein und Alkohol kann einfach das Lernziel Koch (österreichischer Küche) nicht erreicht werden. Wobei auch in anderen europäischen Ländern ähnliche Grundstoffe am Speise- und somit auch am Ausbildiungsplan der Gastronomie stehen.

Bildungsministerium denkt schon Änderungen an
Da man aber derzeit alles unternimmt, um islamischen Mitbürgern jeden Stein aus dem Weg zu räumen, damit sie sich in der österreichischen Gesellschaft breiter machen können, zeigt man sich im SPÖ-geführten Bildungsministerium offen, die Lehrpläne zu ändern. „Wir orientieren uns bei der Erstellung der Lehrpläne an dem, was künftige Arbeitgeber brauchen… Wenn seitens koscherer, vegetarischer oder Halāl- Restaurants Bedarf nach entsprechend ausgebildeten Absolventen bestehe, müssten sie dies über die Interessensvertretung anmelden.“

Kultusgemeinde sieht Diskriminierung
Auch die Israelitische Kultusgemeinde meldete sich zu diesem Thema und bezeichnete die derzeitige Regelung, dass moslemische oder jüdische Lehrlinge mit dem in Talmud und Koran als unreinem Tier bezeichneten Schwein in Berührung kommen müssen als „skandalös“. Der dortige Generalsekretär Raimund Fastenbauer sieht gegenüber Juden und Moslems eine schwerste Diskriminierung und meinte, dass diese Alkohol- und Schweinefleischplicht für angehende Köche im Gegensatz zur freien Religionsausübung stehen würde.

"Vergebene Chance" für Moslem-Lehrlinge
Natürlich hat auch, weil sie immer was zu sagen hat, wenn es um angebliche Diskriminierung von Moslems geht, die ausgebildete Schauspielerin und Medienreferentin der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Carla Amina Baghajati, etwas dazu zu sagen. Für die Frau unter dem Schleier ist es „bedauerlich“ und eine „vergebene Chance“, dass die vielen Mohammedaner, die unbedingt österreichische Köche werden wollen, durch diese Regelung nicht ihren Berufswunsch erfüllen können (und damit höchstwahrscheinlich nur an einem Kebab-Spieß herumsäbeln dürfen, was allerdings in Österreich - noch - kein Lehrberuf ist).

Fachgruppen-Obmann betont: "Ohne Schwein keine Prüfung!"
Wenigsten steht der Obmann der Fachgruppe Gastronomie der Wiener Wirtschaftskammer, Peter Dobcak, bei dieser Thematik auf Seiten seiner Leute. Richtigerweise sagte er in der Presse: „Ein Schüler, der kein Schweinefleisch abschmecken will, den wird es wohl nicht als Schüler geben.“ Im Übrigen gelte diese Regelung auch für Schüler, die eine Lebensmittelallergie haben. „Der Lehrplan...“, so  Dobcak, „…sieht gewisse Speisen vor, wer sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht kochen kann, der kann nicht zur Prüfung antreten."

Debatte wird leider weitergehen
Freilich darf man diese Debatte nicht unterschätzen, denn wenn, wie vom Generalsekretär der Kultusgemeinde angedeutet, die freie Religionsausübung ins Spiel gebracht wird, melden sich mit Sicherheit bald einschlägige Politiker mit der Idee, dass es überhaupt ein Affront gegenüber Muslimen sei, wenn in österreichischen Lokalen Alkohol und Schweinefleisch angeboten wird.

Anbiederung an Moslems eröffnet traurige Zukunftsperspektiven
Doch wenn dann irgendwann aus Rücksicht gegenüber Mohammedanern diese verwerflichen Produkte verboten werden, erübrigt sich auch in Gastro-Berufsschulen die Verpflichtung für Lehrlinge, Alkohol und Schweinefleisch zu verköstigen.

Ob es dann noch eine traditionelle, österreichische Küche gibt, ist eine andere Frage…




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